Re: Und dann kam die Frage doch...
Verfasst: Do 14. Feb 2019, 01:00
Liebe Vicky. 
Trotz das ich fiebrig mein Bett hüte, möchte ich dir reagieren, weil ich mich immer sehr über deine Gedanken, deine Meinungen hier freue.
[Liebe Vicky verzeihe es mir bitte, dass ich mich aus Bequemlichkeit jetzt für die einfachere Variante am Handy tippend entschieden habe, und nicht vorbildlich die Zitate wie gewohnt hier anzeige.]
Du hast gleich am Anfang geschrieben "Jedes Tun hat Nachteile für Andere."
Mh für mich hat nicht unser ganzes Tun verletzende Nachteile für Andere. Ich selbst sprach in diesem Beispiel vom bewussten Fremdgehen und das ist in meiner Wahrnehmung verletzend für den/die Partner*in. Und das schlimme für mich ist dabei, dass dieser Schritt nur aus der Begierde heraus entstanden ist und auch noch bewusst.
Denn Marie sagt selbst dass ihre Partnerin "Die Richtige" sei.
Begierde/Gier bedeutet für mich extreme Zuneigung. Ein extremes Verlangen nach etwas, in diesem Fall vermute ich körperliche Anziehung/Lust.
Sich seine Lust zu befriedigen mit Anderen und nicht mit seinem/seiner Partner*in ist in meiner Welt engstirnig und selbstsüchtig.
Als wir uns zu unserem/unserer Partner*in bekannt haben, haben wir klar für ihn/sie eine Mitverantwortung übernommen ...stimme ich dir absolut zu Vicky. Und diese können wir nicht eben mal ablegen und wieder anlegen, so wie es gerade in unseren egoistischen Kram passt.
Und sollte ein Beziehung nicht mehr funktionieren (was passieren kann!), dann finde ich, kann bis zum Ende hin eine faire respektvolle Art zu seinem/seiner Nochpartner*in an den Tag gelegt werden.
Wenn es ein Dritter schafft in eine Beziehung zu funken, bedeutet es für mich nicht, mit diesem dann seine Begierde/Lust sofort zu befriedigen. Für mich ist es fair meiner(n) Partner*in davon in Kenntnis zu setzen und erst wenn die Fronten geklärt sind, ist es für mich gerechtfertigt auch den/die Partner*in im Bett zu wechseln.
Denn! Ich finde es in höchsten Maße egoistisch, sich eine(n) Bettgespielen*in zu halten und erst nachdem diese(r) sich als geeignet herausgestellt hat, dann den sicheren Anker (die bestehende Partnerschaft) loszulassen.
Und für mich persönlich fängt das Übel nicht erst mit dem Begehren eines anderen Wesens an. Für mich liegt das Grundübel in unserem denken zB Partner/Beziehung. Da ist anzusetzen und nicht erst, wenn ein(e) Dritte(r) auf der Tanzfläche dazu kommt.
Beziehung ist und bleibt für mich tägliche Arbeit. In einer Beziehung können wir uns nur zusammen in dieselbe Richtung entwickeln.
Ich für mich brauche mich nur fragen "Was ist mir im Leben wirklich wichtig?", und da wir uns bekanntlich nicht selbst belügen können, wissen wir demzufolge auch ganz genau, was wir uns auf diese Frage selbst antworten.
Wenn Verlangen in uns aufkommt ist das der richtige Moment zu reagieren. Es ist vollkommen egal ob unser Verlangen sexueller Natur ist, oder nach einer Zigarette, ein Stück Schokolade, der Kauf neuer Schuhe oder oder oder. Geben wir diesem Verlangen nach und geben ihm auch noch Bilder in unser Hirn, haben wir verloren. Von da an gibt es nur noch zwei Wege in meinen Augen. Das Verlangen befriedigen oder unterdrücken. Beides verursacht Leid.
Unterdrücken wir das Verlangen verursachen wir einen Konflikt ...stimme ich dir wieder zu Vicky. Leben wir unser Verlangen aus, steuern wir auf ein anderes Leid zu. Leben wir in unserem Verlangen auf Gedeih und Verderb, befriedigen wir unser Verlangen nur kurzfristig. Je mehr Salzwasser wir trinken, umso durstiger werden wir. Ich möchte sagen die Gier ist ein übler Verräter. Befriedigen wir unser Verlangen unsere Begierde, erhalten wir nur eine Atempause. Bis uns das nächste Objekt der Begierde über den Weg läuft. Dieser Weg ist nicht erfolgreich für Niemanden.
Zeigt er uns doch nur eines auf, unsere Unzufriedenheit.
Deswegen sagte ich Anfangs. Das Problem ist nicht das Objekt der Begierde (egal worum es geht). Der Ursprung dieses Übels liegt viel weiter vorn, in irgendeiner Unzufriedenheit, der wir uns bisher nicht gestellt haben.
Das liebe Vicky ist allein meine Meinung!
Und ich möchte mit einem Zitat enden, und zwar deinen Abschlußsatz "Albert Einstein hat einmal gesagt, dass wir Probleme nicht mit den Mitteln lösen können, die uns die Probleme beschert haben. Eine Krise, eine Versuchung ist ein solches Problem, dass nur mit einer anderen Denkweise gelöst werden kann."
... Ich stimme diesem 100%-ig zu.
Namaste
PS: Vielleicht sind unsere Meinungen gar nicht so (extrem) unterschiedlich, sondern nur die Wahl unserer Worte.
