neu - ängstlich - desorientiert
neu - ängstlich - desorientiert - # 2

Wer möchte, kann sich vorstellen: bitte kurz fassen
und längere Diskussionen in den dafür vorgesehenen
Themen führen!
AnnaJo

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 16 im Thema

Beitrag von AnnaJo »

Anja hat geschrieben: Di 3. Sep 2019, 10:06 Er hat sich vor dir geoutet, will aber nicht darüber sprechen. Warum dann das Outing? Eigentlich outet man sich ja, weil man frei(er) sein möchte?

Heißt das, wir sprechen hier über ein Forumsmitglied?
Warum fühlt sich das schreiben hier falsch für dich an? Immerhin kannst du dich hier öffnen, ohne deine (und seine) Identität preis zu geben. Das macht es möglich über vieles zu sprechen, was man sonst eher für sich behalten würde.

Was ist denn beim Outing passiert, das er sich, auch ein Jahr später immer noch so zurückzieht und nicht mal drüber sprechen möchte?
Zu deiner ersten Frage: Genau das habe ich ihm bei unserem letzten Gespräch gefragt. Er konnte oder wollte es nicht beantworten. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass ich so ein intimes Geständnis nur dann mache, wenn es für mich selber leichter werden soll dadurch.

Nein, er ist kein Forumsmitglied. Er meinte nur, ein Forum könnte mir eventuell helfen. Mein Mann wusste, dass ich hier schon seit einiger Zeit mitlese, um mich mit dem Thema CD auseinander zu setzen, er selbst ist meines Wissens (aber was weiß ich schon) in keinem Forum aktiv.
Es fühlt sich falsch an, weil hier über sehr intime Dinge in der Öffentlichkeit geschrieben wird. Es gibt zwar eine gewisse Anonymität, aber seien wir uns ehrlich, im Internet ist heutzutage doch niemand mehr wirklich anonym.

Jetzt musste ich mal Tränen trocknen.
Was ist bei seinem Outing passiert? - Ich war geschockt, hab zu weinen begonnen, habe ihn damit sicher verletzt/enttäuscht. Ich habe dann viel mit ihm gesprochen, aber er meinte immer wieder, er hätte unsere Flitterwochen - ja, es war der beschissenste aller Zeitpunkte für ein Outing - versaut. Mehrmals habe ich ihm gesagt, dass es keinen perfekten Zeitpunkt dafür gibt, dass ich trotzdem froh bin es jetzt zu wissen, usw. - aber so wie es aussieht, habe ich davor schon zu unpassend reagiert. - Vielleicht ist es hilfreich, wenn ich die ganze Geschichte bei den Outings reinschreibe? Darf ich das als Partnerin überhaupt? Ist das nicht viel zu intim? Verrate ich damit meinen Mann?

Liebe Grüße
AnnaJo
AnnaJo

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 17 im Thema

Beitrag von AnnaJo »

Liebe Heike,
danke für deine Antwort!
Heike-Rebecca hat geschrieben: Di 3. Sep 2019, 20:33
Dein Mann hat Dich in sein Thema mit reingezogen und damit ist es doch auch Deines. Du bist ja schließlich nicht davon gelaufen, oder?
Nun scheinst Du ja wohl eher ein Problem mit der Situation zwischen Euch beiden in Bezug auf das Crossdressing-Thema zu haben und nicht mit dem Themaan sich, wenn ich Dich richtig verstehe.
Dann hast Du auch jedes Recht, Dir Hilfe zu holen! Du fremdoutest Deinen Mann ja schließlich nicht.

