Seite 2 von 3
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: So 5. Jun 2022, 10:51
von Benja
Huhu.
Ich war lange genug beim Bund um urteilen zu können.
Wenn der KOMMANDEUR Harald, 48, dicker Bauch und Rauschebart wäre, würde niemand in seinem Privatleben schnüffeln!!
Und wenn, würde es die Öffendlichkeit NIEMALS erreichen.
Nachdenkliche Grüße
Benja
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: So 5. Jun 2022, 11:10
von Michi
Anne-Mette hat geschrieben: So 5. Jun 2022, 10:44
Soldat*innen fordern: "
Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Diese Forderung geht wohl in erster Linie an den Dienstherrn und die Vorgesetzten! (.. und in zweiter Linie an die Mendien.)

Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: So 5. Jun 2022, 12:01
von Anne-Mette
Ich denke, wer sich in/auf(?) solche Portale gibt, begibt sich auch in die Öffentlichkeit, gerade als "bekannte Persönlichkeit". Wie soll das "Privatsache" sein und bleiben?
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: So 5. Jun 2022, 13:46
von Michi
Anne-Mette hat geschrieben: So 5. Jun 2022, 12:01
Ich denke, wer sich in/auf(?) solche Portale gibt, begibt sich auch in die Öffentlichkeit, gerade als "bekannte Persönlichkeit". Wie soll das "Privatsache" sein und bleiben?
Wenn ein Politiker .. also eine "bekannte Persönlichkeit" .. sich irgendwo in der Badehose an den Strand setzt, dort seinen Urlaub genießt und seinen Schwabbelbauch und seine "Bier-Titten" in die Sonne hält, dann ist das ganz selbstverständlich seine Privatsache, auch wenn es in der Öffentlichkeit passiert.
Ich sehe da keinen Unterschied!
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: So 5. Jun 2022, 14:25
von Blossom
Björn hat geschrieben: So 5. Jun 2022, 10:51
Ich war lange genug beim Bund um urteilen zu können.
Wenn der KOMMANDEUR Harald, 48, dicker Bauch und Rauschebart wäre, würde niemand in seinem Privatleben schnüffeln!!
Und wenn, würde es die Öffendlichkeit NIEMALS erreichen.
Sehe ich nach 22 Dienstjahren anders ... es würde ebenfalls die Öffentlichkeit erreichen, die Medien aber nicht wirklich interessieren, weil es die Auflage nicht signifikant steigert. Somit macht es eben doch einen Unterschied, wie ich mich in der Gesellschaft präsentiere. Wenn ich also eh schon im Glashaus sitze, sollte ich nicht noch mit Steinen werfen, fällt mir dazu ein und: Jeder ist in dieser Gesellschaft gleich? Oh nein, es wird immer welche geben, die weniger gleich sind.
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: Mo 6. Jun 2022, 07:06
von Benja
es würde ebenfalls die Öffentlichkeit erreichen, die Medien aber nicht wirklich interessieren, weil es die Auflage nicht signifikant steigert.
[/quote]
Huhu.
So meinte ich das.
Da habe ich mich nur falsch ausgedrückt.
Liebe Grüße
Benja
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: Mo 6. Jun 2022, 10:18
von Michi
Leute, merkt ihr nicht, auf welchem Level ihr "argumentiert"?
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: Mo 6. Jun 2022, 11:25
von PollyGalore
Es ist leider weiterhin bedrückend, dass sich auch nach zB der Affäre um General Kießling aus der selben Argumentationsgrundlage heraus nichts geändert hat. Und hier lag am Ende auch noch eine Verwechslung vor. Der Weg ist weiter weit.
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: Mo 6. Jun 2022, 14:32
von Blossom
MichiWell hat geschrieben: Mo 6. Jun 2022, 10:18
Leute, merkt ihr nicht, auf welchem Level ihr "argumentiert"?
