Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben? - # 2
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Céline
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Hi Keks,
Ich antworte jetzt einfach mal obwohl meine Situation nicht ganz so ist wie deine.
Also, ich habe meine Transition 2015/16 begonnen und habe mich für einen Langsamen Weg entschieden um gerade meine Mitwelt und Familie nicht zu überfordern.
Ich muss aber auch sagen das wir keine Kinder haben...leider. Mir war immer bewusst das meine Ehe unter den ganzen Umständen leidet und zerbrechen kann und deshalb ließ ich die Option einer Trennung meiner Frau zuliebe immer offen damit sie vielleicht ein neues Leben beginnen kann. Unser Problem ist das ich nicht nur meine Identität gewechselt habe sondern auch die Sexuelle Orientierung was unsere Beziehung die seit über 30 Jahren sehr glücklich und erfüllend war und ist auf eine sehr große Probe stellt.
Das Glück meiner Frau ist mir so wichtig das ich direkt gefragt gabe ob wir uns trennen sollen weil ich nicht möchte das sie unter der sehr schwierigen Situation leidet.
Aber trotz meinem extremen Lebenswandel liebt meine Frau mich so sehr das sie weiter hin zu mir hält und mit mir zusammen bleiben möchte. Natürlich kann ich nicht voraus sehen wie unsere Zukunft aussieht aber bisher leben wir unglaublich harmonisch zusammen und unsere Ehe ist jetzt halt eine andere als vorher. Natürlich ist daran auch unser Umfeld nicht unschuldig da wir niemanden verloren haben und mit allen Menschen weiterhin ganz normalen Kontakt haben und jetzt als zwei Frauen auftreten. Aber ich hatte eigentlich das große Glück das auf meinem Weg so gut wie nichts Negatives passiert ist und ich nur dazu gewonnen habe. Was aber bleibt ist mein alter Name da meine Frau mit Céline überhaupt nicht klar kommt und so bleib ich halt bei der verniedlichten Form meines alten Namens den ich als Zweitname gewählt habe.
Ich denke das gerade der Faktor Zeit kein unbedeutender ist
Céline
Ich antworte jetzt einfach mal obwohl meine Situation nicht ganz so ist wie deine.
Also, ich habe meine Transition 2015/16 begonnen und habe mich für einen Langsamen Weg entschieden um gerade meine Mitwelt und Familie nicht zu überfordern.
Ich muss aber auch sagen das wir keine Kinder haben...leider. Mir war immer bewusst das meine Ehe unter den ganzen Umständen leidet und zerbrechen kann und deshalb ließ ich die Option einer Trennung meiner Frau zuliebe immer offen damit sie vielleicht ein neues Leben beginnen kann. Unser Problem ist das ich nicht nur meine Identität gewechselt habe sondern auch die Sexuelle Orientierung was unsere Beziehung die seit über 30 Jahren sehr glücklich und erfüllend war und ist auf eine sehr große Probe stellt.
Das Glück meiner Frau ist mir so wichtig das ich direkt gefragt gabe ob wir uns trennen sollen weil ich nicht möchte das sie unter der sehr schwierigen Situation leidet.
Aber trotz meinem extremen Lebenswandel liebt meine Frau mich so sehr das sie weiter hin zu mir hält und mit mir zusammen bleiben möchte. Natürlich kann ich nicht voraus sehen wie unsere Zukunft aussieht aber bisher leben wir unglaublich harmonisch zusammen und unsere Ehe ist jetzt halt eine andere als vorher. Natürlich ist daran auch unser Umfeld nicht unschuldig da wir niemanden verloren haben und mit allen Menschen weiterhin ganz normalen Kontakt haben und jetzt als zwei Frauen auftreten. Aber ich hatte eigentlich das große Glück das auf meinem Weg so gut wie nichts Negatives passiert ist und ich nur dazu gewonnen habe. Was aber bleibt ist mein alter Name da meine Frau mit Céline überhaupt nicht klar kommt und so bleib ich halt bei der verniedlichten Form meines alten Namens den ich als Zweitname gewählt habe.
