Nimmt die "Vernetzung" überhand?
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Anne-Mette
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Nimmt die "Vernetzung" überhand?
Moin,
ich möchte nicht die falschen Leute treffen, auch keine(n) beleidigen, Arbeit kleinreden...
... aber die seltsame Inflation von Vernetzungsgruppen und anderen Organisationen, die sich berufen fühlen, Trans*-Menschen, transsexuelle oder intersexuelle Menschen zu vertreten, macht mir langsam Sorgen.
Heute erhielt ich folgenden Link: http://transsh.kikmedia-services.de/
Wie manfrau der Linkzeile entnehmen kann, handelt es sich um eine Seite, die sich um Schleswig-Holstein "kümmert".
"GEMEINSAM für Gleichstellung" - das klingt nicht schlecht. Nur frage ich mich, woher ein Vertretungsanspruch dieser Art hergeleitet wird: "Jetzt reden wir mit, Wir schaffen eine starke, gleichberechtigte Interessenvertretung. Unser Landesnetzwerk respektiert die Autonomie aller Projekte und Gruppen.
Es sind etliche Gruppen aufgelistet, auch unsere flensburger Gruppe und die dgti-Beratungsstelle Nord. Dabei hatte ich nicht das Gefühl, wir hätten uns unter dieses Dach gestellt...
Gruß
Anne-Mette
ich möchte nicht die falschen Leute treffen, auch keine(n) beleidigen, Arbeit kleinreden...
... aber die seltsame Inflation von Vernetzungsgruppen und anderen Organisationen, die sich berufen fühlen, Trans*-Menschen, transsexuelle oder intersexuelle Menschen zu vertreten, macht mir langsam Sorgen.
Heute erhielt ich folgenden Link: http://transsh.kikmedia-services.de/
Wie manfrau der Linkzeile entnehmen kann, handelt es sich um eine Seite, die sich um Schleswig-Holstein "kümmert".
"GEMEINSAM für Gleichstellung" - das klingt nicht schlecht. Nur frage ich mich, woher ein Vertretungsanspruch dieser Art hergeleitet wird: "Jetzt reden wir mit, Wir schaffen eine starke, gleichberechtigte Interessenvertretung. Unser Landesnetzwerk respektiert die Autonomie aller Projekte und Gruppen.
Es sind etliche Gruppen aufgelistet, auch unsere flensburger Gruppe und die dgti-Beratungsstelle Nord. Dabei hatte ich nicht das Gefühl, wir hätten uns unter dieses Dach gestellt...
Gruß
Anne-Mette
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Ulrike-Marisa
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Re: Nimmt die "Vernetzung" überhand?
Hallo Anne-Mette,
...das ist wohl eine neue Gruppierung aus Kiel, um V...., die uns mal besucht hat.
Eichhörnchen sammeln Nüsse, Menschen Köpfe oder Knöpfe oder halt Informationen, die sie weiter verbreiten, was ja auch an sich sinnvoll ist - Heide ist ja auch aufgelistet... Vertretungsansprüche sind sicher wieder eine ganz andere Sache, wie wir wissen. Da werden wir sicher beim nächsten Gruppentreffen über sprechen.
Gruß, Ulrike Marisa
...das ist wohl eine neue Gruppierung aus Kiel, um V...., die uns mal besucht hat.
Eichhörnchen sammeln Nüsse, Menschen Köpfe oder Knöpfe oder halt Informationen, die sie weiter verbreiten, was ja auch an sich sinnvoll ist - Heide ist ja auch aufgelistet... Vertretungsansprüche sind sicher wieder eine ganz andere Sache, wie wir wissen. Da werden wir sicher beim nächsten Gruppentreffen über sprechen.
Gruß, Ulrike Marisa
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ab08
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Re: Nimmt die "Vernetzung" überhand?
Danke Anne-Mette,Anne-Mette hat geschrieben:die seltsame Inflation von Vernetzungsgruppen und anderen Organisationen, die sich berufen fühlen, Trans*-Menschen, transsexuelle oder intersexuelle Menschen zu vertreten, macht mir langsam Sorgen.
Du sprichst da ein wichtiges Thema an.
Daher bin ich für Qualität statt Aktionismus und bevorzuge klassische Organisationen, die sich bewährt haben.
Bei Vereinnahmungen sollten wir vorsichtig sein.
Herzlichen Dank und ganz liebe Grüße
Andrea
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Marielle
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Re: Nimmt die "Vernetzung" überhand?
