Hallo Vicky,Vicky_Rose hat geschrieben: Di 10. Mär 2026, 07:15 Letztlich suggeriert das, wir müssten uns für eine Seite entscheiden, denn sonst wären wir nicht "richtig". Das wird mir aber nicht gerecht und es steckt nur in meinem Kopf. Es ist meine Wahrnehmung und meine Bewertung. Diese Perspektive wird zu meiner "Wahrheit". Sie lebt davon, dass ein Nicht-Mann eine Frau sein muss. DIeser scheinbare Gegensatz steckt in unserem Denken. Aber ist das wirklich so ? Kann es nicht andere Formen des eigenen Geschlechtsverständnis geben ? Wie sehr lasse ich mich durch Außenstehende beeinflussen ?
das kann ich im Grunde so auch unterschreiben. Wenn ich äußerlich im MM unterwegs bin und trotzdem ausschließlich Klammotten aus dem Damenregal und moderaten Schmuck trage, bin ich genauso ich selbst, als wenn ich aufgebrezelt mit Oberweite, Rock/Kleid und Farbe im Gesicht rumlaufe.
Und trotzdem macht es in mir einen Unterschied, denn speziell die Oberweite ist nun mal als sekundäres Geschlechtsteil ein typisches weibliches Alleinstellungsmerkmal. An der Stelle mache ich mir dann schon Gedanken, auch um die Akzeptanz der Massengesellschaft, die nun mal streng binär denkt. Komplett en femme unterwegs zu sein erfüllt mich derart mit innerer Zufriedenheit, dass ich gar nicht an das Ende dieser (kurzen) Phase denken mag. Der oben beschriebene Alltagslook ist nur ein kleiner Trost. Richtig niederschmetternd wird es, wenn gar keine Damenklamotten möglich sind.
Fazit: Nach außen hin bin ich Mann, innerlich Frau. Welchen Anteil ich aktuell zeige/zeigen kann mache ich von der Situation abhängig. Im Beruf und mit Bekannten zusammen überwiegt der männlche Phänotyp, daheim und bei Ausflügen der weibliche. Das Ausreizen der nonbinären Mischung ist dabei für mich das Aufregende, womit ich bei der Ausgangsfrage des Themas angelangt bin.
Liebe Grüße, Alicia.