Ich denke das gerade der Faktor Zeit kein unbedeutender ist
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"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
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Keks
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Oh je, es tut so weh.
Der momentane Stand ist, dass wir in einer Trennungsphase sind und damit kein Paar mehr sind. Zeit ist natürlich ein wichtiger Faktor und ich möchte jetzt, nach 1,5 Jahren, endlich mit der HET beginnen. Sie hat so große Angst davor, dass ich mich durch die HET zu sehr veränder und vertraut mir nicht mehr.
Ich hoffe, dass wir trotzdem als Familie zusammen bleiben und weiterhin respektvoll miteinander umgehen können. Parallel dazu wollen wir eine separate Wohnung suchen in der wir uns abwechselnd zurück ziehen können und die kids trotzdem ihr schönes Zuhause haben.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit so einem Konzept oder ähnlichem?
Alles Liebe
Keks
Der momentane Stand ist, dass wir in einer Trennungsphase sind und damit kein Paar mehr sind. Zeit ist natürlich ein wichtiger Faktor und ich möchte jetzt, nach 1,5 Jahren, endlich mit der HET beginnen. Sie hat so große Angst davor, dass ich mich durch die HET zu sehr veränder und vertraut mir nicht mehr.
Ich hoffe, dass wir trotzdem als Familie zusammen bleiben und weiterhin respektvoll miteinander umgehen können. Parallel dazu wollen wir eine separate Wohnung suchen in der wir uns abwechselnd zurück ziehen können und die kids trotzdem ihr schönes Zuhause haben.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit so einem Konzept oder ähnlichem?
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heike65
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Das verstehe ich nicht, wieso hat deine Frau vor etwas Angst und trennt sich vorschnell, sie weiss doch gar nicht ob und wie Du dich veränderst.Keks hat geschrieben: So 5. Jul 2020, 14:21 Oh je, es tut so weh.
Der momentane Stand ist, dass wir in einer Trennungsphase sind und damit kein Paar mehr sind. Zeit ist natürlich ein wichtiger Faktor und ich möchte jetzt, nach 1,5 Jahren, endlich mit der HET beginnen. Sie hat so große Angst davor, dass ich mich durch die HET zu sehr veränder und vertraut mir nicht mehr.
Mir erscheint das Vertrauensverhältnis schon leicht angeknackst gewesen zu sein.
Liebe Grüße
Heike
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Keks
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Was das TG Thema angeht. Ja.
Es war 2011 schon mal Thema und Aufgrund von Ablehnung habe ich es unterdrückt und bin in Depressionen gerutscht. Hab mich bald wieder gefangen und es ging nochmal eine Zeit lang gut. Bis es vor 3 Jahren wieder los ging und ich seit dem immer mehr zu mir und meinen Gefühlen stehe. Bis zum Outing und der feminin Erscheinung heute.
Das typische TS Problem ist wahrscheinlich, dass ich bis dahin nie sagen konnte wie mein Weg verläuft und immer gehofft habe, dass ich es hin bekomme.
Jetzt bin ich auf meinem Weg und fühle, dass die HET ansteht.
Sie hat eigentlich immer schon gesagt, dass sie diesen Weg nicht als Partnerin begleiten kann. Ich habe immer noch gehofft und blicke jetzt den Tatsachen ins Auge.
Wir lieben uns, aber eine Partnerschaft scheint sich jetzt auszuschließen. Uns verbinden die Kinder und viele andere Dinge.
Daher die Frage ob jemand Erfahrungen damit hat, trotzdem als Familie zusammen leben zu können?
LG
Keks
Es war 2011 schon mal Thema und Aufgrund von Ablehnung habe ich es unterdrückt und bin in Depressionen gerutscht. Hab mich bald wieder gefangen und es ging nochmal eine Zeit lang gut. Bis es vor 3 Jahren wieder los ging und ich seit dem immer mehr zu mir und meinen Gefühlen stehe. Bis zum Outing und der feminin Erscheinung heute.
Das typische TS Problem ist wahrscheinlich, dass ich bis dahin nie sagen konnte wie mein Weg verläuft und immer gehofft habe, dass ich es hin bekomme.
