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Es ist passiert. 4.Outdoor„Erlebnis am 21.06.2014

Verfasst: So 6. Jul 2014, 12:10
von Monika
4. Outdoorerlebnis am 21.06.14

Nun ist es also wieder soweit. Mein 4. Outdoorerlebnis führt mich mit meinen beiden bezaubernden Bioladys, Petra und Hildegard, in die alte Kaiserstaft Aachen.
Meine Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen und das Fahrzeug vollgetankt.
(das Maleur mit leerem Tank und lakierten Fingernägeln an der Zapfsäule wird mir nicht noch einmal passieren).
Aber ohne Zwischenfälle sollte es auch diesmal nicht abgehen.

Teil 1: Vorbereitung

Mit meinen beiden liebgewonnen Sillis und einigen weibl. Kleidungsstücken fuhr ich am Donnerstag den 19.06.14 zur Petra, um meine Tops (weiß und schwarz) von einer fachkundigen Frau bügeln zu lassen. Da sie aus Baumwolle sind, hatte ich ordentlich Probleme sie zu bügeln.
Ergo machte sie sich an die Arbeit und vollbrachte ein ordentliches Resultat.
Ebenso mühelos reinigte sie dann meinen Blazer, den ich am Samstag tragen wollte.
Die Make up Spuren am Halsausschnitt waren ja leider nicht zu übersehen.
Warum sah ich mich genötigt geschminkt bei Petra zu erscheinen? Ich weiss es nicht.
Jedenfalls trug ich ansonsten unter meiner Herrenbekleidung diesmal ein unten offenes Korselett mit angestrapsten Stützstrümpfen. Ich wollte ja die fachkundige Meinung Petras einholen, ob evtl. die Strapse oder der Rand meiner Strümpfe unter meinem knielangen schw. Rock zu sehen sind. Das Ergebniss war: Entwarnung (nichts zu sehen).
Wobei ich immer noch unsicher bin, auf welches Outfit ich am Samstag zurückgreifen werde. Meine geliebte Wolford 40 DEN in der Farbe Gobi (Ihr kennt ja meinen Bericht vom 3. Erlebniss am 26.04.14) oder tatsächlich das Wagnis in Strapsen einzugehen.
Anschließend, auf dem Weg nach Hause stellte ich fest, das ich meine Möpse (verzeiht mir den Ausdruck) bei der Petra hab liegen lassen. Ich glaube ich werd langsam alt.
Zu Hause angekommen grief ich sofort zum Telefonhörer und teilte Petra mein Mißgeschick mit. Sie hatte ja eine Katze zu Hause, und meine Befürchtung bestand, das sie sich mit großem Vergnügen und mit noch größeren Krallen sich meiner nicht gerade billigen Brüste bemächtigen würde.
Petra meinte ganz lapidar am Telefon "Kann mir nicht passieren, das ich meinen Busen irgendwo liegen lasse". Wo sie recht hat, hat sie recht. Biofrauen haben in diese Beziehung ja keine Probleme. Anderseits habe ich den enormen Vorteil, je nach Lust und Laune, verschiedene Größen im BH einzulegen. Welche Frau kann das von sich behaupten.

