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Was ist seitdem passiert? Interessanterweise dachte ich recht viel, wenn ich aber meinen alten Beitrag vom November durchlese, stelle ich fest, dass sich gar nicht so viel geändert hat.
Ich kann aber mal zusammenfassen was ich für Maßnahmen ergriffen hab.
- Laseroperation am Auge: Ich wollte die Brille loswerden, da ich beim Schminken immer wenig sehen konnte und sie auch optisch meine Augen zu sehr verkleinert hat. Check erledigt im Januar und habe seit dem 100% Sehkraft.
- Kleidung: Ich trage mehr und mehr weibliche Sachen egal wo ich hingehe. Zum Rock hat es noch nicht gereicht, aber selbst im Boymode hab ich mindestens Ohrringe, Ringe, Armband, Nagellack und leichte Wimperntusche drauf. Schuhwerk ist auch immer weiblich. Als es warm war vor ein paar Wochen hatte ich im Boymode auch Strumpfhosen, sehr kurze Hose und Balarinas (alles aus der Damenabteilung). Fühle mich sehr wohl damit.
- Laserhaarentfernung angefangen: Am Arm, Bein, Brust und Gesicht, ja nach langem hin und her hab ich entschieden der Bart muss weg, mich nervt es zu sehr beim Schminken
- Logopädie: Ich war im Januar beim HNO Arzt und hab angegeben Trans zu sein( notgedrungen um die Logo bezahlt zu bekommen ) und bin seitdem bei einer n etten Therapeutin, Fortschritte sind allerdings eher langsam
- seit März regelmäßig stylen. Ich bin auch seitdem ein paar mal draussen gewesen beim Supermarkt in der Mittagspause im Home Office. Ich war auch schon 1 mal im Kino mit meiner Frau, 1 mal Abends essen in einer Kneipe und 1 mal mit 2 anderen Transfrauen und meiner Frau in einer Bar bis nachts um 3 (ja das geht erstaunlicherweise auch in Nürnberg )

- Haartransplantation: Das war ein herber Schlag. Mein Haarausfall ist so stark vorangeschritten, dass ich nachAussagen mehrerer unterschiedlicher Experten keine HT haben kann. Das hat mich schon ganz schön runtergezogen
Allerdings fühle ich mich nicht 100% als Frau, denn wenn ich aolein zuhause bin, und eh irgendeinen stupiden Task vor mir habe, dann mach ich das auch in jogginghose quasi geschlechtslos.
Je nach tageslage ist der Wunsch mehr zu haben mal mehr oder weniger da. Ich würde immernoch nicht von einem Leiden reden, so wie andere Transfrauen die kurz vorm Suizid waren als sie beschlossen hatten, die Transition muss sein. Es ist ein unangenehmes aber aushaltbares Gefühl.
Es verstärken sich allerdings auch die Gefühle sozial als Frau unterwegs zu sein. Ich schaue viel Frauen an wenn ich unterwegs biin und schaue was sie tragen, wie ihr makeup ist und was der style so ist um es vl auch mal zu probieren. Ich bin an manchen Tagen wie gesagt schon sehr crazy drauf und würde sofort am liebsten Frau sein, an anderen hab ich andere Prioritäten.
Ich habe für eine mögliche DIY HRT alles besorgt und zuhause und könnte jederzeit starten. Getan hab ich das m al als ich eine schlimmere Phase hatte und ziemlich heiß drauf war anzufangen. Natürlich existiert das Problem mit meiner Familie nach wie vor. Meine Frau meinte wenn ich Transitione dann wäre sie supportive aber sex und romantische Beziehung wäre dann vorbei. Ihr schwebt eine Art Eltern-WG vor, so dass wir alle zusammen wohnen aber einfach nicht mehr Liebespaar sachen machen. Für mich klingt das etwas utopisch, aber der Gedanke ist schön. Und ja ich hab auch das Gefühl als single hätte ich schon angefangen mit DIY. Im moment hab ich so den internen Deal abzuwarten bis Herbst nach dem Sommerferien und dann eventuell mit DIY anzufangen? Ich müsste mich dann eben entsdcheiden und es meiner Frau vorher sagen, das würde auch vieles zerstören. Ich glaube aber eher nicht, dass bis dahin der Drang allgemein weniger geworden ist. Eher mehr ,denn jetzt wo ich 2 Leute kennengelernt hab die Transfrauen sind, wollen wir öfter mal abends was unternehmen, worauf ich mich riesig freue.
Einen Termin beim Psychologen habe ich leider immernoch nicht und es ist auch nichts in Aussicht. Ich hoffe da geht es auch voran,aber im wesentlichen kann ich dem nur sagen, dass mich lediglich soziale Ängste vor Reaktiohnen von Kollegen und meiner Familiensituation mich abhalten den nächsten Schritt zu gehen.
Bin ich trans? Ich weiss es immernoch nicht. Ich wär mir auch gern sicherer. Dann könnte ich guten Gewissen den nächsten Schritt gehen und die Sicherheit würde den Schmerz des Verlustgs vielleicht lindern. Ich weiss es nicht. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Hier noch ein paar Impressionen
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