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Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: Fr 11. Mär 2016, 17:27
von Lina
Eine Antwort muss ja nie besser sein als die Fragestellung. Ein "ja" waere doch voellig wahrhaft und ausreichend gewesen - es sei denn du bist intersexuell.
Was die Meisten von euch nicht wahrnimmt und was die fragenden nicht mal selber Begreifen ist Folgendes: Ob die es wahr haben wollen oder nicht zeigen Leute fast immer ein unterschiedliches Verhalten Frauen und Maennern gegenueber. Groesstenteils ist das ihnen nicht bewusst. Deshalb kommen die kaum mit sich selbst klar, so lange die Frage nicht bipolar beantwortet ist.
Ob man ihnen dann aus ihrer Verunsicherung heraus hilft, soll natuerlich jeder fuer sich entscheiden.
Ich fiende es z.B. auch manchmal angebrachht, von ihnen zu verlangen, dass sie sich Gedanken darueber machen, weshalb es so wichtig ist.
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: Fr 11. Mär 2016, 18:11
von Dolores59
Die Antwort "ja" auf eine Oder-Frage (Mann oder Frau) löst eine mögliche Verunsicherung natürlich nicht. Eine Alternative wäre die Antwort:"Ein Mensch." Dann sind die Fragenden gezwungen, selber nachzudenken.
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: Fr 11. Mär 2016, 21:25
von Lina
Dolores59 hat geschrieben:Die Antwort "ja" auf eine Oder-Frage (Mann oder Frau) löst eine mögliche Verunsicherung natürlich nicht. Eine Alternative wäre die Antwort:"Ein Mensch." Dann sind die Fragenden gezwungen, selber nachzudenken.
Willst du das denn? Willst du denn ihre Verunsicherung lösen?
Meinetwegen kann man die gerne dazu zwingen (wenn "anregen" nicht reicht) selber über die Ursachen ihrer Verunsicherung nachzudenken.
Aber wie ich 100x bestimmt hier im Forum geschrieben habe: Wie auch immer man wählt auszusehen, ist es ein Statement. Man kann nicht "nicht-kommunizieren". Man sollte sich also klar machen, was man mit einem Halb-Mann-Halb-Frau-Aussehen bewirkt. Das verunsichert. Es gibt eine ganzen Reihe Ursachen, weshalb es verunsichert. Gründe, die so tief stecken, dass die mit dem allerursprünglichsten Teil des Hirns, das Paleo-Cortex zu tun haben. Es kann auch völlig OK sein, Leute damit zu verunsichern. Sinnvoll ist aber darüber nachzudenken, was man damit erreichen will und auch tatsächlich erreicht.
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: Sa 12. Mär 2016, 04:37
von Cybill
"Gefahr": Allgemeiner Lebensumstand (=Siutation) der bei ungehindertem Ablauf des zu erwartenden Geschehens zu einer Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (beinhaltet auch Sachgüter, Gesundheit und Leben!) führen würde.
Kann ich beim besten Willen nicht erkennen!
Es sei denn, Du kämst auf die Idee in bestimmten Vierteln und zu bestimmten Tageszeiten in dieser Form das Männerbild zu hinterfragen. Dann kann ich Dir garantieren, dass es eine konkrete Gefahr für deine Gesundheit und Leben geben wird.
So ich muss jetzt los und Gefahren abwehren, bis später!
-Cy
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: So 13. Mär 2016, 00:41
von Lina
Cybill hat geschrieben:"Gefahr": Allgemeiner Lebensumstand (=Siutation) der bei ungehindertem Ablauf des zu erwartenden Geschehens zu einer Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (beinhaltet auch Sachgüter, Gesundheit und Leben!) führen würde.
Kann ich beim besten Willen nicht erkennen!
Es sei denn, Du kämst auf die Idee in bestimmten Vierteln und zu bestimmten Tageszeiten in dieser Form das Männerbild zu hinterfragen. Dann kann ich Dir garantieren, dass es eine konkrete Gefahr für deine Gesundheit und Leben geben wird.
So ich muss jetzt los und Gefahren abwehren, bis später!
-Cy
Dass ausgerechnet du versuchst, es alles rationell zu erklären, überrascht mich eigentlich. "Rationell" hat da eigentlich nichts mehr zu suchen - im Endeffekt geht es um Instinkte und Emotionen.
