...lesbisch oder schwul sein ist eine Lebenshaltung und heute weitgehend gesellschaftlich anerkannt; bedeutende Menschen haben sich geoutet.
Trans und inter zu sein hat für die Betroffenen einen ganz anderen Charakter; das ist bei weitem nicht gesellschaftlich anerkannt, oftmals nicht einmal in der Familie. Dem ganzen hängt ein Hauch von schräg, unnatürlich und sonstigen negativen Bewertungen an. Die Betroffenen bleiben oft auch bewusst unerkannt, leben alles heimlich aus oder haben Hemmungen, sich zu outen, bzw. haben Angst vor den Folgen. Die Zahl der Betroffenen ist außerdem vermutlich einfach zu gering, um etwas bewirken zu können. Es gibt nicht einmal verlässliche Zahlen dazu; alles nur Schätzungen, wenig konkretes. Dazu kommt, dass Deutschland ein Land der Vereine ist und sich die Menschen mal etwas flapsig gesagt, dem anderen nicht die Wurst auf dem Brot gönnen. Das gilt vermutlich auch für Vereine, die widerstrebende Interessen verfolgen. Nein, meiner persönlichen Einschätzung nach, ist trans und inter sein immer noch ein gesellschaftliches unbedeutendes Randproblem, dem sich keine Partei oder Organisation mit Nachdruck annehmen wird. Fordern ist das eine, es aber dann auch zu vertreten ist das andere und da tun sich Politiker und Parteien oft schwer, denke ich.
trotzdem schönes Wochenende zusammen, Grüße, Ulrike-Marisa