Jetzt bin ich auf meinem Weg und fühle, dass die HET ansteht.
Sie hat eigentlich immer schon gesagt, dass sie diesen Weg nicht als Partnerin begleiten kann. Ich habe immer noch gehofft und blicke jetzt den Tatsachen ins Auge.
Wir lieben uns, aber eine Partnerschaft scheint sich jetzt auszuschließen. Uns verbinden die Kinder und viele andere Dinge.
Daher die Frage ob jemand Erfahrungen damit hat, trotzdem als Familie zusammen leben zu können?
LG
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heike65
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Ja klar geht das weiterhin als Familie und Ehepaar zusammen zu leben, unsere tochter sieht mich als ebenbürtige Styingberaterin wie ihre Mum, meine Frau sieht mich als ihre Frau, das hat halt alles ein bisschen gedauert, aber hier hat auch niemand vorschnell das Handtuch geworfen, trotz der widrigen Umstände. Wäre es denn so schlimm die HET noch ein oder 2 Jahre zu verschieben ?
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Keks
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Ja, es ist irgendwie schlimm.heike65 hat geschrieben: So 5. Jul 2020, 18:26 Wäre es denn so schlimm die HET noch ein oder 2 Jahre zu verschieben ?
Andererseits dann bald noch mehr wie eine Frau auszusehen, dafür keine Familie zu haben ist auch übel.
Aber es ist nun mal fraglich, ob wir nicht in zwei Jahren am gleichen Punkt sind.
Es steckt nun mal so tief drin.
Ich fühle mich wie in einer Zwickmühle. Keine weiteren Anpassung in Richtung Weiblichkeit = Depressionen
Und
Keine Familie = Depressionen
Ich finde gerade keine Lösung....
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Diana.65
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Hallo Keks.
Ich kann dir in deiner Situation voll nachfühlen, weiß aber nicht, ob dir meine Zeilen hilfreich sind.
Geschafft habe ich es in meiner Familie leider auch noch nicht. Da meine Frau sich mit dem Thema Trans bis jetzt aber nicht anfreunden kann sind wir auf der Suche nach möglichen Varianten. Wir haben in den letzten 27 Jahren vieles, unter gemeinsamen Anstrengungen erreicht und haben, trotz der wiedrigen Umstände, immer noch eine gewisse Zuneigung zueinander. Daher haben wir uns vorerst auf ein WG-ähnliches Modell geeinigt. Wie es sich in Zukunft weiter entwickeln wird mag von uns noch keiner vorher zu sagen. Ich hoffe immer noch, dass wir im Laufe der Zeit ein "Lebensmodell" finden, dass uns eine weitere gemeinsame Zukunft ermöglicht.
Sicherlich muss da jeder die für sich beste Lösung finden. Aber ich bin auch der Meinung, dass die Information über die Varianten in anderen Beziehungen für die eigene Lösungsfindung hilfreich sind.
Ich hoffe für dich, dass du, bzw. ihr, eine für alle vernünftige Lösung findet.
Liebe Grüße,
Diana.
Ich kann dir in deiner Situation voll nachfühlen, weiß aber nicht, ob dir meine Zeilen hilfreich sind.
Geschafft habe ich es in meiner Familie leider auch noch nicht. Da meine Frau sich mit dem Thema Trans bis jetzt aber nicht anfreunden kann sind wir auf der Suche nach möglichen Varianten. Wir haben in den letzten 27 Jahren vieles, unter gemeinsamen Anstrengungen erreicht und haben, trotz der wiedrigen Umstände, immer noch eine gewisse Zuneigung zueinander. Daher haben wir uns vorerst auf ein WG-ähnliches Modell geeinigt. Wie es sich in Zukunft weiter entwickeln wird mag von uns noch keiner vorher zu sagen. Ich hoffe immer noch, dass wir im Laufe der Zeit ein "Lebensmodell" finden, dass uns eine weitere gemeinsame Zukunft ermöglicht.