Grob gesagt geht es darum, dass bei allen Menschen das "Reptilienhirn"* andauernd die Gegend in Blitzesschnelle abscannt und ständig dieselben vier Fragen beantwortet haben will: Ist es eine Gefahr? Kann ich es essen? Kann ich damit Sex haben? Erhöht es meinen sozialen Status?
Und so lange die nicht klar beantwortet werden wird ein Gefühl ausgelöst, das im Spektrum "Unruhe" bis "Angst" ausgelöst. Dagegen helfen keine rationellen Erklärungen.
In diesem Fall ist es natürlich die dritte Frage - evtl. auch die vierte Frage, die nicht klar sind.
* Reptilienhirn: Unser innerstes, evolutionär ursprünglichstes und auch am schnellsten funktionierendes Hirnteil, das über Millionen von Jahen treu zu unser Überleben beigetragen hat, dafür gesorgt, dass wir schnell genug dem Säbelzahntiger ausgewichen ist, verpflanzungstechnisch die Sexualpartner gut ausgewählt hat, und uns klar gezeigt, dass es Zeiten gibt den Over-Dog raushängen zu lassen und Zeten den Under-Dog zu sein gibt.
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: So 13. Mär 2016, 09:12
von exuserin-2017-01-16
Moin ich möchte niemandem zu nahe treten oder jemanden verletzen ist meine Meinung zum Thema.
Jeder soll machen was ihm gut tut! Nur gebe ich zu bedenken, das es für wirklich Betroffene die mit ihren körperlichen Gegebenheiten nicht klar kommen dadurch schwerer wird in der Öffentlichkeit ernst genommen zu werden. Man wird automatisch in die Schublade, der durch die Medien zementierten albernen, lauten ,schwulen Fernsehtunte gesteckt. Die Mitmenschen davon zu überzeugen, das es damit auch ernsthafte Probleme gibt ist schwer.
G.U.
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: So 13. Mär 2016, 09:33
von Dolores59
Liebe Uta,
gehe ich recht in der Annahme, dass Du mit Deinen Ausführungen meinst, der "gewöhnliche" Crossdresser ohne Transgender-Hintergrund sollte seine Kleidungsvorlieben besser nicht in der Öffentlichkeit ausleben, damit Menschen, die ihr Geschlecht verändern wollen/müssen, nicht in eine falsche Schublade gesteckt werden?
Das würde bedeuten, die Geschlechterunterschiede weiter deutlich in der Kleidung zu zementieren.
Sicher sind die Probleme von Crossdressern geringer im Vergleich zu den Problemen von Transgendern. Aber eine Gruppe gegen die andere ausspielen, kann nicht die Lösung sein.
LG
Dolores
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: So 13. Mär 2016, 09:52
von Franka
Hallo Uta,
erst mal wirst du von 99% der Leute da draußen doch gar nicht wahrgenommen und somit auch in keine Schublade gesteckt. Das verbleibende 1% schaut vielleicht besonders lange zu einem und muss sich mit einem 2. oder 3. Blick erstmal klar machen, was sie da gerade gesehen haben. Von diesem 1% haben dann aber auch nur wieder ca. 5% den Mut dich anzusprechen. Mit diesen Leuten ergeben sich dann manchmal interessante Gespräche und ich bin dann gern bereit ihnen zu erklären wie ich bin und fühle und in welche Schublade sie mich dann einsortieren können. Schwul und Tunte gehören jedenfalls nicht dazu.
LG Dahlia
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: So 13. Mär 2016, 10:29
von Cybill
@Lina: Fang doch endlich mal an, die Beiträge zu kritisieren und nicht die Personen, welch diesselben posten.
Damit vergibst Du dir nichts und wertest deine Ausführungen auf.
-Cy
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: So 13. Mär 2016, 11:29
von exuserin-2017-01-16
Hallo ,
@ Dollores ,Dahlia ich möchte niemanden gegeneinander ausspielen und auch keine Grundsatzdiskussion lostreten. Vielleicht braucht es solche Menschen um das Schubladendenken aufzubrechen auf die Gefahr hin das es für Betroffene erst mal nicht leichter wird aber später falls die Gesellschaft mal toleranter geworden ist können alle freier Leben egal welcher Richtung sie angehören.
Grüße Uta
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: So 13. Mär 2016, 12:29
von Annabelle-R.
