An die ungeouteten - # 2
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helgafemin
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Re: An die ungeouteten
Hallo zusammen,
meine Kleidungsstücke kaufe ich sowohl in größeren Geschäften in den Damenabteilungen, teilweise aber auch in Fachgeschäften. Dabei bin ich immer als Mann unterwegs. Finde ich schöne Stücke werden diese anprobiert und mitgenommen. Damit habe ich auch keine Probleme, wenn meine "Tagesform" stimmt. Manchmal bringt mir auch meine Ehegattin etwas mit.
Bei Fachgeschäften kam es schon vor, dass ich angesprochen wurde, "wir führen nur Damenbekleidung", worauf ich entgegnete, dann sei ich hier ja wohl richtig. Äußerte ich meine Wünsche, wurde ich auch immer gut beraten. Meistens ergaben sich auch nette Gespräche - gute Ratschläge inbegriffen. Ablehnung habe ich bisher nicht erlebt, aber teilweise viel Neugierde, beispielsweise bei einer Azubi in einem Modegeschäft (Fragen wie: Wie kommt man dazu? Wie hat sich das entwickelt? ...) In einem Geschäft darf ich auch gerne so vorbeikommen, um Kleidungstücke anzuprobieren, ohne dass ich eine konkrete Kaufabsicht habe - ein entspanntes, ja freundschaftliches hat Verhältnis entwickelt. Hier werde ich auch auf demnächst anstehende Schlussverkäufe hingewiesen - eine Möglichkeit den Geldbeutel zu schonen.
Werde ich vom Personal angesprochen, ist es meiner Meinung nach wichtig, nicht herumzureden, sondern konkret zu sagen, dass diese Kleidung für mich ist. Diese Ehrlichkeit ist meistens wie ein "Türöffner" und dann ist ein entspannter Bummel, Einkauf und Anprobe möglich.
Alles in allem genieße ich das Bummeln und Einkaufen in den Damenabteilungen.
Liebe Grüße
Helga
meine Kleidungsstücke kaufe ich sowohl in größeren Geschäften in den Damenabteilungen, teilweise aber auch in Fachgeschäften. Dabei bin ich immer als Mann unterwegs. Finde ich schöne Stücke werden diese anprobiert und mitgenommen. Damit habe ich auch keine Probleme, wenn meine "Tagesform" stimmt. Manchmal bringt mir auch meine Ehegattin etwas mit.
Bei Fachgeschäften kam es schon vor, dass ich angesprochen wurde, "wir führen nur Damenbekleidung", worauf ich entgegnete, dann sei ich hier ja wohl richtig. Äußerte ich meine Wünsche, wurde ich auch immer gut beraten. Meistens ergaben sich auch nette Gespräche - gute Ratschläge inbegriffen. Ablehnung habe ich bisher nicht erlebt, aber teilweise viel Neugierde, beispielsweise bei einer Azubi in einem Modegeschäft (Fragen wie: Wie kommt man dazu? Wie hat sich das entwickelt? ...) In einem Geschäft darf ich auch gerne so vorbeikommen, um Kleidungstücke anzuprobieren, ohne dass ich eine konkrete Kaufabsicht habe - ein entspanntes, ja freundschaftliches hat Verhältnis entwickelt. Hier werde ich auch auf demnächst anstehende Schlussverkäufe hingewiesen - eine Möglichkeit den Geldbeutel zu schonen.
Werde ich vom Personal angesprochen, ist es meiner Meinung nach wichtig, nicht herumzureden, sondern konkret zu sagen, dass diese Kleidung für mich ist. Diese Ehrlichkeit ist meistens wie ein "Türöffner" und dann ist ein entspannter Bummel, Einkauf und Anprobe möglich.
Alles in allem genieße ich das Bummeln und Einkaufen in den Damenabteilungen.
Liebe Grüße
Helga
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Viggy
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Re: An die ungeouteten
Als gänzlich ungeouteter kaufe ich alles außer Strumpfhosen online. Nach ein paar Versuchen kann ich Größe und Passform schon ganz gut einschätzen und liege auch meist richtig.
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Exuserin-2016-074-06
Re: An die ungeouteten
Wäre es nicht sinnvoller, wenn man offen in der Damenabteilung einkauf geht, wenn man möchte, anstatt dieser Heimlichkeiten?
Wenn Männer sich in der Damenabteilung bedienen würden, würde das ganz schnell zum gewohnten Bild werden.
Mich stellt sich die Frage, wovor ihr Angst habt? Vor der eigenen Frau/Freundin, vor anderen Frauen oder vor anderen Männern? Aber ihr seid ja selber Männer.
Wenn Männer sich in der Damenabteilung bedienen würden, würde das ganz schnell zum gewohnten Bild werden.
Mich stellt sich die Frage, wovor ihr Angst habt? Vor der eigenen Frau/Freundin, vor anderen Frauen oder vor anderen Männern? Aber ihr seid ja selber Männer.
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Salmacis
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Re: An die ungeouteten
Puh naja ich bein "teilgeoutet". Meine Familie und Freunde sowie einige Kollegen wissen es.
