Ja, das weiß ich. Das versuche ich auch immer den anderen zu vermitteln denen ich versuche zu helfen. Es geht darum sich selbst zu finden und auch Frieden mit sich selbst zu schliessen, zumindest für mich. Und ja die zweite Pubertät ist mit Sicherheit anders, weil wir älter sind, erfahrener und weil sie sich auch etwas anders auswirkt. Ich kann es aber nicht einfach geschehen lassen, denn ER belastet mich sehr. Ich will mir keine Gedanken machen wer ich bin, wer ich war. Das habe ich so lange gemacht und habe trotz besseren Wissens versucht eine andere Person zu sein, ich will das nicht mehr, ich will einfach nur ich sein, aber ER ist nicht ich. Ich hasse meine männlichen Merkmale. Ja, sicherlich die eine oder andere hat von mir schon gehört, dass ich nicht mal weiß ob ich am Ende eine OP haben will, weil die Geschlechtsorgane das kleinste Problem sind. Die sieht niemand. Aber jeder auf der Strasse sieht meinen Körperbau, meine Gesichtszüge, meine großen Hände, meine Bewegungsmuster und somit sehen die meisten eben einen Mann im Fummel. Sie sehe Gott sei dank nicht dioe enorme Körperbehaarung die mich jeden Tag fertig macht...Auch wenn sie höflich sind und mich oft als Frau ansprechen. Ich will dabei einfach nur leben können ohne mich jemals wieder Gedanken darüber machen zu müssen. Ohne mich erklären zu müssen. Ich habe vor 16 Monaten angefangen indem ich die gelebte Rolle einfach gewechselt habe und dann mir einen Therapeuten gesucht habe und so weiter. Heute höre ich von Leuten ich häte so große Fortschritte gemacht und ich sehe trotzdem nur eine Person die dennoch sehr maskulin ist. Eine Person die einfach mit Sicherheit von vielen als Mann gelesen wird. Oft genug sagen mir das die Blicke der Menschen auf der Straße. Es ist nicht so, dass das auf meine Unsicherheit zurückzuführen ist, denn so oft ist es mir einfach egal, weil ich weiß dass ich kein Mann bin, aber dennoch sehe ich es oft genug in den Augen der anderen...Aria hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 18:09 Bei all dem - nicht nur bei der Stimme - geht es darum, deine eigene Persönlichkeit zu entdecken. Patrick ist zwar ein Teil davon aber nicht mehr omnipräsent. Das wird mehr und mehr Patricia werden. Das geht aber nicht auf Teufel komm raus, das brauch Zeit. Die Transition ist ein Anfang, der wirklich schwer ist, extreme Höhen und Tiefen hat. Sie ist aber nur ein erster Schritt hin zu deinem eigentlichen Ich. In der ersten Pubertät hatten wir einige Jahre mehr für diese Entwicklung. Die zweite läuft ein wenig schneller ab. Doch wir müssen genau so geduldig sein. Sich Mühe geben und daran üben ist sicher der falscheste Weg. Lass es einfach geschehen und freu dich über die Entwicklung die bereits stattgefunden hat und noch weiterhin wird. Du wirst sehen, vieles kommt von ganz allein, einfach weil du dir und deinem werdenden Ich Zeit gibst, sich auf die Situation einzustellen.
Nur irgendwie geht mir langsam die Kraft aus...
Was meine Stimme angeht, ich bin derzeit noch krankgeschrieben, aber das geht nicht mehr lange und ich muss mich dringend um einen neuen Job suchen und hier ist ein Teil des Problems. Ich arbeite normalerweise in der IT und da arbeitet man heutzutage bekannterweise viel per Telefon oder ähnliches. Es ist für mich der Horror pur mir vorzustellen, dass ich die Menschen täglich korrigieren müsste bezüglich der Ansprache und der Pronomen... Der Bartwuchs spielt da auch eine grosse Rolle, denn ich habe einen starken Bartwuchs, da bin ich aber bereits in der Nadelepilation und das wird auf absehbare Zeit besser, insbesondere da wir jetzt versuchen relativ viele Stunden pro Woche zu machen.
Ich schaue mir andere Transfrauen an und sehe oft wie viel weiblicher sie sind und ich schaffe es einfach nciht. Das macht mich fertig...
Wie soll ich denn singen wenn ich meine "normale" Stimme nicht hören will? Ich habe vorhin mit Mirjam telefoniert und selbst im Gespräch mit ihr kann ich nicht wirklich in die alte Stimme wechseln, weil ich diese Stimme nicht leiden kann...Aria hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 18:09 Noch ein Tipp zum Schluss: Singe! Hol dir deinen LIeblingslieder ins Auto oder sonstwo hin, wo du für dich sein darfst und singe. Mir hat das unglaublich geholfen. Finde dabei deine Kopfstimme und wenn es zu viel geworden und du heisser bist, schon deine Stimme und mache die Lockerungsübungen, die dir Momo gesagt hat. Deine Logo kann dir dazu bestimmt auch noch Tipps geben...
Ich weiß echt nicht wie ich das machen soll. Manche werden bestimmt sagen ich soll mit meinem Therapeuten sprechen, naja was soll ich dazu sagen. Er ist nicht wirklich einfühlsam, kein Typ mit dem man über sowas sprechen könnte und bei einer Frequenz von zwei bis drei Monaten zwischen den Terminen auch nciht wirklich hilfreich.