Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen
Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Tatjana_59
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 16 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Da muss ich Saari gewissermaßen beipflichten.
Ich bin selbständige Marktkauffrau, habe ein kleines Geschäft und immer mal wieder Aushilfen beschäftigt.
Ich muss im Prinzip ständig meinen Leuten, egal ob weiblich oder männlich sagen sie sollen sich um die Kundschaft kümmern, die schlichtweg komplett übersehen wird.
Ich bin mittlerweile soweit das Handy bei mir im Geschäft zu verbieten.
Ich bezahle meine Leute ordentliche, also möchte ich auch ordentliche Arbeit dafür.
Vermutlich denken die meisten Arbeitgeber genauso.

Gruss Tatjana
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 17 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich bin mittlerweile soweit das Handy bei mir im Geschäft zu verbieten.
Wenn Du Dir damit nicht selber ins Knie schießt. Unmotivierte Mitarbeiter bringen auch nur unmotivierte Arbeit. Da müssen intelligentere Lösungen her ...

Meine Meinung
Viele Grüße
Vicky

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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 18 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

SandY hat geschrieben:In meiner Firma sind private Telefone während der Arbeitszeit nicht nur unerwünscht, sie sind schlicht verboten. Es fühlte sich anfangs etwas ungewohnt an, ich dachte auch, ich würde etwas verpassen. Im Familien- und Freundeskreis bedurfte es einiger Gewöhnung daran, dass mein Telefon tagsüber einfach ausgeschaltet ist. An Familienangehörige durfte die Festnetznummer am Arbeitsplatz gegeben werden, manchmal gibt es ja doch einen Notfall.

Es würde vielen Betrieben gut tun, wenn ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit nicht jeden Quatsch auf Facebook lesen und kommentieren würden und auch nicht über Whatsapp privat gechattet wird. Die Arbeitszeit gehört dem Arbeitgeber, er bezahlt schließlich dafür. Bei uns ist es aus Gründen des Arbeitsschutzes verboten.
Hallo!
Bei uns ist es auch verboten Privatgespräche während der Arbeitszeit zu führen.
Im übrigen gibt es Vereinbarungen in wie weit ein Firmenrechner in der Pause privat genutzt werden darf.
Das betrifft aber nur die mit einem Rechner am Arbeitsplatz, also Abteilungsleiter, Konstruktion, Qualitätsprüfung und Verwaltung.
Die "normalen" Arbeiter haben kein Rechner, abgesehen von den CNC- Bedienern im Werkzeugbau, denen aber schlicht die Zeit und Lust fehlt.
LG Verena
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conny
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 19 im Thema

Beitrag von conny »

Vicky_Rose hat geschrieben:
Ich bin mittlerweile soweit das Handy bei mir im Geschäft zu verbieten.
Wenn Du Dir damit nicht selber ins Knie schießt. Unmotivierte Mitarbeiter bringen auch nur unmotivierte Arbeit. Da müssen intelligentere Lösungen her ...

Meine Meinung
und wie sollen die aussehen?
ich hatte mich schon einmal bei dem geschäftsführer einer bäckereikette beschwert, nachdem eine verkäufein längere zeit telefonierte und mich einfach nicht zur kenntnis nahm.
Tatjana_59
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 20 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Ich habe ein Geschäft auf Dulten und Jahrmärkten, Volksfeste oder Kirmes sind eher die Ausnahme.
Mein Geschäft ist in erster Linie Saison bezogen.
Folgendes Beispiel, nicht nur einmal passiert.

Auerdult München, neben mir drei Verkäuferinnen im Geschäft.
Hauptgeschäftszeit, rund um mein Geschäft ca 60-80 Kunden, bzw. eventuelle Kunden, ich rödel im Kreis, zwei meiner Verkäuferinnen ein Handy in der Hand, eine gleich zwei, synchron telefonieren bzw schreiben hat schon was.
Auf meinen Aufruf hin, wollt ihr nicht mal Euro Handys ins Eck werfen und euch um die Kundschaft kümmern? Kam folgende Meldung.
Hab dich nicht so, wir haben doch alles im Griff.
Im selben Moment sagte eine Kundschaft, wenn ihr nichts verkaufen wollt, gehe ich zur Konkurrenz.

