Meine Dämonen
Meine Dämonen - # 2

Lebensplanung, Standorte
heike65
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Re: Meine Dämonen

Post 16 im Thema

Beitrag von heike65 »

Sahara65 hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 09:52 In unserem Betriebsrat Gebäude hat man Uni Toiletten die mir rund um die Uhr zu Verfügung stehen, ich sehe das bei Euch ähnlich Rabea-Marie.
ich muss für mich auch nicht klären welche Toiletten ich in der Öffentlichkeit aufsuche, wer als Schanzträger der ohne Kleid oder Rock unterwegs ist, da hat man nicht viele Möglichkeiten und wer bei Sinnen ist überlegt da auch nicht.
Macht Euch mal die Mühe sich in die Anderen denen die uns gegenüber sind zu versetzen.
Der Planet dreht sich nicht um uns, nicht um Minderheiten und ich möchte als "Transperson" auch nicht im Vordergrund stehen, nur weil ich darauf poche mich als weibchen zu fühlen und dies auszuleben.
Als solche zu handeln und dadurch mich und andere in Verlegenheit zu bringen.
Ich will nur meien Ruhe haben und versuchen mit mir und dem Umfeld im Einklang zu sein.

Rabea-Marie hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 09:20 Und die Leute mit ihrer Fantasie allein lassen?
Sichtbar sein ist natürlich wichtig. Aber die Passanten welche mich beim Wocheneinkauf schief angucken stellen meiner Meinung nach nicht das Problem da. Problematisch sind die "teilfremden" die Arbeitskollegen die man von "Hallo und tschüss" kennt man aber immer wieder sieht. Hier ist Aufklärung immens wichtig.
Genau so ist es, so und nicht anders.
Supermarkt, Gastätten oder oder oder, da interssiert es keinen Menschen wer "Du-Wir" bist oder sind.
Kurzer fragwürder, teilweise auch herab lassender Blick und das war's.
Und man glaubt es kaum, man erntet auch liebe und nette Blicke egal von welchem Geschlecht.

Noch bin ich Anlagenbetreuer mit Brüsten (cupA) und Schulter langen Haaren. Stehe vor den MA als Mann da.
Bringe das mal jemand den Boys bei wer da wirklich vor ihnen steht.
Und danach besucht mal die Männer oder Frauentoilette :D

Ich stehe in allen Punken ganz auf deiner Seite von A-Z liebe Rabe-Marie.
Ich sehe das zu 100% anders.
Wir haben einen kleinen Baumarkt, und ich bin nicht immer geschminkt zb. Nach dem Lasern, oder weil ich auch mal keinen Bock darauf habe, wir haben sehr sehr viele Einmalkunden da touristisches Gebiet, es gibt da kaum irgendwelche Fragen oder Probleme. Fast alle haben so viel Emphatie mich korrekt als Frau anzusprechen, und die die es nicht tun werden höflich aber bestimmt darauf hingewiesen wie es von mir oder meinen Mitarbeitern gewünscht wird. Da erklären wir nichts etc.
Und ich habe die Männertoilette schon lange vor meiner Pä/Nä nicht mehr von innen gesehen, ähnliches gilt für Duschen vor der gaOp, das ist auch hier im Fitnessstudio ausdrücklich so gewünscht.
heike65
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Re: Meine Dämonen

Post 17 im Thema

Beitrag von heike65 »

Rabea-Marie hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 09:39 Hallo Luna!
Aber was ist dann mit all jenen, deren- Identität- nicht in dieses Schema passt? Sollen diese Menschen totgeschwiegen werden, nur damit die "normale" Gesellschaft nicht überfordert wird? Und wie lange soll die Gesellschaft Zeit haben sich an uns (was eigentlich?) zu gewöhnen?- 
Meiner Meinung nach ganz hart und ungeschönt, ja genau das sollen sie.
Wenn du das Thema Frauenrechte als Beispiel anführst greif ich das dann hierfür auch auf. Vom Frauenwahlrecht bis zur Frauenquote waren wieiviel Jahre?
Ich wiederhole das hier mal "man muss erstmal ein Fundament setzen wenn man einen Wolkenkratzer erichten will und kann nicht mit der Spitze anfangen."