Kümmer Dich mal in erster Linie um Dein eigenes Wohlergehen. Dann kannst Du Deinem Mann im Übrigen auch viel besser beistehen. Wenn er das denn auch annehmen kann, denn er scheint ja noch Zeit zu brauchen.
Nein, ich bin nicht davongelaufen und so einfach wird man mich auch nicht los. Ich habe mich für diesen Mann entschieden und werde durchhalten solange es geht. Obwohl genau der letzte Satz mir Angst macht, denn "ich habe mich für diesen MANN entschieden" und nicht für diese Frau. Um mir hier klar zu werden, inwieweit MANN/FRAU relevant ist, brauche ich wohl noch etliche Zeit.
Mit Crossdressing generell habe ich absolut kein Problem. Wie ich schon sagte, ich bin (und bleibe auch) ein sehr toleranter Mensch. Im Moment ist das Hauptproblem einfach die fehlende bzw. einseitige Kommunikationsbereitschaft. Ich möchte verstehen, was ich falsch gemacht habe. Was kann ich besser machen?

Liebe Grüße
AnnaJo
Karla
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Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 18 im Thema

Beitrag von Karla »

Liebe AnnaJo,
Du bist durch sein Outing natürlich erst einmal überrumpelt worden-
Deine Reaktion war daher wahrscheinlich von Geschlechterklischees beeinflußt - bevor Du überhaupt zum Nachdenken gekommen bist.
Das Positive: Eure Beziehung ist nicht komplett zerbrochen!
Die Realität: Du steckst in der 3-er-Beziehung jetzt drin - von seinem weiblichen Anteil kann er sich nicht "scheiden lassen" - das haben fast alle hier schon ein- oder mehrmals versucht.
Du kannst daher im besten Fall versuchen, "Sie" als beste Freundin zu gewinnen - dann blüht auch "Er" wahrscheinlich auf.
Dann mußt Du mit "ihr" klären, ob "er" auf Dauer noch Platz in Eurer Beziehung hat - und ob ihr beide damit klar kommen könnt.
3 der möglichen Alternativen:
Trennung
lesbische Beziehung, ggf. auch nach GaOP
Mann und Teilzeitmädel bleiben erhalten

Es gibt auch positive Beispiele: Anja ist Frau und "Väterin"
Ich wünsche Euch alles Gute!

LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
Anja
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Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 19 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
AnnaJo hat geschrieben: Di 3. Sep 2019, 22:34 Ich möchte verstehen, was ich falsch gemacht habe. Was kann ich besser machen?
Ich glaube nicht, das du etwas falsch gemacht hast. Deine Reaktion war doch ganz natürlich in dem Moment als er sich dir anvertraut hat.
Ich halte aufrichtige Kommunikation für sehr wichtig. Dich belastet die fehlende Kommunikationsbereitschaft. Also würde ich genau hier ansetzen, also ihn fragen, warum er nicht drüber sprechen will.
Natürlich solltest du ihn auch nicht bedrängen, aber deine Gefühle sind genauso wichtig, also muss er vielleicht mal raus aus seiner Komfortzone :wink:

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
AnnaJo

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 20 im Thema

Beitrag von AnnaJo »

Danke Anja, für deine lieben Worte.

Meine Reaktion war natürlich und in diesem Moment auch unvermeidbar. Rückblickend betrachtet, hätte ich mir, von mir selber, eine andere Reaktion gewünscht. Also ist es nur zu verständlich, wenn es meinem Mann hierbei genauso geht und bei ihm dann noch dazu eben die Scham dazu kommt, die ich ihm wirklich gerne erspart hätte. Er ist ein so wundervoller Mensch mit Ecken und Kanten die ich lieben gelernt habe. Manchmal ein empathisches Baby, das noch viel lernen muss. So wie ich jetzt auch, mit einem etwas verdrehten Beziehungsweltbild. (oh Mann, jetzt hau ich aber viele erfundene Wörter raus)

Hatten heute ein sehr kurzes Gespräch (anders leider nicht vereinbar). Er möchte mit mir Reden, weiß aber einfach nicht über was. Hä? - Für mich als Frau absolut nicht verständlich, wir können ja wirklich alles Tod quatschen. Mein Mann ist da etwas der Meinung "ich habe mich geoutet und können wir jetzt bitte damit leben" - Auch diese Haltung verstehe ich irgendwie. Er betonte wieder, wie wichtig ich ihm bin und er bereit ist alles für unser Glück zu tun. Das hätte er mir nicht sagen müssen, denn dessen bin ich mir absolut sicher und bewusst. Umgekehrt ist es ebenso, gerade deshalb möchte ich für ihn da sein. Ich tue mir halt wirklich schwer, alles einfach über Jahre auf mich zukommen zu lassen und zerbreche mir darüber meinen Kopf. Unbewusst übe ich damit bestimmt Druck aus, was ich aber nicht beabsichtige.

