Felice hat geschrieben: Do 31. Jul 2025, 08:12
beim Stöbern bin ich auf einen bewegenden Artikel im Schluck Magazin gestoßen, den ich gerne mit euch teilen möchte. Es geht um Simon, der zu Simona wurde – ein sehr einfühlsamer und ehrlicher Bericht über Selbstfindung, innere Kämpfe und das allmähliche Ankommen im eigenen Ich.
Der Text ist nicht nur für transidente Menschen berührend, sondern spricht, wie ich finde, auch viele Aspekte an, die uns als Crossdresser oder geschlechtlich vielfältige Menschen beschäftigen – etwa das Bedürfnis, gesehen zu werden, und der Mut, sich selbst treu zu bleiben.
Hallo Felice,
Das ist ganz lieb von Dir, daß Du diesen großartigen Bericht mit uns teilst.
Danke dafür und für's " Stöbern ".
Violetta

musste gleich bei der ersten Schlagzeile weinen

,und noch mehrere Male danach, da das in dem Artikel erzählte so sehr an mein Herz

ging und ich mich auch wieder selbst darin gefunden habe.
Vorgestern sitze ich bei meiner Augenärztin und habe keine Taschentücher dabei, da mir wieder mal die Äuglein nass wurden.
Und was für einen schweren Weg Simon hatte um zu Simona zu werden und ENDLICH DIE sein darf, DIE SIE IMMER WAR.
Ihr Mut ,plötzlich im knappen roten Kleid beim Winzer aufzutreten ist bemerkenswert.
Dazu gehört sehr viel. Und wie geschrieben wird, setzt Simona dabei nicht nur Ihren Job auf's Spiel.
"Es kann passieren, dass sie bei Weinmessen, für alle hörbar, gefragt wird: „Ist dein Ding schon ab?“ Es sind nicht wenige, die ihre Geschichte ins Lächerliche ziehen und als verrückte Idee abtun."
"Mancher stört sich auch an der neuen Weinprinzessin, über die viel getuschelt wird: Sie habe das Geschlecht nur aus Marketinggründen gewechselt."
Unfassbar, was es für schlechte Menschen in allen Umfeldern gibt.
Ich dachte immer, im Süden des Landes ist es etwas entspannter, im Hinblick auf trans* Personen, aber nein, es ist einfach nur unglaublich schlecht, was da Ihr gegenüber geäußert wird.
"Hormone blocken das Testosteron im Körper und setzen Östrogene frei, die eine zweite Pubertät auslösen, Brüste beginnen zu wachsen, die Gesichtszüge werden weiblicher."
Das liest sich so einfach, ist aber so ein schwerer Eingriff in den Hormonhaushalt des Körpers, daß ich es (noch) ablehne.
Aber allein der Gedanke auf weibliche Gesichtszüge ist schon sehr verlockend.
Und das hier hat mich am
traurigsten, wütendsten, ich weiß gar nicht, was noch Alles, gemacht.
Gerade kamen mir wieder die Tränen... :
"So eine wie sie gehöre vergast, heißt es, wie Simona erzählt. "
Einfach nur UNFASSBAR EKELHAFT, was manche Menschen (sind es Menschen !?

)denken und sogar in einigen Fällen äußern.
Jetzt frage ich mich, ob das auch schon mal jemand bei mir gedacht hat.
"Das spielt auch auf ihr „sonniges Gemüt“ an, das sie seit ihrem Outing habe. „Ich gehe raus und verstecke mich nicht mehr“, sagt sie. "
In diesen beiden Äußerungen finde ich mich am meisten wieder.
Ein "sonniges Gemüt "

habe ich auch, seitdem Violetta in mein Leben getreten ist.
Simona kämpft gegen den Wind und alle Widerstände, genau wie ich auch, wenngleich Sie es VIEL schwerer hatte bisher.
Ich wünsche Ihr, auch wenn Sie es hier nicht liest, Alles Gute.
" Ihre Geschichte zu erzählen, ist Simona Maier wichtig, auch um anderen Mut zu machen, ihre Träume umzusetzen. „Kämpfen zahlt sich aus“, sagt sie."
Ein sehr gutes Schlusswort, das mich auch wieder spiegelt.
Ich habe lange nicht mehr solch eine berührende Geschichte gelesen, das Forum ausgeschlossen.
Vielen lieben Dank

P.S. Darf ich den link ins SchwesternZeit Forum posten?
Ich würde mit den Mädels dort auch gerne diese Geschichte teilen.
Traurig, Dankbar und sehr gerührt
Deine Violetta
