CD und Identitätskrise
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Klara
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CD und Identitätskrise
Hi an alle,
ich bin noch nicht lange auf dieser Plattform, zumindest nicht als aktives Mitglied. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie viel ich hier schreiben soll, am liebsten würde ich gerne 10 Seiten runterschreiben, aber ich werde mich erstmal beschränken. Wie es heute so üblich hier erstmal ein:
TL;DR:
Habe kürzlich mit CD angefangen und fühle mich sehr wohl. Gleichzeitig hat es die Frage befeuert, was bin ich eigentlich, cis male und CD? trans? trans auf Teilzeit. Ich hab das Gefühl, dass man im Netz häufig die Aussage liest: "wenn du CD auch mit makeup und Perücke machen willst um zu passen bist du trans, ende aus", ich fühle so aber nur in Teilzeit. Das ganze beschäftigt mich sehr und ich bin verunsichert auch weil es viel zu verlieren gibt.
Detailliert:
Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Letzteres ist nicht unerheblich, im Gegenteil, es ist sogar extrem erheblich, mehr dazu gleich. Also ich bin 37 und habe den Wunsch cross dressing mal zu probieren schon seit ein paar Jahren vielleicht seit 9 Jahren. Damals hatte ich mir eine billige Perücke, falsche Wimpern und irgendeinen Contourkasten bestellt. Damals hatte ich überhaupt keine Ahnung von dem Thema und irgendwie ist es auch nie dazu gekommen, das anzugehen. Ich hatte damals nicht viel Geld übrig und nur die Perrücke aufgsetzt irgendwie keine weitere Lust das zu betreiben.
Während der letzten 9 Jahre habe ich mich aber immer bewusst und unbewusst für das Thema Cross-Dressing interessiert. Das sah so aus, dass ich hier und da mal ne Reportage darüber gesehen, oder beim Thema Trans sei es sexualisiert oder nicht, immer mal hingehört habe und mich aus Interesse auch informiert hab, was das so ist und so weiter. Dabei hatte ich nie das grundlegende Bedürfnis eine Frau zu sein, ich fand es eher spannend und habe mir vielleicht 1-2 mal vorgestellt wie es so wäre. Mehr ist aber nicht passiert, ich habe normales Familienleben gehabt und war damit und mit der Arbeit beschäftigt.
Zeitsprung zum September 2024. Ich weiß nicht was es war oder warum es kam, aber urplötzlich hatte ich wieder das Bedürfnis mich als Frau zu kleiden und zu schminken. Ich habe diesmal Geld in die Hand genommen, mir basic Sachen bestellt sowie make-up. Mit unendlich vielen Stunden Tutorials schauen und Lesen, konnte ich dann nach 5-6 Versuchen ein relativ passables Ergebnis erzielen. In Kombination mit Kleidung (Rock, Strumpfhose und Pumps) sah das ganze dann nicht nur gut aus, sondern hat sich auch richtig und schön angefühlt.
Mein Charakter war schon immer nicht der typisch männliche, aber auch nicht der typisch weibliche, falls man das überhaupt so sagen kann. Mich stört Jahr zu Jahr mehr die toxische Männlichkeit. Fast jeder Mann der ich treffe hat irgendwann unangebrachte Kommentare auf Lager in Richtung irgendeiner Weiblichkeit, sei es gegenüber cis oder gar Trans Frauen. Auch mit typischen männlichen Cliches kann ich nichts anfangen. Ich war schon immer eher schüchtern und emotionaler als meine männlichen Freunde. Wenn ich mal Kontakt zu Frauen hatte als Freunde (über die Ehefrau zb) fand ich diese Gespräche und die Atmosphäre immer viel schöner.
Das alles kombiniert mit dem CD hat schon die Frage "Was bin ich denn eigentlich?" stark beflügelt. Auf reddit wurde mir mehr oder weniger mitgeteilt, du bist 100% trans und es gibt keine cross dresser die ihr eigenes Geschlecht anzweifeln und deshalb bist du ein egg in denial. Ja gut, ich weiß nicht was noch kommen wird, aber ich hab jetzt nicht den Wunsch 24/7 als Frau zu leben. Mich reizt im Moment mich so zu kleiden und zu schminken und am liebsten würde ich auch passen in den Momenten und mal in ein Café gehen oder zum Einkaufen usw. Ich hab aber keine Probleme damit, dass ich dann danach wieder ein Mann bin und auch einen männlichen Vornamen haben. Ich hab also keine Dysphorie in dem Punkt auch nicht körperlich.
Tja was will ich mit dem Beitrag eigentlich erreichen? Ich würde gerne wissen, ob es denn hier Cross Dresser gibt die wirklich auch nur temporär in die Rolle der Frau schlüpfen, um ihre weibliche Seite rauszulassen. Und falls ja muss man sich bei sowas überhaupt "outen"? Es ist ja dann eigentlich eher ein Hobby. Ich identifiziere mich auch nicht wirklich als irgendwas. Klar bin ich ein cis Mann, aber an manchen Tagen fühle ich mich eben eher wie Klara mit allem was dazu gehört. Kleidung, Interessen Sprache usw.
Der Hintergrund der Frage ist der, dass wie oben geschrieben auch eine Familie bei mir mit im Spiel ist. Meine Frau ist supportive aber ich kenne Sie und vermute eher sie toleriert es, weil es für sie kein Dealbreaker ist zur Zeit. SIe hat mir unmissverständlich gesagt, dass wenn ich 24/7 als Frau leben wollen würde also sprich trans, würde sie sich trennen, weil sie sexuell gesehen eben heterosexuell ist. Ok das hat mir auch erstmal einen Schlag verpasst, nicht weil ich das angestrebt habe, aber es ist auch irgendwie damit erstmal vom Tisch bevor ich mir richtig klar werden konnte was überhaupt los. Mit dem jetzigen Modell ist sie einverstanden solang ich mich sexuell als Mann präsentiere (womit ich kein Problem habe)
Ich hab auch überlegt zu einer LGBT+ Beratung zu gehen, aber auch bisschen Sorge, dass die mir dann sagen "ja du bist eigentlich trans". Es ist alles sehr verwirrend, vor allem weil überall Schubladen stecken selbst im LGBTQ+ Bereich. Das ganze ist auch überhaupt nicht sexuell motiviert, bei dem ganzen Gefühl geht es um reine schöne Glücksgefühl, da ist nichts sexualisiert oder so.