Sicherlich muss da jeder die für sich beste Lösung finden. Aber ich bin auch der Meinung, dass die Information über die Varianten in anderen Beziehungen für die eigene Lösungsfindung hilfreich sind.
Ich hoffe für dich, dass du, bzw. ihr, eine für alle vernünftige Lösung findet.
Liebe Grüße,
Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
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Keks
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Hi Zusammen,
Es ist soweit. Meine Frau hat sich von "mir" getrennt. Ich solle tun was ich tun muss, aber nicht mit ihrer Unterstützung. Das trifft mich natürlich sehr.
Um die Kids wollen wir uns weiterhin gemeinsam kümmern und ich hoffe, dass wir weiterhin so respektvoll miteinander umgehen können. Auch bleiben wir als Eltern in Beziehung.
Es scheint sie momentan zu erleichtern und zu befreien.
Ich bin momentan trotzdem zuversichtlich, dass wir ein Modell finden in dem wir unsere Freiheiten haben aber auch die Verantwortung für die Familie tragen.
Oh je. Es könnte so schön sein, wen es das Problem nicht gäbe oder man damit umgehen könnte.
Eskaliert war es nach einem Gespräch über die HET und wahrscheinlich verstehen einige mein Gefühl, dass diese nun mal erforderlich in meinem Leben und auf meinem Weg ist.
Sachlich und rationel erklären kann ich es nicht. Aber es steckt irgendwie ganz tief drin.
Ich freue mich oft über Berichte von Transfrauen, die dann auch nach Jahren ehrlich sagen können "Es hat sich gelohnt "
Momentan ist einfach Unsicherheit da.
Alles Liebe
Keks
Es ist soweit. Meine Frau hat sich von "mir" getrennt. Ich solle tun was ich tun muss, aber nicht mit ihrer Unterstützung. Das trifft mich natürlich sehr.
Um die Kids wollen wir uns weiterhin gemeinsam kümmern und ich hoffe, dass wir weiterhin so respektvoll miteinander umgehen können. Auch bleiben wir als Eltern in Beziehung.
Es scheint sie momentan zu erleichtern und zu befreien.
Ich bin momentan trotzdem zuversichtlich, dass wir ein Modell finden in dem wir unsere Freiheiten haben aber auch die Verantwortung für die Familie tragen.
Oh je. Es könnte so schön sein, wen es das Problem nicht gäbe oder man damit umgehen könnte.
Eskaliert war es nach einem Gespräch über die HET und wahrscheinlich verstehen einige mein Gefühl, dass diese nun mal erforderlich in meinem Leben und auf meinem Weg ist.
Sachlich und rationel erklären kann ich es nicht. Aber es steckt irgendwie ganz tief drin.
Ich freue mich oft über Berichte von Transfrauen, die dann auch nach Jahren ehrlich sagen können "Es hat sich gelohnt "
Momentan ist einfach Unsicherheit da.
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Anne-Mette
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Moin,
ich möchte Dir in erster Linie Mut zusprechen. Lasse Dich nicht auffressen von schlechten Gefühlen
Wenn andere Menschen "es geschafft haben", dann ist es ein Grund, sich mitzufreuen.
Daraus kann jedoch selten etwas für den eigenen Weg abgeleitet werden.
Ein interessanter Weg ist hier nachzulesen und nachzuempfinden: https://mysvenja.blogspot.com/
Wenn ich mir ihre Berichte im Blog anschaue und auch die Reiseberichte, dann habe ich das Gefühl, "es hat sich gelohnt für sie".
Ohne Wunden und Schmerzen ist das aber auch bei ihr nicht gelaufen, wie die ausführlichen Texte zeigen. Die ersten Eintragungen klingen schrecklich.
Ich kenne einige Menschen persönlich, die auch nach längerer Zeit (noch) sagen: "es hat sich gelohnt!" (Mit Ausrufezeichen).
Einige konnten zusammen mit ihrer Familie weiter leben - andere fanden eigene, neue Wege.
Für Deine und eure Wege wünsche ich Glück und gutes Gelingen.
Schön, dass die Verantwortung für die Kinder von euch beiden getragen wird.
