Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e l a
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Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
MEL
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Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e l a

Post 1 im Thema

Beitrag von MEL »

Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e l a n i e

Moin und Hallo zusammen,

nachdem ich in den letzten Wochen aus beruflichen wie auch privaten Gründen wenig Zeit fand, mich aktiv am "Forenleben" zu beteiligen, will ich heute die Gelegenheit ergreifen, von unserem Kurztrip nach Berlin zu berichten.
Nein, keine Angst, dies soll kein Reisebericht über die Sehenswürdigkeiten Berlins werden,
sondern ein Erlebnis schildern, welches an einem Tag mit / als MELANIE stattfand.
Um dies für die/den Leseinteressierte/-n besser einordnen zu können, schicke ich einige erklärende Informationen vorweg.

Meine Frau hatte im Oktober Geburtstag und anstatt Geschenke nebst Party für Freunde zu Hause auszurichten hatten wir uns entschlossen, lieber der Bundeshauptstadt für einige Tage einen Besuch abzustatten. Nachdem wir vor 5 Jahren erstmalig gemeinsam Berlin besucht und in unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Platz Quartier bezogen hatten, entschieden wir uns diesmal für ein Hotel etwas außerhalb von Berlin — im Stadtteil Köpenick / Friedrichshagen, insgesamt 4 Nächte Ü/F im guten 3*-Hotel.

Da die Gelegenheit sich als Melanie zu Hause — im Heimatort bei Flensburg — zu zeigen gegen Null tendieren
(die Gründe hierzu möchte ich jetzt nicht im Einzelnen auflisten, sind aber dem/der Ein oder Anderen hier beheimateten
User teilweise auch bekannt!), werden solche Reisen gerne zum Anlass genommen, auch mal "die Frau im Manne" nach außen zu zeigen!
So wurde auch diesmal doppelt gepackt, einmal die Klamotten für das Ehepaar und zum Zweiten für MEL(-anie).
Da Letztere mal wieder reichlich unentschlossen war, was man/äh Frau denn so anziehen wollte, :?
angefangen von der Perücke über Schmuck bis hin zu den Schuhen, wurde es wieder mal ein separater Koffer voll Utensilien.
Offen war hingegen ob, wann und wie Melanie innerhalb dieses Kurztrips ihren Auftritt haben würde, das wollte ich/wir kurzfristig entscheiden. Hatten uns zwar so einiges für Berlin vorgenommen, aber ohne konkrete Planungen mit festgelegten Terminen.

Im Vorfeld war ich beruflich extrem eingespannt gewesen, hatte bis Samstagmorgens im Schichtdienst gearbeitet (70Std-Woche),
am gleichen Tag sollte unsere Tochter nach 5-wöchigem Aufenthalt bei uns am Nachmittag wieder in den Pütt (Studium) reisen, und
so kam ich also erst am frühen Abend dazu, Reisevorbereitungen zu treffen. :roll:
Dazu kam, dass sowohl meine Frau als auch ich seit Tagen gesundheitliche Probleme hatten und wir Tage vorher schon überlegt hatten,
ob wir die Reise überhaupt antreten sollten. Nun, man hatte Urlaub genommen, ein Hotel reserviert und freute sich eigentlich auch, mal wieder raus zu kommen und dazu noch die Gelegenheit, den Geburtstag der Frau zu feiern.

Lange Rede, wir reisten sonntags, den 07.Oktober, an und sollten bis kommenden Donnerstagmorgen bleiben.
Bevor es nun ein Roman wird, versuche ich hier das Ganze auf das eigentliche Thema zu verkürzen.
Hotel nebst Personal und Frühstück war ok, aber halt doch ziemlich jwd — janz weit draußen! Mal eben kurz mit Tram, S-Bahn
und U-Bahn und schon war man nach ca. 60 — 80 Minuten im Stadtzentrum, zurück am Abend konnten dann auch schon mal 1 -¾ Std
daraus werden, aber laut Internet-Auftritt Hotel war man in 25 Minuten in Berlin Mitte. :oops:
Das Wetter war durchwachsen, neben einigen Regenschauern gab es auch sonnige Abschnitte, aber zu den vorangegangenen Tagen verhältnismäßig kühl und windig (dabei sind wir von der Küste sturmerprobt!).

So, nun zu des Pudel"™s Kern, äh Melanies Auftritt.

Also am Vorabend des Geburtstags — wir saßen gerade beim Abendessen im Steakhaus - fragte ich meine Frau,
wie sie sich die Gestaltung des kommenden Tag denn vorstellen würde, denn es sei ihr Ehrentag und alles solle
nach ihren Wünschen ablaufen!
Und was sagt mein Schatz da?
"Also den Geburtstag möchte ich gemeinsam mit Mel verbringen, wir machen uns einen richtig schönen Frauentag!"
Was hat mein Herz da für einen Freudensprung getan, dass sie sich dies ausgerechnet an ihrem Geburtstag wünschte
und ich musste dennoch nachfragen: "Ist das dein Ernst? Bist Du Dir da sicher??" 8)
Und ja, sie war es. Wir können spazieren und Bummeln gehen, am Nachmittag irgendwo ein Cafe besuchen und abends schick
essen gehen, so war ihr Vorschlag!

