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Mein Urlaub in Nürnberg

Verfasst: Fr 11. Jul 2014, 14:44
von Magdalena
Ein freundliches Hallo nach meinem Urlaub! ))):s

Nach dem ich schon einige positive Antworten auf meine Fotos von meinem Urlaub auch als PN erhalten habe, möchte ich jetzt meine Bericht nachreichen.

Diesen Urlaub hatte ich richtig geplant. War es doch mein erster, den ich als Frau erleben wollte. So telefonierte ich mit Karin, der Kosmetikerin bei Special Trade. Mit meinen Wünschen vereinbarte ich einen Termin bei ihr. Gleichzeitig gab sie mit Empfehlungen welche Hotels in Nürnberg keine Schwierigkeiten im Umgang mit Transgendern sehen. So buchte ich direkt mein Hotel in der Innenstadt telefonisch. Dabei informierte ich das Hotel, da mich mit meinem männlichen Namen anmeldete, dass ich als Frau den Urlaub verbringen werde. Sie haben damit schon Erfahrungen und es ist keine Problem, erhielt ich als Antwort.

So näherte sich der Tag meines Urlaubs. Sogfältig wählte ich meine Garderobe aus, kontrollierte die Vollzähligkeit meines Make-ups. Für alle Fälle nahm ich auch ein Notfallset, Männerkleidung, mit auf die Reise. Die Fahrt selbst begann ich noch als Mann. Gegen dreizehn Uhr war mein Termin bei Karin. Und vor mir lagen dreihundert Kilometer Autobahn. Da hatte ich mich mit einem Mitglied aus unserem Forum verabredet. Den Namen nenne ich hier nicht, da ich Diskretion zugesagt habe. Ich war voller Anspannung auf der Fahr. Kurz vor meinem Ziel musste ich noch eine Toilettenpause einlegen. Dann endlich eine halbe Stunde eher erreichte ich Special Trade und Karin. Ich wurde herzlich empfangen. Zur Begrüßung reichte mir Karin erst mal einen Kaffee, wo wir uns nochmals die Behandlung besprachen. Es war Sonnabend und Special Trade hat eigentlich geschlossen, aber Karin hat Zugriff auf das Geschäft. So konnte ich aus dem Sortiment die Hose mit den Hüftpolstern anprobieren, welche ich mir schon zu Hause als Lösung vorgestellt hatte. Ich nahm die Hose und noch Fingernägel dazu. Dann begann Karin mit der Behandlung. Zunächst kam Haarentfernung mit Wachs an Brust, Bauch und Brust an die Reihe. Karin meinte ich müsse jetzt Schmerzen aushalten. Aber, es lag wohl an meinem gesteigerten Erwartungen und dem damit verbundenen Adrenalinspiegel das ich nur ein leichtes kribbeln spürte, Ich konnte es nicht erwarten meine glatten Beine zu spüren. Anschließend ging ich ins Bad, um meine Gesichtsbehaarung, auch Bart genannt, zu entfernen. Jetzt begann Karin mit der Wohlfühlbehandlung, mit Hautreinigung, Gesichtsmaske und Korrektur der Augenbrauen begleitet von sanfter Musik zum Entspannen und noch eine Massage des Gesichtes und des Halses. Es war eine Wohltat nach der Autofahrt. Bevor es dann zum Make-up kommt ziehe ich mich an und lege meine Perücke bereit. Ich hatte mich für ein Kleid mit verschiedenen Rot- und Weißtönen entschieden. Dazu wählte Karin das Make-up aus uns erklärte alle Schritte. So nahm ich noch Tipps mit, die mir helfen perfekter zu werden. Auch bei ihr kaufte ich noch etwas damit ich den Bartschatten besser abdecken kann. Bei einer abschließenden Kontrolle im großen Spiegel erkannte ich mich fast selbst nicht wieder, einfach toll. Verabschiedet mit vielen Wünschen begab ich mich nun auf den Wege als Frau zu meinem Hotel :))b . Dort wollte ich mich dann mit dem Mittglied aus dem Forum für den Abend treffen. Leider hatten wir uns verfehlt. Es lag an mir und meiner Orientierung. Ich hatte schlicht in der Altstadt die verkehrte Einfahrt genommen und so viel Zeit für die Suche meines Hotels gebraucht. In der Innenstadt sind viele Fußgängerzonen, und ich konnte nicht so einfach in die richtige Straße einfahren. Nach einem Anruf im Hotel mit der Bitte um eine Information zur Wegbeschreibung erreichte ich endlich mein Hotel mit Verspätung. Nach dem Einchecken musste ich aber noch mein Auto in einem nahe gelegen Parkhaus abstellen. So hatten wir uns für diesen Tag verloren. Mit meinem Smartphone versuchte ich über das Forum Kontakt zu finden. Und so verabredeten wir uns für Sonntag.