Also was bin ich? Gibt es das was ich beschreibe? Oder bin ich trans..? Wenn ich es wäre das eher schlecht weil eine Transition würde bedeuten Ehe aus, Kinder weg, totale Einsamkeit und in einem solchen Zustand könnte ich mir gar nicht vorstellen zu überleben vor allem mental.
Schreibt einfach was euch dazu einfällt.
ich bin noch nicht lange auf dieser Plattform, zumindest nicht als aktives Mitglied. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie viel ich hier schreiben soll, am liebsten würde ich gerne 10 Seiten runterschreiben, aber ich werde mich erstmal beschränken. Wie es heute so üblich hier erstmal ein:
TL;DR:
Habe kürzlich mit CD angefangen und fühle mich sehr wohl. Gleichzeitig hat es die Frage befeuert, was bin ich eigentlich, cis male und CD? trans? trans auf Teilzeit. Ich hab das Gefühl, dass man im Netz häufig die Aussage liest: "wenn du CD auch mit makeup und Perücke machen willst um zu passen bist du trans, ende aus", ich fühle so aber nur in Teilzeit. Das ganze beschäftigt mich sehr und ich bin verunsichert auch weil es viel zu verlieren gibt.
Detailliert:
Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Letzteres ist nicht unerheblich, im Gegenteil, es ist sogar extrem erheblich, mehr dazu gleich. Also ich bin 37 und habe den Wunsch cross dressing mal zu probieren schon seit ein paar Jahren vielleicht seit 9 Jahren. Damals hatte ich mir eine billige Perücke, falsche Wimpern und irgendeinen Contourkasten bestellt. Damals hatte ich überhaupt keine Ahnung von dem Thema und irgendwie ist es auch nie dazu gekommen, das anzugehen. Ich hatte damals nicht viel Geld übrig und nur die Perrücke aufgsetzt irgendwie keine weitere Lust das zu betreiben.
Während der letzten 9 Jahre habe ich mich aber immer bewusst und unbewusst für das Thema Cross-Dressing interessiert. Das sah so aus, dass ich hier und da mal ne Reportage darüber gesehen, oder beim Thema Trans sei es sexualisiert oder nicht, immer mal hingehört habe und mich aus Interesse auch informiert hab, was das so ist und so weiter. Dabei hatte ich nie das grundlegende Bedürfnis eine Frau zu sein, ich fand es eher spannend und habe mir vielleicht 1-2 mal vorgestellt wie es so wäre. Mehr ist aber nicht passiert, ich habe normales Familienleben gehabt und war damit und mit der Arbeit beschäftigt.
Zeitsprung zum September 2024. Ich weiß nicht was es war oder warum es kam, aber urplötzlich hatte ich wieder das Bedürfnis mich als Frau zu kleiden und zu schminken. Ich habe diesmal Geld in die Hand genommen, mir basic Sachen bestellt sowie make-up. Mit unendlich vielen Stunden Tutorials schauen und Lesen, konnte ich dann nach 5-6 Versuchen ein relativ passables Ergebnis erzielen. In Kombination mit Kleidung (Rock, Strumpfhose und Pumps) sah das ganze dann nicht nur gut aus, sondern hat sich auch richtig und schön angefühlt.
Mein Charakter war schon immer nicht der typisch männliche, aber auch nicht der typisch weibliche, falls man das überhaupt so sagen kann. Mich stört Jahr zu Jahr mehr die toxische Männlichkeit. Fast jeder Mann der ich treffe hat irgendwann unangebrachte Kommentare auf Lager in Richtung irgendeiner Weiblichkeit, sei es gegenüber cis oder gar Trans Frauen. Auch mit typischen männlichen Cliches kann ich nichts anfangen. Ich war schon immer eher schüchtern und emotionaler als meine männlichen Freunde. Wenn ich mal Kontakt zu Frauen hatte als Freunde (über die Ehefrau zb) fand ich diese Gespräche und die Atmosphäre immer viel schöner.
Das alles kombiniert mit dem CD hat schon die Frage "Was bin ich denn eigentlich?" stark beflügelt. Auf reddit wurde mir mehr oder weniger mitgeteilt, du bist 100% trans und es gibt keine cross dresser die ihr eigenes Geschlecht anzweifeln und deshalb bist du ein egg in denial. Ja gut, ich weiß nicht was noch kommen wird, aber ich hab jetzt nicht den Wunsch 24/7 als Frau zu leben. Mich reizt im Moment mich so zu kleiden und zu schminken und am liebsten würde ich auch passen in den Momenten und mal in ein Café gehen oder zum Einkaufen usw. Ich hab aber keine Probleme damit, dass ich dann danach wieder ein Mann bin und auch einen männlichen Vornamen haben. Ich hab also keine Dysphorie in dem Punkt auch nicht körperlich.
Tja was will ich mit dem Beitrag eigentlich erreichen? Ich würde gerne wissen, ob es denn hier Cross Dresser gibt die wirklich auch nur temporär in die Rolle der Frau schlüpfen, um ihre weibliche Seite rauszulassen. Und falls ja muss man sich bei sowas überhaupt "outen"? Es ist ja dann eigentlich eher ein Hobby. Ich identifiziere mich auch nicht wirklich als irgendwas. Klar bin ich ein cis Mann, aber an manchen Tagen fühle ich mich eben eher wie Klara mit allem was dazu gehört. Kleidung, Interessen Sprache usw.
Der Hintergrund der Frage ist der, dass wie oben geschrieben auch eine Familie bei mir mit im Spiel ist. Meine Frau ist supportive aber ich kenne Sie und vermute eher sie toleriert es, weil es für sie kein Dealbreaker ist zur Zeit. SIe hat mir unmissverständlich gesagt, dass wenn ich 24/7 als Frau leben wollen würde also sprich trans, würde sie sich trennen, weil sie sexuell gesehen eben heterosexuell ist. Ok das hat mir auch erstmal einen Schlag verpasst, nicht weil ich das angestrebt habe, aber es ist auch irgendwie damit erstmal vom Tisch bevor ich mir richtig klar werden konnte was überhaupt los. Mit dem jetzigen Modell ist sie einverstanden solang ich mich sexuell als Mann präsentiere (womit ich kein Problem habe)
Ich hab auch überlegt zu einer LGBT+ Beratung zu gehen, aber auch bisschen Sorge, dass die mir dann sagen "ja du bist eigentlich trans". Es ist alles sehr verwirrend, vor allem weil überall Schubladen stecken selbst im LGBTQ+ Bereich. Das ganze ist auch überhaupt nicht sexuell motiviert, bei dem ganzen Gefühl geht es um reine schöne Glücksgefühl, da ist nichts sexualisiert oder so.