Herzliche Grüße
Anne-Mette
ich möchte Dir in erster Linie Mut zusprechen. Lasse Dich nicht auffressen von schlechten Gefühlen
Wenn andere Menschen "es geschafft haben", dann ist es ein Grund, sich mitzufreuen.
Daraus kann jedoch selten etwas für den eigenen Weg abgeleitet werden.
Ein interessanter Weg ist hier nachzulesen und nachzuempfinden: https://mysvenja.blogspot.com/
Wenn ich mir ihre Berichte im Blog anschaue und auch die Reiseberichte, dann habe ich das Gefühl, "es hat sich gelohnt für sie".
Ohne Wunden und Schmerzen ist das aber auch bei ihr nicht gelaufen, wie die ausführlichen Texte zeigen. Die ersten Eintragungen klingen schrecklich.
Ich kenne einige Menschen persönlich, die auch nach längerer Zeit (noch) sagen: "es hat sich gelohnt!" (Mit Ausrufezeichen).
Einige konnten zusammen mit ihrer Familie weiter leben - andere fanden eigene, neue Wege.
Für Deine und eure Wege wünsche ich Glück und gutes Gelingen.
Schön, dass die Verantwortung für die Kinder von euch beiden getragen wird.
Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Alex_andra
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Hallo Keks,
ich kenne einige Familien, die nach der Trennung ihr Leben so leben, dass jeweils ein Elternteil und die Kinder in einer festen Wohnung leben und somit die Eltern und nicht die Kinder den Wohnort wechseln. Die Erfahrungen sind allgemein gut, vor allem dann, wenn die Eltern es schaffen, sich eine Zweitwohnung einzurichten, die ihnen dann auch ein Zuhause sein kann.
Allerdings sind das alles Familien deren Trennung nichts mit sich ändernden geschlechtlichen Einordnugszusammenhängen der Eltern zu tun haben. Ich bin mir nicht sicher, glaube aber dass man das das Storchennestprinzip nennt.
Liebe Grüße
Alex
ich kenne einige Familien, die nach der Trennung ihr Leben so leben, dass jeweils ein Elternteil und die Kinder in einer festen Wohnung leben und somit die Eltern und nicht die Kinder den Wohnort wechseln. Die Erfahrungen sind allgemein gut, vor allem dann, wenn die Eltern es schaffen, sich eine Zweitwohnung einzurichten, die ihnen dann auch ein Zuhause sein kann.
Allerdings sind das alles Familien deren Trennung nichts mit sich ändernden geschlechtlichen Einordnugszusammenhängen der Eltern zu tun haben. Ich bin mir nicht sicher, glaube aber dass man das das Storchennestprinzip nennt.
Liebe Grüße
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Hallo,Keks hat geschrieben: So 21. Jun 2020, 23:45 Wenn es hier Familien gibt, die es geschafft haben, nach der Transition ein "normales" Leben zu führen. Wo das Umfeld es angenommen hat und die Kids im Kindergarten/Schule gut damit klar kommen.
Dann bitte bitte melde dich bei mir. Es würde mich sehr freuen zu erfahren was euch geholfen hat.
Danke und alles Liebe
Keks
ich habe im Laufe der Zeit ein paar Menschen getroffen, die den Weg zusammengegangen sind.
Auf Twitter zum Beispiel folge ich Julia, die etwa 2,5 Monate Post-OP ist und die mit Ihrer Frau zwei kleinere Kinder hat (ich glaube 4 und 6). Die Kinder sagen zu beiden Mama und das leben scheint recht gut zu funktionieren ... Wenn Du also Twitter hast, könntest Du da mal Kontakt aufnehmen.
Alles Liebe
Vanessa
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Liebe ist das Ziel - Dialog der Weg - Würde das Prinzip
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Sahara65
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Wobei zusammen gegangen und die Beziehung weiter wie davor führen ein Unterschied für mich ist.
Besonderen Bezug sollte man auf die Kinder nehmen und nicht nur auf das harmonische miteinander des Partners eingehen.