Wie lange das so gehen soll? Meiner Meinung nach bis wir wenigstens so weit sind dass wir als LGBT*IQ Community unsere Grundbedürfnisse öffentlich und ohne Angst vor Konsequenzen befriedigen können, wie den Gang zur Toilette.
Wenn wir diesen Grundstein erreicht haben, können wir meiner Meinung nach facettenreichere Bedürfnisse erstreiten.

LG Rabea
Was erdreistet du dich ? Da könnte ich echt explodieren! Andere die vielleicht noch etwas exotischer sind wie Transsexuelle Menschen sollen zurückstehen damit du es leichter hast ? Ich denke die Gesellschaft ist viel viel weiter wie ihr alle denkt. Wenn ich zb an den letzten Artikel über unseren Regenbogenstammtisch in den örtlichen Tageszeitungen denke, es gab dieses Jahr keine Artikel auf der Facebook Seite des Schlei Boten mit mehr Likes, und da geht's es nicht nur um Transsexualität. Ich bin ehrlich zutiefst entsetzt über dein " ja genau das sollen sie"
Rabea-Marie
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Re: Meine Dämonen

Post 18 im Thema

Beitrag von Rabea-Marie »

Hallo Heike!
Was erdreistet du dich ?
Ich erdreiste mich meine Meinung zu äußern, so wie es da steht. "Meiner Meinung nach".
Andere die vielleicht noch etwas exotischer sind wie Transsexuelle Menschen sollen zurückstehen damit du es leichter hast ?- 
Genau. Ich, und viele andere Menschen. Bei 7 Milliarden Menschen 0,1% also 70 Millionen Trans Personen, plus die Zahl an Intesexuellen Menschen und plus der Nonbinären.
Welche alle ihre dasein in LGBT*IQ begrifflich erfasst haben. Und weil man sich nicht in der Lage fühlt zb zu sagen ich bin Queer, ich bin Inter oder Trans. Soll der weg dieser Personengruppen weiter erschwert werden?

Man kann die Frage genau umgekehrt stellen, noch exotischere Menschen müssen sich unbedingt querstellen um alles noch schwieriger zu machen?
Wie gesagt es ist nur meine Meinung. Weil ich einfach davon überzeugt bin dass wir erstmal einen Schritt nach dem anderen machen müssen.
Irgendwann sind wir evtl soweit dass wir uns einheitlich als Menscheit über unsere Identität identifizieren und nicht mehr über Geschlecht oder ähnlichen, bis dahin ist aber ein weiter Weg. Und dieser weg muss gegangen werden, Schritt für Schritt.

Außerdem, woher willst du wissen dass ich mich mit einer der genannten Begriffe identifiziere?
Tue ich nicht, aber ich bin selbst dazu in Lage mich einzuordnen um als Teil einer Gemeinschaft meinen persönlichen Beitrag zu leisten.

LG Rabea
Jaddy
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Re: Meine Dämonen

Post 19 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Rabea-Marie hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 09:39
Aber was ist dann mit all jenen, deren- Identität- nicht in dieses Schema passt? Sollen diese Menschen totgeschwiegen werden, nur damit die "normale" Gesellschaft nicht überfordert wird? Und wie lange soll die Gesellschaft Zeit haben sich an uns (was eigentlich?) zu gewöhnen?- 
Meiner Meinung nach ganz hart und ungeschönt, ja genau das sollen sie.
Wenn du das Thema Frauenrechte als Beispiel anführst greif ich das dann hierfür auch auf. Vom Frauenwahlrecht bis zur Frauenquote waren wieiviel Jahre?
Ich wiederhole das hier mal "man muss erstmal ein Fundament setzen wenn man einen Wolkenkratzer erichten will und kann nicht mit der Spitze anfangen."

