DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen
DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen - # 2

Hintergrundwissen
Dunja
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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 16 im Thema

Beitrag von Dunja »

Hallo Marie,
EmmiMarie hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 21:28 Was ich bei meiner Thera, bei meinen Ärzten und selbst bei den ja so furchtbar bösen Gutachtern
bekommen habe war für mich Unterstützung auf dem Weg den ich so gehen musste.
Vielen Dank. Diese Erfahrung kann ich nur bestätigen.
Meine psychologische Begleitung war mir eine große Hilfe, ebenso zumindest eine Gutachterin. Diese hat mir sogar ihr Gutachten vor dem Versand zur Überprüfung der inhaltlichen Richtigkeit zur Verfügung gestellt.
Die zweite Gutachterin, na ja.
Im Nachhinein alles Ok. Wobei deren Fragenkatalog im Voraus, habe ich als "unter der Gürtellinie" empfunden. 2/3 der Begutachtungszeit war das Thema sexualität, Erotik. Das sollte meiner Ansicht nicht gegenstand der Begutachtung sein.

Ich bin an sich eine Gegnerin der Idee, sämtliche Begleitung und Gutachtern aufzugeben.
Der jetzige Weg ist aber auch nicht OK. Ich bin für aber definitiv für eine Vereinfachung und Vereinheitlichung. Es darf nicht sein, dass jede/r machen kann,was er/sie will.
Deutschland kann wohl nie einen Mittelweg finden :| .

Bisher habe ich diese, meine Meinung, öffentlich nicht zu Ausdruck gebracht. Sicherlich löst diese einen shitstorm in der Kommunity aus.
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 17 im Thema

Beitrag von Nico »

Man kann ja sagen, dass man keine Probleme mit den Gutachten und der Begleitung hatte, trotzdem muss man es noch lange nicht gutheißen, dass die Anerkennung der Identität eines Menschen von einem:einer Richter:in abhängt und 2 Gutachten, die etwas begutachten, was man gar nicht begutachten kann.
LG Nico
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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 18 im Thema

Beitrag von Dietlind »

Dunja hat geschrieben: So 6. Nov 2022, 12:37 Wobei deren Fragenkatalog im Voraus, habe ich als "unter der Gürtellinie" empfunden. 2/3 der Begutachtungszeit war das Thema sexualität, Erotik. Das sollte meiner Ansicht nicht gegenstand der Begutachtung sein.

Ich bin an sich eine Gegnerin der Idee, sämtliche Begleitung und Gutachtern aufzugeben.
Der jetzige Weg ist aber auch nicht OK. Ich bin für aber definitiv für eine Vereinfachung und Vereinheitlichung. Es darf nicht sein, dass jede/r machen kann,was er/sie will.
Es konnte sein , dass er feststelen wollte, inwie weit du Autogeniphylia hast (nach Ray Blanchard, Ph.D., Professor of Psychiatry, University of Toronto).. Blanchard ist der einung dass die mesiten Transgender FtM diese Art Sex-Fetishismus haben.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2200520 ... ssexualism.

Linde
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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 19 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich würde das sehr differenziert sehen wollen. Im Kern sollten alle Maßnahmen zum Wohle und im Einklang mit dem Betroffenen erfolgen. Gerichte sind mMn in diesen Fällen nicht erforderlich.

- Das Selbstbestimmungsgesetz behandelt einen Eintrag in amtliche Dokumente. Hier sehe ich eine Gutachterpflicht nicht geboten.

- Der betroffene Mensch leidet unter der Situation. Hier ist eine psychologische Beratung sinnvoll.

- Für weitergehende, medizinische Maßnahmen (HRT, Op) könnte eine psychologische Beratung im Vorfeld (einmalig, verpflichtend ?) und Begleitung in der Maßnahme (optional) sinnvoll sein. Dabei sollte es nicht um eine Begutachtung, sondern eine psychologische Unterstützung sein, d.h. davon ist keine Entscheidung abhängig.

In jedem Fall sind das Maßnahmen, die durch die Krankenversicherung abgedeckt werden sollte, denn es geht um das Wohlbefinden des Patienten.
Viele Grüße
Vicky

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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 20 im Thema

Beitrag von Dietlind »

Da ich eine Person mit einer Variante Der Geschlechtsentwicklung bin, konnte ich ohne größere Probleme meinen Namen und mein Geschlecht ändern. Ich benötigte nur eine Bescheinigung von einem Arzt, dass ich diese Variante habe.
Warum ist das nicht für mich eine ähnliche psychologische Belastung, wie etwa für Trans Menschen?

Linde
Dunja
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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 21 im Thema

Beitrag von Dunja »

Hallo Dietlind,
Dietlind hat geschrieben: Mo 7. Nov 2022, 05:36 Es konnte sein , dass er feststelen wollte, inwie weit du Autogeniphylia hast (nach Ray Blanchard, Ph.D., Professor of Psychiatry, University of Toronto).. Blanchard ist der einung dass die mesiten Transgender FtM diese Art Sex-Fetishismus haben.
Vielen Dank für diese Informationen. Deepl hat mir geholfen diese zu verstehen. In dieser Form kannte ich das bisher nicht. Die betreffende Gutachterin hat mir allerdings schon zu verstehen gegeben, dass das für Sie wichtig ist um festzustellen, ob es sich um Transsexualismus (F64.0) oder Transvestismus handelt.

