Eine ganze Zeit liegt er nun schon zurück, mein Heimaturlaub. Um das Thema abzuschließen, will ich noch kurz berichten, wie es mir seit meiner Rückkehr erging.
Zunächst stand der Sommerurlaub mit meiner Partnerin an. Da sich unsere Aktivitäten überwiegend in den Bergen abspielen, war der Wechsel hierher nicht so schwierig wie ich es befürchtet habe. Da ich gerne draußen in der Natur bin und dort praktische Kleidung im Unisex-Modus angesagt ist, fühlte ich mich sehr wohl. Worüber sollte man sich in dieser Umgebung auch beschweren (Bild)?
Danach stand wieder Alltag an. Der verläuft wie immer unspektakulär, und durch den "Puffer" mit dem Urlaub hierzulande, direkt nach der Rückkehr, war der Übergang auch nicht so schwer. Klar vermisse ich die Möglichkeit, bei dem warmen Wetter im luftigen Kleidchen rausgehen zu können. Aber das betrifft hier alle.
Dafür habe ich mir inzwischen eine kleine Grundausstattung an T-Shirts und Hosen zugelegt, die gut zu meiner Selbstwahrnehmung passen, aber auch in der Öffentlichkeit tragbar sind.
Die Leute hier schauen genauer hin als in Deutschland, das hatte kich ja hier schonmal erwähnt:
viewtopic.php?f=79&t=21698&p=311708&hil ... en#p310475
Oft ernte ich irritierte Blicke, weil meine farbenfrohe Kleidung eben nicht der typischen Männerkluft entspricht (Hemd, langweilge Hose und Schuhe, alles in gedeckten Tönen und eher konservativ). Meine langen Haare kommen noch dazu. Ich schaue dann zurück, begegne den Blicken, halte sie aus, manchmal freundlich, manchmal etwas genervt, je nach Stimmungslage ignoriere ich es auch einfach mal oder lasse eine leise Bemerkung fallen.
Das ist, was geht. Damit komme ich derzeit ganz gut klar und genieße die lauen Sommernächte.
LGL