Guten Abend zusammen,
grundsätzlich ist gegen solches Engagement nichts einzuwenden, finde ich. Allerdings gebe ich Anne-Mette Recht: Die relative Vielzahl von bestehenden und neu dazukommenden Initiativen, Verbänden und Aktionsgruppen mit Vertretungsanspruch ist irritierend. Zumal die Neugründungen aus meiner Sicht meistens auf dem (eigenen) Kopf stehen. Anstatt auf Basis der vorhandenen Strukturen erstmal ein wenig 'Marktforschung' zu machen und dann anhand des ermittelten Bedarfs vorhandene Angebots-, Vernetzungs- und Vertretungslücken zu schliessen und tatsächlich gemeinsam etwas auf die Füsse zu stellen, wird erstmal ein 'Mitrede- und Vertretungsanspruch' formuliert (der bisher nicht erkennbar eingelöst wurde). Meiner Meinung nach kann es sinnvoll und wirsam nur dann funktionieren, wenn ein solches Vorhaben auf einer breiten, konsensualen Basis aus verschiedensten Ecken der Comunity steht. Wenn diese Basis geschaffen und organisiert ist, kann sich daraus der Kopf bilden, der mitredet und vertritt.
Mir scheint aber, dass es vom Einen zu viel, vom Anderen zu wenig und vom noch Anderen viel zu wenig gibt. Es gibt (zu-)viele Leute, die mitreden und vertreten wollen und zu wenige, die erstmal feststellen wollen, über was und mit wem man mitreden muss und wen man dabei vertreten kann. Parallel dazu gibt es in der Comunity insgesamt viel zu wenig Leute, die an einer breiten, basisorientierten Organisation wenigstens soviel Interesse haben, dass sie selbst dafür ihre Ressourcen einsetzen und sich engagieren.
Das kann dazu führen, dass es überhaupt keine wirksame, breit aufgestellte Interessenvertretung gibt oder, m.E. viel schlimmer, dass es 'Vertretungen' gibt, die zwar 'gemeinsam' sagen, aber eigentlich ihre Partikularinteressen meinen. Einzelpersonen und Gruppen, die Vertretung beanspruchen oder anbieten müssten im Grunde viel mehr kritisch unterstützt (und damit auch kontrolliert) werden, damit es eine wirksame, breit fundierte Interessenvertretung überhaupt geben kann und Meinschrebergartenzuerstvereinswurschtelstrukturen verhindert werden.
Marielle
grundsätzlich ist gegen solches Engagement nichts einzuwenden, finde ich. Allerdings gebe ich Anne-Mette Recht: Die relative Vielzahl von bestehenden und neu dazukommenden Initiativen, Verbänden und Aktionsgruppen mit Vertretungsanspruch ist irritierend. Zumal die Neugründungen aus meiner Sicht meistens auf dem (eigenen) Kopf stehen. Anstatt auf Basis der vorhandenen Strukturen erstmal ein wenig 'Marktforschung' zu machen und dann anhand des ermittelten Bedarfs vorhandene Angebots-, Vernetzungs- und Vertretungslücken zu schliessen und tatsächlich gemeinsam etwas auf die Füsse zu stellen, wird erstmal ein 'Mitrede- und Vertretungsanspruch' formuliert (der bisher nicht erkennbar eingelöst wurde). Meiner Meinung nach kann es sinnvoll und wirsam nur dann funktionieren, wenn ein solches Vorhaben auf einer breiten, konsensualen Basis aus verschiedensten Ecken der Comunity steht. Wenn diese Basis geschaffen und organisiert ist, kann sich daraus der Kopf bilden, der mitredet und vertritt.
Mir scheint aber, dass es vom Einen zu viel, vom Anderen zu wenig und vom noch Anderen viel zu wenig gibt. Es gibt (zu-)viele Leute, die mitreden und vertreten wollen und zu wenige, die erstmal feststellen wollen, über was und mit wem man mitreden muss und wen man dabei vertreten kann. Parallel dazu gibt es in der Comunity insgesamt viel zu wenig Leute, die an einer breiten, basisorientierten Organisation wenigstens soviel Interesse haben, dass sie selbst dafür ihre Ressourcen einsetzen und sich engagieren.
Das kann dazu führen, dass es überhaupt keine wirksame, breit aufgestellte Interessenvertretung gibt oder, m.E. viel schlimmer, dass es 'Vertretungen' gibt, die zwar 'gemeinsam' sagen, aber eigentlich ihre Partikularinteressen meinen. Einzelpersonen und Gruppen, die Vertretung beanspruchen oder anbieten müssten im Grunde viel mehr kritisch unterstützt (und damit auch kontrolliert) werden, damit es eine wirksame, breit fundierte Interessenvertretung überhaupt geben kann und Meinschrebergartenzuerstvereinswurschtelstrukturen verhindert werden.
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Anne-Mette
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Re: Nimmt die "Vernetzung" überhand?
Moin,
nach den positiven Erlebnissen hier im regionalen Bereich durch unsere Beteiligung an den "Queeren Aktionswochen" in Flensburg , die übermorgen zuende gehen und dem sehr schönen und erfolgreichem Forumtreffen habe ich den Eindruck, wir haben "einige Felder gut bestellt" und es haben sich sinnvolle und positive Aspekte einer Vernetzung gezeigt.
