Hallo,
ich möchte von einer zufälligen Begegnungen mit einer mir noch nicht bekannten Transfrau berichten.
Es war gestern bei mir auf der Arbeit, als sich die Frau erst einmal Luft machen musste. Bei mir müssen sich Besucher der Firma anmelden. Sie berichtete über Anfeindungen, die sie erlebte. Noch steht die GAOP vor ihr.
Und in diesem Zusammenhang stehen die Anfeindungen. Nach dem Motto, "Warum sollen wir für die OP so Einer bezahlen!" Gemeint ist, warum sollen die Beitragszahler der Krankenkassen dafür einstehen.
Viele haben dabei auch die von der Regierung geplanten Einsparungen im Kopf. Und dann wird die GAOP aber von den Kassen übernommen. Was die Wenigsten dabei wissen, wie steinig der Weg bis zur Genehmigung der OP ist.
Da ist viel Informationsdefizit vorhanden. Damit verbunden auch Frust, da andere Leistungen, welche man daraus für notwendig erachtet, in Zukunft vielleicht nicht mehr durch die Krankenkassen übernommen werden.
Dann ergab ich mich zuerkennen. Da diese Frau sich auch in der Lubosklinik operieren lassen möchte, erzählte ich kurz von meinen Erfahrungen. Inzwischen hatte sich die Frau wieder etwas beruhigt.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Anfeindungen im Alltag
-
Jaddy
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 4057
- Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
- Geschlecht: a_binär / a_gender
- Pronomen: en/en/ens
- Wohnort (Name): nahe Bremen
- Hat sich bedankt: 307 Mal
- Danksagung erhalten: 1394 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Anfeindungen im Alltag
Übel. Vermutlich helfen Sachargumente wenig, weil diese Leute nur ihre emotionale Ablehnung rationalisieren. Andererseits sind die Finanzen im Gesundheitssektor nur den wenigsten bekannt. Ich hab das vor Jahren mal zusammengeschrieben: https://blog.enby-box.de/20210617_das-k ... therapien/
tl;dr alle trans-bezogenen medizinischen Leistungen zusammen machen weniger als 0,05% des jährlichen Budgets der gKV aus. Das ist eher so im Rahmen der Streugrößen, die durch einen Zettel mehr oder weniger Bürokratie im System bewirkt würde. Wenn sie wer über vermeidbare Kosten Gedanken macht, dann über Rauchen und andere lebensweise-bedingten Folgekosten.
Meine Antwort wäre vermutlich gewesen "Weil ich mir das nicht ausgesucht habe. Weil ich es trotz solcher Leute wie euch machen muss. Weil das Leben sonst unerträglich ist". Nicht dass sie das verstehen würden, aber es hilft manchmal, den Frust loszuwerden.
tl;dr alle trans-bezogenen medizinischen Leistungen zusammen machen weniger als 0,05% des jährlichen Budgets der gKV aus. Das ist eher so im Rahmen der Streugrößen, die durch einen Zettel mehr oder weniger Bürokratie im System bewirkt würde. Wenn sie wer über vermeidbare Kosten Gedanken macht, dann über Rauchen und andere lebensweise-bedingten Folgekosten.
Meine Antwort wäre vermutlich gewesen "Weil ich mir das nicht ausgesucht habe. Weil ich es trotz solcher Leute wie euch machen muss. Weil das Leben sonst unerträglich ist". Nicht dass sie das verstehen würden, aber es hilft manchmal, den Frust loszuwerden.