Als was zähl ich nun?
Also anfangs war ich ausschließlich online unterwegs. Aber inzwischen immer öfter im Laden.
"Hätte, wäre, könnte..." das sind so nette Ideen, die du dir da in Theorie gern mantramäßig vorbeten kannst und wie schön einhornmäßig und fabulös doch alles sein könnte ach wenn doch nur.... Tja, so isses eben nicht
Wir sind in einem seeeehr langsamen Umbruch. Die jungen Generationen beginnen Klamotten geschlechtsneutral zu betrachten, aber auch nicht alle. Es wird noch Jahrzehnte dauern, wenn überhaupt, bis diese Scheu der Männer vorm "weiblichsein" aufhört.
Als was zähl ich nun?
Also anfangs war ich ausschließlich online unterwegs. Aber inzwischen immer öfter im Laden.
Soziale Stigmata, Sozialisierung, Ausgrenzung, etc. - das sind so Faktoren, die da mit rein spielen.Breakfast at Tiffany hat geschrieben:Wäre es nicht sinnvoller, wenn man offen in der Damenabteilung einkauf geht, wenn man möchte, anstatt dieser Heimlichkeiten?
Wenn Männer sich in der Damenabteilung bedienen würden, würde das ganz schnell zum gewohnten Bild werden.
Mich stellt sich die Frage, wovor ihr Angst habt? Vor der eigenen Frau/Freundin, vor anderen Frauen oder vor anderen Männern? Aber ihr seid ja selber Männer.
"Hätte, wäre, könnte..." das sind so nette Ideen, die du dir da in Theorie gern mantramäßig vorbeten kannst und wie schön einhornmäßig und fabulös doch alles sein könnte ach wenn doch nur.... Tja, so isses eben nicht
Wir sind in einem seeeehr langsamen Umbruch. Die jungen Generationen beginnen Klamotten geschlechtsneutral zu betrachten, aber auch nicht alle. Es wird noch Jahrzehnte dauern, wenn überhaupt, bis diese Scheu der Männer vorm "weiblichsein" aufhört.
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Exuserin-2016-074-06
Re: An die ungeouteten
Daran haltet ihr doch aber selber mit fest. Angenommen jeder der "ungeouteten" hier ist zufällig im gleichen Einkaufshaus und traut sich nicht, aufgrund der Befürchtung von Stigmata und Ausgrenzung. Dann wirfst du ja gewissermaßen den Leuten hier vor, dich zu stigmatisieren zu wollen, obwohl sie sich ebenfalls nicht trauen, die Damenabteilung zu betreten, weil sie das gleiche von dir denken. Und der andere wieder vom anderen und immer so weiter.Salmacis hat geschrieben: Soziale Stigmata, Sozialisierung, Ausgrenzung, etc. - das sind so Faktoren, die da mit rein spielen.
Wer ist für dich die junge Generation verglichen zu dir?Salmacis hat geschrieben: Wir sind in einem seeeehr langsamen Umbruch. Die jungen Generationen beginnen Klamotten geschlechtsneutral zu betrachten, aber auch nicht alle. Es wird noch Jahrzehnte dauern, wenn überhaupt, bis diese Scheu der Männer vorm "weiblichsein" aufhört.
Unisexklamotten öffnen im Prinzip nur die Türen für die Mädchen, die sich in der "männlichen" Garderobe erweitern möchten. Sprich, Unisexklamotten sind demarkiert. Keine Schleifen, kein Firlefanz, keine konnotierten Farben, wie rosa. Schon aufgefallen? Was bringt mir also als Junge oder Mann Unisexkleidung anzuziehen, wenn die genauso aussieht wie die übliche Herrenkleidung? Dadurch wird doch erst das geschlechtsspezifische wieder verstärkt statt einfach Blusen mit Schleifen oder so als geschlechtsneutral aufzuladen.
LG
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Salmacis
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Re: An die ungeouteten
Breakfast at Tiffany hat geschrieben:Daran haltet ihr doch aber selber mit fest. Angenommen jeder der "ungeouteten" hier ist zufällig im gleichen Einkaufshaus und traut sich nicht, aufgrund der Befürchtung von Stigmata und Ausgrenzung. Dann wirfst du ja gewissermaßen den Leuten hier vor, dich zu stigmatisieren zu wollen, obwohl sie sich ebenfalls nicht trauen, die Damenabteilung zu betreten, weil sie das gleiche von dir denken. Und der andere wieder vom anderen und immer so weiter.Salmacis hat geschrieben: Soziale Stigmata, Sozialisierung, Ausgrenzung, etc. - das sind so Faktoren, die da mit rein spielen.
Jup, genau so funktioniert das eben
Ich habe keine Ahnung ob du CD/TG/TS bist, Bio-Frau oder ein Roboter aus dem Weltall, ist mir aber auch völlig egal um ehrlich zu sein. Denn egal was du bist, du bist nicht ich. Ich bin nicht die anderen.
Jeder hat ein anderes Schicksal und eine andere Hemmschwelle.