Du hast deinen Standpunkt, ist doch okay ... der spiegelt halt nicht die Allgemeinheit - geschweige denn die Gesellschaft da draußen - wieder. Es handelt sich nicht um den Bierbauch eines Politikers oder ähnliches ... es geht um Sex und eine entsprechende Anzeige, um eine, einer Person, die mehr oder minder im Glashaus sitzt ... aber gut ... mache ich es mal an mir selbst fest:
Mich kennt infolge meines Alleinstellungsmerkmals als trans Frau jeder, was die riesige Wohnanlage meiner Arbeitsstelle anbelangt ... fängt an der Pforte an, die mich freundlich grüßt, geht über Poststelle, hausinterne Bäckerei bis hin zur letzten Putzfrau ... egal, was auch immer ich mache, es wird registriert. Ich bin die Exotin und damit eine Minderheit ... also werde ich alles dazu tun, mich korrekter als andere zu verhalten ... ganz gleich um was es geht ... und zugleich habe ich Vorbildfunktion für die Bewohner ... wie soll ich denen korrektes Verhalten beibringen, wenn ich es nicht vorlebe? ... Und ganz sicher würde ich mir kein Gerede hinter meinem Rücken leisten wollen, indem ich eine Sex-Anzeige aufgebe und mich auf diese Weise öffentlich mache ... Glaubst du allen ernstes, das würden alle Angehörigen der Bewohner akzeptieren und sagen: ist ihre Privatsache? Oder würde es nicht eher lauten: So eine kümmert sich um unsere Tochter, unseren Sohn?
Es ist halt nicht egal was man macht, wenn man schon exponiert dasteht!
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: Di 7. Jun 2022, 06:26
von Mary
Ich schließe mich da einfach mal Blümchen an.... In einer idealen Welt wäre das was wir im Feierabend machen wohl privat und würde von niemandem diskutiert. Wir haben allerdings keine ideale Welt. Und wenn ich aus exponierter Stellung an einer exponierten Stelle explizite Wünsche öffentlich mache - dann muss ich mir natürlich auch Gedanken drüber machen, wie die Öffentlichkeit und eventuell auch mein Dienstherr (in diesem Fall) dazu steht.
Es ist hüben wie drüben Fingerspitzengefühl gefragt. Aber das ist halt auch ein Prozess.
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: Di 7. Jun 2022, 10:34
von Alex_andra
Meines Wissens nach hat sich weder Frau Biefang noch eine andere der Personen öffentlich prostituiert, sondern lediglich einen der Kanäle, die für diese Form der Bedürfnisäußerung und -befriedigung geschaffen wurden, genutzt.
Was in unserer Zeit öffentlich und was privat ist, muss sicher verhandelt werden. Schuldig sollten aber sich aber eher die Personen fühlen, die von ihrer Sensationslust getrieben künstlich Skandale produzieren, die es ohne diese gar nicht geben würde.
Was schert es mich und andere, wenn ein Mensch über ein extra dafür geschaltetes Inserat, einen oder mehrere andere sucht, um gemeinsam Wandern zu gehen oder ins Theater oder Skat spielt oder sich verkleiden möchte oder einer Gottheit huldigt oder Fußballspiele besucht oder Sex hat, solange bei den Treffen keine wie auch immer geartete schädigende Verhaltensweisen unter Ausnutzung von Abhängigkeiten praktiziert werden.
Mir ist auf alle Fälle eine Welt lieber, in der ganz klar Grenzen eingehalten werden.
Das sehe ich aber eher als Aufgabe derjenigen, die am Fenster sitzend darauf warten, dass sich Menschen scheinbar falsch verhalten und die das dann öffentlich machen.
Da es sich hierbei meist um eine Form von Denunziation handelt, die anonym geschieht, und gegen die dadurch wenig gemacht werden kann, sollte sich die Allgemeinheit bestenfalls so verhalten, dass sie das Intimleben des Denunzierten achtet und sich ansonsten in Gelassenheit übt.
In das so oft zitierte Glashaus hat sich die Person nämlich nicht gesetzt und wirf mit Steinen, wir haben es ungefragt um sie herum gebaut und in diesem Fall gehört Steine werfen einfach zum einem der menschlichen Grundbedürfnisse.
Ich glaube dass viele der hier Schreibenden genau so einen Intimraum nutzen indem sie hier schreiben und Teile von sich preisgeben, die sie in der Art nicht öffentlich machen würden.
So genug der Argumente gegen die argumentiert werden kann, Diskussion oder Debatte, wir werden es lesen.
