taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte
taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte - # 2

Hintergrundwissen
Helga
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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 16 im Thema

Beitrag von Helga »

Die ganze Debatte geht leider völlig am Thema vorbei. Saune und Co nehmen nur eine Platzhalterfunktion ein. Die Wahrscheinlichkeit in sogenannten Schutzräumen von cis- Frauen beschimpft, bestohlen oder sogar körperlich mißhandelt zu werden ist um ein Vielfaches größer als ein Übergriff durch trans- Personen, egal ob selbstbestimmt oder nicht. Das dürfte eigentlich allen klar sein.
Die Ursachen für den Widerstand liegen vermutlich auf einer anderen Ebene. Sprich: Einige Frauen verspüren beim Gedanken an die geschlechtliche Selbstbestimmung Unbehagen. "Unbehagen" ist kein Argument, solange es sich nicht in Worte fassen lässt. Also werden Einzelfälle herangezogen, wie die hier immer wieder zitierten. Der Versuch auf diese Einzelfall- Argumentation zu reagieren führt zum Effekt der gesprungenen Platte.
Eine sinnvolle Diskussion kann nur stattfinden wenn die eigentlichen Ursachen bearbeitet werden. Es wäre zu erarbeiten was dieses "Unbehagen" auslöst und wie es aufgelöst werden kann.
Die Bedenkenträgerinnen einfach als "Terfs"abzukanzeln um sich mit ihnen nicht auseinandersetzen zu müssen führt nicht zu einen Ergebnis sondern nur zur Verhärtung der Fronten.
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Jasmine
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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 17 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Ich weiß noch wie erbittert die Diskussionen um die Einführung des Mindestlohnes geführt wurden. Welches Horrorszenario wurde damals gemalt. Was ist passiert? Die Welt ist nicht untergegangen.
Was soll dann nach so langer Zeit der Diskussionen um das Selbstbestimmungsgesetz noch erarbeitet werden? Nein vielmehr sollten diese Gegnerinnen wegen Fakenews und Diskriminierung von Staatsseite belangt werden. Wenn das Selbstbestimmungsgesetz erst einmal rechtskräftig ist, wird die Diskussion bestimmt schnell verstummen. Vielmehr Sorgen mache ich mir um die Legalisierung von Marihuana. Wie viele Männer werden dann unter dem Einfluß dieser Droge Frauen belästigen oder schlimmeres.
Lana
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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 18 im Thema

Beitrag von Lana »

Jasmine hat geschrieben: Mo 16. Jan 2023, 11:31 Was soll dann nach so langer Zeit der Diskussionen um das Selbstbestimmungsgesetz noch erarbeitet werden?

Jasmine hat geschrieben: Mo 16. Jan 2023, 11:31 Vielmehr Sorgen mache ich mir um die Legalisierung von Marihuana.
Was soll dann nach so langer Zeit der Diskussionen um das Betäubungsmittelgesetz noch erarbeitet werden?

Deine "Argumentation" ließe sich auf jeden beliebigen Bereich übertragen. Wie steht es um deine eigene Faktenkenntnis und die damit verbundene Toleranz in Bereichen, von denen du selbst nicht direkt persönlich betroffen bist?

Deine Reaktion auf die geplante Legalisierung von Marihuana folgt jedenfalls dem selben Muster wie die Reaktion der "Terfs" auf das geplante Selbstbestimmungsgesetz. Du nimmst Fakten nicht zur Kenntnis und lehnst eine Liberalisierung aus irgendeinem inneren Gefühl des Unwohlseins ab. Dabei gibt es über die Welt verteilt etliche Gegenden, die zeigen, dass durch eine Legalisierung die Welt nicht untergehen wird und sogar einige Probleme entschärft werden.

Wenn du dich in diesem Punkt mal ehrlich selbst beobachten würdest, dann sollte es dir nicht schwer fallen, dein eigenes Verhaltensmuster in "Terfs" und deren Verhalten zum Selbstbestimmungsgesetz zu übertragen.

In beiden Fällen geht es um Freiheit. Und zwar um die Freiheit der anderen, sich unbehelligt entscheiden zu können, wobei diese Entscheidung keine Dritten beeinträchtigt. Sie ist also eine rein persönliche und sollte daher akzeptiert werden. Unabhängig davon, wie man selbst dazu steht.