Also was bin ich? Gibt es das was ich beschreibe? Oder bin ich trans..? Wenn ich es wäre das eher schlecht weil eine Transition würde bedeuten Ehe aus, Kinder weg, totale Einsamkeit und in einem solchen Zustand könnte ich mir gar nicht vorstellen zu überleben vor allem mental.
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Susi T
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Re: CD und Identitätskrise
So wie du das beschreibst, beschreiben wir ja oft CD. Manchmal auch Teilzeitfrau genannt und geschminkt wird sich da gerne, da wird nunmal vieles gemacht um als Frau wahrgenommen zu werden, wenn das Bedürfnis grad da ist.Klara hat geschrieben: Di 19. Nov 2024, 14:55
Habe kürzlich mit CD angefangen und fühle mich sehr wohl. Gleichzeitig hat es die Frage befeuert, was bin ich eigentlich, cis male und CD? trans? trans auf Teilzeit. Ich hab das Gefühl, dass man im Netz häufig die Aussage liest: "wenn du CD auch mit makeup und Perücke machen willst um zu passen bist du trans, ende aus", ich fühle so aber nur in Teilzeit.
Sicherlich ist alles komplex und mit Schubladen kommt man oft nicht weit, weswegen wir hier auch gerne von Transkosmos reden, da hier alle ein bisschen trans* in sich haben.
Aber wirklich in Transition gehen die wenigsten und um den komplett zu gehen, muß man mit seinem Sein als Mann schon sehr "unzufrieden" sein. Disphorien sind da Standard.
Genieße einfach als Mann eine bereichernde Portion Weiblichkeit, die ab und zu Mal dominant sein möchte, würd ich sagen und mach dir nicht zuviel Streß.
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
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Lavendellöwin
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Re: CD und Identitätskrise
Hmmm..Klara hat geschrieben: Di 19. Nov 2024, 14:55 Auf reddit wurde mir mehr oder weniger mitgeteilt, du bist 100% trans und es gibt keine cross dresser die ihr eigenes Geschlecht anzweifeln und deshalb bist du ein egg in denial.
ich würde eher sagen, das fast alle Personen mal ihr Geschlecht überdenken und mit dem einen oder anderen Gedanken spielen,
wie wäre es denn einen Tag als X zu verbringen. Das hat doch einfach den Reiz mal hinzuspüren, vielleicht besser
die anderen Positionen zu verstehen..
Ich habe mal einen Tag bei einer Weiterbildung und auch abends draussen in Rollstuhl verbracht und einen anderen mit einer
Augenbinde, das hat mir geholfen Menschen mit Einschränkungen zu verstehen und natürlich habe ich dann auch darüber
nachgedacht wie es wäre, wäre es immer so-natürlich wünsche ich mir aber nicht blind zu sein.
Vielleicht klingt der Vergleich jetzt ungeschickt, aber so ungefähr eben.
Bist du denn ein Mann, wenn auch vielleicht ein femininer Mann? Was sagst du?Klara hat geschrieben: Di 19. Nov 2024, 14:55 Ich hab aber keine Probleme damit, dass ich dann danach wieder ein Mann bin und auch einen männlichen Vornamen haben. Ich hab also keine Dysphorie in dem Punkt auch nicht körperlich.
Wenn es so ist das du ein feminin angehauchter Mann bist, alles schön, dann sei das bitte, daran ist nichts Schlechtes.
Ganz im Gegenteil, auch solche Männer braucht es. Mann sein hat auch eine grosse Bandbreite, sogar Röcke darfst du tragen. All fine..
ausserdem finde ich diese das ist 100% männlich ober weiblich Aussagen immer sehr mit Vorsicht zu geniessen.
Du kommst mit deinem Körper völlig klar-gut, naja man könnte trans* sein und keine körperliche Angleichung wünschen aus
vielen Gründen. Für mich ist aber eben die Dysphorie und der Wunsch nach Angleichung, ja der Drang dazu ein ganz klares Zeichen.
Und das sehe ich nicht bei dir..
trotzdem
tatsächlich kannst das nur du zu 100% sagen, du müsstest vielleicht wenigstens ein Ziehen im Herzen spüren wenn du wieder
aus der CD Rolle zurück wechselst. Ist das so?
Ich frage dich direkt, ist dir dein "weiblicher" Anteil wichtiger als der "männliche"?
Ich sage jetzt nicht, das sich das nicht noch ändern kann, aber was ist jetzt gerade?
Du bist zufrieden als Mann, möchtest keine soziale/körperliche Transition, nur ab und an mal eine "Auszeit" in weiblicher Präsentation?
Dann sehe ich das wie Tira, nimm dir die Zeit, hab Freude daran aber mach dir keine dollen Gedanken ob du trans* bist.
Leb einfach und das Leben ist draussen
Habs gut Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Shoshana
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Re: CD und Identitätskrise
Hallo Klara,
mit dem inneren Durcheinander bist du sicher nicht alleine, das kennt hier wohl jede/r.
Das mit dem outen ist auch so ein Ding. Das enge Umfeld sollte schon Bescheid wissen, Heimlichkeiten kosten nur Kraft und verderben den Spaß. Ansonsten braucht es da kein Hinweisschild und wer Interesse hat kann ja Fragen. Ansonsten überfordere deine Frau nicht, nutze ihre Unterstützung und habt Spaß.
LG, Shoshana
mit dem inneren Durcheinander bist du sicher nicht alleine, das kennt hier wohl jede/r.
Sicher gibt es die und zwischen cis - CD - trans ist ganz viel Platz für Zwischenstufen. Habe inzwischen aufgegeben nach einer passenden Schublade zu suchen - ich bin ich und fertig. In welche Schublade mich andere stecken kann ich eh nicht beeinflussen und ist mir auch herzlich egal.Klara hat geschrieben: Di 19. Nov 2024, 14:55 Ich würde gerne wissen, ob es denn hier Cross Dresser gibt die wirklich auch nur temporär in die Rolle der Frau schlüpfen, um ihre weibliche Seite rauszulassen. Und falls ja muss man sich bei sowas überhaupt "outen"? Es ist ja dann eigentlich eher ein Hobby.
Das mit dem outen ist auch so ein Ding. Das enge Umfeld sollte schon Bescheid wissen, Heimlichkeiten kosten nur Kraft und verderben den Spaß. Ansonsten braucht es da kein Hinweisschild und wer Interesse hat kann ja Fragen. Ansonsten überfordere deine Frau nicht, nutze ihre Unterstützung und habt Spaß.