Der nächste Morgen, die Sonne schien wie bestellt und ich gratulierte meinem Schatz — u.a. auch zum Erreichen der Schnapszahl.

Leider hatten wir beide tags zuvor einen ziemlichen Einkaufsmarathon hingelegt (12 Std in der Berliner Innenstadt unterwegs gewesen)
und das hatte uns beide ziemlich geschlaucht. :x
Dies ging eindeutig auf meine Kappe, hatte ich doch u.a. den Besuch in einem Perückenladen, Klamotten- und diverse Schuhläden
wie Schuh-Kauffm"¦ auf dem Zettel gehabt, "¦ und all das ohne wirklich fündig zu werden.
Wir kamen schlussendlich mit 2 Rollis und einem Pullover für meine Frau ins Hotel zurück, die wir auch in Flensburg ohne Probleme hätten finden können. Das war dann zusätzlich frustrierend und es kam mir vor, als stünde dieser Aufenthalt unter keinem guten Stern. Metropole Berlin, Millionenstadt, tausend Läden, man/Frau läuft sich die Hacken wund und für Mel nix vernünftiges anzuziehen. Grrrrrgh!! :cry:

Der Besuch im Perückenladen am Berliner Alex ist eine Story für sich, dies an anderer Stelle. Nur so viel, ich war als normaler Mann in Begleitung meiner Frau dort! :shock: :mrgreen:

So, nun also der Geburtstagsmorgen, die Sonne schien aber die Knochen taten weh, zum Einen vom Stress-Tag zuvor und zum Andern,
weil die Betten auch nicht die Bequemsten waren. So hofften wir, dass nach einer warmen Morgendusche und gutem Frühstück wir guten
Mutes und voller Tatendrang sein würden.

Nach dem Frühstück gingen wir zurück aufs Zimmer und es sollte die Verwandlung zu Melanie beginnen.
Draußen schien zwar die Sonne, aber es war extrem windig an diesem Tag und das Thermometer zeigte aktuell 9-° C.

Bei der Zusammenstellung des Outfits stellte sich nun heraus, dass ich zwar u.a. auch 2 dickere FSH (60- bzw. 80DEN) mitgenommen hatte, aber diese vorher nicht kontrolliert hatte und nun feststellte, das bei der neuen Kunert-FSH das Höschenteil extrem lang geschnitten und unter dem Jeansrock (handbreit überm Knie endend) beim sitzen hervor lugte und die andere FSH deutliche Gebrauchsspuren aufwies. Als Alternative wären nur dünne hautfarbene Glanzstrumpfhosen (15Den) in Betracht gekommen. Schon baute sich wieder ein gewisser Frust = Ärger über sich selbst!!! auf. :evil:

Nun gut, als die Kleidungswahl geregelt war und ich die Unterwäsche nebst Silis angelegt hatte, ging es ans Schminken,
welches mein Schatz für mich übernahm. Ich hatte schon morgens beim Rasieren bemerkt, dass meine Haut heute sehr
grobporig war und ich auch sonst nicht den frischesten Eindruck machte. Weiß nicht, ob ihr genauso empfindet bzw. ähnliches
schon festgestellt habt, je nach Tagesform zeigt sich die Haut mal grob- mal feinporiger, auch die Augenpartie und Falten treten
mehr in den Vordergrund als normal?!

Nun gut, dachte ich, sie wird das schon regeln und das Make-up wird das Kaschieren.
Als sie nach 25 Minuten fertig war, konnte ich das Ergebnis im Spiegel betrachten.
Na, geht doch, oder"¦?
Jetzt noch die Bluse an sowie Haarmütze auf und Schmuck angelegt und schon sieht dir
eine — wenn auch schon reifere - Dame aus dem Spiegel entgegen.
Aber irgendwie war es nicht wie sonst, das feeling, wenn MEL sich fertig gestylt im Spiegel betrachtete.
Meine Frau merkte mir dies wohl an und fragte, stimmt was nicht? Nee, alles ok.
Na, dann schminke ich mich noch kurz und dann können wir ja los.

Unser erster Tagesordnungspunkt sollte der Besuch eines Einkaufscenters in Köpenick (FORUM) werden und wir hatten uns für den heutigen Tag dazu entschlossen, mit dem eigenen Wagen zu fahren, da wir so flexibler und Fußschonender unterwegs sein würden.