LGL
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Jasmine
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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 19 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Lana hat geschrieben: Mo 16. Jan 2023, 12:46 ..............Deine Reaktion auf die geplante Legalisierung von Marihuana folgt jedenfalls dem selben Muster wie die Reaktion der "Terfs" auf das geplante Selbstbestimmungsgesetz. Du nimmst Fakten nicht zur Kenntnis und lehnst eine Liberalisierung aus irgendeinem inneren Gefühl des Unwohlseins ab. ....................
Supi, mich mit Terfs zu vergleichen. :lol: Aber ich will ernsthaft darauf antworten. Man kann keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Der Einfluß von Alkohol, Tabak und Drogen wie Marihuana auf den Körper ist doch nicht von der Hand zu weisen. Die Straftaten die unter Drogenkonsum oder Alkoholkonsum ausgeführt werden sind ebenfalls hinlänglich bekannt. Daher ist es kein inneres Unwohlsein sondern belegbare Fakten! Diese Fakten fehlen meiner Meinung nach den Terfs betreffend des Selbstbestimmungsgesetzes und daher lese ich so viele Fake-News.
Lana hat geschrieben: Mo 16. Jan 2023, 12:46 .......In beiden Fällen geht es um Freiheit. Und zwar um die Freiheit der anderen, sich unbehelligt entscheiden zu können, wobei diese Entscheidung keine Dritten beeinträchtigt. Sie ist also eine rein persönliche und sollte daher akzeptiert werden. Unabhängig davon, wie man selbst dazu steht. ..................
Möchtest du mir wirklich erzählen, das der Konsum von Alkohol, Tabak und Marihuana Freiheit bedeutet? Ist es nicht vielmehr so, das der Konsum von Drogen süchtig machen kann und wo ist dann die Entscheidungsfreiheit?
Ich selbst habe das Rauchen und den Genuß von Kaffee aufgegeben. Einfach war das nicht. Ich bin eine sehr tolerante Frau, aber wenn ich zum Beispiel sehe wie Menschen unter Alkoholeinfluß z.B. agressiv werden, dann entferne ich mich. Genauso gehe ich Menschen aus dem Weg die andere Drogen konsumieren. Ich habe für mich entschieden das es ein paar No-GoÅ› gibt. Das sind z.B. Waffen und Drogen.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 20 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Jasmine,

danke, dass du trotz Missverständnis geantwortet hast.

Es liegt mir fern, dich mit irgend jemandem zu vergleichen. Wie käme ich dazu, ich kenne dich nicht.

Was ich verglichen habe, ist das Verhaltensmuster beim Umgang mit verschiedenen Sachverhalten: Legalisierung von Marihuana vs. Selbstbestimmungsgesetz. Auch diese beiden Themen setze ich nicht gleich.

Es geht mir allein um den Umgang mit Themen, die einen selbst nicht betreffen und bei denen man dennoch Mitsprache einfordert. So wie du das beim Thema Legalisierung von Marihuana tust, machen "terfs" das beim Thema Selbstbestimmungsgesetz.

Die Gemeinsamkeit ist, dass man selbst als Bedenkenträgerin erstmal von der Regelung nicht selbst betroffen ist. Zugleich hat man eine Meinung. Das ist völlig in Ordnung.

Das Problem beginnt, wenn diese Meinung zur allgemeinen Norm erhoben werden soll.

Implizit forderst du eine fortdauernde Kriminalisierung des Konsums von Marihuana in unterschiedlichen Zusammenhängen in diesem Forum immer wieder. Ebenso wie "terfs" die Ablehnung eines Selbstbestimmungsgesetzes fordern.

Die Parallelen gehen sogar noch weiter:
In deiner letzten Erwiderung bringst du problematische Fakten und Gleichsetzungen in die Diskussionen ein, die einer Überprüfung nachweislich nicht standhalten. So ähnlich wie die "terfs" jedesmal das Frauensaunabeispiel aus der Mottenkiste ziehen, kommt von dir die Gleichsetzung von Marihuana mit anderen, wesentlich gefährlichen Drogen.

Außerdem sprichst du Konsumenten die Fähigkeit zum verantwortungsvollen Umgang ab. Nichts anderes machen "terfs", wenn sie behaupten, daß Selbstbestimmungsgesetz würde missbraucht werden, um in Schutzräume von Frauen einzudringen.

Nochmal zur Klarstellung:
Ich vergleiche dich nicht mit "terfs", sondern möchte Parallelen deines eigenen Verhaltens aufzeigen, die dem von "terfs" ähnlich sind. Völlig unabhängig vom Thema.

Ich mache das, weil von dir wiederholt Unverständnis geäußert wurde, wieso diese Leute sich so verhalten. Wenn du so möchtest, halte ich dir einen Spiegel vor, in dem du erkennen kannst, wie solches Verhalten entsteht. Da du keine "terf" bist, hänge ich das an deinem Beispiel Marihuana auf.

