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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns

Verfasst: Di 24. Sep 2019, 15:32
von Ulrike-Marisa
Moin zusammen,

...gefühlt sind wir bei diesem Thema hier wieder am Haare spalten und es fällt mir durchaus manchmal schwer, die kleinsten Unterschiede zu erkennen...
Welche Identität ist denn eigentlich hier im Thread gemeint? Ich verstehe unter meiner Identität, alles, was in meinem Leben bisher war und jetzt vielleicht anders ist als früher. Meine frühere männlich geprägte Identität gehört dazu so wie jetzt weitgehend weibliche Identität. Alles zusammen macht mein Leben aus und ich stehe zu meiner Identität, so wie ich jetzt bin (Stichwort Rückrat). Ich glaube, hier die Fragestellung so gemeint, dass ich meine jetzige weibliche Identität nicht über alles stellen sollte, sondern da eher Zurückhaltung übe, da wie gesagt der Rest des Bisherigen auch meine jetzige Identität beinhaltet oder auch schon vorbereitet hat. Ich fühle, wie ich bin, aber nehme mich in dieser Rolle und in diesem persönlichen Sein nicht so wichtig, dass ich der Mittelpunkt der Welt sei, mal übertrieben gesagt. Jeder Mensch hat seine individuelle Identität und die kann von anderen Identitäten abweichen oder auch ganz anders sein; mal mehr in dieser und mehr in anderer Richtung. Absolute Schubladen, in jeder Mensch hineinpassen kann, gibt es m-E. nicht sondern eher ein Regal mit vielen Fächern, die die Vielfalt der Möglichkeiten der Gefühle und des Seins repräsentieren.


Grüße, Ulrike-Marisa :)

Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns

Verfasst: Di 24. Sep 2019, 15:57
von ExUserIn-2026-04-08
Moin,

die innere Spaltung habe ich sehr lange nicht verkraftet. Das ständige Hin und Her hat mich dermaßen viel Kraft gekostet, dass ich manchmal am Verzweifeln war. Erst die Akzeptanz beider Facetten als Tatsache lässt mich besser damit leben. Es gibt eben nicht nur die eine Seite in mir. Warum das so ist, weiß ich nicht. Es ist aber nicht mehr wirklich wichtig. Deshalb denke ich, die Selbstakzeptanz ist der Weg zum inneren Frieden. Dass manche in der Öffentlichket damit nicht klar kommen, ist halt persönliches Pech, ihr Pech wohlgemerkt, denn ihnen entgeht etwas. Aber das muss mich nicht aufregen.

Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns

Verfasst: Di 24. Sep 2019, 16:13
von Marlene K.
Auch ich empfinde mich als Mensch mit starken weiblichen, aber auch mit männlichen Seiten.

Ich empfinde dies auch als Chance, würde aber manchmal gerne als normal gesehen werden. Ich selber finde mich so langweilig und normal, dass mich Agressionen immer wieder überraschen, oder auch Komplimente dafür, dass ich mich so zeige, wie ich bin.