Anders lösen wie verbieten dürfte kaum Erfolg zeigen.

Andere ähnliche Situation,
dazu muss ich sagen dass ich in erster Linie geschäftlich am Geschäft telefonieren.

In etwa dieselbe Situation, mein Aufruf Handy weg.
Kam von einer Verkäuferin, was willst du überhaupt, du telefonierst doch selbst im Geschäft.
Ich dachte ich bekomme einen Vogel, soviel Unverschämtheit.
Mein Einwand, es ist mein Geschäft, und ich bezahle dich wurde mit einem Grinsen abgetan.
Danach hatte ich das Grinsen und eine Verkäuferin weniger.

Meine Frau wirft mir häufig vor zu gutmütig zu sein, und sie hat recht

Gruß Tatjana
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 21 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

und wie sollen die aussehen?
Ich kann Euch ja beraten. Auf Wunsch schicke ich Euch meinen Stundensatz ... :o :mrgreen:

Die Lösung muss man doch der Situation anpassen. Tatjana hat ja ihre beschrieben. Verbieten und Rauswurf ist für mich definitiv eine Möglichkeit, des Problems Herr zu werden. Aber nur als Ultima Ratio. Manchmal verstehen Menschen tatsächlich nur diese Sprache. Aber in vielen Fällen hilft ein Appell an die Einsicht oder das Formulieren von Kompromissen. Dazu braucht es guten Willen auf beiden Seiten, eine tragfähige Lösung zu finden.

Ich habe den Eindruck, in vielen Fällen liegt ein Suchtproblem vor. Hier gibt es eine Menge Erfahrungen, aber eines ist klar, Verbote helfen dabei sicher nicht, auch wenn die Sachzwänge des AG ihre Berechtigung haben. Und je kleiner der Betrieb, um so schwieriger wird die Situation.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 22 im Thema

Beitrag von Anke »

Saari hat geschrieben:Wenn auch einige Forenschreiber anderer Meinung sein mögen, so ist und bleibt doch die private Verwendung von Smartphones in der Arbeitszeit ein widerrechtlicher Entzug der geschuldeten Arbeitskraft gegenüber dem Arbeitgeber.
Das volle Gehalt wollen die privaten Smartphone-Nutzer am Monatsende ja auch für diese Zeitspannen.
Hallo,

das mag in einigen Fällen vielleicht stimmen. Aber das Leben ist heute in vielen Bereichen überhaupt nicht mehr sauber getrennt nach und Arbeits- und Freizeit. Dort wo ich arbeite, geht das fließend ineinander über. Wenn auf der einen Seite wichtige und dringende Arbeiten dann erledigt werden, wenn eigentlich Freizeit wäre, dann muss es auch in Ordnung sein, während der eigentlichen Arbeitszeit private Dinge zu erledigen, sofern es die Situation zulässt. Das Gleichgewicht sollte stimmen.

Und da gibt es auch Situationen, in denen private Mails- oder Telefonate unangebracht sind, zum Beispiel in wichtigen Meetings oder in Kundenterminen.

Daher kann ich Tatjana auch gut verstehen. Wenn ich der Mitarbeiterin das vorher gesagt und erklärt habe und sie sich dann trotz zusätzlicher Aufforderung nicht daran hält, dann scheint sie für die Aufgabe nicht wirklich geeignet zu sein. Denn mit diesem Verhalten gefährdet sie nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch den von allen anderen.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 23 im Thema

Beitrag von Lina »

Und ich sehe immer noch nicht ein, was es meinem Chef zu interessieren hat, ob ich nach 10 Stunden nach Hause gehe, oder erst nach 10,5 Stunden weil ich im Laufe des Tages zwei private E-Mails geschrieben habe, wenn er letztendlich eh dasselbe dafür bezahlt.

Das soll mir bitte eine von denen mal erklären, die mich praktisch des Diebstahls beschuldigen. Chefs, die angeblich damit ein Problem haben, wollen doch nur ihre Macht zur Schau stellen. Es hat ja rein logisch nichts damit zu tun, dass sie nicht die Arbeitsleistung bekommen, wofür sie bezahlen. Es wird ja eh erwartet, dass man weiter arbeitet, bis der Auftrag im Kasten ist - ohne Rücksicht auf Privatleben oder was man abends sonst getan hätte, bzw. man weiß, dass der Kunde das letztendlich erwartet.