Und noch als letztes:
Auch wenn es mir total fern liegt, "terfs" verteidigen zu wollen, habe ich dennoch Schwierigkeiten mit pauschalen, abwertenden Bezeichnungen. Daher steht es in Anführungszeichen, um zwar einen handlichen Begriff zu haben, der in die Diskussion bereits eingeführt wurde, aber gleichzeitig auszudrücken, dass ich diesen Begriff nicht gut finde.
Unserem Anliegen ist es m.E. nicht förderlich, wenn wir andere Menschen beleidigen. Selbst dann nicht, wenn sie uns nicht respektieren.

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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 21 im Thema

Beitrag von Martina-NB »

@Jasmine: Ja Alkohol macht aggressiv und hemmungslos. Das reicht vollkommen für die bekannten Straftaten. Da braucht es kein Marihuana dazu, das abgesehen davon eine ganz andere eher harmlose (gegenüber anderen) Wirkung zeigt.

@Lana: Der Begriff "TERF" stammt doch m.W. von diesen selbigen.
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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 22 im Thema

Beitrag von Helga »

Jasmine hat geschrieben: Mo 16. Jan 2023, 11:31 Nein vielmehr sollten diese Gegnerinnen wegen Fakenews und Diskriminierung von Staatsseite belangt werden.
Sorry, das ist der komplett falsche Ansatz. Aus Sicht der "Terfs" liest sich der Satz so: "Mit Hilfe der patriarchalisch dominierten Polizei- und Justizapparate werden Kritikerinnen des Selbstbestimmungsgesetzes zum Schweigen gebracht!" So werden "Märtyrerinnen" gemacht, die keinen Moment zögern werden Parallelen zum Mullah- Regime im Iran herzustellen.
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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 23 im Thema

Beitrag von conny »

Mal halblang. Ich sehe nicht, dass da irgendwo etwas strafrechtlich relevantes verlautbart wurde.
Jeder/ jedem steht es natürlich frei, eine Strafanzeige zu erstatten.
Lana
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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 24 im Thema

Beitrag von Lana »

Martina-NB hat geschrieben: Mo 16. Jan 2023, 16:12 @Lana: Der Begriff "TERF" stammt doch m.W. von diesen selbigen.
Mag sein. Inzwischen ist er eher ein Kampfbegriff geworden, der nicht gerade zur Versachlichung der Debatte beiträgt.

Wer es unbedingt genauer wissen möchte:
https://en.m.wikipedia.org/wiki/TERF

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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 25 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Lana hat geschrieben: Mo 16. Jan 2023, 14:55 Implizit forderst du eine fortdauernde Kriminalisierung des Konsums von Marihuana in unterschiedlichen Zusammenhängen in diesem Forum immer wieder.

Ja, ich bin vollkommen bei Lana.

"Wir" haben alle Rechte wie jede andere Person auch und auch einen Weg das anzupassen was nicht zu uns gehört.
"Wir" sind nicht entrechtet, das ist einfach nur falsch.
Und ich finde es völlig legitim wenn zu mir wer sagt, nein bitte nicht du, bitte nicht heute, weil ich das nämlich auch
mache wenn mir danach ist.
(Naja, ich könnte auch sagen, mir sind Saunen eh viel zu heiss und ich möchte gar keine Geschlechtsteile von niemand
sehen, das spar ich mir lieber bevor ich völlig verängstigt und mit Übelkeit nach Hause gehe)

Wie aber seit Ewigkeiten wegen einer kleinen Menge Eigenbedarf gegen manche konsumierende Personen vorgegangen
wird ist geradezu lächerlich, völlig überzogen und vor allem unnötig.
Ich wäre eher dafür Alkohol komplett zu verbieten und dann dafür Marihuana, Dope oder wie dus nennen magst zu legalisieren.
Ich habe schon vieles gesehen, aber keine Person die auf Dope aggressiv wurde. Eher faul, sehr hungrig oder lustig.

Darüber hinaus kenne ich so viele Substanzen die halluzinogen, sedierend oder aufputschend wirken, aber kaum eine
ist so gefährlich wie Alkohol, weil legal und billig. Naja Crystal oder Heroin, oder vieles gepanschtes Zeug aus dem Ostblock
sind sicher die Dinge die ich mir hier auch nicht wünschen würde.

Und dann gibt es noch Medikamente die ganz offiziell alles an Toxizität übertreffen was ich vorher genannt habe.
Und damit wird richtig Geld verdient, weil ja alle der Allopathie nachrennen, ähm, neee sorry.