LG, Shoshana
Care about what other people think and you will always be their prisoner. - Lao Tzu
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Christiane
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Re: CD und Identitätskrise
Wenn Du damit klar kommst, dann akzeptiere doch Deine ab und an präsente weibliche Seite.
Deine Frau scheint das ja in dieser Form zu akzeptieren - schon dafür ein riesen Kompliment, Du Glückspilz!
Christiane
Deine Frau scheint das ja in dieser Form zu akzeptieren - schon dafür ein riesen Kompliment, Du Glückspilz!
Christiane
"Pünktchen sind immer süß!"
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laura_naomi
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Re: CD und Identitätskrise
Hallo Klara,
zunächst mal hast Du echt einen total schönen Namen gewählt.
Und Dein Foto sieht echt süß aus.
Ja was bist Du? Was bin ich?
Bezeichnen tue ich mich als Crossdresser, aber darunter verstehen schon viele ganz unterschiedliche Dinge.
Wenn ich als Frau unterwegs bin, fühle ich mich wohl und will auch als Frau wahrgenommen werden. Und ich sage dann: ich fühle mich ganz als Frau.
Wenn ich meinen Alltag als Mann lebe, mich im Spiegel als Mann ansehe, ist das auch völlig in Ordnung und ich werde als Mann wahrgenommen.
Beides jeweils zu seiner Zeit. Das Frausein ist eine unglaubliche Bereicherung und ein schöner Moment in meinem Leben.
Das Mannsein will ich nicht missen.
Ich versuche ich zu sein, mal, wie Fiona es mal so schön sagte, in der einen Verpackung, mal in der anderen Verpackung.
Ob Dir das jetzt viel weiterhilft, weiß ich nicht.
Trotzdem ganz ganz liebe Grüße und ich bin gespannt, wie es mit Dir, wie es mit mir weitergeht.
Laura Naomi
zunächst mal hast Du echt einen total schönen Namen gewählt.
Und Dein Foto sieht echt süß aus.
Ja was bist Du? Was bin ich?
Bezeichnen tue ich mich als Crossdresser, aber darunter verstehen schon viele ganz unterschiedliche Dinge.
Wenn ich als Frau unterwegs bin, fühle ich mich wohl und will auch als Frau wahrgenommen werden. Und ich sage dann: ich fühle mich ganz als Frau.
Wenn ich meinen Alltag als Mann lebe, mich im Spiegel als Mann ansehe, ist das auch völlig in Ordnung und ich werde als Mann wahrgenommen.
Beides jeweils zu seiner Zeit. Das Frausein ist eine unglaubliche Bereicherung und ein schöner Moment in meinem Leben.
Das Mannsein will ich nicht missen.
Ich versuche ich zu sein, mal, wie Fiona es mal so schön sagte, in der einen Verpackung, mal in der anderen Verpackung.
Ob Dir das jetzt viel weiterhilft, weiß ich nicht.
Trotzdem ganz ganz liebe Grüße und ich bin gespannt, wie es mit Dir, wie es mit mir weitergeht.
Laura Naomi
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Malvine
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Re: CD und Identitätskrise
Hallo Klara,
zum einen ein herzliches Willkommen hier im Forum und dann auch gleich noch vielen Dank, dass du uns an deinem Leben teilhaben läßt.
So wie dir ging es wohl den meisten hier als sie ihre weibliche Seite in ihrem Leben einfach zugelassen haben. Da kommen plötzlich Fragen auf, die man sich vorher nie gestellt hat - gerade wenn du hier im Forum auch die eine oder andere Trans-Lebensgeschichte liest.
Dieses Gefühls- und Selbstverständniss-Chaos machen wir alle durch....und wir haben es alle überstanden. Meistens mit dem Ergebniss, ich bin wie ich bin und das ist OK so! Dein Leben- dein ganz individueller Weg.
Auch ich genieße es ab und zu in die weibliche Rolle zu wechseln und versuche dabeiI so authentisch wie möglich zu sein, wobei wir oft den Hang zum Überzeichnen der Weiblichkeit haben.
Wie du schreibst, weiß deine Frau von deiner Leidenschaft und akzeptiert diese. Damit hast du schon ein großes Ziel erreicht, dass du ohne Geheimnisse in deiner Beziehung leben kannst. Wichtig ist im Austausch mit deiner Frau zu bleiben, nicht dass du sie emotional Abhängst und ihr euch aus dem Blick verliert.
Mir ist es wichtig für meine Frau auch weiterhin der Mann zu sein, den sie vor langer Zeit kennen gelernt hat und ich bin ihr dankbar, für die Freiräume, die sie mir gibt. Gerade wenn du eine Familie hast, finde ich es wichtig auf ein ausgewogenes Geben und Nehmen zu achten. Schnell fühlt sich sonst ein Partner vernachlässigt.
Du findest hier im Forum viele Lebensgeschichten, die viele Ähnlichkeiten mit deiner Situation haben. Mir hat es sehr geholfen, zu wissen, dass ich kein Alien auf dieser Welt bin.
LG
Malvine
zum einen ein herzliches Willkommen hier im Forum und dann auch gleich noch vielen Dank, dass du uns an deinem Leben teilhaben läßt.
So wie dir ging es wohl den meisten hier als sie ihre weibliche Seite in ihrem Leben einfach zugelassen haben. Da kommen plötzlich Fragen auf, die man sich vorher nie gestellt hat - gerade wenn du hier im Forum auch die eine oder andere Trans-Lebensgeschichte liest.
Dieses Gefühls- und Selbstverständniss-Chaos machen wir alle durch....und wir haben es alle überstanden. Meistens mit dem Ergebniss, ich bin wie ich bin und das ist OK so! Dein Leben- dein ganz individueller Weg.
Auch ich genieße es ab und zu in die weibliche Rolle zu wechseln und versuche dabeiI so authentisch wie möglich zu sein, wobei wir oft den Hang zum Überzeichnen der Weiblichkeit haben.
Wie du schreibst, weiß deine Frau von deiner Leidenschaft und akzeptiert diese. Damit hast du schon ein großes Ziel erreicht, dass du ohne Geheimnisse in deiner Beziehung leben kannst. Wichtig ist im Austausch mit deiner Frau zu bleiben, nicht dass du sie emotional Abhängst und ihr euch aus dem Blick verliert.
