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Re: #verwirrt *Augen roll*

Verfasst: Do 1. Sep 2016, 21:06
von YvonneTV
Hallo Cassy,

Nur meine Gedanken dazu ......

Du kritisierst recht stark an Dir selbst und das finde ich schade. Wenn Du Dir bewusst vor Augen führst, was Du schon alles in Richtung "en femme" erlebt hast: Sei es die FemDom Beziehung (ich kenne das wundervolle Gefühl wenn man sich dabei geborgen fühlt und 100% so sein darf wie man ist - allerdings auch wie schwer es dann ist, wenn man das plötzlich nicht mehr darf und wieder im Alltag ist, egal ob es jetzt im Feminsierung oder anderes aus diesem Bereich geht. Und ja ich rede auch darüber ;-)), Du hast Dich mit Mia getroffen zum Shooting zu zweit, Du warst Outdoor mit Deiner Freundin - und das sind nur die wenigen Dinge die ich hier mitbekommen habe. Mutig bist Du also allemal ("Und ich bin nicht mal ein viertel so mutig wie die Leute hier" - es ist doch kein Wettkampf ! Mach gerade nur soviel ""Mutiges" wie DU möchtest !). Nur scheint mir Du möchtest seeeehr schnell "Dein ultimatives Ziel" erreichen, dass Du selbst gar nicht genau greifen kannt.

Doch hey Du bist jung und hast Zeit. Du kannst schon jetzt Dinge erleben die Dir gut tun und Dich langsam weiter entwickeln - auch wenn es schwer fällt (auch ich nenn mich Mrs./Mr. Ungeduld !) Setz Dich selbst nicht zu sehr unter Druck, gib Dir Zeit ! Ich kenne auch diese extrem Stimmungsschwankungen, doch ich habe gelernt damit umzugehen. Sie sind ein Teil von Dir, nimm sie an. Klingt verrückt, doch wenn Du die fiesen Zeiten hast, fühlen sich dafür die schönen umso besser an. Allerdings auch andersrum, sprich wie schon andere Mädels hier sagten: Die eine Woche würde Dir vermutlich sehr gut gefallen, Du fühlst Dich ja so wohl als Cassy. Doch nach der Woche .... Sieh es als ein Geschenk an, dass Du diese Seite in Dir entdeckt hast und mach Schritt für Schritt das was Dir gut tut, und freu Dich an den kleinen (!) Schritten. Therapeuten sind so ne Sache .... Ich hab mich am Ende gefragt wer da wen therapiert - also im Klartext bekam ich da den Zuspruch den FemDom Teil unbedingt auszuleben wenn es mir doch so gut tut und dann wieder sollte ich es lieber lassen. Wer das (FemDom) nicht erlebt hat, macht sich von all dem eher eine falsche Vorstellung, denn SM in dem Fall FemDom hat ja unglaublich viel mit Nähe, Geborgenheit und Vertrauen zu tun ! Etwas dass Dir sicher sehr gut tut als Cassy.

Und ja Du hast wohl recht viele Selbstzweifel, da Du selbst wenn Du Dir vorstellst "Frau zu werden", Gedanken hast wie "Zu gross, Stimme zu tief, ...." Schlechte Gedanken haben die fiese Angewohnheit sich festzusetzen, umsomehr wenn man sie immer wieder wiederholt ! So meine Erfahrung und Überzeugung. Das extrem Gute daran: Positive Gedanken tun das auch !!! Du bist grad nicht die fitteste - das ist ok, nimm es an und Du weisst es geht wieder bergauf.

Ich meine damit keine "alles wird gut" Parolen (die mir persönlich nichts geben), nein ich mag Dich nicht mal aufbauen wie Du schreibst ! Und das ist definitv NICHT bös gemeint, doch ein "aufbauen" ist oft nur ein vorübergehendes Vergessen der Probleme. Sicher ist es gut Hilfe anzunehmen (hier im Forum, mit Freundinnen/Freunden, Stammtischen, bei den "Fachleuten" bin ich selbst auch eher skeptisch) - doch NUR Du kannst Dich wirklich aufbauen so dass es auch ein langfristiger Schritt ist der anhält. Wie hier schon geschrieben, führe Dir vor Augen, was Du alles Schönes erlebt hast, was Du alles kannst - doch versuche auch nicht dauerhaft nach immer mehr mehr mehr mit Vollgas, sondern lass Dir Zeit, so schwer es fällt und genieße all das Schöne, das schon JETZT passiert.