In den letzten Wochen habe ich mich zu einem Frauenmonster entwickelt. Ich finde mich selber so dermaßen furchtbar unausstehlich. Das hat er alles nicht verdient, ich aber auch nicht. Unser Kind meinte gestern, es wäre gerne schon erwachsen. Ich habe gelächelt und gesagt "und ich wäre gerne wieder Kind" *seufz*

AnnaJo
AnnaJo

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 21 im Thema

Beitrag von AnnaJo »

hi,

Heike-Rebecca hat geschrieben: Mi 4. Sep 2019, 18:25 Diesmal bin vielleicht ich etwas wirr in meinen Aussagen gewesen...
Mit wirr kenne ich mich im Moment ganz gut aus, keine Sorge :wink: - ich fand deine Worte gar nicht wirr und etwas beruhigend. danke!

AnnaJo
Engelchen
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Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 22 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Liebe AnnaJo,
wenn ich es richtig verstanden habe hat dein Mann dir gesagt du sollst dich hier anmelden.
Ich denke er weiß sehr wohl das hier geredet wird.
Lass dich nicht auffressen von deinen Selbstzweifeln.
Finde dich erstmal selber.
Du machst nichts verkehrt.
Auch würde ich mit dem Gedanken spielen ihn mal aufzufordern sich hier anzumelden.
Vielleicht hilft es ihm ja zu sich selber besser zu stehen.
Liebe Grüße Lisa
Liebe geben und offen sein für Neues
AnnaJo

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 23 im Thema

Beitrag von AnnaJo »

Liebe Lisa,

im Moment brauche ich es, zu schreiben ohne dass mein Mann es liest. Ich bin mir aber sicher, dass ich das nicht lange durchhalten werde und ihm dann genau dieses Angebot machen werde. :wink:
Dieses gemeinsame stelle ich mir auch hilfreich vor.

Liebe Grüße
AnnaJo
Jaddy
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Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 24 im Thema

Beitrag von Jaddy »

AnnaJo hat geschrieben: Mi 4. Sep 2019, 17:08Er möchte mit mir Reden, weiß aber einfach nicht über was. Hä? - Für mich als Frau absolut nicht verständlich, wir können ja wirklich alles Tod quatschen.
Ein Problem für viele von "uns" ist, dass wir ja auch häufig die gleiche Aversion gegen "andersartige" geprägt wurden. Seien es homosexuelle Menschen, trans Personen, was auch immer. Wenn 1 dann feststellt, selbst anders zu sein, gibt es drei Fronten. Echte Aversion von aussen, die anerzogene Abneigung gegen das eigene "Falschsein" und daraus folgend die Scham und negative Erwartung gegenüber anderen. Vereinfacht gesagt vermute ich hinter der Sprachlosigkeit deines Partnx so etwa wie "wie kannst du mich lieben, wenn ich mich selbst nicht liebe" und "wie soll ich über mich reden, wenn ich doch gar nicht liebenswert bin". Ausserdem haben die meisten Menschen nicht wirklich gelernt, ihre Gefühle und internen Mechanismen in Worte zu fassen, geschweige denn, offen darüber zu reden - bzw. beim reden auch tatsächlich was zu sagen :)
ExuserIn-2020-03-10
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Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 25 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-03-10 »

AnnaJo hat geschrieben: Di 3. Sep 2019, 22:34
Im Moment ist das Hauptproblem einfach die fehlende bzw. einseitige Kommunikationsbereitschaft. Ich möchte verstehen, was ich falsch gemacht habe. Was kann ich besser machen?