Dunja
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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 22 im Thema

Beitrag von Dietlind »

Dunja hat geschrieben: Mi 9. Nov 2022, 20:25 Hallo Dietlind,
Dietlind hat geschrieben: Mo 7. Nov 2022, 05:36 Es konnte sein , dass er feststelen wollte, inwie weit du Autogeniphylia hast (nach Ray Blanchard, Ph.D., Professor of Psychiatry, University of Toronto).. Blanchard ist der einung dass die mesiten Transgender FtM diese Art Sex-Fetishismus haben.
Vielen Dank für diese Informationen. Deepl hat mir geholfen diese zu verstehen. In dieser Form kannte ich das bisher nicht. Die betreffende Gutachterin hat mir allerdings schon zu verstehen gegeben, dass das für Sie wichtig ist um festzustellen, ob es sich um Transsexualismus (F64.0) oder Transvestismus handelt.

Dunja
Der Code F64 zwingt die Versicherung dazu, genderkorrigierende Massnahmen zu zahlen (inklusive der GaOP), während bei Transvestismus, die Krankenkassen keine Leistungen zu erbringen hat.


Linde
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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 23 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Dunja hat geschrieben: Mi 9. Nov 2022, 20:25 dass das für Sie wichtig ist um festzustellen, ob es sich um Transsexualismus (F64.0) oder Transvestismus handelt.
Dann arbeitet die Gutachterin aber nicht mehr auf dem neuesten Stand. Der aktuelle ICD ist seit Beginn des Jahres in der 11. Revision gültig. Wozu also die Unterscheidung ? Dort gibt es den F64 nicht mehr in der Version des ICD-10. Allerdings kann der in einer Übergangszeit von 5 Jahren noch verwendet werden.

Blanchard ist in Fachkreisen durchaus umstritten und im Kontext mit dem ICD-11 eher obsolet.
Viele Grüße
Vicky

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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 24 im Thema

Beitrag von Dunja »

Hallo Vicky,
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 10. Nov 2022, 07:00 Dann arbeitet die Gutachterin aber nicht mehr auf dem neuesten Stand. Der aktuelle ICD ist seit Beginn des Jahres in der 11. Revision gültig. Wozu also die Unterscheidung ? Dort gibt es den F64 nicht mehr in der Version des ICD-10.
So genau habe ich mich ICD 10, bzw 11 nicht beschäftigt.
Meine Gutachten waren allerdings auch im Juni / Juli 2020.
Die Nä /Pä am 6.9. 2020. Die Unterscheidung also schon noch gegeben.
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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 25 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 10. Nov 2022, 07:00 Der aktuelle ICD ist seit Beginn des Jahres in der 11. Revision gültig. Wozu also die Unterscheidung ? Dort gibt es den F64 nicht mehr in der Version des ICD-10. Allerdings kann der in einer Übergangszeit von 5 Jahren noch verwendet werden.
Hmm, naja,

soweit ich weiss wird auch jetzt noch nach der ICD-10-GM V2022 kodiert, deswegen ja und nein.

Corona zum Beispiel wird dort als J06.9 G kodiert also -> Akute Infektion der oberen Atemwege, nicht näher bezeichnet

Das ist nur eine Seite der Medaille.
Bis alles wirklich in die x verschiedenen Versionen von Praxissoftware eingepflegt, ausgerollt ist und von den Praxen
nach dem ICD-11 auch verwendet wird wird bestimmt etwas dauern. Deswegen auch 5 Jahre bis zur !endgültigen!
Einführung.

Und die F64.0 wird ja nur Richtung HA60 und HA61 verschoben, was bestenfalls nur weniger aber nicht gar
nicht pathologisiert.
Wenn ich es richtig aus dem Kopf weiss und das ist auch richtig so fallen Diagnosen wie Fetischismus, fetischistischer Transvestitismus
auch völlig aus ICD-11 raus. Denn wenn sich jemand grün anmalt und das für einen Fetisch hält ist das höchstens belustigend.
Dafür werden die Paraphilien verschoben und aufgewertet, auch das ist richtig so.

Also insgesamt hat das Dunjas Gutachterin richtig gemacht, obwohl ich jetzt nicht weiss, ob die "Diagnose"
denn überhaupt dieses Jahr gestellt wurde.

Also habt es gut, Marie (flo)
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Do 10. Nov 2022, 09:36, insgesamt 1-mal geändert.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 26 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Dunja hat geschrieben: Do 10. Nov 2022, 09:19 Meine Gutachten waren allerdings auch im Juni / Juli 2020.
Die Nä /Pä am 6.9. 2020. Die Unterscheidung also schon noch gegeben.
Grade als ich das Schlusswort geschrieben habe (smili)

dachte ich mir

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Post 27 im Thema

Beitrag von Dunja »

Hallo Emmi, Hallo Vicky,

sorry, Schreibfehler von mir, Es war nicht 2020 sondern 2021.
Trotzdem noch ICD 10.
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