Logisch, dass Menschen, die Zeit haben, sich umzusehen, das auch tun. Dabei werden neben "Objekten und Gegenständen" vor allem auch andere Menschen betrachtet. Die meisten Leute, die herumgaffen, sind übrigens Cisgender. Und die meisten, die begafft werden, sind tatsächlich auch Cisgender.
Jedenfalls gibt es in der Trans*-Community auch solche, die es darauf anlegen, eben NICHT erkannt zu werden, so gut es möglich ist. Das gelingt dann halt mal mehr, mal weniger. Ich habe jedenfalls schon öfter auf Bahnhöfen, in Supermarktschlangen, auf Flughäfen, in Biergärten, Straßencafés etc. pp. gestanden/gesessen. Gerne treffe ich auch Freundinnen (cis wie trans*), um mich "ganz normal" irgendwo in die Stadt zu setzen (und dann natürlich andere Leute anzugucken, hihi). Natürlich wird man da auch mal erkannt, wenn jemand genau hinschaut - spätestens natürlich, wenn meine doch recht markante Stimme erklingt. Und?
Meine Erfahrung ist, dass es selbst dann den allermeisten Leuten vollkommen egal ist. Und wenn man erkannt wird, sind die Reaktionen in der weit überwiegenden Zahl der Fälle positiv. Natürlich immer bedenken, wie man in den Wald hineinruft, schallt es auch heraus. Also den Menschen freundlich und offen entgegentreten, die Reaktion wird dann meistens auch so sein. Egal, ob ich gerade einen Rock trage oder mein Boyfriend seine Hose an hat.
Und die paar, die doch mal pöbeln? Joooo... auch hier gilt, die meisten Menschen, die tagtäglich von anderen dumm angepöbelt werden, sind Cisgender. Davon sollte man sich also nicht unterkriegen lassen. Passiert jedem mal.
@Hilke, ich freue mich jedenfalls für Dich über Deinen ersten Ausflug, genieß die Erinnerung daran und laß es bald wieder geschehen, wenn Du Lust darauf hast. Die Autotür geht mit der Zeit auch immer leichter auf.
Liebe Grüße
die Gaby.