Aber eines haben fast alle gemeinsam. Wir werden in diese Gesellschaft geboren und durch ihre Regeln erzogen und geprägt. Es sind Dinge, die bei uns fest im Kopf verankert sind.
Wir beginnen zu merken, dass uns diese Regeln nicht schmecken, wissen aber nicht uns zu helfen. Wir haben Angst und verstecken uns, teilen uns nicht mit.
Erst wenn wir es schaffen uns selbst zu sagen "ja so sind wir" kann der nächste Schritt folgen. Und nein, das ist nicht der Kauf eines Kleids im Karstadt, da liegen noch einige Schritte dazwischen. Hier Normalität zu propagieren ist naiv und realitätsfern. Sorry aber dazu habe ich selbst schon genug miterlebt. Beispiel? Gern! Ich geh in Tamaris und schaue mit einer Freundin nach Schuhen. Ich selbst finde da eh nix dank Größe 44.
Da gab es nicht mal andere Männer, die mich mit ihren Blicken hätten töten/verurteilen/auslachen können. Ich war en femme, komplett. Ich war so als ob ich das jeden Tag mache, das Normalste der Welt. Aber was tun wenn der Rest nicht mitspielt? Wie würdest du dich fühlen wenn du die Verkäuferin etwas fragst und sie darauf mit der passenden Antwort zu deiner Freundin rennt statt mit dir zu reden. Wenn die Leute im Laden den Augenkontakt zu dir meiden, dich aber anstarren sobald du nicht guckst.
Ich bitte dich, bleib also realistisch und versuche zu verstehen, dass nicht jeder mit diesen Blicken leben will und kann.
Und wieder kommst du vom hundersten ins tausendste. Du überspringst Ddinge und versucht einen Wandel zu forcieren und propagieren, der so nicht möglich ist.Breakfast at Tiffany hat geschrieben:Wer ist für dich die junge Generation verglichen zu dir?Salmacis hat geschrieben: Wir sind in einem seeeehr langsamen Umbruch. Die jungen Generationen beginnen Klamotten geschlechtsneutral zu betrachten, aber auch nicht alle. Es wird noch Jahrzehnte dauern, wenn überhaupt, bis diese Scheu der Männer vorm "weiblichsein" aufhört.
Unisexklamotten öffnen im Prinzip nur die Türen für die Mädchen, die sich in der "männlichen" Garderobe erweitern möchten. Sprich, Unisexklamotten sind demarkiert. Keine Schleifen, kein Firlefanz, keine konnotierten Farben, wie rosa. Schon aufgefallen? Was bringt mir also als Junge oder Mann Unisexkleidung anzuziehen, wenn die genauso aussieht wie die übliche Herrenkleidung? Dadurch wird doch erst das geschlechtsspezifische wieder verstärkt statt einfach Blusen mit Schleifen oder so als geschlechtsneutral aufzuladen.
LG
Unisex kommt als erstes. Ja, dann hängen da eben keine Schleifen dran, dann ist das Teil eben mintgrün und nicht rosa, und weiter? Gedulde dich doch mal.
So eine Enntwicklung in der Gesellschaft kommt nicht von heute auf morgen. Falls du es noch nicht mitbekommen hast ist die Emanzipation der Frau seit fast 100 Jahren im Gange und noch nicht abgeschlossen. Was erwartest du also von Transgendern, die erst seit vielleicht 15 Jahren hin und wieder in den Massenmedien Erwähnung finden?
Und schau dir meinen oberen Absatz an. Solange das Stigma von da oben nicht durchbrochen ist, gibt es offiziell keinen Markt für feminine Kleidung für Männern, so einfach ist das. Denn das Angebot wird durch die Nachfrage bestimmt.
FAZIT: Wenn du so mutig und selbstbewusst bist, dann freue dich darüber. Hab Spaß daran und sei glücklich, dass du dich so auslebst wie du es möchtest. Aber höre auf irgendwelche Dinge auf andere zu projezieren. Im Endeffekt erschaffst du damit auch ein Stigma. Das des "super outgoing trans*gender" der auf die Gesellschaft scheißt und das tut was er/sie will. Tut mir leid, jeder hat sein eigenes Tempo und wenn deins schneller ist, schön für dich (wirklich, beneidenswert), aber drängel nicht bei anderen und erwarte, dass sie bei dem Tempo mitziehen!
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Tatjana_59
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Re: An die ungeouteten
Hallo Salmacis,
nachdem ich nicht alles kopieren möchte, den Danke Button nicht drücken kann, wird seltsamerweise nicht angezeigt.
Sage ich hier einfach
Danke für deine letzten Beiträge, in meinen Augen siehst du wie es tatsächlich ist, Breackfast dürfte doch sehr weltfremd sein.
Zwischen was wäre wenn, und was ist tatsächlich, klafft ein Riesen Loch.
Gruß Tatjana
nachdem ich nicht alles kopieren möchte, den Danke Button nicht drücken kann, wird seltsamerweise nicht angezeigt.
Sage ich hier einfach
Danke für deine letzten Beiträge, in meinen Augen siehst du wie es tatsächlich ist, Breackfast dürfte doch sehr weltfremd sein.