Du wolltest ein Empfehlung - nun da tu ich mich auch schwer und doch mag ich Dir eines raten: Unterbrich diese endlose Denkspirale mal ganz bewusst !!! Beschäftige Dich mal mit was ganz anderem für eine Zeit lang und wenn es nur eine Stunde ist, denn so ein Hamsterrad kann extrem anstrengend sein. Lass es nicht zu, dass dieses Thema Dich zu 100% beschäftigt. Nicht falsch verstehen, ich meine weder Verdrängen oder etwwa das ganz lassen - nur mal kurz Welnness-Pasue für das Hirn ! Mir hilft sowas immer ungemein. weil dann Platz für neue Gedanken ist .....

Ich habe großen Respekt davor, dass Du das hier so offen schreibst und wie sehr Du Dich selbst reflektierst: "Neu anfangen .... Dein altes Leben hinter Dir lassen .... - doch ist es nur ein Phase ?" um nur einige Punkte zu nennen. Das sind gute Gedanken die Du sortieren musst ..... Überlegen was Du wirklich möchtest (tief in Deinem Herzen fand ich hier schon geschrieben super treffend !)

Sorry bisl länger geworden und sorry auch dass ich mich hier teilweise schon fast therapeutisch ausgedrückt habe - dennoch hoff ich es hilft Dir ein ganz bisl bei Deine Überlegungen ....
Fester Drücker aus der Ferne !!!! (888)

Re: #verwirrt *Augen roll*

Verfasst: Do 1. Sep 2016, 22:23
von Cassy
YvonneTV hat geschrieben:Hallo Cassy,

Nur meine Gedanken dazu ......
Hallo Yvonne,

Vielen vielen lieben Dank für den Text.

Das Problem ist das ich es weiß. Ich kenne den Unterschied zwischen grübeln und überlegen und ich weiß das es das grübeln ist das mich selber "krank" macht.

Ich leide seit Jahren unter Depressionen und Sozialer Phobie. Was wohl auch der Grund ist warum ich so viele Selbstzweifel habe. Erstrecht wenn ich mich als Cassy raustraue. Dank Therapie habe ich viele Methoden gelernt mit mir selbst umzugehen.

Ja ich sollte Geduld zeigen und mich mehr darauf konzentrieren was mir gerade so schönes gut tuen könnte, als über Dinge zu grübeln die mir unklar sind.

Aber das ganze ist schwer. Ich denke sehr viel in Rollenschemen und bin auch jemand der sich selber sehr viel reflektiert. Zuviel, aber ich suche gerade einfach in eine Schublade in die ich reinpasse, was sehr ironisch ist da ich kaum etwas mehr hasse als wenn andere in Schubladen gesteckt werden.

Im Grunde ist die Empfehlung von dir die selbe wie die aller anderen nur eben was tiefer gehend. Ich gebe dir auch recht von der ersten bis zur letzten Zeile.

Und trotzdem habe ich die Frage im Kopf: "Was bin ich?" ...

Diese Gefühle die zur Zeit hochkommen bei jeder Kleinigkeiten bringen mich immer wieder zurück zu dieser Frage. Ich fühle mich fremd. Egal was ich mache. Ob ich nun Cassy bin oder Daniel. Nur als Cassy bin ich stabiler. Dort ist es mir egal. Ich weiß das ich nicht eine "normale" Frau bin. Aber es ist mir egal weil ich glücklich bin.

So bin ich es nicht. Was unter anderem auch daran liegt das ich Einsam bin. Frauen sind mir gegenüber abgeneigt in der Regel weil ich im alltag schon zu feminin bin.