Und dann will mir jemand hier sagen, es sei Diebstahl eine private Mail zu schreiben. Sind sie vielleicht selber GENAU solche Chefs, wie oben beschrieben? Um jeden Preis Macht ausüben. Ohne Rücksicht darauf, wie sie vielleicht das Arbeitsklima in ihren eigenen Firmen verschlechtern und dadurch auch die Qualität des Endproduktes verringern ...
Carina
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 24 im Thema

Beitrag von Carina »

Hallo Lina,

ich bin auch eines der Ungeheuer, das seine Mitarbeiter auf das Entsetzlichste drangsaliert, indem es die bezahlte Arbeitszeit auch einfordert. Viele der Social-Media-Junkies können leider nicht mit pauschalem Vertrauen umgehen, deshalb wird die Nutzung eben generell untersagt. Das Problem ist nun mal da, die ständige Nutzung der Dienste kostet summiert enorm viel Zeit, die der Produktivität nicht zur Verfügung steht. Du bist doch das beste Beispiel: brauchst für zwei Mails eine halbe Stunde.
Der Unterschied zwischen 10 Stunden und 10,5 Stunden liegt bei einer gesetzlichen höchstzulässigen Arbeitszeit von 10 Stunden in der Strafbarkeit des Unternehmers, wenn er dies zulässt. Um Macht geht es in einem Unternehmen nicht, nur um Umsatz und Geld.
Hier bei mir in der Nähe gibt es sogar eine Klinik in der den ganz Bekloppten in sechswöchigen Therapien wieder beigebracht wird, dass es auch ein Leben jenseits von Twitter & Co. gibt.

Viele Grüße
Carina
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 25 im Thema

Beitrag von SteffiCD »

Vielleicht gibt es auch einfach Unterschiede der Arbeitsplätze.
Flexible Modelle bei Firmen ohne feste Zeiten und relativ starre Arbeitszeiten in Betrieben mit Publikumsverkehr oder Direktverkauf bzw. Betreung. Im Prinzip habt ihr doch alle Recht aber nur dort wo die Arbeitsplatzmodellle passen und der private EDVSmog niemand anderen belastet oder wirtschaftlichen Schaden anrichtet.
Eine auf alle Arbeitsplätzte passende Vorschrift wird es wahrscheinlich nie geben.

Liebe Grüße Steffi
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 26 im Thema

Beitrag von steffiSH »

Astrid hat geschrieben:Saari, nach Deiner Lesart wären alle Raucher, die zum Rauchen nicht abstempeln müssen Diebe.
Und was für welche...
Liebe Grüße - Astrid
Ja natürlich ist das so - überspitzt formuliert! Ich habe mich immer gefragt, woher das Sonderrecht der Raucher kommt einfach mal die Arbeit zu unterbrechen, die Nichtraucher währenddessen weiterarbeiten zu lassen und mal vor die Tür zu gehen. Das wird schon noch vielerorts geduldet. Wenn allerdings ein Nichtraucher etwas ähnliches einfordern würde wie zum Beispiel sich mal ein halbes stündchen im Park die Beine zu verteten, würden die Leute erst mal verdattert glotzen. Wer jeden Tag 3,4 mal zum Rauchen die Arbeit unterbricht kommt locker auf diese Zeit.
sum sum sum - no Latein
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 27 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich war vor vielen Jahren bei HP in Böblingen zu Gast und da hatten, soweit ich mich erinnere, Raucher eine höhere Arbeitszeit als Nichtraucher ... Auch so kann man Fehlzeiten ausgleichen. Aber letztlich spielt die Art der Arbeit eine wichtige Rolle.

Im übrigen ist die gegeneitige Absprache immer noch die beste Lösung. Sollte bei vernünftigen Menschen möglich sein. Wenn's nicht klappt, sind oftmals beide Seiten schuld ...
Viele Grüße
Vicky

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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 28 im Thema

Beitrag von rika »

So, ich bin nun mal auch ein Chef und gebe meinen Senf dazu.