PPS: Ich freue mich riesig, weil du beständig hier in unserer Nähe bleibst.
Trotz das ich fiebrig mein Bett hüte, möchte ich dir reagieren, weil ich mich immer sehr über deine Gedanken, deine Meinungen hier freue.
[Liebe Vicky verzeihe es mir bitte, dass ich mich aus Bequemlichkeit jetzt für die einfachere Variante am Handy tippend entschieden habe, und nicht vorbildlich die Zitate wie gewohnt hier anzeige.]
Du hast gleich am Anfang geschrieben "Jedes Tun hat Nachteile für Andere."
Mh für mich hat nicht unser ganzes Tun verletzende Nachteile für Andere. Ich selbst sprach in diesem Beispiel vom bewussten Fremdgehen und das ist in meiner Wahrnehmung verletzend für den/die Partner*in. Und das schlimme für mich ist dabei, dass dieser Schritt nur aus der Begierde heraus entstanden ist und auch noch bewusst.
Denn Marie sagt selbst dass ihre Partnerin "Die Richtige" sei.
Begierde/Gier bedeutet für mich extreme Zuneigung. Ein extremes Verlangen nach etwas, in diesem Fall vermute ich körperliche Anziehung/Lust.
Sich seine Lust zu befriedigen mit Anderen und nicht mit seinem/seiner Partner*in ist in meiner Welt engstirnig und selbstsüchtig.
Als wir uns zu unserem/unserer Partner*in bekannt haben, haben wir klar für ihn/sie eine Mitverantwortung übernommen ...stimme ich dir absolut zu Vicky. Und diese können wir nicht eben mal ablegen und wieder anlegen, so wie es gerade in unseren egoistischen Kram passt.
Und sollte ein Beziehung nicht mehr funktionieren (was passieren kann!), dann finde ich, kann bis zum Ende hin eine faire respektvolle Art zu seinem/seiner Nochpartner*in an den Tag gelegt werden.
Wenn es ein Dritter schafft in eine Beziehung zu funken, bedeutet es für mich nicht, mit diesem dann seine Begierde/Lust sofort zu befriedigen. Für mich ist es fair meiner(n) Partner*in davon in Kenntnis zu setzen und erst wenn die Fronten geklärt sind, ist es für mich gerechtfertigt auch den/die Partner*in im Bett zu wechseln.
Denn! Ich finde es in höchsten Maße egoistisch, sich eine(n) Bettgespielen*in zu halten und erst nachdem diese(r) sich als geeignet herausgestellt hat, dann den sicheren Anker (die bestehende Partnerschaft) loszulassen.
Und für mich persönlich fängt das Übel nicht erst mit dem Begehren eines anderen Wesens an. Für mich liegt das Grundübel in unserem denken zB Partner/Beziehung. Da ist anzusetzen und nicht erst, wenn ein(e) Dritte(r) auf der Tanzfläche dazu kommt.
Beziehung ist und bleibt für mich tägliche Arbeit. In einer Beziehung können wir uns nur zusammen in dieselbe Richtung entwickeln.
Ich für mich brauche mich nur fragen "Was ist mir im Leben wirklich wichtig?", und da wir uns bekanntlich nicht selbst belügen können, wissen wir demzufolge auch ganz genau, was wir uns auf diese Frage selbst antworten.
Wenn Verlangen in uns aufkommt ist das der richtige Moment zu reagieren. Es ist vollkommen egal ob unser Verlangen sexueller Natur ist, oder nach einer Zigarette, ein Stück Schokolade, der Kauf neuer Schuhe oder oder oder. Geben wir diesem Verlangen nach und geben ihm auch noch Bilder in unser Hirn, haben wir verloren. Von da an gibt es nur noch zwei Wege in meinen Augen. Das Verlangen befriedigen oder unterdrücken. Beides verursacht Leid.
Unterdrücken wir das Verlangen verursachen wir einen Konflikt ...stimme ich dir wieder zu Vicky. Leben wir unser Verlangen aus, steuern wir auf ein anderes Leid zu. Leben wir in unserem Verlangen auf Gedeih und Verderb, befriedigen wir unser Verlangen nur kurzfristig. Je mehr Salzwasser wir trinken, umso durstiger werden wir. Ich möchte sagen die Gier ist ein übler Verräter. Befriedigen wir unser Verlangen unsere Begierde, erhalten wir nur eine Atempause. Bis uns das nächste Objekt der Begierde über den Weg läuft. Dieser Weg ist nicht erfolgreich für Niemanden.
Zeigt er uns doch nur eines auf, unsere Unzufriedenheit.
Deswegen sagte ich Anfangs. Das Problem ist nicht das Objekt der Begierde (egal worum es geht). Der Ursprung dieses Übels liegt viel weiter vorn, in irgendeiner Unzufriedenheit, der wir uns bisher nicht gestellt haben.
Das liebe Vicky ist allein meine Meinung!
Und ich möchte mit einem Zitat enden, und zwar deinen Abschlußsatz "Albert Einstein hat einmal gesagt, dass wir Probleme nicht mit den Mitteln lösen können, die uns die Probleme beschert haben. Eine Krise, eine Versuchung ist ein solches Problem, dass nur mit einer anderen Denkweise gelöst werden kann."
... Ich stimme diesem 100%-ig zu.
Namaste
PS: Vielleicht sind unsere Meinungen gar nicht so (extrem) unterschiedlich, sondern nur die Wahl unserer Worte.
PPS: Ich freue mich riesig, weil du beständig hier in unserer Nähe bleibst.