Wie lange das so gehen soll? Meiner Meinung nach bis wir wenigstens so weit sind dass wir als LGBT*IQ Community unsere Grundbedürfnisse öffentlich und ohne Angst vor Konsequenzen befriedigen können, wie den Gang zur Toilette.
Wenn wir diesen Grundstein erreicht haben, können wir meiner Meinung nach facettenreichere Bedürfnisse erstreiten.
Soweit ich mich in der Geschichte der verschiedenen Bewegungen für gleiche Rechte, faire Behandlung etc auskenne, hatten alle so eine Appeasementphase, in der vorsichtig angefragt wurde, doch bitte nicht totgeschlagen, oder aus den basalen Chancen für Broterwerb, Familie, Bildung und Gesundheitsversogung ausgeschlossen zu werden.

Meine Beobachtung: Diese Form alleine hat nie etwas bewirkt, und zwar über Generationen hinweg. Generationen, währenddessen ganze Gesellschaftssysteme verändert, Grenzen verschoben, aus- und eingewandert, völlig neue Technologien selbstverständlich wurden. An den Benachteiligungen hat sich aber immer erst dann etwas verändert, wenn sie ihre Rechte und Bedarfe umfassend, laut und vielfältig eingefordert haben. Mit moderaten und radikalen Gruppen, grundlegenden und sehr spezifischen Forderungen. Und selbst dann ging es immer nur in Mikroschritten. Wie Luna schrieb: Du musst die ganze Hand fordern, um höchstens den kleinen Finger zu kriegen.

Und selbst dann! Frauenrechte? Formal ja, praktisch nunja. Siehe wiederkehrende Quotendiskussionen, weil sich einfach nichts tut. Oder den Aufruhr noch 2018?19?, wenn eine Schiedsrichterin ein Fussballspiel mit Männermannschaften pfeift. Das Thema Gleichstellung von Frauen ist über 150 Jahre alt! Und ein Mario Barth füllt ganze Stadien mit seinem Sexismus. Der bügelt an einem Abend mehr gesellschaftlichen Fortschritt weg, als drei Gleichstellungskommissionen in Jahren wieder aufbauen können. Wie lange soll das denn noch dauern?

Und da soll ich mich als nicht-binärer Mensch hinten anstellen? Weil da erst mal das Fundament gelegt werden müsste?

Oder schau dir mal die Geschichte zum -§175 bis jetzt zur Ehe-Gleichstellung an. Eine rechtlich-offizielle Diskriminierung mit absolut keiner sinnvollen Begründung. Spätestens nach 1969 (Große Strafrechtsreform, Frage des verletztens Rechtsguts) hätte der 175 komplett gestrichen werden müssen. Tatsächlich hat es bis 1994 gedauert, also eine ganze Generation.

Ebenso das Eheverbot, bei dem es ja auch um Versorgungsgemeinschaften, Patientenrecht, Erbrecht, etc geht. Die erste Aktion Standesamt war 1992. Es hat wieder eine Generation (25 Jahre) gedauert, weil nicht nach Sinn und Verstand, sondern nach "Bauchgefühl" agiert wurde. Kann 1 sich den Frust und die Verbitterung von Menschen vorstellen, die ihr ganzes Leben mit dem Warten auf Verbesserung verbringen?

Die "Ehe für Alle" (die ja nocht keine ist) bzw das frühere Eheverbot hat übrigens auch Auswirkungen auf uns. Die Zwangsscheidung und die Zwangssterilisierung im ursprünglichen TSG beruhen auf der panischen Angst der Gesetzgebenden, durch die Hintertür eine gleichgeschlechtliche Ehe mit eigenen Kindern zu kriegen. Einige meiner Freundinnen haben das noch durchmachen müssen. Vor 10 Jahren noch hätte ich mich für meine Personenstandsänderung auch scheiden lassen müssen. Und immer noch gibt es massive Probleme beim Thema trans Elternschaft.

Zum Thema trans im Verhältnis zu den anderen Buchstaben in LGBTIQA* empfehle ich die Doku "Screaming Queens" (YT) und Quellen zu den Stonewall Riots. Ich bin sehr für Solidarität und Inklusivität im queeren Spektrum. Das bedeutet aber auch, dass alle ihre Bedürfnisse hörbar äussern dürfen und irgendwie berücksichtigt werden. Sonst gehen die nämlich nicht nur in der Aussengesellschaft unter, sondern auch "unter uns". Deshalb sind auch scheinbare Randthemen wie Gendermarkierungen auf Hygieneprodukten nicht völlig unwichtig.