Also Jacken an und raus aus dem Zimmer, an der Rezeption vorbei und zum Wagen. Während ich in Rock und Stiefeln (6,5 cm Absatz) unterwegs war, hatte sich meine Frau für Hose und bequemes=flaches Schuhwerk entschieden. Damit ergab sich eine Längen-differenz von 22cm, nun für ein Pärchen Mann mit Frau nicht ungewöhnlich, aber wenn dann 2 Frauen nebeneinander hergehen und die eine davon ist bummelig 191 cm, dann bleibt das kaum unbeachtet. Aber dies war ja für mich kein Neuland, hatte ich doch schließlich schon gemeinsame Shopping-Touren mit meiner Frau in Saarbrücken und Essen mit Bravour und voller Selbstbewusstsein gemeistert. So ging es dann zum Einkaufszentrum Forum Köpenick.

Nachdem wir den Wagen im Parkhaus geparkt hatten, mussten wir dieses verlassen um das EKZ zu erreichen.
Kaum raus auf der Straße machte sich der Wind an meinem Skalp zu schaffen und es folgten andauernd Handbewegungen
zum Kopf, um die ein oder andere Strähne zu richten bzw. um zu prüfen, ob alles noch sitzt. Schon bei der dritten Begegnung
mit Passanten blieben mir erste prüfende Blicke nicht verborgen.

Nachdem wir das EKZ erreicht hatten, bummelten wir durch die Passagen und meine Frau korrigierte mich,
dass meine Schritte im Gegensatz zu den sonstigen Auftritten zu männlich wirkten und ich heute irgendwie
verspannt und gar nicht locker wirkte
. Wir hatten eigentlich bewusst das EKZ als ersten Anlaufpunkt gewählt, weil
wir dort noch kein allzu großes Menschenaufkommen vermuteten und ich mich erst wieder an die Rolle als MEL gewöhnen sollte.

Nach 1 Stunde verließen wir das EKZ und traten wieder raus auf die Hauptstraße. Dort mussten wir an der Ampel warten und
MEL sollte ihre gute Tat an diesem Morgen verrichten, denn es hakte sich ein älterer Herr (so Mitte/Ende Siebzig) bei mir ein
und fragte, ob ich ihn denn über die Straße geleiten könne, denn er sei nicht mehr gut zu Fuß und die Grünphasen seien auch so kurz.
Nun, dies tat ich selbstverständlich gern und wir waren dann auch wohlbehalten auf der gegenüberliegenden Seite angekommen, wo er sich nochmals bedankte und uns einen guten Tag wünschte.
Natürlich konnte ich mir auch in dieser Situation bewusst sein, dass dies von einigen Passanten und natürlich auch den wartenden Autofahrern registriert worden war, welch stattliches Exemplar von Frau dort einen älteren Herrn über die Straße zerrt! :lol:

Aber offen und ehrlich, in dieser Situation war es mir völlig egal, wie die anderen Leute mich sehen und dies bewerten! 8)

Danach machten wir einen Ausflug mit dem Auto in das Berliner Umland und die Absicht war, einen Spaziergang am nahegelegenen großen Müggelsee mit dortigem Cafebesuch durchzuführen. Aber wie sich dann herausstellte, ist ein Großteil des Ufergeländes in privater Hand und Ausfluglokale / Cafes sind ebenso Mangelware bzw. nicht vorhanden. Ich schlug meiner Frau den Besuch des Fährlokals in "Klein-Venedig" in Rahnsdorf vor und vielleicht könne man/Frau ja dort auch etwas spazieren gehen, aber dies lehnte sie ab.

Also einigten wir uns nach einiger Zeit darauf, ein Cafe im Stadtteil Prenzlauer Berg anzufahren, das uns unser
mitgeführter Reiseführer Berlin als Highlight empfahl.
Dort angekommen - nach 1 Std Fahrt wg. diverser Staus, Baustellen und hohem Verkehrs-aufkommen — stellten wir fest:
das Cafe gab es nicht mehr! :o
Na, was Wunder, das passte ja auch in den bisherigen Verlauf!!! Das kommt davon, wenn man mit einem 5 Jahre alten Reiseführer durch die Gegend zockelt. :x

Also, nun weiter Richtung Innenstadt, Gendarmenmarkt.
Wir wollten doch endlich Kaffee trinken und ein Stück Geburtstagstorte essen.
Dort angekommen, Parkgelegenheit gesucht, einen am Seitenstreifen gefunden und meine Frau ist auch gleich
losgeschossen, ein Parkticket zu ziehen.
"Los schnell, sagte sie, habe 2 Euro eingeworfen, reicht für 50 Minuten und hier ist auch gleich ein Cafe."

Oh Mann, hatte mir das alles etwas anders vorgestellt. Wir also dort rein, meine Frau sucht 'nen Tisch für
uns aus und ich muss schleunigst mal für kleine M.. - denn das drückt schon seit über 'ner Stunde. Die Frage
welche Toilette nimmt "Frau" stellte sich erst gar nicht, gab nur eine! Aber die war wenigstens sauber.
Immerhin, der Kaffee und der kredenzte Kuchen waren super und der Preis dazu noch sehr in Ordnung.
Das Lokal war klein, aber ganz gut besucht und sowohl Bestellung wie auch das Zahlen übernahm ich, ohne jedoch
eine negative Reaktion oder Getuschel seitens der anderen Gäste oder der Bedienungen wahrzunehmen.