Besonderen Bezug sollte man auf die Kinder nehmen und nicht nur auf das harmonische miteinander des Partners eingehen.
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Keks
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Hi,
ganz lieben Dank für eure Beiträge und Anteilnahme.
Den Blog von Svenja hab ich zeitweise verfolgt. Die Lebenslust kommt schon zur Geltung.
Hoffentlich kann ich dann mal sagen, dass es sich gelohnt. Ich werde sehr aufmerksam und reflektiert darauf hin arbeiten.
Das Storchennestprinzip find ich sehr interessant, weil es allen Freiräume ermöglicht, die ich bei vielen Familien vermisse. Dem gegenüber bin ich positiv gestimmt.
Danke für den Twitter Hinweis. Ich habe bereits schon ein paar sehr freundliche Menschen kontaktiert, was mir auch schrittweise weiterhilft.
Wir lieben uns und schaffen es respektvoll miteinander umzugehen. Das Wohl der Kinder und meiner Frau steht für mich ganz oben. Natürlich in der Konsequenz zu dem, dass ich zu mir stehen muss. Was für viele ein Konflikt, bedeutet, was wiederum weniger für mich der Fall ist.
Meine Frau hat sich von mir, bzw. dem Menschen getrennt der ich früher äußerlich war und auch dem Bild einer konventionellen Familie. Sie hatte sich natürlich einen Mann gewünscht und einen Papa der auch so aussieht. Ich verstehe ihren Schmerz sehr gut.
Ich hoffe, dass sie bald den Menschen und am liebsten mich als Frau annehmen und akzeptieren kann um ein Familienkonzept zu finden, dass uns alle erfüllt.
Bis dahin spüre ich genau hin, stehe zu mir, gehe meinen Weg und bleibe der liebevolle und fürsorgliche Mensch.
Herzlichen Dank und alles Liebe
Keks
ganz lieben Dank für eure Beiträge und Anteilnahme.
Den Blog von Svenja hab ich zeitweise verfolgt. Die Lebenslust kommt schon zur Geltung.
Hoffentlich kann ich dann mal sagen, dass es sich gelohnt. Ich werde sehr aufmerksam und reflektiert darauf hin arbeiten.
Das Storchennestprinzip find ich sehr interessant, weil es allen Freiräume ermöglicht, die ich bei vielen Familien vermisse. Dem gegenüber bin ich positiv gestimmt.
Danke für den Twitter Hinweis. Ich habe bereits schon ein paar sehr freundliche Menschen kontaktiert, was mir auch schrittweise weiterhilft.
Wir lieben uns und schaffen es respektvoll miteinander umzugehen. Das Wohl der Kinder und meiner Frau steht für mich ganz oben. Natürlich in der Konsequenz zu dem, dass ich zu mir stehen muss. Was für viele ein Konflikt, bedeutet, was wiederum weniger für mich der Fall ist.
Meine Frau hat sich von mir, bzw. dem Menschen getrennt der ich früher äußerlich war und auch dem Bild einer konventionellen Familie. Sie hatte sich natürlich einen Mann gewünscht und einen Papa der auch so aussieht. Ich verstehe ihren Schmerz sehr gut.
Ich hoffe, dass sie bald den Menschen und am liebsten mich als Frau annehmen und akzeptieren kann um ein Familienkonzept zu finden, dass uns alle erfüllt.
Bis dahin spüre ich genau hin, stehe zu mir, gehe meinen Weg und bleibe der liebevolle und fürsorgliche Mensch.
Herzlichen Dank und alles Liebe
Keks
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Trans* zu sein oder Crossdresser ist eine lebenslange Herausforderung für die Familie. Ich hatte das Glück, dass meine Frau zu mir gestanden hat, aber auch das Pech, dass sie mich zu sehr unter Druck gesetzt hat, endlich zu meiner Geschlechtsinkongruenz zu stehen. Heute, nach meiner medizinischen und rechtlichen Anerkennung als Frau führen wir eine gleichgeachlechtliche Ehe in der jede ihre eigenen Freiheiten hat. Leider hat unser langer Weg dazu geführt, dass wir unsere Tochter zur Adoption freigeben mussten. Wir leben jetzt in einer Eigentümergemeinschaft. Leider wohnt bei uns ein Nazi im Haus, dem ich mit Hilfe des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes das Maul stopfen musste. Sonst haben wir im Umfeld gute Erfahrungen gemacht.