Am nächsten Tag versuchte ich die Vorschläge von Karin umzusetzen. Nach dem Rasieren, was leider im Gesicht nötig ist, duschte ich und begann mein Make-up aufzutragen. Da zu meinem Bad ein Kosmetikspiegel mit einer guten Vergrößerung gehörte, war doch erstaunlich schnell und ich glaube gut geworden. Ich zog ein anderes Kleid an nahm meine Handtasche und ging pochenden Herzens zum Frühstück (cof) . Alles lief ruhig ab. Nach der freundlichen Begrüßung kann eine kurze Frage, ob ich Kaffee oder Tee möchte. auch von den anderen Gästen des Hauses lief alles normal ab. Nach dem Frühstück erkundigte ich mich, wie ich zum Bahnhof komme. Dort hatten wir uns verabredet. Die nette Dame der Rezeption wollte nur noch wissen wie sie mich ansprechen soll. Da ich als Frau auftrat, sollte so auch die Ansprache sein. Freundlich reichte sie mir den Stadtplan und zeichnete den Weg ein.

Den Vorschlag das Dokumentationszentrum zu besuchen nahm ich gern an. Schon bei der Ankunft war ich von den Ausmaßen überwältigt. Was sich in der Ausstellung zu einer Beklemmung wandelte. Der Aufstieg Hitlers und seiner Gefolgsleute, welche durch die Nutzung der sich entwickelnden Medien ein ganzes Volk missbrauchte. Fast erschüttert hat mich dann das Kapitel der Konzentrationslager. Gerade als es auch um die Verfolgung von Homosexuellen und anderer nicht ins Bild der guten Deutschen passte, war ich froh im hier und heute zu leben. Alle Problemen, mit denen wir uns im Forum befassen, sind dagegen Kleinigkeiten, wenn es damals ums nackte Überleben geht. So war ich immer noch mitgenommen von den Bildern auch erleichtert, das Haus verlassen zu können. Der anschließende Besuch des zu der Zeit stattfindenden Bierfestes :)p brachte mich wieder in andere Stimmung. Nach einem gemeinsamen Bier und einer lockeren Unterhaltung gingen wir durch die Altstadt und verabschiedeten uns vor meinem Hotel. Unterwegs entstanden so auch meine ersten Bilder.

Mit jedem Morgen wurde ich im Umgang mit Make-up sicherer. auch mein Auftreten als Frau in einer mir bis dahin fremden Stadt gewann an Sicherheit. Da ich vor allem an Geschichte interessiert bin besuchte ich mehrere Museen, die ich nicht im Einzelnen aufzählen möchte. Abends besuchte ich noch zwei Konzerte in der Lorenzkirche, deren Akustik mich beeindruckte. Mehr sind es die Begegnungen, welche mir im Gedächtnis bleiben werden. So nutzte ich auch die Tage um Shoppen zu gehen. Als Frau macht es einfachviel Spaß. Ein Geschäft, welches ich schon im Internet besuchte, war mein erstes Ziel. Gleich nach dem ich im Laden war, empfing mich eine Verkäuferin. Sie wollte wissen was ich suche. Ich benötigte noch einen leichten Sommerrock, eine Bluse und Blaser. Zuerst suchten wir nach den passenden Farben, welche zu mir passen. Anschließend probierte ich die ersten Stücke in der Kabine. Da nicht alles gleich richtig saß, suchte die Verkäuferin weiter. Nach fast anderthalb Stunden verließ ich den Laden mit einer großen Tüte. Und erst später stellte ich fest, alles ist in der gleichen Konfektionsgröße, welche ich aus Eitelkeit hier nicht verrate. Trotz es ein Fachgeschäft ist, war es nicht viel teurer als in einem Kaufhaus. Nur die Beratung ist besser. Ähnlich lief es auch in einem Anderen Geschäft ab. Hier erwarb ich neben einem blauen Maxikleid noch eine längeren bunten Rock und T-Shirt. Daneben wurde mir noch ein Kaffee serviert und die neuesten Kataloge mitgegeben. Die werde ich in einer ruhigen Stunde ansehen.