Fazit also: Leise treten, klein anfangen, erst mal nur Minimalforderungen, etc bewirkt nichts zu Lebzeiten, sondern erst, wenn die Generation "das war schon immer so" ausgestorben ist. Sorry, das ist mir zu lang, denn mal ganz deutlich: Es gibt keinen legitimen Grund, anderen Menschen das Leben ohne Not schwerer zu machen als nötig. Also "Bauchgefühl" ist jedenfalls keiner.

Das Fundament ist längst gelegt. Das Grundgesetz jetzt fast 3 Generationen alt. Die Rechtsphilosophie dahinter noch ein bis zwei älter. Die grundlegenden Forderungen werden seit Jahrzehnten wiederholt, aber sie wurden immer wieder ignoriert, rausgehalten, vertröstet, während anderes im Vergleich dazu blitzschnell durchkam. Es ist höchste Zeit, wirklich deutlich zu machen, wie vielfältig Menschen sind und wo ihnen ohne sinnvollen Grund ständig auf die Zehen getreten wird. Es gibt keine sinnvolle Hierarchie der Forderungen. Gleichstellung aller Gender überall, OP-Verbot an inter Kindern, klassistische Bildungsbenachteilung, usw sind nicht gegeneinander abwägbar. Emanzipationsbewegungen aufzusplittern und gegeneinander auszuspielen hat zu lange funktioniert. Wir verteilen aber keinen Kuchen. Berechtigte Ansprüche haben keine Reihenfolge. Der Rest nennt sich gesellschaftliches Aushandeln und findet nach meiner Beobachtung noch viel zu wenig statt.

*steigt von der soap box und nimmt sich erst mal nen Kaffee* :)
heike65
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Re: Meine Dämonen

Post 20 im Thema

Beitrag von heike65 »

Sorry @rabea, das ist mir einfach zu dünn, und nein es sind nicht 0,1% sondern ca 0,7 bis 1 Prozent sind nach neuesten Untersuchungen Gendervariant, ob sie sich dazu entscheiden im Wunschgeschlecht offen zu leben ist damit nicht gemeint.

@Jaddy, ausführlicher und erklärender wie immer .
Lavendellöwin
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Re: Meine Dämonen

Post 21 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Jaddy hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 11:47 Und da soll ich mich als nicht-binärer Mensch hinten anstellen? Weil da erst mal das Fundament gelegt werden müsste?

Da bin ich vollkommen bei Jaddy's Beitrag..

Liebe Rabea,

es gibt nur ein inklusiv und das ist nicht teilweise oder in mehrere inklusive aufzuspalten.
Und was ich gar nicht leiden kann ist etwas mehrfach anfangen, dafür ist mir meine Zeit und
die der anderen echt zu schade!

Wenn ich einen Auftrag hab, höre ich nicht auf weil theoretisch die Zeit um ist in der ich arbeiten
darf..weil ich muss nochmal hinfahren, nochmal dort die Arbeit stören oder unterbrechen, das ist der
Zeitfaktor. Und andere Ressourcen verschwende ich damit auch noch-das ist für mich ein NOGO.

Wenn nicht alle mitgenommen werden und nicht alle abgeholt..nein ich schreib das jetzt nicht,
du darfst den Satz selber beenden.

Das was du anführst ist in etwa so wie bei den Flüchtlingen zu sagen, die die weiss sind gehen ja noch,
aber mit den Schwarzen hab ich ein Problem. Aber kann man diese wegignorieren? Ich glaube nicht...

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Meine Dämonen

Post 22 im Thema

Beitrag von Rabea-Marie »

Berechtigte Ansprüche haben keine Reihenfolge. Der Rest nennt sich gesellschaftliches Aushandeln und findet nach meiner Beobachtung noch viel zu wenig statt.
Guter Ansatz und fundiert begründet. Danke Jaddy!

Bedeutet im Umkehrschluss es wird erst nochmal schwieriger für uns, weil wir vielen auf die Füße treten, bevor es besser wird. Kann ich aber mit leben, wenn wir am Ende unsere Ziele erreichen.

