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Re: Verlassen

Verfasst: Sa 17. Jan 2015, 18:12
von Regina
Hallo Andrea,

zunächst vielen Dank für Deinen gefühlvollen Bericht und herzlichen Glückwunsch, dass der furchtbare Geist, das gruselige Wesen Deinen Körper nun verlassen hat.

Die Sache mit Deinem Freund ist natürlich nicht so schön aber ich bin mir sicher, Du wirst wieder neue Freunde finden. Menschen die es ernst mit Dir meinen. Steh zu Dir selbst , dann strahlst Du auch Souveränität aus und wirkst authentisch. Dann kommen die neuen Freunde von selbst.

Auf Deinem Avatar Foto siehst Du sehr schön aus. Du wirkst zwar noch ein wenig unsicher aber so wie Du schreibst bist Du auf dem richtigen Weg.

Liebe Grüße aus Hamburg,
Regina

Re: Verlassen

Verfasst: Sa 17. Jan 2015, 18:14
von Lampenschirm
Liebe Andrea,
deine Zeilen haben mich berührt, ich wünsche dir alles alles Gute auf deinem Weg.
LG Lampe.

Re: Verlassen

Verfasst: Sa 17. Jan 2015, 20:53
von Lipstick-Lady
Hallo Andrea,
ein beeindruckender Bericht! Und dann doch sehr viel erfreulicher, als es auf den ersten Blick aussah. Auch ich habe das durch: Diese ewige Unausgeglichenheit und Gereiztheit, ohne daß man weiß, woher das kommt. Mein beständiger Alptraum: im Beruf etwas (abseits des Fachlichen) gesellschaftlich zu repräsentieren und dabei den großen Auftritt hinlegen. Seit einem halben Jahr gehe ich nur noch in edler Frauenkleidung mit akzentuiertem Makeup (das schon früher) und einer Hochfrisur (aus eigenen Haaren). Klar, die meisten sehen schon noch den männlichen Körper, begreifen aber mehrheitlich, daß ich letztlich doch "etwas Weibliches" darstelle.

Männliche Freunde haben es schwer mit unserer "Wandlung", die ja nur im äußeren Sinne eine ist. Den meisten Männern macht es einfach Angst, und dann kommt immer das Gleiche: Blödes Grinsen, noch blödere Sprüche etc. Männerfreundschaften sind wohl fast immer Beziehungen zwischen Menschen, die sich nicht wirklich kennen.

Unser neues Leben ist eine Art "Separator", mit dem brauchbare Leute von unbraúchbaren abgeschieden werden. Ein Stück Klarheit.

LG, Lipstick-Lady

Re: Verlassen

Verfasst: Sa 17. Jan 2015, 23:53
von Lieschen
Andrea schrieb: "Heute Morgen, in der Schlange am Postpaket-Schalter, war dann alles wieder wie gewohnt, und jene die am blödesten gestarrt haben, die habe ich am freundlichsten angelächelt."


Liebe Andrea,

ich habe einen Handwerksbetrieb und muss fast jeden Tag raus zu fremden Leuten, um Aufträge zu bekommen. Dann sitzen einem Menschen gegenüber, die vorsichtig sind. Die lächeln zunächst nicht/kaum. Die denken "Hm, diesem Menschen soll ich zehn-zwanzig-fünfzigtausend Euro anvertrauen?"
Und deshalb wird von mir gnadenlos gelächelt. Notfalls drei Stunden. Bis sie gemerkt haben, dass ich ihnen nichts Böses will. Aber meistens sind sie nach ein bis 1,5 Stunden "weich". Dann haben sie's kapiert und wir können konstruktiv miteinander arbeiten.
Insofern machst du das ganz richtig: einfach weglächeln....

Tschüs, Lieschen

Re: Verlassen

Verfasst: So 18. Jan 2015, 01:02
von Natascha
Wer an neue Ufer segelt behällt keine alten Freunde... - Ist eben so... Laß Stephan gehen, es kommen andere... Kopf hoch und nach vorne schauen, Süße. Nie zurück...