Worauf ich hinaus will ist, dass diese Frage und die Tatsache wie sehr sie mich quält nichts damit zutun hat das ich mich nicht dagegen wehre. Aber es reichen Kleinigkeiten und die müssen inzwischen nicht mal mehr was mit Cassy zutuen haben und ich fange an zu flennen und das Gefühl der Fremde ist sofort zur Stelle. Ich ekel mich stellenweise vor mir selbst. Nicht weil ich feminin bin, nicht wegen meinem Männliche Körper sondern weil ich nichts finde indem ich sagen kann "ja das bin ich".

Stattdessen fühle ich mich als hätte man bei mir die Chromosomen vergessen.

Ja du hast recht und ich wette auch jeden Penny den ich habe darauf das das was du an Tipps geschrieben hast die richtige Methode wäre um aus diesem Kreis auszubrechen. Sie klappen ja auch aber nicht lange genug.

Danke für die Empfehlung mit den Urlaub. Ich glaube das es entweder darauf hinaus läuft was du sagst oder darauf, dass ich nach der Woche erstmal ein bisschen die schnauze voll habe. Keine Ahnung.

Aber in der Empfehlung erkenne ich noch etwas. Natürlich steiger ich mich gefühlsmäßig immer weiter rein in das Bedürfnis Cassy sein zu müssen, da ich auch seit Wochen die Zeit um mir was gutes zutuen als Cassy verbringe und in der Männlichen Rolle seit Wochen nichts mehr unternommen habe was mir Spaß macht... Ich konfitioniere mich scheinbar selber auf etwas, was mich dann fertig macht weil ich nicht weiß wo es herkommt.

Danke. Dein Post hat sehr viel Verständnis für meine eigene Situation gebracht auch wenn ich beim lesen noch dachte "verdammt das tue ich doch immer wieder".

Zum Thema FemDom:"JA! ". Das was sie mit mir macht ist "mindfuck". Sie bringt mich weit über Grenzen hinaus, lässt mich fallen und bringt mich sogar an Punkte wo ich nicht anders kann als weinen und das auch vor anderen. Dann nimmt Sie mich in den arm, flüstert mir zu, dass ich das weinen nicht unterdrücken soll und es einfach rauslassen soll, dass ich geeade schwach sein darf und dass sie stolz auf mich ist. Streichelt mich während ich ihr zu Füßen liege. Das ganze ist auch auf eine Ebene unendlich anstrengend, gerade wenn das oben geschriebene über 5 Stunden immer wieder wiederholt wird, aber es gibt unendlich viel Kraft, lässt mich ruhiger werden, ausgeglichener, viel weniger mit grübeln als mit genießen maßloser Zufriedenheit beschäftigt. Freut mich das du verstehst was es mir gibt.

Wenn du magst würde ich gerne mit dir weiter schreiben. Nicht um weiter rumzuheulen, aber du gibst mir das Gefühl ganz genau das selbe schon hinter dir zu haben und heute sehr mit dir im reinen zu sein und dafür bewundere ich dich (wie viele andere hier auch) wirklich.

Yvonne ganz dolle in den arm nehm und ihr dafür dank das sie sich die Mühe gemacht hat mir das zu schreiben.

Vielen Dank auch nochmal an alle anderen.

Ich hoffe das ich für mich selber bald die Ruhe finde zu akzeptieren das ich auch außerhalb einer Schublade zufrieden sein kann.

Liebe Grüße
Cassy (ki)

Re: #verwirrt *Augen roll*

Verfasst: Do 1. Sep 2016, 23:25
von LaraCD
Hallo liebe Cassy,

auch von mir erst mal ein herzliches Danke dafür, dass Du hier so offen schreibst und Deine Gefühle zeigst. Das allein erfordert schon viel Mut.
Ich glaube die meisten hier kennen diese Phasen, in denen man ständig über sich selbst und das Leben grübelt. Man reflektiert, horcht tief in sich rein und will einfach nur wissen, wer man ist.
Das kann sehr belastend sein, gerade, wenn man niemanden um sich rum hat, mit dem man offen reden kann.
Auch wenn wohl die meisten hier eigentlich das klassische Rollen-/Schubladendenken nicht mögen, ist man in dieser Phase doch irgendwie auf der Suche nach der passenden Schublade für sich selbst. Man will eben auch irgendwo dazugehören und nicht wie ein verirrter Geist alleine durch die Welt laufen.