Liebe Grüße
AnnaJo
Ich vermute du hast nichts falsch gemacht. Weisst du, AnnaJo, dein Partner könnte mit dieser Situation genauso überfordert sein wie du es vielleicht gerade bist.

Ich erzähle dir kurz wie es bei mir damals war, ich war 25 Jahre alt als meine damalige Frau meinen Rock und die Unterwäsche entdeckte. Ich war sprachlos, ich konnte ihr nicht sagen dass ich innerlich wie eine Frau fühle, aber trotzdem ihr Mann bleiben wollte. Ich war komplett verwirrt, wusste nicht wie wir weiter machen können. Daher sagte ich besser nichts, was die Situation noch verschlimmerte. Mittlerweile sind 30 Jahre vergangen, und heute könne ich souverän mit dieser Situation umgehen. Aber wir sind schon 15 Jahre geschieden, unter anderem wegen dieser Sprachlosigkeit die damals hauptsächlich von mir kam.

Ich vermute mal du hast nichts falsch gemacht. Die fehlende Kommunikationsbereitschaft könnte daher kommen, dass dein Partner 'schwimmt', nicht weiss was er als nächsten Schritt tun soll, und dich nicht verletzen möchte. Dass dich das verletzt, wird er ziemlich sicher wissen, oder fühlen können. Im Moment kann er vermutlich nichts dagegen tun.
Was du besser machen kannst - einfach warten, dich selbst zu nichts drängen. Mal gelegentlich mit einer Freundin reden, oder mit uns. Gebt euch Zeit. Das Leben ist lang, und jeder hat die Zeit die notwendig ist, sich zu entwickeln. Auch wenn man im Moment noch nicht weiss wohin das alles führt.

Habt Vertrauen.

LG,
Ute
AnnaJo

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 26 im Thema

Beitrag von AnnaJo »

Liebe Ute,

danke für deine Geschichte. Ich hoffe, dass ich diese "Sprachlosigkeit" von ihm entgegenwirken kann, irgendwie halt.

Es tut wirklich gut, eure Erlebnisse zu lesen. Auch wenn es nicht immer "gut" ausging, so gibt einem jede Geschichte einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt beider Seiten zu dieser schwierigen Zeit.

Vor zwei Tagen dachte ich noch, mich zerreißt es innerlich. Mittlerweile schaffe ich es auch wieder zu lachen. Es ist nicht böse meinem Mann gegenüber gemeint, ich kann ihn und seine wirre Gedankenwelt grad gut verstehen, auch dass er Zeit braucht und vielleicht grad schweigen möchte. So wie ich mir über vieles klar werden muss, so geht es ihm doch genauso. Danke, dass ihr für mich unbekannterweise da seid. DANKE!

AnnaJo
Momo58
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Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 27 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Ich kann euch beide verstehen. Du möchtest auf ihn zu gehen. Das ist ehrenvoll und im Prinzip richtig. Er weicht zurück, fühlt sich in die Ecke gedrängt. So etwas verursacht Angst und Scham. Das wiederum kann im schlimmsten Fall zu Aggression führen. Aggression ist aber in diesem Fall kontraproduktiv.
Er hat dich mit einer Frau betrogen, mit der Frau die in ihm ist und die er noch nicht akzeptieren kann. Betrug ist ein Vertrauensbruch. Vertrauen kann in einer Sekunde zerstört werden und braucht ein Leben lang um es wieder aufzubauen. Das erfordert viel Zeit. Die Frage ist nicht wie du ihm helfen kannst oder was du besser machen kannst. Die Frage ist, was deine Gefühle sind und wie du mit diesen Gefühlen umgehst. Bist du in der Lage eine Dreierbeziehung mit ihm als Mann und Frau einzugehen? Kannst du das ein ganzes Leben lang , bis dass der Tod euch scheidet? Was wenn er mehr will und es sich nicht traut dir zu sagen, also im Extremfall eine Geschlechtsangleichung. Bist du in der Lage als Frau mit einer Frau verheiratet zu sein oder möchtest du Kinder bekommen und mit einem Mann Geschlechtsverkehr haben? Wie würdest du reagieren, wenn er in weiblicher Reizwäsche Sex mit dir haben möchte? Ich würde an deiner Stelle eine Therapeutin aufsuchen, die sich auf Trans*Menschen spezialisiert hat. Es geht nicht so sehr um deinen Mann, es geht in erster Linie jetzt um DICH.