Wie in meinem ersten Post steht, dreht es sich hier um meine Wahrnehmung und meine Meinung und nehme es dankend an wenn meine Sicht der Dinge durch euch verbessert wird.
Sorry @rabea, das ist mir einfach zu dünn, und nein es sind nicht 0,1% sondern ca 0,7 bis 1 Prozent sind nach neuesten Untersuchungen Gendervariant, ob sie sich dazu entscheiden im Wunschgeschlecht offen zu leben ist damit nicht gemeint.
Auch dir Danke, Heike! Den harschen Ton nehm ich dir nicht übel, so ein Schlagabtausch kann eben auch mal unschön werden. Danke für die Korrektur der mir bekannten Zahlen!

LG Rabea
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Re: Meine Dämonen

Post 23 im Thema

Beitrag von Rabea-Marie »

Hallo Emmi-marie

Das was du anführst ist in etwa so wie bei den Flüchtlingen zu sagen, die die weiss sind gehen ja noch,
aber mit den Schwarzen hab ich ein Problem. Aber kann man diese wegignorieren? Ich glaube nicht..
Ich habe nirgends geschrieben dass ich mit irgendeiner Interessengruppe ein Problem habe. Ich hoffe auch wirklich dass ich nicht so verstanden wurde.

Aber nehm mal das Flüchtlings Beispiel um das weiter zu erläutern.
Meine Intention war eigentlich dass die weißen Flüchtlinge und die schwarzen Flüchtlinge sich geschlossen als Flüchtlinge verstehen um eine breite zu vertretende Interessengruppe dazustellen. Statt die einen sagen ich bin aber roter Flüchtling ich brauch das anders, ich bin gelber Flüchtling ich brauch wieder was anderes und dann haben wir da noch den Milchkaffee und und und.
Ich weiß der Vergleich hinkt, aber du hast das Beispiel gebracht.

Mir ging's auch nie darum das auf lange Sicht jemand auf der Strecke bleibt. Ich fand es nur hilfreicher als breitere geschlossener Interessengruppe vertretbarer zu sein.

Ich verwende hier absichtlich die Vergangenheitsform weil ich Jaddys Beitrag, rückblickend in Kombination mit Lunas sehr überzeugend finde.

LG Rabea
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Re: Meine Dämonen

Post 24 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Rabea-Marie hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 13:21 Ich habe nirgends geschrieben dass ich mit irgendeiner Interessengruppe ein Problem habe. Ich hoffe auch wirklich dass ich nicht so verstanden wurde.
Hi Rabea,

Emmi oder Marie reicht, das ist kein Doppelname...

Doch ich habe es so verstanden, weil du ja im Threadverlauf geschrieben hattest, das Menschen die noch exotischer sind
zurückstehen sollen ums (dir) einfacher zu machen. Das hilft uns (allen) aber nicht.

Deswegen habe ich auch den Vergleich mit den Flüchtlingen gebracht-alte Berufskrankheit, ich muss manchmal
komplexe technische Probleme Menschen erklären die null Ahnung davon haben..
wenn netzwerktechnisch eine schwache Performance vorliegt, vergleiche ich das gerne mit einem verstopften Rohrsystem...
Rabea-Marie hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 13:21 Aber nehm mal das Flüchtlings Beispiel um das weiter zu erläutern.
Meine Intention war eigentlich dass die weißen Flüchtlinge und die schwarzen Flüchtlinge sich geschlossen als Flüchtlinge verstehen um eine breite zu vertretende Interessengruppe dazustellen. Statt die einen sagen ich bin aber roter Flüchtling ich brauch das anders, ich bin gelber Flüchtling ich brauch wieder was anderes und dann haben wir da noch den Milchkaffee und und und.
Ich weiß der Vergleich hinkt, aber du hast das Beispiel gebracht.
und genau deshalb hinkt der Vergleich ganz und gar nicht-er ist nur vereinfacht dargestellt. Oder für andere Gruppen.
Und ist deswegen ok, weil ich ja möchte, das alle folgen können.
In Grunde gebe ich dir damit Recht, das eine grosse geschlossene Interessengruppe sich stärker durchsetzen kann.
Aber es müssen/sollten dann auch alle Interessen vertreten werden, weil es sonst wie ich schon sagte nicht inklusiv ist.
Sollen dann später die Untergrüppchen wieder neu anfangen sich etwas zu erstreiten-nein, Zeitverschwendung.
Macht doch gar keinen Sinn..

oder anders gesagt, ich stehe auf breite Fundamente, anstatt hoch zu bauen-weil wann willst du am Ende oben ankommen?