Auch wenn es blöd ist, aber irgendwie muss man da wohl durch. Da ich es schwierig finde, so aus der ferne konkrete Tipps zu geben, möchte ich einfach nur kurz mal sagen, wie ich meinen Weg gefunden habe. Vielleicht hilft Dir das dabei, Deine Gedanke zu sortieren und die für Dich richtigen Schlüsse zu ziehen.
In meiner gesamten "Entwicklungszeit" habe ich mich immer wieder gefragt, wer bin ich? Bin ich ein Mann? Eine Frau? Irgendwas dazwischen? Oder ist alles vielleicht nur eine Art Fetisch? Mir war es besonders wichtig herauszufinden, ob ich vielleicht Transsexuell bin und quasi im falschen Körper stecke oder ob es eben doch nicht ganz so weit geht. Bei der Beantwortung dieser Frage hat es mir sehr geholfen darüber nachzudenken, wie mein bisheriges Leben verlaufen ist und ob es wirklich konkrete Gefühle gab, wo ich mich im falschen Körper gefühlt habe. Wenn ich Berichte von Transsexuellen Menschen lese oder Reportagen sehe, dann hört man immer wieder Sätze wie "ich hab mich schon als Kind als Mädchen gefühlt" oder "ich hab meinen Penis immer gehasst" oder ähnliches. Es war also immer schon ziemlich konkret, dass die Rolle als Mann abgelehnt wurde. Ich habe mich gefragt, ob es mir ähnlich erging und bin letzten Endes zu dem Schluss gekommen, dass dem nicht so ist.
Klar ich trage gerne Frauensachen und ich habe Phasen gehabt (und habe sie noch), wo ich am liebsten permanent Lara sein möchte, aber das ist eben doch etwas anderes als sich wirklich im falschen Körper zu fühlen. Auch wenn man sich vielleicht manchmal etwas weiblichere Rundungen, weichere Haut, schönere Haare etc wünschen würde, um realistischer als Frau rüber zu kommen, so ist das Gefühl doch ein anders. Mir hat das Orientierung gegeben mich selbst zu finden und ich bin dadurch heute an einem Punkt, wo ich sagen kann, dass ich eine Teilzeitfrau bin :)
Ich bin gerne Lara und kann mich stundenlang mit Shopping, Styling oder anderen "weiblichen" Themen beschäftigen, aber im falschen Körper fühle ich mich nicht. Ob das in Zukunft auch so sein wird? Wer weiß. Manchmal denke ich darüber nach, aber dann merke ich, dass das zu nichts führt, weil ich es eben nie werde beantworten können. Jetzt empfinde ich nicht so und Punkt.
Dadurch fühle ich mich sicherer und denke auch nicht ständig über solche Themen nach. Abstand kann wirklich helfen, wie Yvonne ja auch schon geschrieben hat.
"weibliche" Eigenschaften oder die Vorliebe für feminine Kleidung machen einen noch nicht zur Frau. So etwas geht emotional deutlich tiefer und wenn Du JETZT nicht wirklich klar sagen kannst, das dem so ist, dann ist dem eben JETZT nicht so.
Ich kann gut verstehen, dass Du gerne JETZT wissen willst, wer Du bist, um dann Deinen Weg zu gehen. Aber eine Selbstfindung braucht auch Zeit. Manche Menschen nehmen sich dafür Jahrelang eine Auszeit von ihrem bisherigen Leben. Versuch Dich nicht zu sehr mit Gedanken über so etwas verrückt zu machen sondern lebe mehr im jetzt. Wenn es Dir gerade besonders gut tut, oft und lange Cassy zu sein, dann sei es und genieße es. Du schuldest doch niemandem etwas und kannst über Dein Leben selbst entscheiden. Irgendwann wirst Du in Dich rein horchen und wissen, wo Du stehst. Vielleicht nicht heute oder morgen, aber ist das so schlimm?