Am nächste Tag, also Freitag, fuhr ich abends bewaffnet mit Nagellack wieder zur Petra um selbigen auf meine Fingernägel zu bannen. Da ich mit der Maniküre immer schwierigkeiten mit der linken Hand hatte, bot sie mir an, diese filigrane Prozedur selbst an mir auszuprobieren.
Trotz der Fußball-WM verzichtete ich auf Schwarz-Rot-Gold auf den Fingernägeln.
Ich wollte ja nicht noch mehr auffallen.
Während also ihr Mann schon vor dem TV-Gerät selig eingeschlafen ist, bat mich Petra in ihrem Praxisraum bzw. Büro und bemühte sich meinen Fingernägeln einen Anstrich zu geben. Da dies relativ lautlos geschah, hatte ich keine Befürchtungen vor einem plötzlichen Erwachen ihres Ehemannes. Er hätte wohl sehr sparsam aus der Wäsche geguckt, wenn meine Fingernägel in einem leuchtenden Rot geschimmert hätten.
So aber ging diese Behandlung in aller Stille vor sich und Petra war sich meiner Bewunderung sicher.
Mittlerweile erwachte Klaus aus seinen, so hoffte ich schönen Abendträumen, und rekelte sich in seinem Fernsehsessel.
Vom gerade laufendem WM-Spiel (Schweiz vs. Frankreich) bekam er folglich nicht sehr viel mit. Eigentlich schade, den es war zumindest aus franz. Sicht ein gutes Spiel. Mein Daumendrücken für die Schweizer war also vergeblich. Vielmehr konnte ich meine Daumen während der Farbgebung natürlich nicht drücken und in der Faust verschwinden lassen. Mittlerweile ist auch Petra fertiggeworden und ich war auch fertig. Meine Nerven waren angekratzt, da ich jederzeit mit dem Erscheinen ihres (Petras) Ehemannes rechnen mußte.
Sodann verabschiedete ich mich von Petra, vermied es (zum ersten Mal) Klaus die Hand zum Abschied zu geben und fuhr schnurtracks nach Hause, um wenigstens die letzten Minuten des WM-Spiels zu betrachten.
Ohne Polizeikontrollen und anderer Widrigkeiten (man denke an meine roten Fingernägel) erreichte ich mein zu Hause, schaute mir die letzten Minuten des Spiels an, und ging dann voller Vorfreude und gespannter Erwartung ins Bett.

Teil 2: Schmerzlose Behandlung bei der Kosmetikerin.

6 Uhr 30
Noch mitten im Tiefschlaf (ich konnte lange nicht einschlafen)weckte mich der Wecker und verfluchte den grausamen Ton des Radioweckers.
Schnell unter die Dusche, anschließend gottlob die gründliche und unfallfreie Rasur meines Gesichtes. Es ist gar nicht so einfach, Samstags um diese gottlose Zeit, die Konzentration des Rasenmähens aufrecht zu erhalten.
Zum dritten Mal schon kontrollierte ich meine Damenhandtasche auf Vollständigkeit (Lag wohl an meiner Nervosität) Nahm dieses und jenes heraus, tat dieses und jenes wieder herein und zum guten Schluß kam ich zu diesem Ergebnis.
Inhalt der Damenhandtasche:
Ersatzstrumpfhose (Habe ich später nicht benötigt)
Ersatzrouge (Habe ich später auch nicht benötigt)
Wimperntusche (Was soll ich sagen, ebenso Fehlanzeige)
Ersatzfeuerzeug (funktionierte nicht, wie sich später herausstellen sollte)
Damengeldbörse (brauchte ich später nicht)
Slipeinlagen (Wenn ich mal die Hosen voll haben sollte, benötigte sie aber nicht)
Ohrringe (Viel mir gar nicht auf, das ich schon welche im Ohr hatte.
Dokumente (Impfbescheinigungen gegen Staupe, Wurmbefall und Tollwut)


Kommen wir zu den Dingen, die ebenfalls in der Handtasche waren, und die tatsächlich eine Berechtigung in der selbigen hatte.

Taschenspiegel
Lippemstift
Tempotücher
Halsband, pardon Halskette

Wir kommen zu der wissentschaftlichen Erkenntnis, das die Damenhandtaschen viel zu groß sind, demgemäß auch zu Freuden der Herstellungsindustrie von Damenartikel sehr gut mit unnützen Dingen gefüllt ist.