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Re: Meine Dämonen

Post 25 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Rabea-Marie hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 12:18Bedeutet im Umkehrschluss es wird erst nochmal schwieriger für uns, weil wir vielen auf die Füße treten, bevor es besser wird. Kann ich aber mit leben, wenn wir am Ende unsere Ziele erreichen.
Es wird immer erst mal schwieriger, bevor es besser wird. Denn zum Missstand kommt ja zusätzlich der Aufwand, dagegen vorzugehen. Wenn sich im Supermarkt jemand mit sich und dem Wagen den Gang verstellt, durch den du durch möchtest und nicht auf dich achtet, kannst du entweder warten - null Aufwand, spätestes Ergebnis, oder Energie investieren und einen anderen Gang suchen oder die Person ansprechen und ggf Konfrontation riskieren.

Das ist aber das Prinzip der freiheitlich demokratischen Gesellschaft, der offenen Gesellschaft und wie die Konzepte alle heissen, und das meinte ich mit der Rechtsphilosophie dahinter (Aufklärung, Humanismus und folgende). Wahrnehmungen, Meinungen und Bedarfe werden geäussert und friedlich untereinander abgeglichen.

Perfektes Beispiel:
Rabea-Marie hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 12:18Wie in meinem ersten Post steht, dreht es sich hier um meine Wahrnehmung und meine Meinung und nehme es dankend an wenn meine Sicht der Dinge durch euch verbessert wird.
:)
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Re: Meine Dämonen

Post 26 im Thema

Beitrag von Rabea-Marie »

Hallo Emmi!
Doch ich habe es so verstanden, weil du ja im Threadverlauf geschrieben hattest, das Menschen die noch exotischer sind
zurückstehen sollen ums (dir) einfacher zu machen. Das hilft uns (allen) aber nicht.
Nun das ist sehr vereinfacht dargestellt wenn nur (ich) angeführt werde. Ich sprach von einer größeren Interessengruppe die mich einschließt.
In deinem zitierten Fall wäre ja genau ich der Fall den ich bemängelt habe.

Um der Gefahr aus dem Weg zu gehen das wir aneinander vorbei reden, könntest du oder jemand anders ein Beispiel für eine Personengruppe oder Bedürfnis welches nicht von LGBT*IQ Rights abgedeckt würde, erläutern?

LG Rabea
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Re: Meine Dämonen

Post 27 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Rabea-Marie hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 14:45 Nun das ist sehr vereinfacht dargestellt wenn nur (ich) angeführt werde. Ich sprach von einer größeren Interessengruppe die mich einschließt.
In deinem zitierten Fall wäre ja genau ich der Fall den ich bemängelt habe.
Hi Rabea,

nun, du hast bisher viel von deiner Meinung (=du) gesprochen, genau deswegen habe (ich) den Satz auch so gebaut wie
ich ihn gebaut habe. Merkst du wie schnell es geht das der Ausschluss passiert?
Rabea-Marie hat geschrieben: So 27. Okt 2019, 14:45 Um der Gefahr aus dem Weg zu gehen das wir aneinander vorbei reden, könntest du oder jemand anders ein Beispiel für eine Personengruppe oder Bedürfnis welches nicht von LGBT*IQ Rights abgedeckt würde, erläutern?
Nein, möchte zumindest ich gerade nicht-denn du hast ja die Unausgeglichenheit und Uneinigkeit der Community bemängelt..war nicht das das Grundthema?
Dann müsstest du auch wissen was dich an den Grüppchen stört, die sich wohl nicht fügen wollen, oder mit dem
unzufrieden sind was bisher besprochen und vorhanden ist-und was ist mit Bedürfnissen die vielleicht in Zukunft auftreten?

