Das Gedankenkarussell, dass sich nicht aufhört zu drehen?
Dazu die extrem niedergedrückte Grundstimmung, die ich seit Wochen mit mir herumtrage und nicht mehr loswerde.
Das innere Weinen, dass immer wieder hoch kommt und mich manches Mal voll aus dem Kurs drückt.
Natürlich sind die Gedanken dann auch nicht gerade rosa und drehen sich im Kreis.
Dazu die permanente innere Unruhe, die mich förmlich dazu drängt, etwas ändern zu wollen.
Nur - wo anfangen, wenn man zwischen allen möglichen, nicht änderbaren Gegebenheiten eingeklemmt ist?
Das Gefühl, dass einem die Luft zum Atmen langsam ausgeht - man langsam untergeht.
Ich beschreibe es mal als Schiff, dass mit Ruderschaden und großem Wassereinbruch pfeilgerade auf einen riesigen Eisberg zusteuert - und das trotz voller Schubumkehr.
Und es hat nicht genug Besatzung um beide Schäden vor dem Zusammenstoß zu beheben und dann auszuweichen.
Alleine die Frage bleibt, was eher eintritt - der Untergang, oder die Kollision und der Untergang.
Am liebsten würde ich gerade schreiend weglaufen.
Klar, kommt für mich nicht in Frage - würde ich nie tun, aber das Gefühl ist da.
Fluchtreflex nennt man das wohl.
Und die Gedanken drehen sich um die Erkrankung meiner Frau, mein CD - oder jetzt doch mehr, meinen Job, der mich nicht mehr ausfüllt, und, und, und, ..... .
Dazu kommt noch das Gefolge der was wäre wenn und was wäre wenn ich nicht - Gedanken.
Gefühlte 8 Filme, die gleichzeitig laufen und mich eigentlich zur Untätigkeit verurteilen und jede Bewegung verunmöglichen.
Dazu noch die Angst, was noch alles auf mich zukommen wird. Das lähmt.
Auch die Kraft, die es benötigt, meiner Frau eine Stütze zu sein und sie immer wieder zu motivieren und ihr Geborgenheit zu geben, wenn es ihr schlecht geht.
Ihr Ziele zu geben (z.B. Fahrradumbau/ oder kommendes Wochenende Freunde besuchen), auf die sich freuen kann.
Hab mir jetzt nen richtig guten Schuss Rum in den Tee.
Ich möchte mal wieder eine Nacht durchschlafen können.
Christiane