Re: es hat sich etwas fundamental verändert
Verfasst: Di 11. Jan 2022, 12:05
Durch einen anderen Fred (viewtopic.php?p=334226#p334226) angeregt, will ich noch etwas zum Thema Selbstbewusstsein schreiben.
Lana hat geschrieben: ↑Di 11. Jan 2022, 09:32
Vicky_Rose hat geschrieben: ↑Di 11. Jan 2022, 09:08
Es geht möglicherweise nicht darum, dass Du Dich mehr als Frau darstellen willst, sondern um das, was darunter liegt.
Ja klar, genau so ist es. Aber was soll das sein, was da drunter liegt? Ich weiß zwar für mich, dass es so ist, aber ich habe keine Vorstellung, was das sein soll.
Wie dort beschrieben ging es ähnlich, vor allem war ich in irgendwelchen Schemen verhaftet. Und solange ich versucht habe, das auch so meiner Frau vermitteln, und obwohl mir im Kopf so vieles klarer war, habe ich nur herumgestottert. Für mich kam eine wesentliche Änderung als ich begann, meine Gefühle genauer wahr zu nehmen. Was bedeutet denn, sich (zeitweise) als Frau fühlen ? Kleider tragen ? Make up ? Nein, das war es nicht. Sex, Erotik ? Das war es auch nicht, auch wenn ich als Frau eine eigene Sexualtät habe. Ich fühle mich vollständiger, runder als Frau. Und das drücke ich mit den Methoden aus, die wir in der Gesellschaft "vereinbart" haben, also Kleidung, Make up, Themen etc. Es ist nicht einfach, dieses Gefühl zu transportieren, aber ich bin ganz in mich hineingegangen und habe offen darüber geredet, was mich bewegt. Da sind auch Ängste (Verlassen werden, Einsamkeit, nicht ernst genommen werden etc.). Da ist Freude und Glück, mich en femme im Spiegel zu sehen, als femme fatal, als Hausfrau oder im Bürooutfit. Das ist aber der Ausdruck meiner Weiblichkeit, der mich in mir wieder erkennen lässt. Es ist die Selbstbestätigung eines wichtigen Teils meines Ichs.
Ich bin davon überzeugt, das die innere Auseinandersetzung und der Austausch mit dem Außen Hand in Hand gehen. Wenn beides in Einklang gebracht werden kann, hat man ein ganz großes Stück von sich selber gefunden. Dann sind auch für eine Beziehung alle Türen und Tore geöffnet, weitere Schritte zu tun. Das ist trotzdem ganz schön schwer und muss auch nicht zu einer gemeinsamen Lösung führen. Aber wer einmal diesen Schritt gemacht hat, wird wahrscheinlich niemals wieder zurück in die alten Muster fallen. dann bekommt das "Ich bin Ich" eine neuen Stellenwert.
Ich hoffe, ich habe mich verständlich und nicht zu schwülstig ausgedrückt. Aber wie will man es beschreiben, wenn man eine andere Bewusstseinsebene erreicht hat ?
Lana hat geschrieben: ↑Di 11. Jan 2022, 09:32
Vicky_Rose hat geschrieben: ↑Di 11. Jan 2022, 09:08
Es geht möglicherweise nicht darum, dass Du Dich mehr als Frau darstellen willst, sondern um das, was darunter liegt.
Ja klar, genau so ist es. Aber was soll das sein, was da drunter liegt? Ich weiß zwar für mich, dass es so ist, aber ich habe keine Vorstellung, was das sein soll.
Wie dort beschrieben ging es ähnlich, vor allem war ich in irgendwelchen Schemen verhaftet. Und solange ich versucht habe, das auch so meiner Frau vermitteln, und obwohl mir im Kopf so vieles klarer war, habe ich nur herumgestottert. Für mich kam eine wesentliche Änderung als ich begann, meine Gefühle genauer wahr zu nehmen. Was bedeutet denn, sich (zeitweise) als Frau fühlen ? Kleider tragen ? Make up ? Nein, das war es nicht. Sex, Erotik ? Das war es auch nicht, auch wenn ich als Frau eine eigene Sexualtät habe. Ich fühle mich vollständiger, runder als Frau. Und das drücke ich mit den Methoden aus, die wir in der Gesellschaft "vereinbart" haben, also Kleidung, Make up, Themen etc. Es ist nicht einfach, dieses Gefühl zu transportieren, aber ich bin ganz in mich hineingegangen und habe offen darüber geredet, was mich bewegt. Da sind auch Ängste (Verlassen werden, Einsamkeit, nicht ernst genommen werden etc.). Da ist Freude und Glück, mich en femme im Spiegel zu sehen, als femme fatal, als Hausfrau oder im Bürooutfit. Das ist aber der Ausdruck meiner Weiblichkeit, der mich in mir wieder erkennen lässt. Es ist die Selbstbestätigung eines wichtigen Teils meines Ichs.
Ich bin davon überzeugt, das die innere Auseinandersetzung und der Austausch mit dem Außen Hand in Hand gehen. Wenn beides in Einklang gebracht werden kann, hat man ein ganz großes Stück von sich selber gefunden. Dann sind auch für eine Beziehung alle Türen und Tore geöffnet, weitere Schritte zu tun. Das ist trotzdem ganz schön schwer und muss auch nicht zu einer gemeinsamen Lösung führen. Aber wer einmal diesen Schritt gemacht hat, wird wahrscheinlich niemals wieder zurück in die alten Muster fallen. dann bekommt das "Ich bin Ich" eine neuen Stellenwert.
Ich hoffe, ich habe mich verständlich und nicht zu schwülstig ausgedrückt. Aber wie will man es beschreiben, wenn man eine andere Bewusstseinsebene erreicht hat ?