Ich kann dir sagen, das mich es persönlich sehr stört, das sich die Krankenkassen bei vielen Themen (Epi, OPs) die uns betreffen
erst einmal quer stellen, dann ein Kampf folgt, der psychologisch tiefe Wunden hinterlässt. Ich kann keinen Regress dafür
fordern, das mir Leid zugefügt wird von einer Institution die mein Leid mindern sollte...da fehlt zumindest (mir) hier in Deutschland die Abdeckung.

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Re: Meine Dämonen

Post 28 im Thema

Beitrag von Rabea-Marie »

Hallo Emmi!

Hast du alles gelesen was ich geschrieben habe?

Wenn ja ist:
nun, du hast bisher viel von deiner Meinung (=du) gesprochen, genau deswegen habe (ich) den Satz auch so gebaut wie
ich ihn gebaut habe. Merkst du wie schnell es geht das der Ausschluss passiert?
Das ist kein gebauter Satz sondern eine Unterstellung. Man könnte sogar sagen eine Lüge. Ich hab nirgends geschrieben dass sich andere einfügen sollen nur damit NUR ICH es leichter habe.
Und wovon wurde ich jetzt bitte ausgeschlossen?
Nein, möchte zumindest ich gerade nicht-denn du hast ja die Unausgeglichenheit und Uneinigkeit der Community bemängelt..war nicht das das Grundthema?
Du möchtest nicht oder kannst du nicht?

Was ich bemängelt habe ist dass einigen die Vertretung als LGBT*IQ Community nicht genügt und stattdessen eine Million Geschlechter und Bedürfnisse angeführt werden. Bzw sich in keinem der Begriffe eingliedern können.

Du wiederum argumentierst diese Thematik hiermit:
Aber es müssen/sollten dann auch alle Interessen vertreten werden, weil es sonst wie ich schon sagte nicht inklusiv ist.
Wenn also nicht alle Interessen in LGBT*IQ vertreten werden, hast du doch sicher Kenntnis über etwas was dort nicht vertreten würde.
Und deshalb meine Frage nach einem Beispiel weil ich mir nämlich nichts vorstellen kann was dabei hinten runter fällt.

Du hast recht ich schreibe hier sehr oft "meine Meinung". Weil es genau das ist was wir hier diskutieren, meine Sicht der Dinge. Außerdem habe ich auch schon öfter angemerkt dass ich mich gerne eines bessere belehren lasse. So wie Jaddy und Luna mit ihren Beiträgen meine Sicht auf einige Dinge verändert haben.
Auch hab ich nie behauptet die Wahrheit für mich gepachtet zu haben.
Deshalb versteh ich nicht wieso du es für nötig hälst hier Sätze zu bauen welche ich nie so geschrieben habe?

Würg mir ruhig einen rein wenn du das Bedürfnis dazu hast, aber dann verwende bitte Dinge die ich auch exakt so geschrieben. Dann können wir auch darüber diskutieren. Aber irgendwas zu konstruieren, erweckt eher den Anschein du müsstest mich diskreditieren weil dir die Argumente ausgehen.

Die Frage nach dem Beispiel ist eine ernst gemeinte. Ich will es verstehen oder etwas dazu lernen und nicht polemisieren.

LG Rabea
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Re: Meine Dämonen

Post 29 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hi Rabea,

okay, Neuanfang. Vielleicht missverstehen wir uns tatsächlich gerade.

Und ich bin eine der letzten die überhaupt jemanden in die Pfanne haut.
Ich glaube ich habe die ganzen Beiträge durch auch einen sehr ruhigen Ton angeschlagen,
wenn das anders rüber kam, war es nicht meine Absicht.

Was verstehst du unter LGBT*IQ Rights? Meinst du hier zum Beispiel, das Recht auf gleichgeschlechtliche
Heirat, Adoption und so weiter? Oder etwas anderes? Also Rechte die "Mann" und "Frau" ganz normal zu eigen sind?
Eher grundlegende Dinge also, oder welche dir und mir das Recht auf eine Hormonbehandlung geben, non-binären
Menschen aber nicht, wenn sie diese wollten?
Und genau da fallen schon die ersten nämlich die non-binären Menschen hinten runter-keine rights dafür.
Ganz davon abgesehen, das das Ganze je nach Land sehr unterschiedlich ausgelegt wird.