Allerdings ist die "Szene" weiterhin "unübersichtlich" - und noch unübersichtlicher geworden, wenn ich meinen Blick auf weitere Bereiche richte. Es heißt zwar: "Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern", aber ich frage mich doch, ob "wir" nicht AUCH (und endlich) eine "größere gemeinsame und laute (aber nicht brüllende) Stimme" haben müssten (die auch spricht), um etwas zu erreichen.
In diesem Zusammenhang möchte ich gerne fragen, ob in der letzten Zeit Aktivitäten stattgefunden haben, die ich vielleicht wegen meiner eigenen Beteiligung an anderen Aktionen nicht mitbekommen habe.
Zeitgleich mit unserem Forumtreffen fand die "Trans* Inter* Tagung München statt.
Ist jemand dort gewesen und kann etwas berichten?
Gibt es eigentlich Neuigkeiten vom/über den Bundesverband Trans*?
Gruß
Anne-Mette
nach den positiven Erlebnissen hier im regionalen Bereich durch unsere Beteiligung an den "Queeren Aktionswochen" in Flensburg , die übermorgen zuende gehen und dem sehr schönen und erfolgreichem Forumtreffen habe ich den Eindruck, wir haben "einige Felder gut bestellt" und es haben sich sinnvolle und positive Aspekte einer Vernetzung gezeigt.
Allerdings ist die "Szene" weiterhin "unübersichtlich" - und noch unübersichtlicher geworden, wenn ich meinen Blick auf weitere Bereiche richte. Es heißt zwar: "Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern", aber ich frage mich doch, ob "wir" nicht AUCH (und endlich) eine "größere gemeinsame und laute (aber nicht brüllende) Stimme" haben müssten (die auch spricht), um etwas zu erreichen.
In diesem Zusammenhang möchte ich gerne fragen, ob in der letzten Zeit Aktivitäten stattgefunden haben, die ich vielleicht wegen meiner eigenen Beteiligung an anderen Aktionen nicht mitbekommen habe.
Zeitgleich mit unserem Forumtreffen fand die "Trans* Inter* Tagung München statt.
Ist jemand dort gewesen und kann etwas berichten?
Gibt es eigentlich Neuigkeiten vom/über den Bundesverband Trans*?
Gruß
Anne-Mette
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Svetlana L
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Re: Nimmt die "Vernetzung" überhand?
Hallo ihr Lieben,
in meinen mittlerweile zahlreichen Schulungen und Treffen zu den Themen Personalentwicklung und Diversity wurde immer wieder gesagt: vernetzen, vernetzen, vernetzen! Grundsätzlich finde ich Vernetzung wichtig, wenn daraus positives gezogen werden kann, beispielsweise gegenseitige Unterstützung. Aber vernetzen um des vernetzen willens, also um lediglich wieder eine Kontaktadresse mehr zu besitzen, kann es irgendwie auch nicht sein.
Wegen der von dir, Anne-Mette, angesprochenen gemeinsamen und lauten Stimme hatte ich auch große Hoffnung auf den Bundesverband Trans* gesetzt, aber die auf deren Website genannten 2-3 Monate scheinen sich entweder seeeeehr zu ziehen oder man arbeitet dort im Geheimen. Ersterer Fall wäre schade, weil man keine Info hat, warum sich das so zieht, im zweiten Fall ist meine Meinung, dass wir keine weitere Geheim-Kungelgruppe brauchen. Ich hatte die bereits vor längerer Zeit mal angeschrieben, aber eine Antwort -> Fehlanzeige! Die letze Aktualisierung der Homepage war Anfang April und ist damit auch schon wieder eine ganze Weile her.
in meinen mittlerweile zahlreichen Schulungen und Treffen zu den Themen Personalentwicklung und Diversity wurde immer wieder gesagt: vernetzen, vernetzen, vernetzen! Grundsätzlich finde ich Vernetzung wichtig, wenn daraus positives gezogen werden kann, beispielsweise gegenseitige Unterstützung. Aber vernetzen um des vernetzen willens, also um lediglich wieder eine Kontaktadresse mehr zu besitzen, kann es irgendwie auch nicht sein.
Wegen der von dir, Anne-Mette, angesprochenen gemeinsamen und lauten Stimme hatte ich auch große Hoffnung auf den Bundesverband Trans* gesetzt, aber die auf deren Website genannten 2-3 Monate scheinen sich entweder seeeeehr zu ziehen oder man arbeitet dort im Geheimen. Ersterer Fall wäre schade, weil man keine Info hat, warum sich das so zieht, im zweiten Fall ist meine Meinung, dass wir keine weitere Geheim-Kungelgruppe brauchen. Ich hatte die bereits vor längerer Zeit mal angeschrieben, aber eine Antwort -> Fehlanzeige! Die letze Aktualisierung der Homepage war Anfang April und ist damit auch schon wieder eine ganze Weile her.
Hawadehre
Svetlana
As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
Svetlana
As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin