Du hast ein paar ganz coole Ansichten und ich finde, wir könnten hier weiter diskutieren:
tinaj hat geschrieben:Es ist eine Ansichtssache. Ich würde mich nicht als Feministin bezeichnen, mehr als Befürworterin der Gleichberechtigung. Unter dem Feminismus-Wahn leiden auch Männer!
Nach meiner Wahrnehmung sind heute hauptsächlich die Frauen die Leidtragenden des Feminismus. Im "Wahn" allen Klischees gerecht werden zu müssen, verliert frau sich zwischen Karierre, Kindern, Küche, Ehe/Partnerschaft, Leidenschaft, und, und, und...
tinaj hat geschrieben:
Stereotypen sind meiner Ansicht nach ein Gefängnis. Man kann gewiss behaupten, dass es sowohl unter Frauen als auch Männern Tendenzen gibt, was Interessen und Vorlieben angeht. Das ist nicht schlimm und kann unter Umständen auch ganz gut sein.
Zum Glück ist die Stereotypenlehre, wie sie von Jung propagiert wurde, nicht mehr aktuell. Aber egal; ich habe es Klischees genannt - es dürften wohl mehr Vorbilder (mit der Betonung auf Bild) sein, denen Mann, Frau und Trans* nacheifern. Aber ich gebe Dir recht, wenn Du das als Einschränkung betrachtest. Entwicklung findet erst dann statt, wenn man/frau sich seiner eigenen Möglichkeiten und Einschränkungen bewusst werden und das Beste daraus machen.
tinaj hat geschrieben:
Der Umgang mit hochhackigen Schuhen ist ein anderer als mit Werkzeug oder Schusswaffen.
Dies halte ich für durchaus diskussionswürdig:
Es mag vielleicht -weitgehend - für unsere Gesellschaft zutreffen, aber wir brauchen nur etwas weiter östlich zu schauen, dann finden wir wir erfolgreiche Frauen, die sich ganz gezielt - und extrem skrupellos - femininer Attribute als Waffen bedienen. Es ist auch kein Geheimnis, dass es durchaus hierzulande viele Exemplare gibt, die "Karriere" durch ihre Reize und nicht durch Leistung machen. Unser genetisches Programm ist nicht zu unterschätzen! Wer es richtig ausreizt, der kann die Welt damit aus den Angeln heben.
tinaj hat geschrieben:
Ich bin weder Psychologe noch Soziologe.
Woran mag es liegen, dass Transmenschen besonders den bestehenden Stereotypen nachzueifern? Sowohl in die eine als auch andere Richtung? Aufgrund jahrelanger Entbehrungen? Ich weiß nicht, was ich davon halten sollte. Es ist aber keinesfalls schlimm! Wenn man damit glücklich ist, sollte es auch niemanden stören.
Ich schon - kann Dir trotzdem keine Antwort auf diese Frage geben. Meine Hypothese ist, dass der Drang/die Neugierde/nenn es wie Du willst, selbst zu fühlen, wie es ist, eine Frau zu sein, bei Vielen die treibende Rolle spielen. (Sieh dir die veröffentlichenten Geschichten an!)
Nicht zu vergessen, dass es so sein kann, dass das genetische Programm ganz einfach nicht zu körperlichen Hardware passt.
Danke für den Pass
-Cy