Dolores59 hat geschrieben:Liebe Pauline,
Ich bin ja auch der Ansicht, dass keine Verwechselungsgefahr* besteht. Selbst hier nicht:
Quelle: http://up.picr.de/24836452le.jpg
Ich finde, Du hast sehr ansehnliche Beine, keinen Grund, die zu verstecken, leider stehst Du vor der Wand als wolltest Du gleich pinkeln
Nichts für ungut
lG
Annabelle
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: So 13. Mär 2016, 12:38
von Dolores59
Annabelle-R. hat geschrieben:
Ich finde, Du hast sehr ansehnliche Beine, keinen Grund, die zu verstecken, leider stehst Du vor der Wand als wolltest Du gleich pinkeln
Nichts für ungut
lG
Annabelle
Hi Annabelle,
zum Pinkeln hätte ich die Hände ganz woanders.
Wünsche noch einen wunderschönen Tag.
Dolores
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: So 13. Mär 2016, 14:46
von judith
Hallo zusammen,
ich laufe ähnlich wie Dolores durch die "Weltgeschichte". Ich liebe Frauenkleidung, will aber überhaupt keine Frau sein. Ein komplettes "Passing" macht vielleicht vieles einfacher, aber das will ich gar nicht. Ich will mich nicht hinter einer Fasade verstecken, die nicht Teil von mir ist.
Beitragvon uta -» So 13. Mär 2016, 10:12
... Nur gebe ich zu bedenken, das es für wirklich Betroffene die mit ihren körperlichen Gegebenheiten nicht klar kommen dadurch schwerer wird in der Öffentlichkeit ernst genommen zu werden. Man wird automatisch in die Schublade, der durch die Medien zementierten albernen, lauten ,schwulen Fernsehtunte gesteckt. Die Mitmenschen davon zu überzeugen, das es damit auch ernsthafte Probleme gibt ist schwer ...
Ich glaube nicht, dass "wirklich Betroffene" es durch mein Verhalten schwerer in der Öffentlichkeit haben. Ich möchte auch ernst genommen werden. Auch ich werde in die falsche Schublade gesteckt, da ich nichts von dem bin, was im Zitat steht. Falsche Schubladen kann man leider nur durch langwierige Aufklärung oder persönlichen Kontakt neu sortieren, oder wer von uns steht nicht auch vor dem falschen Schubladenproblem wenn er einen Punk auf der Straße sieht?
Als anderes Beispiel kann ich hier die Hose für Frauen anführen, heute kein Problem mehr und teil der weiblichen Mode. Aber vor gerade mal "lausigen" 100 Jahren sah das ganz anders aus ...
Ich finde je mehr Männer auch Damenmode tragen, desto normaler und akzeptierter wird es irgendwann. Egal ob man zu den Fernsehtunten oder aber zu einer anderen Gruppe gehört.
Gruß Judith
Re: Wirklich Verwechselungsgefahr?
Verfasst: Sa 19. Mär 2016, 22:24
von Lina
Vivien_Manero hat geschrieben:Um die ganze Diskussion einfach wieder auf den Punkt zu bringen:
@Dolores: Ok du siehst keine Verwechslungsgefahr. Gut.
Du fühlst dich in Frauenklamotten wohl und provozierst insgeheim gerne. Gut.
Ob Verwechselbar oder nicht. Warum interessiert dich das unter den angeführten Aspekten überhaupt?
Anhand auch der ganzen geposteten Bilder deinerseits, reflektiert dies auf mich einfach ein gesteigeres Aufmerksamkeitsbedürfnis.
Nicht mehr nicht weniger. Sorry ich bin immer sehr direkt... kann nicht jeder(r) ab, dafür ist es aber ehrlich!
Denn es spricht ansonsten wirklich alles gegen eine feminine Anmutung deinerseits.
Also lebe dein Crossdresserdasein aus und alles ist gut. Wer dich wie, warum und weshalb klassifiziert ist ohnehin unerheblich, da du ja schon zur Genüge gepostst hast, was du erwartest und was dir wichtig ist.
Ja, so kann man es auch sagen - genau darauf will ich auch hin: Der Look den man sich aussucht, ist immer eine Aussage. Wenn man eine kontroversielle Aussage macht, tut man es wohl auch nicht, nur um "so-la-la" Antworten zu bekommen.