Mir ist es wichtig für meine Frau auch weiterhin der Mann zu sein, den sie vor langer Zeit kennen gelernt hat und ich bin ihr dankbar, für die Freiräume, die sie mir gibt. Gerade wenn du eine Familie hast, finde ich es wichtig auf ein ausgewogenes Geben und Nehmen zu achten. Schnell fühlt sich sonst ein Partner vernachlässigt.
Du findest hier im Forum viele Lebensgeschichten, die viele Ähnlichkeiten mit deiner Situation haben. Mir hat es sehr geholfen, zu wissen, dass ich kein Alien auf dieser Welt bin.
LG
Malvine
Nicht das schwarze Schaf ist anders, die Weißen sind alle gleich
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tabea80
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Re: CD und Identitätskrise
Hallo
Ich bezeichne mich auch als Crossdresser.
Aber innerlich denke ich schon oft dass ich lieber eine Frau wär.
Ich habe auch nur wenige typische männlichen Hobbies. Filde weibliches sozialverhalten angenehmer und komme generell besser mit Frauen als mit Männern aus.
Aber eine Transition kommt für mich definitiv nicht in Frage .
Auch mich zur Frau stylen mach ich nur alle paar Monate, was sich dann aber immer sehr angenehm anfühlt. Raus war ich bisher nur vereinzelt auf dem CSD würde das aber gern erweitern.
Ich denke wie weit jede hier gehen will ist sehr individuell.
Manchen reicht es ab unzu als Frau zu Hause sein, andere wollen so raus in die Öffentlichkeit, andere suchen sexuejle Kontakte, andere wollen ganz zur Frau werden.
Ich bezeichne mich auch als Crossdresser.
Aber innerlich denke ich schon oft dass ich lieber eine Frau wär.
Ich habe auch nur wenige typische männlichen Hobbies. Filde weibliches sozialverhalten angenehmer und komme generell besser mit Frauen als mit Männern aus.
Aber eine Transition kommt für mich definitiv nicht in Frage .
Auch mich zur Frau stylen mach ich nur alle paar Monate, was sich dann aber immer sehr angenehm anfühlt. Raus war ich bisher nur vereinzelt auf dem CSD würde das aber gern erweitern.
Ich denke wie weit jede hier gehen will ist sehr individuell.
Manchen reicht es ab unzu als Frau zu Hause sein, andere wollen so raus in die Öffentlichkeit, andere suchen sexuejle Kontakte, andere wollen ganz zur Frau werden.
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Knäckebrötchen
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Re: CD und Identitätskrise
Hallo Klara,
willkommen im Forum
Zuerstmal: bloß weil irgendwer im Internet sagt "Du bist ein egg" - nö. Die Antwort auf diese Frage kannst am Ende nur Du geben und ich würde dafür die Unterstützung einer Beratungsstelle oder eine therapeutische Begleitung empfehlen. So aus persönlicher Erfahrung heraus. Einfach nur, um mal einen Raum zu öffnen, in dem Du unbefangen und geleitet in dich hinein horchen kannst.
Dann: trans*-sein tut nicht weh, dich wird niemand zu irgendwas zwingen, solltest Du für dich feststellen "ja, ich bin doch trans*". Das ist so ein weites Feld, wie oben schon so richtig geschrieben. Und ob Du das dann am Ende auch lebst... ist doch deine Entscheidung!
Du setzt 24/7 als Frau präsentieren mit trans*-sein gleich, das ist ja nicht das selbe. Oder war die Aussage deiner Frau eher "wenn Du dich als Frau/weiblich verstehst (also hier: trans*), möchte ich nicht mit dir verheiratet bleiben."? Das war nämlich die Reaktion meiner Frau: Du bist trans* (Frau/weiblich), nicht "Mann" und ich möchte mit einer Person zusammen leben, die sich als Mann definiert." - Heißt: egal ob ich nun weiterhin männlich gelesen mit Vollbart und altem Namen durch's Leben gelaufen wäre oder nicht, für meine Frau war die Ehe zu Ende. Dann hätten wir uns halt so getrennt, bzw. uns scheiden lassen.
Jetzt lebe ich seit über einem Jahr offen als Transfrau (achtung: Selbstbezeichnung) und bin privat wie beruflich ohne große Probleme im neuen Leben angekommen. Inklusive HRT und Personenstandsänderung (seit 14.11. Yay!). Ja, das Scheidungsverfahren läuft, aber ich habe ein gutes Verhältnis zu meinen 4 Kindern und sehe sie regelmäßig. Ich habe mehr neue Freunde gefunden, besonders unter Kolleginnen, die meine Transition wirklich ernst nehmen und damit dieser Aspekt des "da könnte mehr dahinterstecken als nur eine Freundschaft" wegfällt.
Also: langer Rede kurzer Sinn, trans* sein kann, wo es Leidensdruck senkt, wirklich schön und befreiend sein. Aber nicht jede trans* Person geht auch in die Transition, sozial oder körperlich, weil dazu nicht zwingend auch dieser Leidensdruck bestehen muss. Nimm Dir Zeit, genieße deine feminine Seite und gib deiner Frau die Chance, ihre Grenzen zu benennen und dann respektiere diese!
Liebe Grüße
Knäcke
willkommen im Forum
Zuerstmal: bloß weil irgendwer im Internet sagt "Du bist ein egg" - nö. Die Antwort auf diese Frage kannst am Ende nur Du geben und ich würde dafür die Unterstützung einer Beratungsstelle oder eine therapeutische Begleitung empfehlen. So aus persönlicher Erfahrung heraus. Einfach nur, um mal einen Raum zu öffnen, in dem Du unbefangen und geleitet in dich hinein horchen kannst.
Dann: trans*-sein tut nicht weh, dich wird niemand zu irgendwas zwingen, solltest Du für dich feststellen "ja, ich bin doch trans*". Das ist so ein weites Feld, wie oben schon so richtig geschrieben. Und ob Du das dann am Ende auch lebst... ist doch deine Entscheidung!
Du setzt 24/7 als Frau präsentieren mit trans*-sein gleich, das ist ja nicht das selbe. Oder war die Aussage deiner Frau eher "wenn Du dich als Frau/weiblich verstehst (also hier: trans*), möchte ich nicht mit dir verheiratet bleiben."? Das war nämlich die Reaktion meiner Frau: Du bist trans* (Frau/weiblich), nicht "Mann" und ich möchte mit einer Person zusammen leben, die sich als Mann definiert." - Heißt: egal ob ich nun weiterhin männlich gelesen mit Vollbart und altem Namen durch's Leben gelaufen wäre oder nicht, für meine Frau war die Ehe zu Ende. Dann hätten wir uns halt so getrennt, bzw. uns scheiden lassen.