Nachdem wir gezahlt hatten, verließen wir das Cafe Richtung Gendarmenmarkt, um uns diesen und die dort beheimateten
Bauwerke zumindest einmal anzusehen und ich bat meine Frau, doch auch mal ein Bild von mir zu machen.
Das war so gegen 1630 Uhr und die Sonne schien und der Platz war dementsprechend von Touristen besucht.

Eigentlich gab es hier ja wirklich imposante Bauwerke zu bestaunen und man(n)/Frau sollte annehmen, dass diese den/die Betrachter/-in voll in ihren Bann ziehen, aber dem schien nicht so?!.
Zumindest hatte ich das Gefühl, dass mit meinem Erscheinen erst die eigentliche Attraktion dort hervortrat
und ich von jedem zweiten dort von oben bis unten taxiert und in eine Schublade gesteckt worden bin.
Dennoch ließ ich es mir nicht nehmen, mich vor dem Brunnen des Konzerthauses zu positionieren und drückte meiner Frau
den Fotoapparat in die Hand, um wenigstens 1-2 Aufnahmen von mir zu machen. Ich hänge ein Foto an diesen Bericht mit dran.

Danach machten wir uns auf zum Potsdamer Platz, um dort dem Sony-Center und den Arkaden einen Besuch abzustatten.

Was soll ich sagen, im Sony-Center war dann schon alles für mein Erscheinen gerichtet! )):m
Der rote Teppich war ausgerollt, TV-Kameras aufgebaut und jede Menge Reporter waren da, auch schon einige Zuschauer.
Seltsamer Weise wollte keiner von denen ein Autogramm von mir noch wurde ich von den Reportern um ein Statement gebeten?!!
Ne, Scherz beiseite, es war die Premiere von : "Mann tut was Mann kann!" :lol:

Auch hier wieder das Gefühl, das man von jeder/-m Dritten begutachtet wurde und das Mel"™s Auftritt / passing heute wohl
für Selbigen gewesen sind!! Wir hielten uns dort dann bis gegen 1800 Uhr auf und da es wie Hechtsuppe zog — kann jetzt
einschätzen, wie sehr die Stars und Sternchen in ihren Highheels und dünnen Kleidchen da frieren müssen, zumal ohne
FEINSTRUMPFHOSEN ! — machten wir uns anschließend auf den Weg zurück Richtung Köpenick/Friedrichshagen.

Auf der Rückfahrt fragte meine Frau, ob wir sofort zum Abendessen fahren wollen oder noch einen Abstecher ins Hotel machen!
Nee, ich fahr noch ins Hotel, wollte mich ja noch umziehen, war meine Antwort.
Das ist mir auch lieber, ich möchte den Rest des Abends gerne mit meinem Mann verbringen, sagte mein Schatz.

Eigentlich hatte ich ja noch "das Kleine Schwarze" im Gepäck mit passenden Strümpfen und Heels usw., dies sollte
ursprünglich mein Outfit für den Abend sein. Aber dazu fehlte hier einfach die entsprechende location, meine Frau
hätte sich dann natürlich auch entsprechend zurecht machen müssen und dann der Hauptgrund schlechthin:
Die Stimmung dafür war einfach nicht mehr gegeben! :cry:
Wir sind dann kurz ins Hotel, ich hab mich zurück verwandelt und wir sind anschließend in einem urigen Lokal,
dem Braustüberl in Friedrichshagen zum Abendessen gewesen und haben nochmal den Tag Revue passieren lassen.

Als Resümee ziehend muss ich übereinstimmend mit meiner Frau sagen:


1. Wir waren beide "erschrocken" darüber, welche Aufmerksamkeit in einer Großstadt wie Berlin Mann in solchem Outfit
auf sich ziehen kann. Wir hätten eigentlich damit gerechnet, dass dies hier mehr oder weniger zur Normalität zählt,
wo so viele andere Paradiesvögel dort das Straßenbild prägen.

2. Wenn du fertig gestylt in den Spiegel schaust und sagst, das bin nicht ICH sondern nach wie vor der Kerl von eben,
dann ziehst du besser gleich wieder die Sachen aus und schminkst dich ab!

3. Auf Knopfdruck lassen sich Gemütslage und Empfindungen nicht umprogrammieren.

4. Nun ja, und schlussendlich muss Mann sich auch eingestehen, die gegebenen Gene mit all ihren Facetten und das erreichte
Alter lassen sich nur in Maßen wegretu-schieren, ganz zu schweigen von den Körpermaßen und Proportionen.