Ich würde ja gerne von Hans Söllner Marijuana fürn Herrn Zimmermann verlinken..ich reisse mich aber grade noch zusammen (smili)

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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 26 im Thema

Beitrag von Blossom »

Jasmine hat geschrieben: Mo 16. Jan 2023, 13:22 Der Einfluß von Alkohol, Tabak und Drogen wie Marihuana auf den Körper ist doch nicht von der Hand zu weisen.
Abgesehen davon, dass schon Paracelsus wusste: Die Dosis macht das Gift ... hast du mal darüber nachgedacht, dass Menschen sogar das Recht auf Verwahrlosung haben?
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
Jasmine
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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 27 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Es geht doch nicht um Verwahrlosung liebes Blümchen. Ich meinte vielmehr:

https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/

https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/ge ... ewalt.html

Zitat: ............Ausser Frage steht aber, dass Alkoholmissbrauch Verhaltensweisen fördert, die zu Schädigung Dritter führen können.

https://rp-online.de/nrw/staedte/kevela ... d-52281543

Wie soll ich die Liste weiterführen, Alkohol und/oder Drogen am Arbeitsplatz ....................

Nun aber zurück zur eigentlichen Diskussion. Wieviel Gefahr geht von Transsexuellen Menschen aus, das diese Rhetorik von Terfs gerechtfertigt ist? Also soll es weiterhin legitim sein Menschen wie mich zu kriminalisieren und mir meine Rechte abzusprechen? Meine Antwort NEIN
Woher kommt denn die Haltung von JK Rowlings?
https://www.stern.de/lifestyle/leute/j- ... nd%20umzog.

Dann sich Transsexuelle als Feindbild auszusuchen ist wohl nicht in Ordnung.

Liebe Grüße Jasmine
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Re: taz | Debatten über Selbstbestimmungsgesetz: Wie eine gesprungene Platte

Post 28 im Thema

Beitrag von Susi T »

Danke Marie, das hast du schön aufgeführt. Es geht ja heute immernoch so weit, das Mariana selbst ohne THC Probleme mit der Legalisierung hat, das ist oft nur in ganz bestimmten Darreichungsformen und Vermarktungsvarianten erlaubt. Das ist vergleichbar mit Alkoholfreiem Bier zu verbieten, weil es Sorten mit 0,3% Alkohol gibt und man sich theoretisch damit besaufen könnte.
Wenn man sich anschaut warum das gemacht wird, findet man in der Geschichte politische Gründe. Damals fand Hanf vielseitige Anwendung, von Bau und Arbeitsmaterial bis hin zur medizinischen Versorgung war vieles vertreten. Ein Material für den Großteil der Bevölkerung, leicht anzubauen und leicht anzuwenden. Aber dadurch gab es keine Möglichkeit Einnahmen für die Obrigkeit zu generieren, da es kaum zu kontrollieren war. Also Verbot man es und erfreute sich an den Steuereinnahmen aus Alkohol und Tabakverkauf. Vergleichbar dem Brennessel Jaucheverbot in Frankreich, reine politisch/wirtschaftliche Gründe. Heutzutage würde man mit der entkriminalisierung vorallem Justiz und Polizei entlasten, könnte steuern das die THC reichen Sorten weniger in den Vertrieb kommen, denn im Zweifelsfall sind diese problematischer, wärend die milden Sorten ehr positive gesundheitliche Wirkung haben. Wissenschaftlich würde man sich vielleicht irgendwann mit was anderem als THC beschäftigen, denn die restlichen Bestandteile sind bei richtiger Anwendung hoch potent in medizinischer Anwendung. Es gibt Menschen die es geschafft haben mit der richtigen Anwendung Schmerzfrei zu werden, was mit keinem Schmerzmittel der Welt vorher erreicht werden konnte. Aber eigendlich nicht erlaubt und natürlich hat jedes Pharmaunternehmen das Schmerzmittel vertreibt ein wirtschaftliches Interesse daran ihre Produkte zu verkaufen, egal wie hoch die Nebenwirkungen sind.
Wenn's nach mir geht befürworte ich eher den Verbot von hochprozentigem Alkohol und Tabak^^

Mit dem Selbstbestimmungsgesetzt seh ich aktuell das es einen bösen Bumerang geben könnte. Wenn es zu erlaubten Eingangskontrollen kommen sollte, wohin soll das führen und wo endet es? Ich hoffe das man da sehr Vorsichtig ist, ich möchte nicht das deswegen Menschen zusätzlich diskriminiert werden, nur weil sie nicht dem aktuell gültigen Schönheitsideal oder der Geschlechtsnorm entsprechen. Das wäre ein übler Rückschritt.
Liebe Grüße Tira (flo)
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