Also wir kapern hier ein wenig wieder Steffie's Thread, aber das Thema ist ja relevant. Als ich deine Zeilen gelesen habe, musste ich mir ans Kopf fassen: Wie kannst du allen ernstes behaupten, dass es nichts positives in deinem Leben existiert? Du bist gesund, fit und intelligent. Alleine dass ist für viele Menschen ein Lebenstraum. Ich weiß noch was meine Mom gesagt hat, als man ihr Krebs im Endstadium diagnostiziert hat. Sie meinte sie würde alles geben um wieder gesund zu sein und was es für ein Geschenk doch ist. Dazu bist du noch belesen und hast viele abgefahrene Hobbies. Du hast einen Dach über dem Kopf und sogar mit Garten und wo du keine Miete zahlen musst. Du lebst in DE, wo der Staat dich bis ans Ende deiner Tage finanziell versorgt und du darfst so leben wie du es für richtig hältst. Dass alles jetzt in der Vogelperspektive und ohne die kleinen Sachen im Leben mit einzubeziehen. Aber das zählt alles nicht? Denk mal bitte darüber nach. Die Sache mit den Eltern kann grausam sein. Ich habe da auch meine Erfahrungen. Aber Fakt ist dass der Einfluss der Mutter sich auf uns umgekehrt proportional mit dem Lebensalter verhält. Daher spielt immer auch die eigene Veranlagung ein wenig mit, wenn man sich von den Eltern bis ins hohe Alter so bestimmen lässt. Deshalb sage ich mir, dass ich nicht alles denen in die Schuhe schieben darf. Und mittlerweile schiebe ich denen gar nicht mehr in die Schuhe. Nicole, unser Problem sitzt sehr oft in uns selber. Andere Menschen schaffen es unter viel schlechteren Umständen glücklich zu sein. Daher dürfen wir nicht voraussetzen, dass alles perfekt sein muss, damit wir glücklich werden. Viel mehr heißt das Spiel: Nehmen was man hat und damit Glücklich werden.Nicole Doll hat geschrieben: Sa 14. Dez 2019, 18:51Ich denke, wenn es nur negative Eindrücke gibt, (bei mir die Übermutter und ein wenig an meiner Entwicklung interessierter Vater) ist es schwer irgend etwas gutes oder positives bei einem anderen Menschen zu erkennen. Und von denen, wo man gerne dazu gehören möchte, (wie bei Dir mit dem Rauchen; ich habe es mir auch wieder abgewöhnt) wird man in der Regel nur maßlos enttäuscht. Also bleibt man lieber alleine. Und so kommen einem dann Dinge wie "die Endlösung der Menschheitsfrage" in den Sinn, wenn man mit Krieg und Zerstörung der Umwelt konfrontiert wird. Das Schöne oder Gute interessiert einen nicht und wird ausgeblendet, weil es niemanden gibt, mit dem man es teilen könnte.Laila-Sarah hat geschrieben: Sa 14. Dez 2019, 17:45 Es ist eine Sache des Übung und der Zeit, sich da neu Auszurichten um die schönen Sachen zu sehen die uns Umgeben und dafür dankbar zu sein.
Vielleicht hätte ich endgültig aus dem Leben meiner Mutter verschwinden und komplett neu anfangen sollen. Pläne dazu gab es. Dazu hätte ich aber meinen Tod vortäuschen und weit weg ziehen müssen. So etwas muss man erst einmal hin bekommen.
LG Nicole
Ich habe es bewusst direkt und ohne Weichspüler geschrieben. Ich hoffe, dass es so deinen Schutzschild durchbohrt und da ankommt wo du es ernst nehmen musst.
VlG