5. Natürlich kann ein optimal aufeinander abgestimmtes Outfit vom Haar bis zum Schuhwerk, dezent aufgelegtes
Make-up und entsprechender Gang / Bewegung viel kaschieren, aber wesentlich ist:
Mann, nein dann Frau muss es auch wirklich wollen und sich auch so akzeptieren,
um dann mit dem notwendigen Selbstbewusstsein aufzutreten.
Und ja, dazu gehört dann auch, mit der Reaktion der Mitmenschen zu rechnen und klar zu kommen.


Natürlich haben meine Frau und ich bei unseren vorherigen Ausflügen in Saarbrücken und Essen auch die Blicke anderer registriert,
aber das perlte mehr oder weniger an uns ab, wie auch die dort gemachten Bilder teilweise verdeutlichen. Wir waren da beide gut
drauf und wie sagte mein Schatz:
"Da hatte ich mit dir das Gefühl, da sind zwei Frauen/Freundinnen unterwegs und das hast du auch ausgestrahlt! Aber jetzt in Berlin, das war irgendwie ganz anders!!"

So, nun ist es doch wieder ein Roman geworden, aber ich denke, dieser Bericht kann auch als Anhalt für diejenigen dienen, die sich mit dem Gedanken tragen, sich in die Öffentlichkeit zu wagen. Und für diejenigen, die schon draußen waren ein Hinweis, dass mann/Frau auch damit rechnen muss, dass die Mitmenschen einen intensiver begutachten und so auch eine Zuordnung stattfindet, die der ein oder besser die Ein oder Andere sich hier vielleicht nicht eingestehen will, da er/sie ihr Passing für absolut gelungen hält. Bitte jetzt nicht falsch verstehen, ich will hier keine Ängste schüren, aber die Augen vor der Realität (Sprich wirklich möglichst objektiv sein Spiegelbild betrachten und nicht durch die rosarote Brille) zu verschließen bringt auch nichts!

Hier habe ich mitunter das Gefühl, dass die ein oder andere sich mitunter selbst überschätzt, wenn es um das vermeintlich ach so gelungene passing geht bzw. umgekehrt auch, dass einige sich nicht richtig trauen, obwohl sie durchaus feminin und fraulich rüberkommen, eben weil sie schon die körperlichen Voraussetzungen (Länge, Gewicht) einer biologischen Frau nebst weichere Gesichtszüge mitbringen und es verstehen, dies entsprechend in Szene zu setzen.
Aber wie gesagt, ich möchte hier niemandem zu nahe treten, aber ich halte es schon für wichtig, sich hier selbst nicht ein x für ein u vorzumachen und möglichst objektiv zu seinem Äußeren zu stehen, um dann mit dem notwendigen Selbstbewusstsein auf die Straße zu treten. :!:

Jedenfalls ist dieser Berlintrip bei uns im Kapitel Erfahrungen abgelegt und ich freue mich schon wieder auf das nächste Mal, wenn MELANIE voller Elan — aber derzeit mit etwas angekratztem Selbstbewusstsein(s.o.) - in Erscheinung treten darf/kann!

Und bei meinem Schatz entschuldige ich mich, dass der Berlin-Trip in Verbindung mit ihrem Geburtstag nicht so verlaufen ist, wie wir / uns das erträumt hatten — was in erster Linie auf meinem Egoismus zurückzuführen ist!

In diesem Sinne, Euch allen ein schönes Wochenende

Melanie59
Okt12 Berlin 014a.jpg
Okt12 Berlin 015a.jpg
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ExuserIn-2015-02-14

Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 2 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2015-02-14 »

Hallo Melanie,
die Berliner Luft ist doch nicht so gut, wie allseits behauptet. Dein Erfahrungsbericht bringt eine gewisse Frustration zum Ausdruck, was sich ja auch in Deinem Resümee widerspiegelt.
Unser Gehirnkino hat hier einen großen Anteil, weniger die Umwelt. Du solltest Dich von Deiner zwanghaften Fixation "Wie reagieren die Anderen auf mich"? definitiv befreien. Wer innerlich so verkrampft, der wirkt entsprechend unsicher in seiner ganzen Erscheinung, was gerade nicht förderlich für das eigene Selbstbewusstsein ist. Du müsstest offensiver beim Passing werden, will heißen, wenn Du als Mann erkannt worden bist, gehe mal einfach augenzwinkernd und lächelnd auf die Leute zu, in der Regel reagieren sie mit einem staunenden Lächeln. Zumindestens ist dies meine Erfahrung, lass dich nicht so sehr von den vermeintlichen Blicken der Anderen irritieren, weil sie Dich sowieso innerhalb kürzester Zeit vergessen werden.
Also immer schön den Kopf hoch und selbstbewusst in die Welt schauen und gehen, das wünsche ich Dir.

