Transition oder?
Verfasst: Do 18. Dez 2014, 20:55
Hallo!
Ich weiß, wer ich bin und ich habe eine Vorstellung von dem, was ich bin, aber es fällt mir schwer es zu benennen oder anderen zu erklären.
Selber sagte ich mir schon von klein auf, ich bin anders und wusste keinen Ausweg. Heute weiß ich, ich fühle mich weiblich und denke wohl auch so.
Ich identifiziere mich mit dem, was als weiblich gilt. Ich fühlte mich immer eher den Mädchen und Frauen zugehörig und obwohl ich schon so lange die Rolle eines Mannes lebe, wird die Diskrepanz zwischen dem, was ich fühle und dem, was ich nach außen zu sein scheine, immer größer und quälender.
Es hat sich in letzter Zeit in mir ein Druck aufgebaut, der nach Entfaltung und Verwirklichung drängt. Ich bin nicht mehr zufrieden in meiner Rolle.
War ich das denn überhaupt? Nein, nicht wirklich. Ich habe funktioniert und habe es gar nicht so schlecht hingekriegt.
Aber ich fühle mich nicht frei.
Jetzt möchte ich meine Weiblichkeit auch nach außen zeigen, und dass ich als weiblicher Mensch wahr- und angenommen werde.
Ich würde gern, wie zu Hause, auch öffentlich weibliche Kleidung tragen wollen. Ich möchte mich aber nicht verkleiden, dass man mich nicht mehr erkennt.
Ich würde nur ungern, trotz meines männlich schütteren Haares, eine Perücke tragen wollen und schminken nur in Maßen.
Bei meiner Familie bin ich geoutet. Das war nicht einfach, aber sie bemühen sich zu verstehen und haben mich nicht verstoßen. Es ist ja auch bisher nicht viel passiert. Mir ist aber klar, dass es zu einer gewissen Stigmatisierung der Familie kommen kann/wird, wenn ich meine Weiblichkeit der Öffentlichkeit offenbare.
Für meine Frau wäre das besonders einschneidend und belastend, was ihr Angst bereitet Und auch ich habe Angst vor einem solchen Schritt.
Mich bedrückt das oft und macht mich traurig...dieses Hinundher, dieser Zwiespalt.
Nicht Mann, aber auch nicht richtig Frau. Könnte ich so weiterleben? Müsste ich diesen Weg allein gehen?
Ich will meine Frau nicht verlieren, aber ich weiß nicht, wie weit sie diesen Weg mit mir gehen könnte.
Und was wäre dann? Wie würde es weitergehen? Natürlich hätte ich gern mehr Haare auf dem Kopf und würde mir gerne eine schöne weibliche Frisur machen.
Ich hätte auch gern etwas Busen. Aber ist das denn ein Wunschkonzert? Dafür Hormone nehmen?
Ja, auch eine Vagina hätte ich lieber als das, was ich jetzt habe, aber mit dem ich schon so lange lebe und auch irgendwie klargekommen bin.
Aber deswegen eine GaOp? Ich weiß es nicht, aber es beschäftigt mich ständig und lässt mit keine Ruhe, raubt mir auch oft den Schlaf.
Im Januar habe ich eine Termin bei Frau Dr. Schleussner in Krefeld. Ich hoffe auf Hilfe für meine Orientierung. Wohin werde ich gehen müssen, damit ich mich wohl fühle in meiner Haut.
Auch die Frage, was wäre eigentlich in meinem Alter (Mitte 60) überhaupt noch möglich, beschäftigt mich sehr. Welche Auswirkungen hätten jetzt noch Hormone?
Wie sehr würde es der Gesundheit schaden können und wie würden sie sich auf das Sexualleben auswirken?
Ach, das ist jetzt alles sehr unsortiert, durcheinander, aber so sieht es auch in mir aus.
Liebe Grüße, Dita
Ich weiß, wer ich bin und ich habe eine Vorstellung von dem, was ich bin, aber es fällt mir schwer es zu benennen oder anderen zu erklären.
Selber sagte ich mir schon von klein auf, ich bin anders und wusste keinen Ausweg. Heute weiß ich, ich fühle mich weiblich und denke wohl auch so.
Ich identifiziere mich mit dem, was als weiblich gilt. Ich fühlte mich immer eher den Mädchen und Frauen zugehörig und obwohl ich schon so lange die Rolle eines Mannes lebe, wird die Diskrepanz zwischen dem, was ich fühle und dem, was ich nach außen zu sein scheine, immer größer und quälender.
Es hat sich in letzter Zeit in mir ein Druck aufgebaut, der nach Entfaltung und Verwirklichung drängt. Ich bin nicht mehr zufrieden in meiner Rolle.
War ich das denn überhaupt? Nein, nicht wirklich. Ich habe funktioniert und habe es gar nicht so schlecht hingekriegt.
Aber ich fühle mich nicht frei.
Jetzt möchte ich meine Weiblichkeit auch nach außen zeigen, und dass ich als weiblicher Mensch wahr- und angenommen werde.
Ich würde gern, wie zu Hause, auch öffentlich weibliche Kleidung tragen wollen. Ich möchte mich aber nicht verkleiden, dass man mich nicht mehr erkennt.
Ich würde nur ungern, trotz meines männlich schütteren Haares, eine Perücke tragen wollen und schminken nur in Maßen.
Bei meiner Familie bin ich geoutet. Das war nicht einfach, aber sie bemühen sich zu verstehen und haben mich nicht verstoßen. Es ist ja auch bisher nicht viel passiert. Mir ist aber klar, dass es zu einer gewissen Stigmatisierung der Familie kommen kann/wird, wenn ich meine Weiblichkeit der Öffentlichkeit offenbare.
Für meine Frau wäre das besonders einschneidend und belastend, was ihr Angst bereitet Und auch ich habe Angst vor einem solchen Schritt.
Mich bedrückt das oft und macht mich traurig...dieses Hinundher, dieser Zwiespalt.
Nicht Mann, aber auch nicht richtig Frau. Könnte ich so weiterleben? Müsste ich diesen Weg allein gehen?
Ich will meine Frau nicht verlieren, aber ich weiß nicht, wie weit sie diesen Weg mit mir gehen könnte.
Und was wäre dann? Wie würde es weitergehen? Natürlich hätte ich gern mehr Haare auf dem Kopf und würde mir gerne eine schöne weibliche Frisur machen.
Ich hätte auch gern etwas Busen. Aber ist das denn ein Wunschkonzert? Dafür Hormone nehmen?
Ja, auch eine Vagina hätte ich lieber als das, was ich jetzt habe, aber mit dem ich schon so lange lebe und auch irgendwie klargekommen bin.
Aber deswegen eine GaOp? Ich weiß es nicht, aber es beschäftigt mich ständig und lässt mit keine Ruhe, raubt mir auch oft den Schlaf.
Im Januar habe ich eine Termin bei Frau Dr. Schleussner in Krefeld. Ich hoffe auf Hilfe für meine Orientierung. Wohin werde ich gehen müssen, damit ich mich wohl fühle in meiner Haut.
Auch die Frage, was wäre eigentlich in meinem Alter (Mitte 60) überhaupt noch möglich, beschäftigt mich sehr. Welche Auswirkungen hätten jetzt noch Hormone?
Wie sehr würde es der Gesundheit schaden können und wie würden sie sich auf das Sexualleben auswirken?
Ach, das ist jetzt alles sehr unsortiert, durcheinander, aber so sieht es auch in mir aus.
Liebe Grüße, Dita