Ich hab dann jetzt den zweiten Anlauf genommen, diesen Artikel zu lesen.
Danke liebe(r) Ralf-Marlene, ich finde den Artikel wirklich gut
Vorab.. meine Sichtweise bei dieser Thematik ist tief persönlich.
Oft genug bin ich früher auch schief angeguckt worden, weil ich den Täter nicht unbeachtet lassen wollte so auch heute noch. Auch wenn vorrangig meine Tochter und ich die Leidtragenden waren, wenn mein Ex-Mann gewalttätig wurde, sah und sehe ich ihn heute nach wie vor ebenfalls als Opfer.
Eigentlich übe ich mich darin keine Schuldzuweisungen auszusprechen, aber bei diesem Thema sehe ich eine ganz ganz große Schuld in unserer egoistischen Gesellschaft sry.
Ich persönlich sehe keine beständige Lösung darin die Täter nur zu bestrafen oder sie gar noch stärker zu bestrafen. Für mich benötigen sie Aufmerksamkeit und ein zeigen, lernen und vorleben einer mitfühlenden Gemeinschaft.
Kein Baby kommt auf die Welt und ist von Grund auf böse.... niemals

Vom Zeitpunkt seiner Geburt erlebt das Baby das was um ihn herum und auch mit ihm geschieht. Und wenn dieses Miteinander im Grunde laut, emotional hart, egoistisch und kaltherzig ist, dieses Baby, dieses Kleinkind, dieser Teenager kaum ein warmherziges, liebevolles, empathisches und mitfühlendes Miteinander erlebt hat, woher soll dieses Wesen es denn dann wissen!? Bestraft man dann nicht nur einen Täter sondern auch irgendwie seine Unschuld? Er ist doch unschuldig dort in diese Familie hinein geboren wurden. Er ist doch unschuldig dort aufwachsen. Ich kennen kein Kind das mit ca 6, 7, 8 Jahren zu seinen Eltern sagt "Also Vater und Mutter, sry ich habe mir diese Scheiße hier jetzt ne Weile bei Euch mit angesehen, es reicht mir jetzt, so will ich nicht leben und tschüss!". Kein Kind kann sich einem kaltherzigen und brutalem Familienleben eigenständig entziehen, wenn die Gemeinschaft ihm dabei nicht hilft

Der heutige Täter, war einst Opfer, ein alleine gelassenes Opfer(!), und diese Quittung trägt auch die Gesellschaft, die Jaaahre egoistisch und kaltherzig weggeschaut hat, bzw seine Bürger dahin trainiert hat so zu sein (ich meine egoistisch)
Ich muss hier abbrechen, meine Emotionen sind gerade zu mächtig.
Danke nochmals an dich liebe(r) Ralf-Marlene für den Beitrag.
Namaste
PS: Eins noch.. ich kann es kaum beschreiben, wie oft, wie sehnsüchtig ich gehofft und gewartet habe, dass man UNS hilft und ich meine bei diesem UNS auch den Vater meiner Kinder. Es hat über 4 Jahre gedauert bis Er in psychologische Betreuung kam.
Für mich wird viel zu lange weggesehen und auch viel zu spät mit Familienhilfen eingegriffen. Für mich wird viel zu lange gehofft, so nach der Devise "das wird ja schon wieder von selbst sich regeln".
Aber egal, wie gesagt ich rede da viel zu persönlich über dieses Thema sry.