Liebe Grüsse von Deborah!
Lampenschirm
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 3 im Thema

Beitrag von Lampenschirm »

Hallo Melanie,
vielen Dank für deinen Bericht.
Immer wieder habe ich mich beim Lesen der Beiträge im Forum gefragt: Wie machen die das? Samstag ist Stammtisch und ich habe meinen Frauentag. Das habe ich hier zu Hause noch nie erlebt. Mein Mann sagt mir immer, dass man das Gefühl und damit einen Frauentag nicht planen kann. Und eeeeendlich berichtet mal eine, dass es genau so ist.
Wenn ich deine Fotos ansehe, kann ich erkennen, was du meinst. Als Partnerin ist es schwierig zu sagen, wie gut das Passing ist. Mein Kerlchen ist keine Elfe, aber an unseren Mädelstagen ist sie das zarteste Wesen, das ich kenne. Auf deinen Bildern kann ich erkennen, dass du nicht in dir angekommen bist.
Danke für deine Offenheit in diesem Bericht. Für dich und deine Frau bin ich mir sicher, dass diese Tage in Berlin nichts an eurem Verhältnis verändern, es war halt ein Urlaub, der nicht die vorher gehegten Hoffnungen erfüllt hat, sowas passiert schon mal - Männern und Frauen in Urlauben.
LG Lampe.
Es ist was es ist sagt die Liebe (Erich Fried)
christine

Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 4 im Thema

Beitrag von christine »

Hallo Melanie,

ein ganz toller Bericht. Ich freue mich für dich.

Beim Lesen der Antworten, vor allem die von Lampenschirm kam mir ein - vielleicht ungewöhnlicher - Gedanke. Da ich allein lebe, kann ichs aber nicht beurteilen.

Lampenschirm hat geschrieben:Hallo Melanie,
Wenn ich deine Fotos ansehe, kann ich erkennen, was du meinst. Als Partnerin ist es schwierig zu sagen, wie gut das Passing ist. . . . Auf deinen Bildern kann ich erkennen, dass du nicht in dir angekommen bist.
LG Lampe.
Kann man sich als Mann im Beisein seiner Frau wirklich als Frau fühlen? Blockiert man als Mann dann nicht einfach zu sehr?

Unabhängig davon, ich freue mich für dich. Und was so oft gesagt wurde, du bist du, und was die anderen Menschen, die dir begegnen denken, ist unwichtig.

Mach weiter so!

Liebe Grüße
Christine

P.S. ich würde vielleicht mir eine Perücke mit längeren Haaren aussuchen und einen Seidenschal um den Hals tragen, wenn du mich nach meiner ehrlichen Meinung fragen würdest.
Marlene
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 5 im Thema

Beitrag von Marlene »

Guten Morgen Melanie,
herzlichen Dank für Deinen Bericht und den Erfahrungen die Du machen mußtest. Er bestätigt aber um so mehr, was alles schief gehen kann, wenn man es irgendwie erzwingen will und man eigentlich gar keine Antenne dafür im Moment hat.

Man freut sich auf ein paar freie Tage und dann geht alles in die Hose... Ist aber doch eigentlich nur logisch, wenn man, wie Du eingangs schreibst, eine
70 Stunden- Woche im Schichtdienst hinter sich hat... da ist einfach die Luft restlos raus und es wäre in meinen Augen für euch beide besser gewesen zu Hause zu bleiben, auch wenn man es nicht will. Ich bin selbst seit 30 Jahren Schichtarbeiter im 3-Schichtsystem bei der Bahn und weiß was das heißt...

Abgesehen von den frustrierenden Einkaufserlebnissen; Berlin ist auch nur eine Stadt wie jede andere auch. Die Eine oder Andere mögen da jetzt widersprechen, aber das "Flair", was mmer so beschworen wird, ist mittlerweile irgendwie auch mit anderen Städten austauschbar. Da ist oft auch nur "Einheitsbrei", wie in jeder anderen Stadt, dank einiger einflußreicher Leute in diesem System... Hier noch'n Einkaufszentrum, da noch'n Konsumtempel...klar doch. Wenn wir mal in Berlin sind, besuchen wir immer mehrere Filialen von "Humana" da ist bisher für uns beide immer was Brauchbares dabei gewesen. Das nur mal nebenbei.

Tut mir für Euch beide irgendwie leid, aber es deckt sich auch mit unseren Erfahrungen. Bleibt doch in Zukunft vielleicht eher doch zu Hause und macht euch einen schönen Tag, trotz alledem. Schade ums Geld und die verplemperte Zeit.