Jetzt lebe ich seit über einem Jahr offen als Transfrau (achtung: Selbstbezeichnung) und bin privat wie beruflich ohne große Probleme im neuen Leben angekommen. Inklusive HRT und Personenstandsänderung (seit 14.11. Yay!). Ja, das Scheidungsverfahren läuft, aber ich habe ein gutes Verhältnis zu meinen 4 Kindern und sehe sie regelmäßig. Ich habe mehr neue Freunde gefunden, besonders unter Kolleginnen, die meine Transition wirklich ernst nehmen und damit dieser Aspekt des "da könnte mehr dahinterstecken als nur eine Freundschaft" wegfällt.
Also: langer Rede kurzer Sinn, trans* sein kann, wo es Leidensdruck senkt, wirklich schön und befreiend sein. Aber nicht jede trans* Person geht auch in die Transition, sozial oder körperlich, weil dazu nicht zwingend auch dieser Leidensdruck bestehen muss. Nimm Dir Zeit, genieße deine feminine Seite und gib deiner Frau die Chance, ihre Grenzen zu benennen und dann respektiere diese!
Liebe Grüße
Knäcke
Sapphic | Trans* | Femme
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Anja61
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Re: CD und Identitätskrise
Hallo Klara,
Du bist nicht alleine mit Deinen Gedanken, denn viele von uns wälzen immer wieder mal diese Probleme im Kopf herum.
Also: Du bist unsicher, Du hast Verlustangst, das ist normal, denn Du hast Dich auf einen (Deinen) Weg begeben, das Ziel ist unklar, aber vielleicht muss es auch gar nicht definiert werden. Was Du letzten Endes wirklich willst, wirst Du herausfinden.
Klasse finde ich, dass Deine Frau so tolerant ist, wie Du sie beschrieben hast. Vielfach ist das nicht so, bzw. Du hast Dich ihr gegenüber immerhin schon offenbart, woran viele von uns schonmal Abstand nehmen oder scheitern. So hast Du also gute Voraussetzungen, weiterzumachen.
Du lebst in Nürnberg? Das ist eine Großstadt, und da könnte es schon eine Trans-Selbsthilfegruppe geben, zu deren Treffen Du mal gehen könntest. Vielleicht gibt es auch Treffen von queeren Menschen aller "Kategorien", die interessant sein könnten.
Aus eigener Erfahrung noch: ein Individuelles Coaching durch eine Trans-Person kann eine große Hilfe sein. Vielleicht gibt es in Nürnberg eine Möglichkeit hierfür.
Alles Gute und liebe Grüße
Anja
Du bist nicht alleine mit Deinen Gedanken, denn viele von uns wälzen immer wieder mal diese Probleme im Kopf herum.
Also: Du bist unsicher, Du hast Verlustangst, das ist normal, denn Du hast Dich auf einen (Deinen) Weg begeben, das Ziel ist unklar, aber vielleicht muss es auch gar nicht definiert werden. Was Du letzten Endes wirklich willst, wirst Du herausfinden.
Klasse finde ich, dass Deine Frau so tolerant ist, wie Du sie beschrieben hast. Vielfach ist das nicht so, bzw. Du hast Dich ihr gegenüber immerhin schon offenbart, woran viele von uns schonmal Abstand nehmen oder scheitern. So hast Du also gute Voraussetzungen, weiterzumachen.
Du lebst in Nürnberg? Das ist eine Großstadt, und da könnte es schon eine Trans-Selbsthilfegruppe geben, zu deren Treffen Du mal gehen könntest. Vielleicht gibt es auch Treffen von queeren Menschen aller "Kategorien", die interessant sein könnten.
Aus eigener Erfahrung noch: ein Individuelles Coaching durch eine Trans-Person kann eine große Hilfe sein. Vielleicht gibt es in Nürnberg eine Möglichkeit hierfür.
Alles Gute und liebe Grüße
Anja
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Klara
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Re: CD und Identitätskrise
Ist schwierig zu sagen, ich würd sagen wenn ich als Mann unterwegs bin, bin ich in so einem "ist mir egal wer ich bin" status. Ich fühle mich nicht besonders männlich oder unmännlich. Ich hab eh das Gefühl als Mann unsichtbar für die Gesellschaft zu sein und mache dann einfach das worauf ich Lust hab, aber ob ich das grad als Mann tue oder nicht ist mir nicht wichtig. Es ist eben der "Default" Status.Lavendellöwin hat geschrieben: Di 19. Nov 2024, 16:37 Bist du denn ein Mann, wenn auch vielleicht ein femininer Mann? Was sagst du?
Könnte mir durchaus vortellen, als femininer Mann definiert zu werden. Aber wenn ich eben Makeup und Sachen anziehe will ich mich als Frau fühlen und auch so agieren / wahrgenommen werden und bin auch vom Wesen etwas anders als als Mann
Naja ziehen, es ist Schade aber es schmerzt jetzt nicht, ich freue mich dann eher aufs nächste mal und denke daran was für ein "Event" das sein könnte.Lavendellöwin hat geschrieben: Di 19. Nov 2024, 16:37 tatsächlich kannst das nur du zu 100% sagen, du müsstest vielleicht wenigstens ein Ziehen im Herzen spüren wenn du wieder
aus der CD Rolle zurück wechselst. Ist das so?
Im Moment ist der weibliche Anteil wichtiger, weil alles so neu ist (ca 4-5 Wochen nur?) und ich noch viel machen will und Pläne habe.Lavendellöwin hat geschrieben: Di 19. Nov 2024, 16:37 Ich frage dich direkt, ist dir dein "weiblicher" Anteil wichtiger als der "männliche"?
Danke dir für deine Antworten
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Helga
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Re: CD und Identitätskrise
Liebe Klara,Klara hat geschrieben: Di 19. Nov 2024, 14:55 Das ganze beschäftigt mich sehr und ich bin verunsichert auch weil es viel zu verlieren gibt.
wenn ein Mann sich gerne weiblich anzieht und stylt, dann bedeutet das zunächst einmal nur eines: Wir haben es mit einem Mann zu tun, der sich gerne weiblich anzieht und stylt. Mehr nicht!
