Mir fiel zur Art und Weise in diesem Thread gerade wieder ein, was mich in Interviews immer wieder amüsiert:
Wenn jemand öffentlich seine
"feste Überzeugung" beteuert.
Das klingt für mich immer sehr stark nach "ich habe dieses Bauchgefühl, dass ich nicht wirklich begründen kann". Eine Fallback-Formulierung, wenn belastbare Sachargumente fehlen.
Und weil demjenigen Menschen schon klar ist, dass der Überzeugung das Überzeugende fehlt, wird ausdrücklich die _Festigkeit_ der gefühlten Wahrheit herausgestellt.
Anders bei den etwas simpleren Gemütern, die nach meinen Beobachtungen völlig unbekümmert sind, dass auch sie ganz faktenfrei auskommen, und deren Basis ihrer Überzeugungen in der Regel eine Variante von "das weiss man doch" ist.
Seit vielen von ihnen "Internet" haben, ist eine der häufigsten Varianten von "das weiss man doch", dass einer der ersten 3 Treffer einer mehr oder weniger sinnhaften Google-Suche einfach und plausibel klingt - oder in hinreichend schrillen Buchstaben geschrieben wurde.
Hm. Gerade fällt mir noch etwas ein. Hatte irgendwas damit zu tun, umso weniger über den Sender einer Nachricht anzunehmen, je schmalbandiger der Kommuniktionskanal ist.
Naja, macht was draus