Nachdem ich auch meine Reisetasche mit den weibl. Kleidungsstücken schon am Vorabend gepackt hatte, und sie nicht zubekommen habe (alles doppelt und dreifach) ging es endlich los.
Zunächst also meine erste zauberhafte Begleitung Hildegard von zu Hause abgeholt.
Ich vermiet es, ihren Ehemann in die Arme zu laufen, indem ich nur kurz bei schellte und sofort zu meinem Wagen lief. Wäre auch zu komisch gewesen, ihn zu begegnen da ich ja, worum auch immer, die Ohrringe in den Ohren hatte, und was noch schlimmer war, schon einiges an "Holz vor die Hütte" hatte. Den BH hatte ich ja schon zu Hause angezogen um Zeit zu sparen. Natürlich absoluter Blödsinn, darauf kommt es ja auch schon nicht mehr drauf an. Aber ich denke, das vieles schon auf meine beginnende Nervosität zurückzuführen ist.
8 Uhr 10. Ankunft im Kosmetikstudio (Um einiges zu früh, Termin erst um 8 Uhr 30).
Aber der frühe Vogel fängt den Wurm.
Petra wollte zu Fuß nachkommen, da Sie den Hund ausführen wollte.
Mittlerweile machte sich der BH unangenehm bemerkbar. Er rutschte unaufhörlich nach oben, ergo bat ich der unheimlich netten Kosmetikerin den kurzen BH gegen einen Long-Line BH wechseln zu können bevor die Pokerface Behandlung seinen Anfang nahm.
Dann ging es los. Bewundert schaute ich auf die vielen Pinsel, Döschen, Stifte und andere Utensilien die mein äußeres oberhalb des Halses eine entscheidend anderes Aussehen geben sollten. Die Liege war sehr bequem und die Gefahr einzuschlafen war sehr groß. Gottseidank bewahrte mich Frau Schwarzkamp-Kabanow (Werbung muß sein) vor dem Einschlafen, indem sie mir einiges aus ihrem Berufsleben erzählte. Nach der wunderbaren Veränderung meines Gesichts (Ich erkannte mich kaum wieder), ging es ans Einkleiden.
Schwarzer Rock (Knielang), schwarzes Top, weißes kurzes Bolerojäckchen, schwarz-weiße Mary-Jane Pumps sowie meine aus dem letzten Bericht geschilderte Wolford Neon 40 Strumpfhose in der Farbe Gobi. Eine schöne Perlenhalskette und Armband vervollständigten mein Outfit.
Danach präsentierte ich mich meiner lieben Begleitung sowie der bezaubernden Kosmetikerin.
Man musterte mich von oben bis unten und ich bestand die Prüfung der geschmackvollen Einkleidung.
Die obligatorischen Fotos von mir wurden Geschossen (die vorher/nachher Show) und nun legte sich auch Petra unters Messer der Verwandlungskünstlerin.
In der Zwischenzeit ging ich nach draußen (mit Hildegard) und genoß nach langer Zeit meine erste Glimmstengel.
Wohlgestylt verließen wir anschließend den Schönheitssalon mit dem Ziel Aachen und Kornelimünster.

Teil 3: Fahrt nach Aachen mit anschließendem Aufenthalt in der alten Kaiserstadt

125 km lagen vor mir, das Navi war programmiert und meine wenigkeit sowie meine beiden Mitfahrgäste stiegen frohgelaunt ins Auto.
Dank meiner Übungsstunden zu Hause auf meinem ausgebauten Fahrersitz klappte die Einstiegszeremonie nun nahezu perfekt. Zuerst meinen wohlgeformten Po auf den Sitz, danach beide Revuebeine gleichzeitig ins Wageninnere heben und es konnte los gehen.
Nur die Tatsache, das mein Rock aufgrund dieser akrobatischen Meisterleistung so hoch rutschte, das ich mir so manchen mißbilligenden Blick Petras einhandelte. Man sah allzudeutlich meine Reizwäsche. Nach der Korrektur meines Rockes konnte es endlich losgehen.
In zügigem Tempo (120-150 km/h) strebte ich auf der freien Autobahn dem Ziel entgegen.
Nach ca. 100 km mußte kommen, was ja kommen mußte. Die Blase machte sich bemerkbar.
Ergo steuerte ich einen Rastplatz mit Toilettenhäuschen an. Zielstrebig ging ich auf die Erleichterungsbedürfnisanstalt zu und vernahm von einer ebenfalls von einem Bein auf das andere Bein hüpfenden Dame die Aussage, das beide Kabinen also Damen-und Herren WC, verschlossen waren.
Nicht ganz spruchreif fluchte ich vor mich hin, und suchte nach einer Lösungsmöglichkeit
Die Lösung stand in Form eines dichten Busches vor mir. Mit dem Nachteil, das der Busch nur vorne dicht war und hinter mir der Verkehr auf der Autobahn nahezu blickfrei vorbeirollte. Nun hatte ich also folgende Auswahlmöglichkeiten
1. Mich vor dem Busch stellen und und meinen Hintern den Gästen des Rastplatzes zu präsentieren, oder
2. Ich stelle mich hinter dem Busch und zeige mein Hinterteil den vorbeifahrenden Autofahrern auf der Autobahn.
Wie hättet ihr euch entschieden.
Ich will euch nicht allzulange auf die Folter spannen und lüfte hiermit mein Geheimnis.