Was dich (und mich und die meisten anderen hier) umtreibt ist kein Gendefekt, keine psychische Krankheit und auch keine Identitätsstörung, auch wenn derlei gelegentlich behauptet wird. Es ist einfach nur eine leichte Variation dessen, was mainstreamdenkende Menschen als Normal empfinden würden. Leider neigen Viele (auch viele, die es eigentlich besser wissen müssten) dazu Menschen wie uns als "Transsexuell" zu labeln, was völliger Quatsch ist. Ich gebe zu, dass dies zu Teil auch unser Verschulden ist, da wir die Crossdresser- Fahne nicht wirklich hochhalten und zum größten Teil aus Rücksicht auf Familie, Freunde, Beruf "verdeckt" unterwegs sind. Dies unterscheidet uns (Crossdresser) von einigen wenigen Transsexuellen, die in dieser Hinsicht alles verloren haben und ihre Lebensgeschichte mit einem ausgeprägten Sendungsbewusstsein in den Medien und sozialen Netzwerken ausbreiten.
So individuell deine bisherige Lebensgeschichte auch ist, sie ähnelt sehr stark der meinen und auch der Vita der übrigen ca. 2.000 Mitglieder dieses Forums. Ich möchte sogar noch weiter gehen: Ich behaupte, dass mindestens 10% aller Männer unseres Kulturkreises durchaus Lust hätten einmal ein Kleid, Unterwäsche oder zumindest eine weibliche Strumpfhose anzuziehen. Die meisten trauen sich allerdings nicht. Von daher kann ich dir nur zu deinem Schritt gratulieren!
Ich kann dir aus eigener Erfahrung berichten: Crossdressing tut nicht nur gut, es fördert auch die Gesundheit. Bevor ich mir diese Neigung mit 50 Jahren selbst eingestanden habe, war ich ein typischer Mann meines Alters: Übergewicht, Bluthochdruck, zuviel Cholesterin. Mit aktivem Crossdressing viel das Abnehmen plötzlich sehr leicht, mit den Kilos purzelten auch der Blutdruck und der Cholesterinspiegel.
Ich betreibe Crossdressing (leider viel zu selten) um komplett aus meinem männlichen Alltag auszusteigen. Ich erlebe dabei Gefühle und Erfahrungen, die einem cis- Mann ein Leben lang verwehrt bleiben. Und was noch sehr wichtig ist: Ich habe in den letzten Jahren einige sehr wertvolle Menschen auch persönlich kennen gelernt. Gespräche finden halt auf einer ganz anderen Ebene statt, wenn man (frau) vor dem Gegenüber nichts verbergen muss.
Ich glaube, das war jetzt genug Lobpreisung. Schau dich im Forum um und genieße deine weibliche Zeit!
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Klara
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Re: CD und Identitätskrise
Vielen Dank Helga, den gesundheitlichen Teil konnte ich auch schon erleben. Ich hab 9 Kilo abgenommen, was mir als reiner Mann immer schwerviel, war mit der Motivation meine Beine in einer schönen Feinstrumpfhose und einem Rock zu sehen viel einfacher und es sieht auch wirklich gut aus
Ich freue mich generell über die vielen lieben Nachrichten hier und werde dann einfach erstmal das tun worauf ich Lust habe, die Kommunikation mit meiner Frau aufrecht erhalten in der Sache und schauen was passiert. Mich freut es auf jeden Fall sehr die weibliche Seite rauszulassen und das gern auch öffentlich schon mit so Andeutungen. Heute bin ich zum Aldi gegangen mit lakierten Nägeln, Damenstiefel (nicht so wirklich von Männern zu unterscheiden und etwas lipgloss drauf) hat auch keinen interessiert aber ich hab mich wohler gefühl als je zuvor
Ich freue mich generell über die vielen lieben Nachrichten hier und werde dann einfach erstmal das tun worauf ich Lust habe, die Kommunikation mit meiner Frau aufrecht erhalten in der Sache und schauen was passiert. Mich freut es auf jeden Fall sehr die weibliche Seite rauszulassen und das gern auch öffentlich schon mit so Andeutungen. Heute bin ich zum Aldi gegangen mit lakierten Nägeln, Damenstiefel (nicht so wirklich von Männern zu unterscheiden und etwas lipgloss drauf) hat auch keinen interessiert aber ich hab mich wohler gefühl als je zuvor
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Desiree Maxima
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Re: CD und Identitätskrise
Liebe Klara,
ich denke, was oder wer Du wirklich bist, kannst nur Du selbst für Dich herausfinden. Ich möchte jetzt auch gar keine weiß ich wie tollen Ratschläge geben - ich kann nur berichten, wie es mir dabei geht, herauszufinden was oder wer ich bin. Die Erfahrungen aller hier im Forum haben sicher maßgeblich dazu beigetragen, mir auf meinem bisherigen Weg zu helfen. Ich bin sicher, daß Du auch die passenden Anregungen für Deinen eigenen, persönlichen Weg finden kannst.
Viele oder gar fast alle in diesem Forum sind in dieser Situation vor ähnlichen Fragen gestanden und jede/r hat, so wie es aussieht Antworten gefunden und geht nun ihren eigenen Weg. Ich denke, in unserem Fall gibt es kein Schwarz oder Weiß sondern unendlich viele Grautöne.
Dieses Forum in ein phantastischer Gabentisch - alle bringen Ihre Erfahrungen mit und legen sie auf den Tisch und Du kannst Dir davon mitnehmen, was Dir gefällt - wo Du Dir vielleicht denkst "Ja das sehe ich auch so" oder "Hey, super Idee, das versuche ich auch mal". Alles andere kannst Du einfach am Tisch liegen lassen, mit dem kann ja sicherlich jemand anders etwas anfangen.
Ähnlich wie bei Dir, war es erst vor kurzem, nämlich im August, soweit, daß sich meine in mir schlummernde und viele Jahre unterdrückte feminine Seite mit voller Wucht ihren Weg an die Oberfläche bahnte. Tja, und dann kamen gefühlt eine Million Fragen in mir hoch. Genauso wie bei Dir auch die Fragen, wer bin ich, was bin ich, bin ich trans*, bin ich "nur" Crossdresser, möchte ich vielleicht sogar den ganzen Weg mit HET und GaOP gehen und auch meine Transsexualität habe ich in Frage gestellt. Alles in Allem ein ziehmliches Chaos in mir.
