Wieder wird der Irrglaube zementiert, "Burnout" sei eine eigenständige Krankheit:
Das ist Quatsch. Kein Psychiater kann diese Diagnose stellen, weil es sie nicht gibt.Der Psychiater sagte mir, ich würde die Situation verkennen und schrieb mich für einige Wochen mit der Diagnose Burnout krank.
"Burnout" ist lediglich ein Modewort, um die damit einhergehenden psychischen Störungen lt. ICD (Depression, Angststörungen, Traumatisierung usw.) zu verschleiern und schönzureden. Während Chefs und Kolleg:innen bei der wahren Diagnose die Nase rümpfen und endlich Gelegenheit haben, der Betroffenen alle Kompetenz und Belastbarkeit abzusprechen, gibt es bei "Burnout" teils sogar Bewunderung ("Die hat gearbeitet bis zum Umfallen - hurra!").
Es ist schön, dass es für die Betroffene offenbar die Lösung war, ein paar Wochen auf dem Jakobsweg zu laufen, ihre Arbeit aufzugeben, fortan von Erspartem zu leben und der Fiktion von der Tätigkeit einer erfolgreichen Couchin und Autorin nachzuhängen. Mag jede, die sich in ähnlicher Situation befindet, selbst beurteilen, ob das auch für sie eine lebbare "Lösung" darstellen würde.