L.G. Marlene
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 6 im Thema

Beitrag von Monika »

Liebe Melanie,

das erinnert mich ein wenig an meine beiden Outdoorerlebnisse in Düsseldorf.
Deine humoristische Ader kommt voll zur Geltung, welche ich auch sehr gerne anwende. (siehe Berichte).
Aber laß dich auf Grund Deiner negativen Erfahrungen nicht unterkriegen, sondern versuche mit Humor und Selbstbewußtsein deine weiteren Erlebnisse anzupacken und vorzubereiten

Mit lieben Grüßen

Monika
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 7 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Melanie!
Danke für Dein ausführlichen Bericht. Ich sehe darin auch eine Bestätigung dessen, was sich aus den Diskussionen in anderen Threads als Resultat abzeichnet. Das nämlich die Wahrnehmung Außenstehender auch davon abhängt, wie man mit sich selber im Reinen ist.
Für den nächsten Berlinbesuch wünsche ich einfach das alles schöner ist.
Liebe Grüße
Verena
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 8 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Also, ich sehe auf den Bildern, dass Du mental wohl nicht in Deiner weiblichen Rolle bist bzw. Dich darin wohlfühlst.

Auch wirkt die kurze und glänzende Longjacke nicht unbedingt alters- und tageszeitgerecht - für abends/Party ja - aber zur kühlen Jahreszeit ist es m.E. tagsüber ein Nogo in Verbindung mit Minirock oder -kleid. Etwa knielang darunter hätte besser gepasst.

Wenn Du Größe, Outfit und Ausdruck kombinierst, kommen schon 3 kritische Passing-Elemente zusammen, die besondere Aufmerksamkeit erzeugen, bei "3" lehrt die Erfahrung = keine Frau.

Du könntest an verschiedene Stellen beginnen an Dir zu arbeiten: die Perücke ist nicht optimal, Der Kleidungsstil kann typgerecht optimiert werden, das Makeup zeigt zumindest auf dem Foto keine Konturierung, z.B. durch Rouge, die Brille wirkt männlich

Gerade wenn Du Unterstützung durch Deine Frau hast, sollte ein Besuch bei einer professionellen Stil- und Makeupberaterin - am besten gemeinsam - möglich sein? Ich hätte es allein auch nicht geschafft.

Interessanterweise praktizieren eher wenige Frauen eine gute Schminktechnik - jeden Tag das gleiche Augenmakeup (wenn überhaupt) wie in der Jugendzeit mal erlernt, bisschen Lippenstift für besondere Gelegenheiten. Ich bin schon oft von Frauen gefragt worden, sie mal zu schminken. Damit fange ich aber erst gar nicht an, dann hätte ich kaum mehr Zeit für mich selbst :) .

Sei mir bitte nicht böse - es hilft nicht weiter, alles als toll und mutig zu finden. Gut ist, dass Du Dich traust. Dann geh jetzt den nächsten Schritt und entwickele Dich in der Rolle.

Nora_7
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 9 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

christine hat geschrieben: Kann man sich als Mann im Beisein seiner Frau wirklich als Frau fühlen? Blockiert man als Mann dann nicht einfach zu sehr?
...


P.S. ich würde vielleicht mir eine Perücke mit längeren Haaren aussuchen und einen Seidenschal um den Hals tragen, wenn du mich nach meiner ehrlichen Meinung fragen würdest.
Hallo, nein tut man nicht, ich war gestern mit meiner Frau und einem/r Bekannten ( auch TG ) zum Shoppen und zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Dortmund. Alles prima, keinerlei Reaktionen und das obwohl ich gestern 210 cm lang war (205cm Natur und 5cm Absatz) und nur mit meinen Kredit- und Ec-Karten bezahlt habe.

Allerdings kann ich aus Erfahrung sagen : Bessere eigne Haare zu einer chicen Kurzhaarfrisur im m und f Stil schneiden lassen ( wo möglich, in meinem Fall ohne Gel männliches mit Gel weibliches Aussehen) Das ist authentischer und fällt weniger auf als die von vielen heissgeliebte Langhaarperücke.

Und der allerbeste Tip wurde ja schon genannt : ( hier in anderen Worten) Wenn man sich als Mann fühlt nicht als Frau rausgehen, man(n) fällt dann garantiert immer auf.

LG Chrissie
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 10 im Thema

Beitrag von Andrea57 »

Hallo Melli,
auch wenn ich hier neu bin und die Bilder aus diesem Bericht mit denen in deiner Galerie vom 27.01.2012 vergleiche, muss ich sagen, du hast dich am diesem Wochenende nicht so richtig wohl gefühlt.
Zuviel Streß vorher, festgestellt, nicht das richtige dabei zum anziehen, nicht das richtige Quartier, die Blicke von anderen Menschen die man anders interpretiert.
Alles spielt eine Rolle. Hake dieses Wochenende ab und mach weiter. Es kommen wieder schönere für Euch.


LG
Andrea
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 11 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Hallo Melanie
Das du genervt bist sieht man. Was mir beim ersten betrachten aufgefallen ist, das das Erscheinungsbild irgent wie nicht stimmig ist.
Lange glänzende Jacke, kurzer Rock und Stiefel, dazu eine vom Wind zerzauste Perücke.......mmmh.

Ich hätte einen deutlich längeren Rock angezogen, eine hellere Jacke und ein Tuch/Schal für den Hals.

Nichts desto trotz vielen dank für deinen Bericht. Und ärgere dich nicht - wäre mir sicherlich genauso pasiert.