Ich zeigte meinen Arsch den vorbeifahrenden Autobahnbenutzern.

Entschuldigt bitte meine verbale Entgleisung aber ich war natürlich angesichts dieser Situation etwas angefressen.Meine Wut auf die Autobahnmeisterei war entsprechend groß.
Auch ließ ich kein gutes Haar an unsere Volksvertreter im Bundestag, die immer wieder die Autobahngebühr forderten.
Aber wie hättet ihr euch in meiner Situation entschieden. Über eingehende Leserbriefe mit eurer Entscheidung würde ich mich sehr freuen und werden wohlwollend beantwortet.
Nun also weiter auf die Autobahn, in der Hoffnung weitere Begebenheiten dieser Art zu entgehen.
Unfallfrei erreichte ich die alte Kaiserstadt in der Hoffnung einen geeigneten Parkplatz in der Nähe des Doms zu erhaschen.Auch das klappte anstandslos bis auf die Tatsache, das die Parkplätze in den Parkhäusern nicht schritt halten mit der Größe der Fahrzeuge.
Dafür sind dann die Parkgebühren etwas höher.
Also endlich rein in das Getümmel vor dem Dom. Anschließend erfolgte eine weitere Entgleisung meiner Gesichtszüge. Was sehe ich auf dem Boden?

Durchgehend Kopfsteinpflaster (Wie in Köln, ich empfehle euch mein 3. Outdoor
Erlebnis vom 26.04.14 zu lesen).

Man muß angesichts dieser Tatsache bedenken, das ich ja ca. 8 cm hohe Pumps mit relativ schmalen Absatz an den Füßen trug. Keine Schuhe zum wechseln dabei, dafür 3 Bhs und andere div. Kleidungsstücke die mir auch nicht weiterhelfen würden. Es gab natürlich reichlich Schuhgeschäfte um den Dom herum, aber erstens waren die Preise so hoch wie meine Pumps und zweitens hatte ich kein Bedürfnis meinen Schuhschrank weiter zu füllen. Nun aber weiter.
Petra nahm die Rolle des Hoffotografen ein, und schoß ein Foto nach dem anderen.
Hildegard lächelte vor sich hin auf Grund meiner ungeeigneten Fußbekleidung.
Sie beide hatten geeignetes Schuhwerk dabei und die Schadensfreude war in ihren Gesichtern deutlich abzulesen.Mann oder Frauhaft nahm ich dieses dann, zumindest äußerlich, gelassen hin.
Der nächste Weg führte uns in ein Straßencafe am Dom und genehmigten uns ein Capuccino.
Das Cafe hatte den vielsagenden Namen "Chocolate Compani"
Wie der Zufall so will, machte sich meine Primanerblase wieder bemerkbar.
Kein Problem. Kein Problem? Mitnichtend. Ich fand auf anhieb die Toiletten nicht.
Nachdem sich das Räderwerk in meinem Gehirn drehte, stellte ich fest, das die Herrentoiletten die Aufschrift hatten "Chocolato" und die Damentoiletten die Aufschrift "Chocolatie". Da muß man erstmal drauf kommen. In der Tat, Originel. Andere Städte, andere Sitten.
Nachdem ich also diese Situation meisterhaft bewältigt hatte, ging es auf dem vorzüglich gepflegten Kopfsteinpflaster weniger meisterlich zu.
Die Strumpf und Schuhgeschäfte außerachtlassend (ist mir sehr schwer gefallen) flanierten wir in dem historisch hervorragend restaurierten Stadtteil und waren ergriffen von der kulturellen Vielfalt dieser schönen Stadt.
Ebenso schön war das internationale Flair dieser Stadt. Sprachen aus aller Welt waren zu hören. Engländer, Holländer, Belgierer, Italiener, Amerikaner konnte man vernehmenen und ergaben zusammen einen friedlichen Gesamteindruck. Hier konnte man erahnen, wie ein vereintes Europa aussehen könnte.
Die Straßencafes waren sehr gut besucht, die Gassen mit dem Kopfsteinpflaster (kein Kommentar) voller frohgelaunter Menschen (bei gutem Wetter und ca 22 Grad).
Zeitgleich feierte die kath. Kirche am Dom, im Rahmen des Kirchenjahres, ein großes Fest.
Die provisorische Zusatztribüne war restlos überfüllt, die Bühne voller kirchlicher Würdenträger, und einem phanstastischem Chor der die Zuhörer begeisterte.
Vorbei am kaiserlichen Gymnasium "Karl der Große" sowie marmorierten Pflastersteinen mit der Inschrift verstorbener Aidskranken und weiteren Aktivitäten Christlicher Pilger, strebten wir wieder dem Parkhaus entgegen, da noch weitere Attraktionen im Rahmen unseres Besuchsprogramms auf uns wartete.
Meine Füße schmerzten fürchterlich, so das ich froh war wieder im Auto zu sitzen um unser nächstes Ziel entgegenzusteuern.