Ich habe dir auch ein mir persönlich wichtiges Beispiel schon geliefert-ich habe kein Recht darauf Regress zu fordern
weil mich die Krankenkasse gerade in eine Depression drängt und das nur wegen der Sache mit dem Arztvorbehalt.

Du hast folgenden Satz geschrieben "Meiner Meinung nach ganz hart und ungeschönt, ja genau das sollen sie.",
nachdem Luna anmerkte "Aber was ist dann mit all jenen, deren Identität nicht in dieses Schema passt? Sollen
diese Menschen totgeschwiegen werden, nur damit die "normale" Gesellschaft nicht überfordert wird?"

Und nimm mir das jetzt nicht übel, mit diesem "Meinungs"-satz hast du für dich und nicht für die ganze
Community gesprochen und ich lese für mich daraus, das du von anderen verlangst sie sollen zu deinem
Vorteil still sein...habe ich das falsch verstanden?
Klär mich bitte auf..wo habe ich gelogen? Meine Argumentationskette war auf diesem deinem Satz aufgebaut,
nicht mehr und nicht weniger.
Da teile ich mal voll die Meinung von Heike-in der Form geht das nicht.


Weisst du, ich helfe dir gerne deine Dämonen in ruhigeres Fahrwasser zu bringen..viele hier wissen,
das ich normal die Ruhe in Person, aber auch manchmal etwas wirr bin.

Wenn wir noch etwas zu klären haben, dann machen wir das bitte per PN, anstatt unsere gerade
bestehende Uneinigkeit auch noch öffentlich breit zu treten...allerdings mach ich das nicht, wenn
du gerade zu sehr in deinen Ärger vertieft bist.

Alles Liebe Marie (flo)
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Re: Meine Dämonen

Post 30 im Thema

Beitrag von Rabea-Marie »

Hallo Emmi!
Eher grundlegende Dinge also, oder welche dir und mir das Recht auf eine Hormonbehandlung geben, non-binären- 
Menschen aber nicht, wenn sie diese wollten?
Ja genau sowas, das war mir nicht bewusst. Danke für dein Beispiel! So etwas darf natürlich nicht passieren und schonmal gar nicht auf der Strecke bleiben.
Du hast folgenden Satz geschrieben "Meiner Meinung nach ganz hart und ungeschönt, ja genau das sollen sie.",
nachdem Luna anmerkte "Aber was ist dann mit all jenen, deren Identität nicht in dieses Schema passt? Sollen- 
diese Menschen totgeschwiegen werden, nur damit die "normale" Gesellschaft nicht überfordert wird?"
Ursprünglich ging mir tatsächlich nur um Begrifflichkeiten und gar nicht darum dass andere auf Bedürfnisse verzichten sollen. Irgendwie hat meine zu provokante und knappe Antwort aber die Kurve dahin gelenkt. Ich hätte das an dieser Stelle nochmal ausführlicher beantworten sollen.
Mein Fehler!
Deshalb möchte ich das hier nochmal nachholen.

Mich stört dass es anscheinend manchen nicht möglich ist sich in einem der genannten Begriffe einzuordnen. So wird meiner Meinung nach der Anschein der Uneinigkeit innerhalb der Community verstärkt.
Als Beispiel sehe ich mich selbst einfach nur als Frau, nicht mit dem Trans davor. Ich ordne mich aber in die Riege Trans mit ein. Ich bin nunmal mit einem männlichen Körper geboren und die für mich von anderen Angewandte Terminologie ist eben Transfrau. Ich finde mich damit ab und fange keine zusätzlichen Diskussion und Forderungen der Anerkennung an.

Letztenendes ging es mir also darum das wir nach außen uns der vorhandenen Terminologie einordnen um eine geschlossene Interessengemeinschaft dazustellen, und nicht darum das verschiedene Interessengruppen, zugunsten anderer auf ihre Bedürfnisse verzichten.

LG Rabea
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