Ich hoffe ich konnte Dir ein kleines bisschen Mut machen. Du wirst Deinen Weg schon gehen. Lass Dich vor allem nicht durch irgendwelche blöden Tests oder ähnliches verunsichern.
Suche sonst lieber das Gespräch mit Mädels, die es wissen müssen :) Es gibt doch in fast jeder Region Stammtische oder Selbsthilfegruppen. In Karlsruhe beim Transtalk habe ich so die Tanja kennengelernt, und habe mich durch Ihre Erzählungen im meinem Weg bestätigt gefühlt. Das hilft natürlich ungemein.
Fühl Dich ganz doll gedrückt (ki)

LG,
Lara

Re: #verwirrt *Augen roll*

Verfasst: Fr 2. Sep 2016, 13:59
von YvonneTV
Huuuhuuuu Cassy,

(Im Zug Häppchenweise geschrieben - hoffe es ist noch verstädlich)


Die Selbstreflektion die Du machst ist großartig ! Du kennst Dich selbst auf dieser Ebene offenbar recht gut. - Das hilft ungemein. Und das "damit umgehen" ist der wichtige Schritt, so hab auch ich das erfahren.- 


Genieß das Schöne so wie Lara gaaaanz oft JETZT geschrieben hat - das ist toll !!!

Habs nicht soooo mit Sprüchen, doch der hier gibt mir viel: "Es gibt nur zwei Tage in Deinem Leben die Du nicht ändern kannst: Gestern und Morgen!" - Das JETZT (heute) kannst Du ändern - nur nicht zu schnell.- 


Grad wenn man"angeschlagen" ist, - dann ist too much sehr gefährlich, kann man sich überfordern ! Das daran arbeiten erfordert viel Kraft und lohnt sich dennoch. Du bist scheinbar mit Dir selbst strenger als mit andren - Kenn ich leider gut ;-)


Ich denke Du passt in keine Schublade, ich auch nicht - und das ist gut so ! Auch wenn die Unsicherheit "was bist du" erst mal bleibt .....


Das Du einsam bist ist schade, - doch es gibt sicher Menschen die Dich so nehmen wie Du bist. - Ich gelte im Freundeskreis immer als Frauenversteher .... seh ich als Kompliment. Doch ja in Beziehungen bin ich auch schnell mal der gute Freund und kein Partner mehr. Echte Zufriedenheit kommt nur von innen, aus einem selbst! - Davon bin ich überzeugt.- 


Wenn Du Pipi in die Augen kriegst wegen Kleinigkeiten .... na und ?! Lass es zu und wehr Dich nicht dagegen. Wenn mal alles richtig raus kommt gibt's wieder innere Ruhe. Für mich funktioniert das so.- 


Selbsthass ("Ekel") ist fatal, ich denke das weißt Du. Ich lasse so innere Gefühle nicht mehr zu wenn sie kommen, - sondern sage bewusst "weg mit Euch"! Eins meiner Tattoos hilft mir dabei: H.a.D.D.K.S.z.F.

Steht für "Hör auf Dir Deinen Kopf selbst zu Fic... " - ;-) Für einige zu krass, doch für mich passt das!- 

Mach Dich nicht klein, Du bist schon jetzt wer! Ein Mensch der sich ändern möchte, seinen Weg sucht - und doch kann ich tiefe Selbstzweifel nachfühlen .....


Was Du hier schreibst und erlebst: Da musst Du verdammt gute Chomosomen haben !

Ich arbeite täglich an mir und Schritt für Schritt geht es voran. - Mit Rückschlägen, üblen Depri Zeiten, doch nicht mehr so tief und so lang. Da ist Zufriedenheit!- 

Du erlebst Cassy so unglaublich schön und umso mehr fühlt sich alles andre leer an. Ich mag viele Seiten, mich als Mann, als Mädel, das anders sein, - den Mut Verrücktes auszuprobieren, ... - und durchgeknallt zu sein ! ;-)

FemDom: Grenzen ausloten .... überschreiten .... oh ich liebe das ! Plötzlich gibt es keine Zeit mehr, ich spüre mich sonst kaum so sehr, - auf eine spezielle Art. Die Endorphine fließen in Strömen, es tut sau gut. Auch schwach sein und raus lassen tut gut, ja. Heulattacken.- 