Bitte entschuldige meine schonungslose Offenheit, aber ich möchte nichts verharmlosen auch wenn ich mir jetzt Ärger mit manchen Crossdressern einhandeln kann.

Liebe Grüße
Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
AnnaJo

Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 28 im Thema

Beitrag von AnnaJo »

Liebe Manuela,

Sei bei mir immer so ehrlich und offen. Genau sowas brauche ich jetzt.
Momo58 hat geschrieben: Do 5. Sep 2019, 19:39 Die Frage ist nicht wie du ihm helfen kannst oder was du besser machen kannst. Die Frage ist, was deine Gefühle sind und wie du mit diesen Gefühlen umgehst. Bist du in der Lage eine Dreierbeziehung mit ihm als Mann und Frau einzugehen? Kannst du das ein ganzes Leben lang , bis dass der Tod euch scheidet? Was wenn er mehr will und es sich nicht traut dir zu sagen, also im Extremfall eine Geschlechtsangleichung. Bist du in der Lage als Frau mit einer Frau verheiratet zu sein oder möchtest du Kinder bekommen und mit einem Mann Geschlechtsverkehr haben? Wie würdest du reagieren, wenn er in weiblicher Reizwäsche Sex mit dir haben möchte? Ich würde an deiner Stelle eine Therapeutin aufsuchen, die sich auf Trans*Menschen spezialisiert hat. Es geht nicht so sehr um deinen Mann, es geht in erster Linie jetzt um DICH.
Jede einzelne deiner Fragen habe ich mich im vergangenen Jahr gestellt. Mal mehr oder weniger lang damit beschäftigt. Die Frage ist nur, brauche ich wirklich jetzt schon auf jede einzelne eine Antwort? Schließlich hatte mein Mann doch auch nicht gleich Antworten parat, als sich bei ihm das Gefühl für CD einstellte. Einige brauche ich mir nicht mehr stellen, zB die mit den Kindern, denn die haben wir schon und wie ich schon an anderer Stelle schrieb, ich liebe den Sex mit meinem Mann und kann mir im Moment nicht vorstellen, dass dieser weg fällt. Er selber fühlt sich als Mann aber ebenso noch wohl und solange das so ist, werden wir das genießen und uns dann damit beschäftigen, falls sich die Frage Frau-Frau jemals stellen sollte. Ich habe meinen Mann auch schon in Damenwäsche gesehen, es war seltsam für mich ja, ich denke aber, so geht es jeder Partnerin anfangs.

Wie schon gesagt, brauche ich wirklich auf alles JETZT SOFORT eine Antwort?

Lg
AnnaJo
ExuserIn-2020-03-10
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Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 29 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-03-10 »

AnnaJo hat geschrieben: Do 5. Sep 2019, 22:05 Liebe Manuela,

[....]
Wie schon gesagt, brauche ich wirklich auf alles JETZT SOFORT eine Antwort?

Lg
AnnaJo
Ich denke nein, da brauchts keine Antwort 'jetzt und sofort'. Die Fragen von Manuela haben ihre Berechtigung und sie werden sicher auch bei euch beantwortet werden. Nur würd ich es nicht erzwingen, überstürzen, sondern die noch unbeantworteten Fragen neutral in den Raum stellen und dann sehen wann und wie sie beantwortet werden.

Man hat im Leben mehr Zeit als man denkt.
Momo58
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Re: neu „ ängstlich „ desorientiert

Post 30 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Ups, du kamst mir zuvor. Ich wollte auch sagen, dass AnnaJo sich viel Zeit mit diesen Entscheidungen lassen sollte. Das geht ohnehin nicht sofort.

lG Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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