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Hi Zusammen,
Wir haben es nicht geschafft.
Meine Frau kann mich so mit den Veränderungen nicht sehen. Es schmerzt sie sehr. Wir teilen uns die Betreuung der Kids auf und haben nur kurze Übergangszeiten. Ich muss aus unserem gemeinsamen Haus ausziehen und die Scheidung steht an. Sie hat seit 2 Monaten einen Freund und ist gerade eine Woche mit ihm und den kids im Urlaub.
Es tut so weh, das was wir uns aufgebaut haben, auf diese Art und Weise zu verlieren. Ich habe alles versucht es recht zu machen viel Zeit, Energie und Liebe investiert. Nur mit meinem Weg bin ich konsequent, jedoch rücksichtsvoll. Es scheint alles nichts Wert zu sein.
Gespräche sind schwer, da sie meine Gefühle, Ansichten und Gedanken nicht gelten lässt. Ich fühle mich so Missverstanden und nicht gesehen. Ich sei nicht mehr da. Sie sieht den Menschen nicht, der sie liebt und sich sehr gut um seine Familie kümmert.
In meinem Umfeld läuft es mit der Veränderung bisher sehr gut und viele stehen zu mir.
Es könnte so schön sein und wir könnten weiterhin ein schönes Leben haben, wenn sie mich so annehmen könnte.
Aber sie schafft es nicht. Es gäbe nur eine Chance: Haare ab und so aussehen wie vor 3 Jahren.
Warum ging es so lange als "Mann" und warum jetzt nicht mehr? Es steckt so tief in mir drin, dass ich diesen Weg gehen muss, so wie ich ihn gerade gehe.
Geht nicht etwas dazwischen? Nein. Geht nicht.
Ich schaffe es selbst nicht zu verstehen und andererseits empfinde ich es gerade als gar keine so große Sache.
Hilfe.
Liebe Grüße
Keks
Wir haben es nicht geschafft.
Meine Frau kann mich so mit den Veränderungen nicht sehen. Es schmerzt sie sehr. Wir teilen uns die Betreuung der Kids auf und haben nur kurze Übergangszeiten. Ich muss aus unserem gemeinsamen Haus ausziehen und die Scheidung steht an. Sie hat seit 2 Monaten einen Freund und ist gerade eine Woche mit ihm und den kids im Urlaub.
Es tut so weh, das was wir uns aufgebaut haben, auf diese Art und Weise zu verlieren. Ich habe alles versucht es recht zu machen viel Zeit, Energie und Liebe investiert. Nur mit meinem Weg bin ich konsequent, jedoch rücksichtsvoll. Es scheint alles nichts Wert zu sein.
Gespräche sind schwer, da sie meine Gefühle, Ansichten und Gedanken nicht gelten lässt. Ich fühle mich so Missverstanden und nicht gesehen. Ich sei nicht mehr da. Sie sieht den Menschen nicht, der sie liebt und sich sehr gut um seine Familie kümmert.
In meinem Umfeld läuft es mit der Veränderung bisher sehr gut und viele stehen zu mir.
Es könnte so schön sein und wir könnten weiterhin ein schönes Leben haben, wenn sie mich so annehmen könnte.
Aber sie schafft es nicht. Es gäbe nur eine Chance: Haare ab und so aussehen wie vor 3 Jahren.
Warum ging es so lange als "Mann" und warum jetzt nicht mehr? Es steckt so tief in mir drin, dass ich diesen Weg gehen muss, so wie ich ihn gerade gehe.
Geht nicht etwas dazwischen? Nein. Geht nicht.
Ich schaffe es selbst nicht zu verstehen und andererseits empfinde ich es gerade als gar keine so große Sache.
Hilfe.
Liebe Grüße
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