Doch ich habe gelernt !!! Zuvieles hatte ich (fast) NUR gemacht, um diese unglaubliche Anerkennung zu erhalten - Nicht gut ! Denn so schön wie es war, - umso tiefer waren die Löcher danach ( nach Tagen oder 1-3 Wochen). - Ich wollte dieses Gefühl immer, - als Dauerzustand. Da seh ich viele Parallelen mit dem was Du schreibst.- 


Und ja es kostet viel Kraft, körperlich und emotional, über Stunden ... kenn ich zu gut .... -  - Ich habe irgendwann entschieden, dass mir das NICHT gut tut! SMiges mit Macht, Schmerzen und und und - prima. - Doch nicht nur oder vor allem aus der - bei mir schon - Sucht nach Anerkennung! Insbesondere nicht dann, - wenn ich mit mir nicht im reinen bin. Das Grübeln verschwindet erst mal, - stimmt weil man geflashed ist, - doch dann kommt es geballt zurück. Auf in die nächste Session .... Und eins weiß ich jetzt auch: Wenn ich mit mir im reinen bin, - dann geht richtig was und dann tut es nur gut (freilich vorausgesetzt es passt in der Beziehung). Eine Spielbeziehung dauerte 4 Jahre bei mir und ich hab viel Spaß gehabt, auch viel Elend. Doch vor allem: Ich habe gelernt was mir dabei WIRKLICH gut tut und was nicht !


Können gern weiter schreiben, wobei ich nicht immer schnell antworten kann ;-)


Du heulst nicht rum - (machst Dich aber grad schon wieder schlecht). Du teilst deine tiefen Emotionen. Das ist etwas wertvolles. Und wenn man tatsächlich weint ist das genauso ok. Für mich jedenfalls.


Ich bin sicher nicht immer im reinen mit mir, doch ich bin grad sehr zufrieden, komme mit kleinen Durchhängern gut klar, und motivier mich immer selbst. - Das gerade so, - dass es kein Stress ist sondern Spaß macht. - Und dabei kann ich en femme unglaublich genießen. Doch es ist nicht alles. Ich freu mich genauso über die Sonnenstrahlen, einen Baum oder hier so viele Mädels kennen zu lernen.

Ich hatte üble Zeiten wo ich Überlegungen hatte ..... Doch ich hab da keine Bock mehr drauf und seit dem auch wieder ganz viel Spaß in vielen Bereichen. Das ist weniger Technik als viel mehr die TIEFE innere Überzeugung, - dass ICH es ändern kann und will und das ich es selbst in der Hand habe wie es mir geht. - Es passiert viiiiel Mist auch bei mir, - doch ich genieße mein Leben! Es ist wertvoll, verrückt und oft sau lustig !


Fester Drücker !!! (888)

Wenn ich ein ganz bisl helfen kann, - dann freu ich mich !!

Re: #verwirrt *Augen roll*

Verfasst: Sa 10. Sep 2016, 10:26
von Joe95
CassySissy hat geschrieben:...mehr als ein CD?...
Dazu fällt mir recht spontan ein dass hier immer wieder gerne betont wird dass sich keiner in eine Schublade stecken lassen will, trotzdem gibt es aber Seitenweise Diskussionen darüber ob - und wenn ja warum nicht - wer wann wie warum bezeichnet werden müsste, sollte oder dürfte.
Das interessante dabei ist jedoch das ich darin zwar einen Widerspruch sehe, diesen aber für unumgänglich halte.
Was wohl daran liegt das wirklich niemand in eine Schublade gedrängt werden möchte, aber andererseits jeder doch - genau wie du, Cassy - einfach wissen möchte was mit ihm/ihr los ist. Das Problem dabei ist jedoch dass der Mensch nicht irgendwie geschaffen und dann für immer so ist, sondern jeder entwickelt sich ständig weiter.
So als Denkbeispiel: Hätte ich meine Neigung von Anfang an gründlich unterdrückt wäre ich jetzt wohl kein sich androgyn fühlender Verrückter sondern ein cholerisches A********.