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Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr
Verfasst: Mo 30. Aug 2021, 21:39
von Lana
Jasmine hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 19:39Ich möchte nicht, das von Deutschland ein Krieg ausgeht. Darum wähle ich die Grünen.
Hmm, diesen Gedanken hatte ich vor über 20 Jahren auch mal. Dann hat J. Fischer als grüner Außenminister (mit Schröder) die Bundeswehr nach Jugoslawien geschickt. Erster Kriegseinsatz des deutschen Militärs nach 1945, noch dazu völkerrechtswidrig.
Wenn ich mir Bärbocks Meinung über Russland und ihre Vasallentreue zu den USA vergegenwärtige, bin ich mir nicht sicher, dass sowas nicht wieder passieren kann.
Übrigens:
Die Entsendung der Bundeswehr nach Afghanistan wurde 2001 beschlossen, als die Grünen Teil der Regierung waren.
So gut manch andere Vorschlag aus dem Grünen- Wahlprogramm von heute auch klingt, was Außen- und Sicherheitspolitik betrifft, sind die vorgestellten Konzepte von gestern und dienen nicht der Stabilisierung einer mehr und mehr aus dem Ruder laufenden Welt.
Das ist Grund genug für mich, meine Stimme
nicht dieser Partei zu geben.
Dass es noch schlimmer geht, stellt diese Problematik nicht in Frage. Z. B. aktuelle Aussage der zuständigen Ministerin (CDU):
Wir verlassen Afghanistan mit Stolz. Wir haben alle Aufträge erfüllt, die uns vom Parlament gegeben wurden.
A. K.-Karrenbauer auf
https://www.bundeswehr.de/de/aktuelles/ ... fghanistan
Na, dann ist ja alles gut
LGL
Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr
Verfasst: Mo 30. Aug 2021, 21:56
von ExuserIn-2022-05-22
https://www.faz.net/aktuell/politik/aus ... 09084.html
Globale Realpolitik ( Wirtschaftspolitik) ersetzt Nation Building mit dem ( militärischen ) Einsatz für Menschenrechte. Man schließt eine Baustelle um an einer anderen weiter zu arbeiten.
Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr
Verfasst: Di 31. Aug 2021, 10:32
von Laila-Sarah
Alyssa hat geschrieben: Mo 30. Aug 2021, 21:34
Na ich weiß nicht. Man kann zwar einzeln helfen was sicher gut ist aber damit hilft solchen Fundamentalisten auch. Das stützt dann noch das System.
Meines Erachtens wird Fundementalismus von diesen Quellen gespeist:
-Ein Leben in Armut
-Fremder militärischer Einfluss
-Erlebte soziale/religiöse/kulturelle Diskriminierung
-Bildungsrückstand in der Bevölkerung
Wir wollen kein Fundementalismus haben aber erzeugen sie.
Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr
Verfasst: Di 31. Aug 2021, 10:52
von ExuserIn-2022-05-22
Na ja aber ich sehe nicht das der Westen, die Europäer oder USA grundsätzlich immer die Schuld an Konflikten im Nahen Osten tragen. Damit wird ausgeblendet das es sehr wohl verblendete Ideologen im Islam gibt die ihre Steinzeitliche Auslegung erst ihrer Nation und dann anderen Ländern überstülpen wollen. Ob wir uns dann da einmischen müssen ist eine andere Frage.
Wenn ich zb an den IS denke der ja in erster Linie den normalen Bürger zb in Syrien massakriert sehe ich das bestätigt.
Man muss sich ja auch mal vor Augen das es Länder gibt die eine moderate , moderne Auslegung haben und denen es auch nicht besonders gut geht. Zb Marokko, Türkei, Jordanien.
Aber oft kommt dann ein verblendeter Koranschüler daher und meint er muss die Uhren 500 Jahre zurück drehen und die reine Lehre aus dem Mittelalter einführen. Dann wird ein König abgesetzt und dafür kommt ein Sultan und besser wird nichts.
Und wenn man dann den 0815 Bürger dort fragt hört man das der das gar nicht will.
Der will Fortschritt und ein gutes Auskommen, Einkommen. Vom Koran allein wird der Bauch auch nicht voll.
Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr
Verfasst: Di 31. Aug 2021, 16:30
von Laila-Sarah
Na alle Probleme wurden nicht vom Westen verursacht aber viele und vor allem die entscheidenden.
Abwertend wie du dich über sie äuserst.
Du darf nicht vergessen, dass diese Region die Wiege der Zivilisation ist. Und diese Leute schon in diversen antiken Kulturen unerreichte hohen erreicht haben. Die Araber waren z.b. im Mittelalter dem Westen sehr überlegen. Sie haben viele antike Schriften ins arabische übersetzt und waren auch sehr liberal (auch geschlechtliche Belange). Die Renaissance sollte eigentlich hier statt finden. Hat aber nicht geklappt. Viele Gelehrte sind mit den Schriften nach Europa geflüchtet. Da würden diese übersetzt und das führte zur Renaissance in Europa. Dann kam die osmanische Invasion und seit dem sind sie entweder besetzt, belagert oder in Tumult versetzt. Sie kommen seit 1400 nicht dazu sich zu fangen oder weiterzuentwickeln. Erst die Türken, dann die kolonialen Mächte und jetzt die NATO. Da haben Fanatiker leichtes Spiel.
Re: LSBTIQ-Community Afghanistan in Lebensgefahr
Verfasst: Di 31. Aug 2021, 21:10
von ExuserIn-2022-05-22
Nee das ist nicht abwertend, sondern zu gespitzt und auf den Punkt gebracht. Ich war in sehr vielen islamischen Ländern. Auch im Iran. Die Kulturen sind grundsätzlich sehr interessant. Aber was bringt der Rückblick in die letzten 500-1000 Jahre, wenn ich mir Länder wie Afghanistan ansehe, die statt nach vorne zurückgehen. Weder die Verschleierung, noch das Verbot von Arbeit und Bildung geschweige das Verbot grundsätzlicher Bürgerrechte ist ein Ausdruck von Moderne. Selbstverständlich gibt es auch moderne islamische Länder aber nicht Afghanistan wo der nächste "Sultan" demnächst herrscht.
Wenn ich mir ansehe, was aus dem arabischen Frühling geworden ist, stelle ich fest nicht viel. Da war der Westen wenig dran beteiligt. Das sind innenpolitische Probleme von korrupten Politikern, die die Macht behalten wollen. Und das Geld.
Im Übrigen fliege ich im November auf Trekkingreise nach Jordanien. Ich bin gespannt. Kultur und Natur.