Ein weiteres schönes Erlebnis war eines Abends. Zum Essen suchte ich immer jeden Abend eines der gastlichen Lokale auf. Die Abende waren zu diesen Tagen angenehm warm. So ergatterte ich einen der letzten freien Tische. Es kamen weiter Gäste. So sprach mich die Bedienung an, ob sich drei Gäste an meinen Tisch setzen dürfen. Ich willigte ein. Es handelte sich bei den Gästen um eine Nürnbergerin, welche die ausländischen Gaste ihrer Firma betreute. Auch wenn mein Englisch leider nicht das beste ist, ich hatte es nicht in der Schule, banden sie mich in ihr Gespräch ein. Bei den ausländischen Gästen handelte es sich um einen Australier und einen Amerikaner. Gemeinsam haben wir unser Glas erhoben und am Ende wurde ich, als ich ging, freundlich verabschiedet. und zwischen der Nürnbergerin und mir entwickelte sich auch noch eine Art Beratung, was den Gästen an Speise zu empfehlen sei.

Ein Anderes positives Erlebnis habe ich hier schon veröffentlicht. Es war ein Abstecher nach Regensburg. zunächst besuchte ich die Altstadt mit Dom. Irgendwann benötigte ich eine Pause. Da kam mir ein Eiscafé gerade recht. Unter einem Sonnenschirm machte ich es mir an einem Tisch bequem. Als sich an einem Nachbartisch eine Frau aus Regensburg mit ihrer Tochter und eiern Freundin der Mutter setzten. Da wir länger auf die Bedienung warteten, kamen wir ins Gespräch. Ich erzählte, dass ich auf Urlaub bin und mir die Sehenswürdigkeiten anschaue. Sie dagegen auf der Suche nach einem Kleid für die Tochter zur Abschlussfeier an der Schule. So entwickelte sich ein Gespräch unter Frauen über Mode. Die Tochter konnte unter dessen ihr Kleid abholen. Stolz zeigte es mir ihre Mutter. Es ist ein blaues schulterfreies Kleid, das im Rücken zu schnüren ist. Der Rockteil ist vorn kürzer und fällt nach hinten länger ab. Gleichzeitig erhielt ich die Information, wo ich das Schloss der Fürstin von Thurn und Taxis finde. Ich brauchte nicht mehr weit gehen. Das Schloss wollte ich mir unbedingt anschauen. Ich hatte es auf meine Plan. Aber auf eine so angenehme Art den Weg erklärt zu bekommen, war echt schön. Und der Besuch ist lohnenswert. Neben den Räumen, welche heute noch genutzt werden, ist auch das Hochzeitskleid der Fürstin zu sehen.

Am Tag der Heimreise, der leider viel zu schnell kam, musste ich leider wieder in meine männliche Rolle schlüpfen. Bei mir zu Hause sind gerade Modernisierungsarbeiten. Und da mich allen outen kann, ist es besser als Mann heimzufahren. Und mich auf einem Rastplatz umzukleiden ist mir zu heikel. Vom Personal des Hotels verabschiedete ich mich trotzdem wie sich beste Freundinnen verabschieden. Den in den vergangen Tagen hat sich doch so etwas wie Freundschaft aufgebaut

Mit erholten Grüßen

Magdalena )))(:

Re: Mein Urlaub in Nürnberg

Verfasst: Fr 11. Jul 2014, 17:45
von Alexsandra 65
Da hattest ja nen schönen urlaub gehabt wen ich das gewusst hätte währe ich auch gekommen hab nach nürnberg nur 23 km hin

Re: Mein Urlaub in Nürnberg

Verfasst: Fr 11. Jul 2014, 19:47
von Frasch
Hallo Magdalena,

Herzlichen Glückwunsch zu Deinen schönen Erlebnissen und ich Hoffe Du hast Dich Fürstlich Erholt .
Für diesen Bericht, Danke ich Dir.

LG Frauke