Re: Verlassen

Verfasst: So 18. Jan 2015, 07:28
von Magdalena
Hallo Andrea,

heute habe ich Deinen ausfühlichen Beitrag gelesen. Du beschreibst, was anderen auch so ergeht. Da sind vermeindliche Freunde, die hier mit Deiner Situation nicht umgehen können. Manchen muss Frau Zeit geben, damit sie erkennen, das Frau immernoch die selbe Person ist. Bei Einigen aber, so schwer es einem persönlich auch weh tut, hilft nur die Trennung. Dafür treten ander Menschen in Dein Leben, welche Dich nur als Andrea kennen und Dir Freunde werden.

Viele Grüße Magdalena

Re: Verlassen

Verfasst: So 18. Jan 2015, 08:52
von ab08
Hallo Andrea,

herzliche Grüße und Gratulation, dass ein wenig früher als ich damals dran bist. (flo) --> Hab wenig Zeit, da Korrekturen warten :oops:

Vieles kommt mir sehr bekannt vor. -- Deine Reaktion find ich toll, denn mit dieser Ambivalenz müssen, je nach Begabung / körperlichen Vorbedingungen, die meisten von uns leben.
Bei mir CO 2007/2008 wird es seltener, kommt aber immer noch vor. Dafür gibt es auch schöne Erlebnisse:

- Gespräch vorletztes Jahr mit einer älteren Dame in einem Pariser Bus. Sie erzählte, dass sie eine Tochter hat, worauf ich erwiderte, dass ich dreimal Nachwuchs hab.
Bewundernder Blick "Bien travailler!!" Natürlich ging sie davon aus, dass ich die selber geboren hatte ...

- Übrigens auch bei schwierigen Zeitgenossen klappt es bisweilen im Laufe der Zeit.
Eine Freundin meinte mal zu mir, als ich ihr von Problemen berichtete "Ich kenn Dich doch, das lächelst Du weg!"

Ganz liebe Grüße und alles, alles Gute,
Dein Vorname steht seit 1/2009 bei mir im Ausweis :wink:
Andrea(ab)

Re: Verlassen

Verfasst: So 18. Jan 2015, 14:34
von anika500
hallo pfeife auf die lute die das nicht verstehen und gehe deinen eigene weg auf dem ich die alles gute wuensche

gruss anika500

Re: Verlassen

Verfasst: So 18. Jan 2015, 21:46
von Saskia.shewulf
Hallo Andrea (888)


Wie schön das Du nun zu dir gefunden hast (smili) Ich habe diese Phase in der Du letztes Jahr stecktes im Jahr 2013 durchlebt.
Es erging mir ähnlich wie Dir und konnte gar nicht fröhlich sein vorher.Ich war der Grantelbart persönlich!!!

Gut erinner ich mich noch wie wir uns im März kennengelernt haben und wie verunsichert Du damals warst,umso mehr freue ich
mich jetzt mit Dir und wünsche Dir weiterhin alles gute auf deinem Weg. :()b (na)


Lg und bis Bald

Saskia (flo)

Re: Verlassen

Verfasst: Mo 26. Jan 2015, 17:19
von Joe95
floresco hat geschrieben:...
Letztes Jahr hab ich mir immer eingeredet, dass sich an meinen Beziehungen nichts ändern würde, weil ich mich als Mensch nicht verändere. Aber das war eine gehörige Fehleinschätzung. Natürlich bleiben gewisse Dinge so wie sie sind - der Wesenskern mit seinem Wertesystem, das moralische Empfinden und grundlegende Sichtweisen - aber so vieles andere hat sich doch sehr verändert, das habe ich ja in Teilen bereits beschrieben....
Auch wenn sich der Mensch an sich vielleicht nicht ändert wird er doch anders wahrgenommen.
Wenn das neue Leben erst mal begonnen hat ändert sich doch die eigene Gefühlswelt.
Eigenheiten, die vorher kaum wahrnehmbar waren, treten in den Vordergrund. Andere Eigenheiten, die dem Kumpel so vertraut waren, treten kaum noch in erscheinung.