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Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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Valerie Bellegarde
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Re: An die ungeouteten
Liebe Salmacis,
Danke für deine klaren Worte von heute Freitag, 16.35 Uhr. Wenn hier ständig und immer mal wieder von neuem darüber bramarbassiert wird, ein simples Outing löse alle Probleme, die bei uns als CD eventuell anstehen, so ist dieses Gerede im besten Falle naiv, um kein stärkeres Wort zu benutzen.
Grüße von Valerie (die völlig ungeoutet ist und happy damit)
Danke für deine klaren Worte von heute Freitag, 16.35 Uhr. Wenn hier ständig und immer mal wieder von neuem darüber bramarbassiert wird, ein simples Outing löse alle Probleme, die bei uns als CD eventuell anstehen, so ist dieses Gerede im besten Falle naiv, um kein stärkeres Wort zu benutzen.
Grüße von Valerie (die völlig ungeoutet ist und happy damit)
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Franka
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Re: An die ungeouteten
Wer sich alleine nicht traut unter die Leute zu gehen und Klamotten im Laden anzuprobieren, damit sie auch passen und man Spaß am Einkaufen hat, sollte sich mit Freundinnen, Kolleginnen oder einer oder mehreren Gleichgesinnten zusammentun. In letzteren Fall, würde man zwar noch eher auffallen, aber mit erfahrenen Häsinnen kann man dennoch locker damit umgehen.
Die Welt da draußen ist viel offener, als die meisten hier glauben oder zumindest gleichgültiger, also traut euch.
Und wer sich partout nicht outen möchte kann ja in seinem allen bekannten Outfit das Haus verlassen und sich später zurechtmachen, was natürlich auch einfacher ist, wenn man sich zumindest einer Person anvertraut und sich dort umkleiden könnte.
LG Dahlia
Die Welt da draußen ist viel offener, als die meisten hier glauben oder zumindest gleichgültiger, also traut euch.
Und wer sich partout nicht outen möchte kann ja in seinem allen bekannten Outfit das Haus verlassen und sich später zurechtmachen, was natürlich auch einfacher ist, wenn man sich zumindest einer Person anvertraut und sich dort umkleiden könnte.
LG Dahlia
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
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susanneb
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Re: An die ungeouteten
Hallo Salmacis,
auch von mir einen Dank für deinen klaren und treffenden Worte.
Jede/r bestimmt sein Tempo und seine Offenheit selber. Und jede/r hat ein anderes Umfeld und mehr oder weniger bei einem Outing zu verlieren.
Bei mir weiß meine Frau seit Jahren, und mein ältester Sohn seit ein paar Wochen Bescheid. Die anderen Kinder wissen nichts. Wird wohl seinen Grund haben, obwohl ich nicht befürchten muss abgelehnt zu werden. So gesehen bin ich ungeoutet und habe trotzdem ein Stück Freiheit.
Was in meiner Nachbarschaft los wäre, kann ich mir lebhaft vorstellen.
Trotz allem gehe ich seit einiger Zeit als Susanne nach draußen, incl. Einkaufen von Kleidung. Das Umziehen gestaltet sich nicht ganz einfach, aber man findet seine Möglichkeiten.
Wahrscheinlich werde ich irgendwann entdeckt werden, dann soll es so sein. Aber mit Gewalt es unter das Volk zu tragen, muss nicht sein.
LG Susanne
auch von mir einen Dank für deinen klaren und treffenden Worte.
Jede/r bestimmt sein Tempo und seine Offenheit selber. Und jede/r hat ein anderes Umfeld und mehr oder weniger bei einem Outing zu verlieren.
Bei mir weiß meine Frau seit Jahren, und mein ältester Sohn seit ein paar Wochen Bescheid. Die anderen Kinder wissen nichts. Wird wohl seinen Grund haben, obwohl ich nicht befürchten muss abgelehnt zu werden. So gesehen bin ich ungeoutet und habe trotzdem ein Stück Freiheit.
Was in meiner Nachbarschaft los wäre, kann ich mir lebhaft vorstellen.
Trotz allem gehe ich seit einiger Zeit als Susanne nach draußen, incl. Einkaufen von Kleidung. Das Umziehen gestaltet sich nicht ganz einfach, aber man findet seine Möglichkeiten.
Wahrscheinlich werde ich irgendwann entdeckt werden, dann soll es so sein. Aber mit Gewalt es unter das Volk zu tragen, muss nicht sein.
LG Susanne
Albert Einstein
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind
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Exuserin-2016-074-06
Re: An die ungeouteten
Ich korrigiere mich. Daran halten die Menschen doch aber selber mit fest.Salmacis hat geschrieben:Daran haltet ihr doch aber selber mit fest. Angenommen jeder der "ungeouteten" hier ist zufällig im gleichen Einkaufshaus und traut sich nicht, aufgrund der Befürchtung von Stigmata und Ausgrenzung. Dann wirfst du ja gewissermaßen den Leuten hier vor, dich zu stigmatisieren zu wollen, obwohl sie sich ebenfalls nicht trauen, die Damenabteilung zu betreten, weil sie das gleiche von dir denken. Und der andere wieder vom anderen und immer so weiter.Breakfast at Tiffany hat geschrieben: Soziale Stigmata, Sozialisierung, Ausgrenzung, etc. - das sind so Faktoren, die da mit rein spielen.
Ich habe niemanden persönlich erwähnt oder kritisiert. Ich habe nur das Beispiel aufgezeigt, was ständig der Gesellschaft vorgeworfen wird.Salmacis hat geschrieben: Jup, genau so funktioniert das ebenIch habe nie behauptet, dass es leicht wäre solch einen etablierten Teufelskreis zu durchbrechen. Aber ich kenne wenige, die sich ala Conchita Wurst als Galionsfigur dieser Bewegung verstehen wollen um eben so dieses Schema zu durchbrechen.
Darum kann ich einem anderen auch nicht meine Lebenserfahrung weitergeben. Was soll ein anderer oder Du, mit meiner Lebenserfahrung anfangen?Salmacis hat geschrieben: Ich habe keine Ahnung ob du CD/TG/TS bist, Bio-Frau oder ein Roboter aus dem Weltall, ist mir aber auch völlig egal um ehrlich zu sein. Denn egal was du bist, du bist nicht ich. Ich bin nicht die anderen.
Schubladen bringen uns nicht voran. Das ist das Ergebnis von Denunziationen. Genau, meine Erfahrungen sind nicht deine und deine Erfahrungen sind nicht meine oder die eines anderen. Warum wirfst du mir jetzt aber vor, dass ich naiv sei? Vielleicht bin ich das. Vielleicht macht es genau aus diesem Grund so vieles unkompliziert? Kinder gehen auch oft naiv an Dinge ran und lernen ggf. aus ihren Fehlern.
Dann teilt euch mit. Wie auch immer das aussieht und in eurem Ermessen liegt.Salmacis hat geschrieben: Jeder hat ein anderes Schicksal und eine andere Hemmschwelle.
Aber eines haben fast alle gemeinsam. Wir werden in diese Gesellschaft geboren und durch ihre Regeln erzogen und geprägt. Es sind Dinge, die bei uns fest im Kopf verankert sind.
Wir beginnen zu merken, dass uns diese Regeln nicht schmecken, wissen aber nicht uns zu helfen. Wir haben Angst und verstecken uns, teilen uns nicht mit.
Schicksal habe ich zum Glück noch keine erlebt. Dass ich Frauensache angenehmer empfinde als die ollen Männerlumpen sehe ich aber nicht als Schicksalsschlag.
Dass keine oder kaum Damenschuhe in Männerschuhgrößen erhältlich sind, hat nichts damit tun, dass sich Männer in der Damenabteilung bedienen können, dürfen.Salmacis hat geschrieben: Sorry aber dazu habe ich selbst schon genug miterlebt. Beispiel? Gern! Ich geh in Tamaris und schaue mit einer Freundin nach Schuhen. Ich selbst finde da eh nix dank Größe 44.
Jetzt weißt du, wie es Frauen ergeht, wenn die sich ein Handy oder ein Auto kaufen möchten und der Verkäufer wendet sich an ihren Freund.Salmacis hat geschrieben: Da gab es nicht mal andere Männer, die mich mit ihren Blicken hätten töten/verurteilen/auslachen können. Ich war en femme, komplett. Ich war so als ob ich das jeden Tag mache, das Normalste der Welt. Aber was tun wenn der Rest nicht mitspielt? Wie würdest du dich fühlen wenn du die Verkäuferin etwas fragst und sie darauf mit der passenden Antwort zu deiner Freundin rennt statt mit dir zu reden.
Aber so richtig werde ich aus deinem Beispiel nicht schlau. Spielt jetzt es für die Normalität jetzt eine Rolle ob es Schuhe in Größe 44+ gibt oder dass sich die Verkäuferin an dich wenden soll oder dass du als erkennbarer Mann nichts in der Damenabteilung zu suchen hast?
Glaubst du, mir ist das nicht bewusst? Lass die doch quatschen. Ich will auch mal interessant seinSalmacis hat geschrieben: Wenn die Leute im Laden den Augenkontakt zu dir meiden, dich aber anstarren sobald du nicht guckst.
Ich bitte dich, bleib also realistisch und versuche zu verstehen, dass nicht jeder mit diesen Blicken leben will und kann.
Das Modesystem kannst du nicht überspringen. Das stimmt.Salmacis hat geschrieben: Und wieder kommst du vom hundersten ins tausendste. Du überspringst Ddinge und versucht einen Wandel zu forcieren und propagieren, der so nicht möglich ist.
Nochmal. Warum sollte ich Unisexsachen tragen, wenn es das gleiche ist, was es in der Männerabteilung gibt? Das könnte ich doch jetzt schon anziehen und brauch nicht erst warten, bis es das Label unisex bekommt. Wie lange willst du leben? Ich bin nicht unsterblich und ich bin jetzt jung und nicht später. Mit 80 kann ich das unter Umständen nicht mehr anziehen, entweder, weil ich nicht mehr lebe oder es an meinem Körper nicht mehr schön aussieht.Salmacis hat geschrieben: Unisex kommt als erstes. Ja, dann hängen da eben keine Schleifen dran, dann ist das Teil eben mintgrün und nicht rosa, und weiter? Gedulde dich doch mal.
Ich bin selber ein Teil der Gesellschaft. Erklär mir also, warum ich alle Missstände auf andere abwälzen und nicht selber daran arbeiten sollte etwas zu verändern? Auch wenn es erstmal für mich selber ist.Salmacis hat geschrieben: So eine Enntwicklung in der Gesellschaft kommt nicht von heute auf morgen. Falls du es noch nicht mitbekommen hast ist die Emanzipation der Frau seit fast 100 Jahren im Gange und noch nicht abgeschlossen. Was erwartest du also von Transgendern, die erst seit vielleicht 15 Jahren hin und wieder in den Massenmedien Erwähnung finden?
Die Mehrheit der Männer hat kein Interesse an femininer Kleidung oder High-Heels oder oder. Das ist nun mal so. Das was kritisiert werden kann oder muss, sind fehlende Nischenprodukte für Randgruppen. Es gibt auch Vegetarier-Restaurants und vegane Gerichte zu kaufen, obwohl das eine kleine Gruppe ist. Trotzdem gibt es genügend Angebote für diese Gruppen.Salmacis hat geschrieben:
Und schau dir meinen oberen Absatz an. Solange das Stigma von da oben nicht durchbrochen ist, gibt es offiziell keinen Markt für feminine Kleidung für Männern, so einfach ist das. Denn das Angebot wird durch die Nachfrage bestimmt.
Ich bin nicht der Nabel der Welt und ich habe auch nichts auf andere projiziert, sondern nur ein anschauliches Beispiel geliefert.Salmacis hat geschrieben:
FAZIT: Wenn du so mutig und selbstbewusst bist, dann freue dich darüber. Hab Spaß daran und sei glücklich, dass du dich so auslebst wie du es möchtest. Aber höre auf irgendwelche Dinge auf andere zu projezieren.
Kann ich auch auf mich selber scheißen? Ich bin doch selber die Gesellschaft. Oder wer ist bei dir, Die Gesellschaft? Bestimmt immer nur die anderen, oder?Salmacis hat geschrieben:
Im Endeffekt erschaffst du damit auch ein Stigma. Das des "super outgoing trans*gender" der auf die Gesellschaft scheißt und das tut was er/sie will.
Wo drängel ich anderen "mein" Tempo auf? Darum ging's gar nicht. Es ging nur einzig darum, dass unterstellt wird, die Gesellschaft sei generell intolerant gegenüber Randgruppen. Und ich habe das nur an einem anschaulichen Beispiel erläutert, weil wir den Anderen nur vor den Kopf gucken können und nicht wissen, ob sie es anstößig, mutig oder interessant oder vielleicht auch schön finden.Salmacis hat geschrieben:
Tut mir leid, jeder hat sein eigenes Tempo und wenn deins schneller ist, schön für dich (wirklich, beneidenswert), aber drängel nicht bei anderen und erwarte, dass sie bei dem Tempo mitziehen!
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Inga
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Re: An die ungeouteten
Hi,
Einkaufen im Internet hat scon seine Reize. Da siche ich etwas aus und es dauert ein paar Tage voller anspannung, ob es auch so passt, wie ich es wünsche. Dabei habe ich oft allzu oft festgestellt, dass die Sachen anders ausfallen als ich erwartet habe. Daneben habe ich auch für mich festgestellt, dass ich Klamotten, die ich im Laden selber für mich ausgesucht habe, lieber trage. Sie passen besser und intuitiv greife ich eh nur die Sachen, die mir auch gefallen. In der Regel habe ich im Laden auch die Möglichkeit, anzuprobieren. Zudem muss ich im Laden nicht auch noch Porto bezahlen.
Es st z.B. schon Jahre her, als ich bei Oxfam für wenige Euros schöne gebrauchte Damenschuhe in Größe 43 bis 44 fand. Die Verkäuferin fragte mich: Wollen Sie die Schuhe noch anprobieren? Oder sind die etwa gar nicht für sie?
Von Interneteinkäufen bin ich da ganz abgekommen.
Liebe Grüße
Inga
Einkaufen im Internet hat scon seine Reize. Da siche ich etwas aus und es dauert ein paar Tage voller anspannung, ob es auch so passt, wie ich es wünsche. Dabei habe ich oft allzu oft festgestellt, dass die Sachen anders ausfallen als ich erwartet habe. Daneben habe ich auch für mich festgestellt, dass ich Klamotten, die ich im Laden selber für mich ausgesucht habe, lieber trage. Sie passen besser und intuitiv greife ich eh nur die Sachen, die mir auch gefallen. In der Regel habe ich im Laden auch die Möglichkeit, anzuprobieren. Zudem muss ich im Laden nicht auch noch Porto bezahlen.