Wenn ich mich mal trauen würde



Liebe Grüße
Kerstin
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 12 im Thema

Beitrag von conny »

hallo melanie,

so ist das leider, manchmal nimmt man sich etwas vor und plant und dann sollte man es doch besser lassen weil es einfach nicht passen will. mir ist es auch schon passiert, dass ich mir extra freigenommen habe und genau an diesem tag hatte ich dann keine lust auf conny :evil:

conny bin ich mal einige tage hintereinander und dann zwei wochen auch nicht. wie will man das vorhersehen???
wir sind nun mal keine roboter, schon gar nicht gefühlsmäßig.
schade, dass es bei euch so gelaufen ist, aber immerhin ist es ein erkenntnisgewinn.

was berlin anbelangt: ich kenne diese stadt vor der wende (west-berlin) und danach. was die gelebte toleranz anbelangt muß man m.e. hier sehr differenzieren. aber trendmäßig hat darialena für das heutige gesamtberlin recht, warum, darüber spekuliere ich jetzt mal nicht...

lg
conny
Regina
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 13 im Thema

Beitrag von Regina »

Hallo Melanie,

vielen Dank für Deinen Bericht. Der war schon ganz schön lang und ich habe zwischendrin schon überlegt weiterzuscrollen. Ich habe dann aber doch alles gelesen und fand den Bericht auch sehr gut. Gut, nicht weil es Dir gut bzw. nicht gut ging sondern weil Du viele Dinge ansprachst die auch einmal daneben gehen können.

Das Die Voraussetzungen für einen gelungenen Mädels Tag nicht optimal waren wurde ja bereits geschrieben. 70h Woche, Hotel jwd, Betten unbequem, usw. Dennoch finde ich es gut, dass Du/Ihr es trotzdem durchgezogen hast. Wenn auch für Deine Frau kein errinnerungswürdiger Geburtstag dabei heraus kam.
Ja, auch ich sehe auf Deinen Bildern einen Mann in Frauenkleidung. Den sehe ich auf meinen eigenen Bildern aber auch. Ein Tuch oder Schal wäre sicher sehr gut gewesen, hätte daran aber bestimmt nicht signifikant etwas geändert. Die Haarlänge Deiner Perücke finde ich vollkommen ok. Mache bitte nicht den Fehler vieler Transen und kaufe Dir eine Langhaarperücke. Sicher gibt es auch Frauen unseres Alters mit langen Haaren. Die meisten bevorzugen jedoch eine praktische Kurzhaarfrisur. Mit so einer langen "Walla walla" Perücke wirst Du sofort als Transe erkannt. Wobei wir aber auch zum Kern kommen.
Ist es wirklich so schlimm als Mann in Frauenkleidern erkannt zu werden?
Glauben wir wirklich immer und überall als biologische Frau erscheinen zu können bzw. zu müssen?

Ich würde diese beiden Fragen mit "nein" beantworten. Ich bin jedoch der Meinung, wenn wir auch evtl. auf den ersten flüchtigen Blick nicht als Mann erkannt werden, so doch aber beim zweiten, genaueren Hinschauen. Aber "so what". Was solls. Es fällt mir auch nicht immer leicht so gelassen zu bleiben wie ich es hier schreibe, meiner Meinung nach ist es aber die einzige Möglichkeit damit umzugehen.

Liebe Grüße,
Regina
(Die nun auch eine ziemlich lange Antwort geschrieben hat)
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. (Erasmus von Rotterdam)
Anne-Mette
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 14 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Ist es wirklich so schlimm als Mann in Frauenkleidern erkannt zu werden?
Für viele von "uns" ist es wohl so. Ich bin allerdings der Meinung, dass das "LIKE BARBIE" ein wenig übertrieben wird - aber jedem das Seine.

Allerdings - wie Du, Regina schon über die Haarlänge geschrieben hast: es gibt auch bei den "Bio-Frauen" die unterschiedlichsten Varianten, was das Aussehen angeht. Auch über die wird oft gefachsimpelt: zu dünn, zu dick, zu alt, graue Haare, kurze Haare, kurze Beine, kleine Brüste...
...aber wir sollten hier wie dort die Kirche im Dorf lassen. Schließlich ist das Leben kein Wettbewerb (smili)

Gruß
CPG
conny
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Re: Berlin — eine neue Erfahrung f ü r und a l s M e

Post 15 im Thema

Beitrag von conny »

Regina hat geschrieben:
Ist es wirklich so schlimm als Mann in Frauenkleidern erkannt zu werden?
)
nein, das wäre für es für viele sicher nicht, wenn die raktionen im erträglichen rahmen blieben.

da man davon nicht überall ausgehen kann, strebt man danach, mit einem möglichst perfekten aussehen die schwelle für das entddeckt werden möglichst hoch zu legen
und das klappt manchmal ja auch.

lg
conny
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