Mittlerweile hat sich bei mir der erste innere Aufruhr gelegt und ich lasse vieles auf mich zukommen und schau mal, wie sich das ganze weiterentwickelt. Aktuell genieße ich es sehr, mich feminin zu kleiden, bin am Üben mit Makeup und habe mir gestern meine erste Perücke in einem Fachgeschäft gekauft. Und jetzt grade liege ich nach dem Rennradtraining und Abendessen mit dem Laptop im MM auf der Couch, schreibe diese Zeilen und geniesse das Ausspannen auch auf diese Art und Weise und dränge mich nicht mehr innerlich, ein Kleid und Strumpfhosen oder sonst ein feminines Kleidungsstück anzuziehen. Was ich damit sagen will - auch als Mann fühle ich mich wohl in meiner Haut.
Eine Empfehlung habe ich nun doch für Dich: Laß es ruhig angehen. Schau mal, wie sich das alles bei Dir im Laufe der Zeit entwickelt und hab Geduld mit Dir. Nicht auf alle Fragen kommt sofort eine Antwort. Manches braucht Zeit um sich zu setzen und dann kommen die Antworten fast von alleine.
Und ich finde, Du siehst toll aus auf Deinem Profilfoto
Alles Liebe
Desiree
ich denke, was oder wer Du wirklich bist, kannst nur Du selbst für Dich herausfinden. Ich möchte jetzt auch gar keine weiß ich wie tollen Ratschläge geben - ich kann nur berichten, wie es mir dabei geht, herauszufinden was oder wer ich bin. Die Erfahrungen aller hier im Forum haben sicher maßgeblich dazu beigetragen, mir auf meinem bisherigen Weg zu helfen. Ich bin sicher, daß Du auch die passenden Anregungen für Deinen eigenen, persönlichen Weg finden kannst.
Viele oder gar fast alle in diesem Forum sind in dieser Situation vor ähnlichen Fragen gestanden und jede/r hat, so wie es aussieht Antworten gefunden und geht nun ihren eigenen Weg. Ich denke, in unserem Fall gibt es kein Schwarz oder Weiß sondern unendlich viele Grautöne.
Dieses Forum in ein phantastischer Gabentisch - alle bringen Ihre Erfahrungen mit und legen sie auf den Tisch und Du kannst Dir davon mitnehmen, was Dir gefällt - wo Du Dir vielleicht denkst "Ja das sehe ich auch so" oder "Hey, super Idee, das versuche ich auch mal". Alles andere kannst Du einfach am Tisch liegen lassen, mit dem kann ja sicherlich jemand anders etwas anfangen.
Ähnlich wie bei Dir, war es erst vor kurzem, nämlich im August, soweit, daß sich meine in mir schlummernde und viele Jahre unterdrückte feminine Seite mit voller Wucht ihren Weg an die Oberfläche bahnte. Tja, und dann kamen gefühlt eine Million Fragen in mir hoch. Genauso wie bei Dir auch die Fragen, wer bin ich, was bin ich, bin ich trans*, bin ich "nur" Crossdresser, möchte ich vielleicht sogar den ganzen Weg mit HET und GaOP gehen und auch meine Transsexualität habe ich in Frage gestellt. Alles in Allem ein ziehmliches Chaos in mir.
Mittlerweile hat sich bei mir der erste innere Aufruhr gelegt und ich lasse vieles auf mich zukommen und schau mal, wie sich das ganze weiterentwickelt. Aktuell genieße ich es sehr, mich feminin zu kleiden, bin am Üben mit Makeup und habe mir gestern meine erste Perücke in einem Fachgeschäft gekauft. Und jetzt grade liege ich nach dem Rennradtraining und Abendessen mit dem Laptop im MM auf der Couch, schreibe diese Zeilen und geniesse das Ausspannen auch auf diese Art und Weise und dränge mich nicht mehr innerlich, ein Kleid und Strumpfhosen oder sonst ein feminines Kleidungsstück anzuziehen. Was ich damit sagen will - auch als Mann fühle ich mich wohl in meiner Haut.
Eine Empfehlung habe ich nun doch für Dich: Laß es ruhig angehen. Schau mal, wie sich das alles bei Dir im Laufe der Zeit entwickelt und hab Geduld mit Dir. Nicht auf alle Fragen kommt sofort eine Antwort. Manches braucht Zeit um sich zu setzen und dann kommen die Antworten fast von alleine.
Und ich finde, Du siehst toll aus auf Deinem Profilfoto
Alles Liebe
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"Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige." (Seneca)
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Jaddy
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Re: CD und Identitätskrise
Wie auch die vielen anderen geschrieben haben: Du bist was du bist. Kein anderer Mensch kann dir wirklich sagen, "was" du bist.
Label sind auch eher Landmarken oder Leuchttürme. Keine Verpflichtung.
Und zwischen und ausserhalb von cis und trans gibt es eine Menge möglicher Label.
Bigender, Genderfluid, das ganze nichtbinäre Spektrum zum Beispiel.
Zielführendere Fragen könnten sein: Was brauchst du? Was ist dir wichtig? Was macht dich zufriedener, wenn nicht sogar glücklich?
Deine "weibliche Zeit", deine Kinder, deine Familie zum Beispiel.
Auch deine "männliche Zeit"? Auch weil sie vielleicht so unanstregend ist?
Fühlst du dich wohl in der Intensität? Möchtest du mal mehr mal weniger?
Wie geht es dir in deinem Körper?
Du hast alle Freiheiten. Du kannst erforschen, was dir gut tut und das darf sich auch verändern!
Hab Spass an der Reise und gönn dir die kleinen und großen Abenteuer.
Genau betrachtet gibt es fast keine einmal-für-immer Entscheidungen und keine Zwangsläufigkeiten.
Label sind auch eher Landmarken oder Leuchttürme. Keine Verpflichtung.
Und zwischen und ausserhalb von cis und trans gibt es eine Menge möglicher Label.
Bigender, Genderfluid, das ganze nichtbinäre Spektrum zum Beispiel.
Zielführendere Fragen könnten sein: Was brauchst du? Was ist dir wichtig? Was macht dich zufriedener, wenn nicht sogar glücklich?
Deine "weibliche Zeit", deine Kinder, deine Familie zum Beispiel.
Auch deine "männliche Zeit"? Auch weil sie vielleicht so unanstregend ist?
Fühlst du dich wohl in der Intensität? Möchtest du mal mehr mal weniger?
Wie geht es dir in deinem Körper?
Du hast alle Freiheiten. Du kannst erforschen, was dir gut tut und das darf sich auch verändern!
Hab Spass an der Reise und gönn dir die kleinen und großen Abenteuer.
Genau betrachtet gibt es fast keine einmal-für-immer Entscheidungen und keine Zwangsläufigkeiten.