Es st z.B. schon Jahre her, als ich bei Oxfam für wenige Euros schöne gebrauchte Damenschuhe in Größe 43 bis 44 fand. Die Verkäuferin fragte mich: Wollen Sie die Schuhe noch anprobieren? Oder sind die etwa gar nicht für sie?
Von Interneteinkäufen bin ich da ganz abgekommen.
Liebe Grüße
Inga
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Salmacis
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Re: An die ungeouteten
Entschuldige das falsche ZitatBreakfast at Tiffany hat geschrieben: ...
gaaaaanz viel
...
Wir halten fest: Du scherst dich nicht drum, was andere von dir denken. Du findest die aktuelle Mode ungenügend bzw. deren Kategorisierung in Männlich/Weiblich schwachsinnig/überholt/falsch.
Du findest es sch... schade, wenn CD/TV/TS beginnen den selben Stereotypen zu unterwerfen wie die Normies (hab mal quer im Forum gelesen). Du bist also, um es auf den Punkt zu bringen, ein starker und selbstsicherer Individualist und Idealist. Mein Vorwurf an dich naiv zu sein besteht weiterhin, ABER wie du so schön gesagt hast, sind auch Kinder naiv und gehen deshalb viel unverkrampfter an Dinge ran, richtig.
Nun versuche ich die Kurve zu kriegen. Der Altersdurchschnitt in diesem Forum ist Ü40. Da ist man schon etwas rumgekommen, hat schon das ein oder andere erlebt und macht sich seine Gedanken. Die Naivität geht abbanden und das Kopfkino gibt immer größere Vorstellungen. Da einfach zu sagen "Mir doch egal was andere denken! Ich geh in C&A und kauf mir ein Kleid!" geht halt für viele nicht so einfach. Mehr will ich damit nicht sagen.
Deine Aussagen kommen mir so fordernd und aggressiv vor, dass ich mich da jetzt einfach mal in die Schussbahn werfen wollte.
Wie schon erwähnt, ich freue mich sogar, dass du für dich damit so normal umgehst, aber es hilft nicht da so einen Druck hier auf die anderen Mitglieder aufzubauen.
Aussagen wie
sind gut und schön und auch vollkommen richtig, aber eben nicht so leicht umsetzbar. Und nein! Nein sie sind es nicht! Fang gar nicht an zu sagen, dass man NUR dahin gehen muss und NUR ein Kleid kaufen muss.Breakfast at Tiffany hat geschrieben:Wäre es nicht sinnvoller, wenn man offen in der Damenabteilung einkauf geht, wenn man möchte, anstatt dieser Heimlichkeiten?
Wenn Männer sich in der Damenabteilung bedienen würden, würde das ganz schnell zum gewohnten Bild werden.
Rational so leicht gesagt, emotional ein anstrengender Weg weil man sich zu oft im Kopfkino den Film "wie ich einsam gestorben bin" angesehen hat
Deswegen: Für Anfänger Internetkauf... habe ich auch so gemacht und mache es noch immer.
Ansonsten nehme ich mir heute auch im Laden Teile mit. Am Wochenende erst wieder zwei asymetrische Tops im New Yorker.
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LaraCD
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Re: An die ungeouteten
Ich shoppe Kleidung überwiegend online. Der Hauptgrund dafür ist aber nicht Angst oder Scham sondern einfach, weil es online einfach mehr Auswahl und günstigere Preise gibt.
Dazu kommt, dass ich mich etwas schwer tue, Klamotten im Laden zu finden. Wenn dann x Kleider oder Tops dicht an dicht auf Bügeln hängen, kann ich oft nicht so richtig einschätzen, was mir eigentlich gefällt.
Online sieht man Fotos, wo die Kleidungsstücke angezogen präsentiert werden, das macht es mir irgenwie leichter. Wenn ich was in Läden sehe, dann sind es oft Sachen aus dem Schaufenster, die an Puppen präsentiert werden. Schnäppchen findet man so aber auch eher selten.
Natürlich hat man bei online Einkäufen das Problem, dass nicht immer alles so passt, wie es soll, aber wenn man mal bei ein paar Herstellern passende Sachen gefunden hat, dann kann man das mit der Zeit eigentlich ganz gut einschätzen. Ich schicke daher eigentlich selten was zurück.
Im Männermodus Frauenkleidung einkaufen ist eh so eine Sache, da das Anprobieren dann ja sowieso nicht so richtig aussagekräftig ist (es fehlt ja zB die Brust). Da ich zwar gegenüber meiner Frau geoutet bin, aber nicht im Freundeskreis/Nachbarn etc. sind die Gelegenheiten en femme shoppen zu gehen bisher noch etwas rar.
