Liebe Lisa, Liebe Community
Céline hat geschrieben: So 15. Dez 2019, 17:53
Ich muss ganz ehrlich sein das mich da Friedas Tread "Die vollkommene Frau" ziemlich wachgerüttelt hat. Danke nochmal Frieda:)
Ich sagte es bereits, du liebe Celiné warst mein Ursprung damals den Thread eröffnet zu haben, weil es mich wirklich schon länger beschäftigte, wenn ich so manche Äußerungen bzgl des Frausein hier las oder auch hörte. Und ich finde es sehr schade, wenn man droht, sich selbst mit solchen tiefen (sry manchmal vielleicht auch verbohrten) Gedanken in diesem Thema perfekt sein zu wollen /zu müssen, verliert.
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Mir ist es schon bewusst, dass Menschen die selbst Trans-betroffen sind, es nicht leicht haben sich in, zwischen und mit diesen unterschiedlichen Geschlechterwelten zu bewegen. Wirklich nachvollziehen können wir Außenstehende dieses Phänomen eh nie. Ich möchte mich trotzdem mal trauen einen Gedanken von mir, hier auszusprechen.
Seit Kindheit wird uns gelernt wie ordentlich wir doch sein sollten. Natürlich stimme ich diesem im Grunde auch zu, denn, zu viel Unordnung um uns herum ist auch kein guter Einfluß auf unser Inneres. Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir der Ordnung um uns herum viel mehr Wichtigkeit schenken, als der Ordnung in uns drinnen.
Hier mal ein Zitat aus "Walden, oder: Leben in den Wäldern" von Henry David Thoreau -
"-»Ich zog in den Wald, weil ich den Wunsch hatte, mit Überlegung zu leben, dem eigentlichen, wirklichen Leben näher zu treten, zu sehen, ob ich nicht lernen konnte, was es zu lehren hätte, damit ich nicht, wenn es zum Sterben ginge, einsehen müsste, dass ich nicht gelebt hatte.-«"
In dem Buch gibt es eine Szene die mich nicht loslässt und die ich persönlich als sehr wertvoll empfinde. Der Protagonist hatte in der Hütte im Wald, auf seinem Tisch, ich glaube es waren drei Steine (zur Deko) liegen. Und irgendwann fiel ihm auf, wie sehr es ihn nervte, vielleicht wurde es auch wie zu einem auferlegten Zwang für Ihn, diese Steine täglich immer wieder abzustauben, das Außen um Ihn herum halt immer wieder in Ordnung zu bringen. Ihm fiel später auf, dass Er im Vergleich dazu viel weniger Zeit für sich selbst und seine innerliche Un-Ordnung aufbrachte. Er schmiss die Steine also wieder zurück in den Wald und kümmerte sich fortan lieber um seine eigene innerliche Un-Ordnung.
Ich möchte damit sagen, dass wir es alleine mit unseren Gedanken steuern können, wie wir uns fühlen.
Die Menschen die meinetwegen hübsch und schön (nur) sind, denen fehlt dann meinetwegen zB dein starkes und herzliches Einfühlungsvermögen liebe Lisa.
Was denkst du Lisa? Wird in einem Forum wie diesem hier, nur in Erinnerung bleiben wie toll und hübsch die Eine oder Andere ausgesehen hat? Oder ob es auch Wesen geben wird die einmal sagen werden... "Erinnert ihr euch noch an die einfühlsame Lisa zB, wie schnell Sie es immer mitbekommen hat, wenn Andere tief in ihrem Leid gefangen waren, und wie schnell und beständig Sie immer mitfühlend für jeden Ihr Herz geöffnet hat und Hilfe angeboten hat? ".
Wir dürfen nicht denken, und auf keinen Fall glauben, dass nur die Schönen und Reichen gesehen/wahrgenommen werden!!!
Ein ehrliches und warmes Herz gefüllt mit einer Menge Mitgefühl für die kalte oberflächliche Welt da draußen, wird von soooooo vielen gesehen, und ja sogar erhofft, da draußen
Und noch eines, was wir Alle wissen und gerne mal vergessen.... Schönheit ist vergänglich!!!

Es geht ums Geben, ums kümmern, um da zu sein und nicht um schön zu sein.
Ein Leben in den Äußerlichkeiten, besser, schöner, reicher, stärker zu sein als die Anderen wird uns immer einschränken, egal wie gut wir darin sind.
Ehrgeiz ist in meiner Welt ein Seelengift, da Ehrgeiz immer ein vergleichen und ein kämpfen ist.
Für mich ist ein mitfühlendes Herz, genauso wie deines es ist liebe Lisa, unbezahlbar


Namaste
