Moin,
Gedanken für geneigte LeserInnen...
Bei der Konzeption eines Schiffsmodells, wenn man alles selbst konstruieren will, muss man sich Gedanken machen, was aus den Rumpfmaßen, die im endgültigen Plan abgenommen werden können, folgt, hinsichtlich des Gewichtes des Rumpfes, der Maschinenanlage mit Batterie und der Treibräder, wenn sie aus Metall gefertigt sind. Die Fernsteuerung mit Regler wiegt heute fast nichts, zumal ich nur ein Ruderservo habe. Auf Schornsteinumlegen und Mastlegen will ich praktischerweise verzichten. Alles soll möglichst leicht aber dennoch fest gebaut werden.
Der Rumpf hat für die Volumenberechnung der Tragfähigkeit eine Grundfläche von ca. 78x14cm =1092cm² der Plantiefgang ist 1,3cm daraus resultiert eine Verdrängung von 1420cm³, also 1420g darf alles zusammen wiegen. Der Rumpf soll weitgehend aus Sperrholz und einigen Leisten gefertigt werden. 1m² Sperrholz von 1mm Stärke wiegt ca. 400g. Vorgesehen ist für den Boden 2mm, Deck 1,5mm und Bordwände 1mm, macht in der Summe 5mm. Spanten in materialsparender Rahmenbauweise und Längsleisten ein wenig Material in 1mm für die Aufbauten usw. kommen dazu. Wenn ich alles Holz in Sperrholzeinheiten ausgedrückt nochmal mit 5mm annehme, dann ist die verbaute Holzmasse 1,1x400g=440kg. so ist erkennbar, dass genügend Reserve vorhanden sein wird.
Die Treibräder werden wieder mit 0,5mm Messingblech gebaut. Messing hat ein Gewicht von 8,6g/1cm³. Das Treibrad benötigt also zwei Bleche zu je 0,5mm für die Radreifen und die Schaufeln. Ein Blech von 100x100x1mm=10000mm² wiegt 86g. Daraus fertige ich die Radreifen und die 8 Schaufeln und da bleibt noch Material übrig. Mit Achse und gedrehter Nabe und Alu-Zahnriemenrad wird die Radeinheit zusammen 160g wiegen, die ich mit einem entsprechenden Gegengewicht im Bugbereich dann ausgleichen muss, da der Rumpf im Heckbereich einen geringeren Auftrieb durch die eingezogenen Form der Bordwand hat. Der Radkastenbereich trägt 10x6,5x1,3cm=85cm³, der Übergangsbereich hin bis zur vollen Rumpfbreite trägt 100x100x1,3cm=130cm³. Zusammen trägt der Heckbereich somit allein schon 215g. Das sollte reichen mit Ausgleichsgewicht vorne.
Der Motor mit Getriebe und Antriebsriemen, Zahnrädern und weiterer Kraftübertragungstechnik wiegt zusammen ca. 200g und der Akkupack mit 7x1,2V Zellen fertig konfektioniert mit Kabel und Stecker 175g; also ein gutes Gegengewicht für die Treibräder. Die machbare Lage für den Getriebemotor ist auch nicht so einfach zu finden. Der Rumpf hat nur eine Höhe von knapp 45mm in der Mitte des Decks. Zudem müsste der Motor möglichst weit vorne plaziert werden wegen des hohen Eigengewichtes. Da Stellt sich die Frage der Übertragung der Kraft, einerseits mit Zahnriemen an der Treibradachse und Winkelgetriebe mit langer gelagerter Welle zum Getriebemotor hin. Ein Einbau im Frachtraum vor dem Ladegeschirr, der abgedeckt ist, wäre genügend Raum und Höhe vorhanden.
So haben wir in der Summe 400g Holz+160g Räder+200g Motor+175g Akku+50g Empfänger/Regler/Servo+ geschätzte 100g Beschlagteile... macht 1085g liegt also unter der theoretischen möglichen Verdrängung von 1420g. Gewichte zuladen ist dann eine Kleinigkeit...
Mit Entwurfszetteln fängt bei mir immer die Planung an...
erste Maße Treibrad.JPG
Der Versuch einer Umsetzung des Treibrades im CAD Programm. Da sind viele Hilfslinien und Punkte erforderlich; ziemlich Komplex das ganze...
erste Version Treibrad.JPG
Durch viele Versuche habe ich glaube ich eine modellgerechte Annäherung an das Original gefunden. Zumindest kann ich das technisch umsetzen, da es wie das Treibrad der Hjejlen gebaut ist und da hat es geklappt. Die 120x120x0,5mm Messing Bleche habe ich schon in China, NC (Taiwan )bestellt.
Grüße, Ulrike-Marisa
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