Liebe Grüße
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: Di 7. Jun 2022, 14:04
von Dara
https://youtu.be/lxvG7LH4Z3g
Bitte schaut euch mal die Äußerungen ab Minute 37 an.
Liebe Grüße Greta
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: Di 7. Jun 2022, 18:51
von Blossom
Alex_andra hat geschrieben: Di 7. Jun 2022, 10:34
In das so oft zitierte Glashaus hat sich die Person nämlich nicht gesetzt und wirf mit Steinen, wir haben es ungefragt um sie herum gebaut und in diesem Fall gehört Steine werfen einfach zum einem der menschlichen Grundbedürfnisse.
Egal wie auch immer ... es ändert nichts an dem Fakt, dass diese Gesellschaft noch lange nicht so weit ist!
Und wenn das mir, einer Person, die lange nicht so exponiert wie eine Frau Biefang dasteht, klar ist, sollte ihr das auch bewusst gewesen sein. Am Ende hilft da also kein Jammern und Zetern ... sie hat sich in ihrer Stellung nicht gesellschaftskonform verhalten und dafür die Quittung bekommen.
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: Di 7. Jun 2022, 19:03
von Liv
Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass sich diese Thematik durchaus auch in der freien Wirtschaft findet. So beinhalten viele Geschäftsführeranstellungsvertäge einen Zwang zum "sittlichen Lebenswandel" und auch bei normalen Angestellten, nicht nur in Tendenzbetrieben, kann schlechtes außerdienstliches Verhalten zu einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen. Dabei geht es zm zwei Dinge: Das Ansehen des Unternehmens gegenüber Kunden und Gesellschaftern/Aktionären und das Ansehen des Vorgesetzten gegenüber seinen Mitarbeitern. Dabei gilt: Je höher bzw. exponierter die eigene Position, umso dünner wird die Luft.
Bei einem kleinen Angestellten ist es in der Regel völlig egal was er privat so treibt, aber wenn der Finanzvorstand seine Freizeit bevorzugt im Wettbüro verbringt oder der bekannte Pressesprecher Schminktipps auf Tiktok gibt, kann dass einem Unternehem nicht egal sein. Wichtige Kunden können abspringen, Aktionäre verlieren das Vertrauen oder Mitarbeiter nehmen ihren Chef nicht mehr Ernst. Was dabei als sittlich zu gelten hat ist natürlich komplett wischi-waschi-subjektiv und dem zeitlichen Wandel unterworfen.
Als leitender Angestellter sollte man das -ebenso wie eine Stabsoffizierin- im Blick behalten. Das ist natürlich wahnsinnig bigott, aber ein bischen Fingerspitzengefühl sollte man da einfach haben und sich im Zweifelsfall einfach mal etwas zurückhalten. Mit der Brechstange kommt man da nicht weit.
GretaQ hat geschrieben: Di 7. Jun 2022, 14:04
Bitte schaut euch mal die Äußerungen ab Minute 37 an.
Eben: Jeder DAX-Vorstand (auch männliche!!) wären mit so einem Statement ihren Job los. Und bei einer Kommandeurin, die ihre Soldaten ggf. in eine MIssion auf Leben und Tod schickt, finde ich das jetzt nicht wirklich angebracht.... Da könnt ihr mich gerne spießig nennen.
LG
Liv
Re: Soldat*innen fordern: "Sex ist Privatsache — Raus aus unserem Bett"
Verfasst: Di 7. Jun 2022, 19:04
von Lana
Blossom hat geschrieben: Di 7. Jun 2022, 18:51sie hat sich in ihrer Stellung nicht gesellschaftskonform verhalten
Hmm, wenn sich alle immer nur "gesellschaftskonform" verhalten, dann gibt es keine Entwicklung. Die findet regelmäßig nur dann statt, wenn sich Menschen über die Normen und Einschränkungen hinwegsetzen, die die Gesellschaftsmehrheit ihnen macht.
Nichts anderes tun wir alle hier, sonst gäbe es dieses Forum wohl kaum. Insofern verstehe ich nicht, wie man aus unserer Position heraus so argumentieren kann, wie es hier von einigen vorgetragen wird.
LGL