Wenn ich mal etwas im Laden gekauft habe, war das aber auch kein Problem. Anfangs habe ich mich als Mann in der Frauen/Unterwäsche Abteilung immer etwas unwohl und beobachtet gefühlt. Mittlerweile geht das aber. Auch beim Bezahlen ist das entspannter geworden. Früher kam ich da schnell ins Schwitzen, wenn ich mal mit ner Strumpfhose oder nem BH an der Kasse stand. Mittlerweile sag ich mir einfach, dass die Verkäuferinnen das eh nicht juckt, und bin dadurch deutlich entspannter. Bisher kamen auch noch keine komischen Reaktionen, auch wenn ich ab und an mal das Gefühl hatte, dass schon mal etwas irritiert geschaut wurde, wenn man zB mit 3-4 verschiedenen Slips an der Kasse steht.
So what?
Anders sieht das bei Kosmetikartikeln aus.
Ich habe (mittlerweile) kein Problem mehr damit, in der Drogerie o.ä. mich ausgiebig nach MakeUp Artikeln umzuschauen und dann auch zu kaufen. Hier gibt es ja auch genug Auswahl.
Anfangs war das etwas komisch. Man fühlt sich unwohl, irgendwie am falschen Platz und beobachtet. Mittlerweile stört mich das aber nicht weiter. Obwohl ich schon wahrnehme, dass manche Frauen irritiert zu sein scheinen, warum ein Mann jetzt so lange vor einem Makeup Regal steht und verschiedene Farben prüft
Da habe ich mich dran gewöhnt und es ist mir egal, was die Leute in dem Moment denken. Hauptsache ich finde, was ich suche 
In der Zukunft möchte ich aber schon auch mal en femme shoppen gehen. Das "Erfolgserlebnis" ist beim echten shoppen doch irgendwie anders, als bei Onlineeinkäufen
LG,
Lara
Dazu kommt, dass ich mich etwas schwer tue, Klamotten im Laden zu finden. Wenn dann x Kleider oder Tops dicht an dicht auf Bügeln hängen, kann ich oft nicht so richtig einschätzen, was mir eigentlich gefällt.
Online sieht man Fotos, wo die Kleidungsstücke angezogen präsentiert werden, das macht es mir irgenwie leichter. Wenn ich was in Läden sehe, dann sind es oft Sachen aus dem Schaufenster, die an Puppen präsentiert werden. Schnäppchen findet man so aber auch eher selten.
Natürlich hat man bei online Einkäufen das Problem, dass nicht immer alles so passt, wie es soll, aber wenn man mal bei ein paar Herstellern passende Sachen gefunden hat, dann kann man das mit der Zeit eigentlich ganz gut einschätzen. Ich schicke daher eigentlich selten was zurück.
Im Männermodus Frauenkleidung einkaufen ist eh so eine Sache, da das Anprobieren dann ja sowieso nicht so richtig aussagekräftig ist (es fehlt ja zB die Brust). Da ich zwar gegenüber meiner Frau geoutet bin, aber nicht im Freundeskreis/Nachbarn etc. sind die Gelegenheiten en femme shoppen zu gehen bisher noch etwas rar.
Wenn ich mal etwas im Laden gekauft habe, war das aber auch kein Problem. Anfangs habe ich mich als Mann in der Frauen/Unterwäsche Abteilung immer etwas unwohl und beobachtet gefühlt. Mittlerweile geht das aber. Auch beim Bezahlen ist das entspannter geworden. Früher kam ich da schnell ins Schwitzen, wenn ich mal mit ner Strumpfhose oder nem BH an der Kasse stand. Mittlerweile sag ich mir einfach, dass die Verkäuferinnen das eh nicht juckt, und bin dadurch deutlich entspannter. Bisher kamen auch noch keine komischen Reaktionen, auch wenn ich ab und an mal das Gefühl hatte, dass schon mal etwas irritiert geschaut wurde, wenn man zB mit 3-4 verschiedenen Slips an der Kasse steht.
Anders sieht das bei Kosmetikartikeln aus.
Ich habe (mittlerweile) kein Problem mehr damit, in der Drogerie o.ä. mich ausgiebig nach MakeUp Artikeln umzuschauen und dann auch zu kaufen. Hier gibt es ja auch genug Auswahl.
Anfangs war das etwas komisch. Man fühlt sich unwohl, irgendwie am falschen Platz und beobachtet. Mittlerweile stört mich das aber nicht weiter. Obwohl ich schon wahrnehme, dass manche Frauen irritiert zu sein scheinen, warum ein Mann jetzt so lange vor einem Makeup Regal steht und verschiedene Farben prüft
In der Zukunft möchte ich aber schon auch mal en femme shoppen gehen. Das "Erfolgserlebnis" ist beim echten shoppen doch irgendwie anders, als bei Onlineeinkäufen
LG,
Lara
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Exuserin-2016-074-06
Re: An die ungeouteten
Ich kauf mir Stücke für flachbrüstige Frauen. Das passt dann auch ziemlich gut. Schnäppchen finde ich im Laden öfters als online. Klar, online ist vieles billiger aber mir ist das zu stressig mit der Bestellerei. Ich kauf aus dem Moment heraus und will das gleich anprobieren.LaraCD hat geschrieben: Im Männermodus Frauenkleidung einkaufen ist eh so eine Sache, da das Anprobieren dann ja sowieso nicht so richtig aussagekräftig ist (es fehlt ja zB die Brust).