Es gibt Menschen, die nehmen Themen und Gedanken vom Arbeitsplatz mit nach Hause und wenn man mit ihnen zusammen ist, kennen sie nichts anderes. Wirklich spannend ist das nicht, wenn sie permanent davon erzählen.
Es gibt Menschen, die nehmen Themen und Gedanken von zuhause mit auf den Arbeitsplatz und kennen oft nichts anderes. Wirklich spannend ist das auch nicht wenn man zu ihnen kommt und "Moment mal oder ich rufe dich später an, Schnucki" hört.

Aus Fairness und Anstand gegenüber all denen, die keine privaten Nachrichten oder Telefonate vom Arbeitsplatz führen können wie die Kassiererin im Supermarkt, der Maschinenbediener, der Mann hinten am Müllauto oder auch die Lokführerin gehört es sich einfach nicht, die Arbeitszeit für private Dinge zu benutzen, mal abgesehen von wirklich dringenden Anrufen, für die jede(r) Vorgesetzte Verständnis haben wird.

Ich habe es selbst erlebt, in einer sehr großen Firma bei dem Bereichsleiter zu sitzen, dessen Frau anrief und er allen Ernstes fast 15 min über das Abendessen palaverte. Ich habe in meiner Firma erlebt, dass eine langjährige Angestellte plötzlich die immer angelehnte Tür schloss. Grund: Ihre Mutter rief an, manchmal eine Stunde. Das geht einfach nicht, denn ich rufe sie auch nicht abends um 8 an und bitte, dass sie ihre Wohnzimmertür schließt.

Daher sage ich ganz einfach: den Grund für eine solche Kündigung kann man wunderbar vermeiden und gleichzeitig seine/ihre Privatsphäre schützen, oder?

rika
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 29 im Thema

Beitrag von Lina »

Carina hat geschrieben:Hallo Lina,

ich bin auch eines der Ungeheuer, das seine Mitarbeiter auf das Entsetzlichste drangsaliert, indem es die bezahlte Arbeitszeit auch einfordert. Viele der Social-Media-Junkies können leider nicht mit pauschalem Vertrauen umgehen, deshalb wird die Nutzung eben generell untersagt. Das Problem ist nun mal da, die ständige Nutzung der Dienste kostet summiert enorm viel Zeit, die der Produktivität nicht zur Verfügung steht. Du bist doch das beste Beispiel: brauchst für zwei Mails eine halbe Stunde.
Der Unterschied zwischen 10 Stunden und 10,5 Stunden liegt bei einer gesetzlichen höchstzulässigen Arbeitszeit von 10 Stunden in der Strafbarkeit des ..

Viele Grüße
Carina


Mag ja sein; ich spreche aber vom realen Leben und nicht von der Theorie, oder von den Ausnahmen.
In Praxis sieht es doch so aus: Der Arbeitgeber hat vorgesehen, dass unentgeltlich Ueberstunden geleistet werden koennen, weil uebertariflich bezahlt wird. Daher verlaesst er sich darauf, dass die Arbeit getan wird, auch ohne dass er schriftlich Ueberstunden anordnen muss. Im wenn dann jemand fragt, hat er die Ueberstunden nicht angeordnet. Zehn Stunden ist auch kein absolutes Maximum sondern ein Durchschnitts-Maximum.
Und er fragt auch nicht, wieviele Stunden wann gearbeitet wurde. Er fragt nur; wieviele er ganz konkret auftragsbezogen er in Rechnung stellen kann.

Und ehrlich gesagt verstehe ich die Mentalitaet nicht: Einerseits erwartet dr Chef, dass akalle Alles geben, damit der Kd. zufrieden ist, bezahlt und wieder kommt. Die Mitarbeiter wissen worauf es ankommt und geben Alles. Die Meisten Chefs schaetzen das, lassen die Mitsrbeiter einfach fuer ihn arbeiten, ihren Rythmus finden, hier und da Dampf rauslassen und schmeisst auch ab und zu eine Party.

Und dann gibt es die paar Arschloecher hier und da, denen esnicht reicht, dass ihre Mitarbeiter eigentlich immer zu ihrer Verfuegung stehen. Neun reicht nicht. Die muessen die auch noch vorschreiben wann und wie oft sie pausen machen und mit wem usw. Sorry, da soll mir jeman mal erklaeren, was sie sich dabei gedacht haben.

'''

(Fortsetzung)

Andersrum betrachtet - die Arbeitgeber die nur Verlangen und meinen ihre Mitarbeiter sollten nie irgendwas Privates vom Arbeitsplatz aus erledigen, nur die MIttagspause exakt von 12 bis 12:30 machen etc. und dies vehement durchsetzen werden auch dann irgendwann das Ergebnis zu spüren bekommen. Dann wird auch bald die Mittagspause exakt zwischen 12 und 12:30 gemacht. Keine Minute Verschiebung, keine Minute mehr oder Weniger, egal, was da gerade ansteht. Dann WIRD auch pünktlich Feierabend gemacht. Vor allem wenn er auch dafür sorgt, dass die Mitarbeiter sich gejagt fühlen. Dann wird erst der Eine schon seine Gründe finden, dass er pünktlich Feierabend macht, dann der Andere usw.

Denn was eigentlich unterschwellig vom Chef gesagt wird ist - "ich nehme euch als verantwortungsvolle Mitarbeiter, die selber wissen worauf es ankommt, nicht ernst".

Wenn das die Anerkennung ist, die er tüchtige und loyale Mitarbeiter dafür zeigt, dass sie bereit sind, den Arsch aufzureißen, dass der Kd. rechtzeitig Sein Projekt fertig bekommt - dann werden die sonst tüchtigen und loyalen Mitarbeiter bald nicht mehr die Zufriedenheit des Kunden, sondern die Zufriedenheit des Chefs als Priorität Eins haben.

Mit anderen Worten, wer die Mitarbeiter in der Weise auf Durchschnitslevel zurückstutzt wird auch bald nur durchschnittliche Leistung erleben. Egal wie gut die Mitarbeiter waren, als die anfingen.
Natürlich mag es vielleicht Branchen geben, wo man ausgezeichnet mit durchschnittliche Leistung solide auf dem Markt bleiben kann. Ich glaube aber, dass es langsam die Ausnahme wird.
Und das WIRKLICH TRAGISCHE an der Sache ist, dass unter solchen Umständen nicht nur mangelnde Lebensfreude bei der Ausführung der Arbeit bei den Mitarbeitern erlebt. Nein, die Chefs selbst sind eigentlich genauso tragisch. Man sieht vielleicht ein leichtes Triumfieen in ihren Gesichtern, das vielleicht auf einen Genuss an der Machtausübung hinweist, aber an Lebensfreude sieht man keinen.
Und abgesehen von den Wirtschaftlichen Auswirkungen kann man sich wohl auch denken, welche gesundheitliche Folgen es für alle haben kann. Sonst gibt es genügend Untersuchungen über die Zusammenhänge zwischen Arbeitsklima und Ausfall wg. Krankheit.
gaby37
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Re: Firma durfte Mitarbeiter wegen privater Nachrichten kündigen

Post 30 im Thema

Beitrag von gaby37 »

Hallo zusammen,
ich habe jetzt lange still mitgelesen, aber so langsam fange ich mich an zu wundern.....
In unserem "Fachgebiet" "CD und Trans-was-auch-immer" legen wir viel Wert darauf das es nicht nur Schwarz und Weiß gibt, sondern eigenlich nur verschiedene Abstufungen von Grau.
Warum schaffen es die meisten nicht, dieses Wissen auch auf andere Lebensbereich zu übertragen?

Da gibt es Chefs, die alles private verbieten und solche die es im Rahmen erlauben.
Da gibt es Mitarbeiter die gut und Willig sind, über die zulässigen 10Std hinaus zu arbeiten und auch mal was mit nach Hause nehmen und da
da gibt es Mitarbeiter die nur zur Arbeit gehen um dort ihren privaten Kram zu erledigen und erwarten davür bezahlt zu werden

Da gibt es Chefs die sind irgendwo zwischen beiden erstgenannten und ebenso sehr viele Mitarbeiter die sich zwischen diesen Extremen bewegen.
Und beide Lager treffen in beliebigen Variationen auf einander.

Das ist Realität.

Und dafür gibz es nicht EINE richtige Lösung.

Gruß Gaby
_______________________________________________________________________________________________
Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.
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