Teil 4: Fahrt nach Kornelimünster mit anschließendem Aufenthalt und vorheriger Zunahme von Speisen.

Der Magen machte sich so langsam bemerkbar und so entschlossen wir uns außerhalb von Aachen ein geeignetes Restaurant aufzusuchen.
Mitten auf dem Land in der Voreifel wurden wir auch fündig.
Ein ital. Lokal lockte mit den üblichen Speisen ihres Landes auf der Speisekarte.
Eine sehr symphatische nette ital. Bedienung (männlich) mit einem Deutschlandtrikot (er wurde mir dadurch noch symphatischer) nahm unsere Bestellung entgegen und aus dem Hintergrund erklang die Stimme von Adriano Celentano aus einem Musiklautsprecher.
Da wir als Raucher eine Zigarette inhalieren wollten, bot uns die ital. Bedienung an (der mit dem Deutschlandtrikot) draußen im Garten unsere Sucht zu befriedigen.
Ruckzuck stand ein Aschenbecher vor unserer Nase und Ruckzuck wurden unsere allerwertesten Hinterteile mit einem Sitzkissen angewärmt, die der sehr nette ital. Chef des Lokals (der mit dem Deutschlandtrikot) uns unter die empfindlichen Gesäße plazierte.
Gleichzeitig sprach er mich mit folgenden Worten an: Darf ich der werten Dame das Getränk nach draußen bringen? Der Mann wurde mir immer symphatischer. (Das war also derjenige mit dem Deutschlandtrikot).
Angesichts der Tatsache das er mich mit den Worten "werte Dame" ansprach, war ich natürlich sehr geschmeichelt und schwor mir beim nächsten Spiel die Daumen für die ital. Manschaft zu drücken.
Gestärkt mit vollem Bauch und einer nicht mehr so vollen Geldbörse verließen wir diese gastliche Stätte nicht ohne der netten Bedienung (mit dem Deutschlandtrikot) ein fürstliches Trinkgeld zu hinterlassen.
Nun folgte also ein weiterer Höhepunkt unseres Tagesausfluges.
Das kleine Dorf war restlos überfüllt und die Parplätze ebenfalls. Deshalb lotzte man uns auf ein forstwirtschaftliches Ackerfeld, welches nun als Parplatz dienen sollte.
Frohgemut stieg ich aus dem Auto und versank mit meinen Pumps in dem hohen Gras.
Nach dem Kopfsteinpflaster nun also eine Rasenfläche, die man nicht als Rasenfläche bezeichnen kann. Leise vor mich hinfluchend (nicht sehr feminin) stolzierte ich dann (wobei ich einen völlig gleichgültigenden Eindruck erwecken wollte) durch die Wiesenlandschaft der Eifel.
Das Grinsen meiner weibl. Begleitung wurde immer größer und ich immer kleiner. Lag aber vielleicht auch daran, das ich an manchen Stellen im Gras versank und so der Größenunterschied gegenüber meinen Mädels nur noch maginal war.
Nachdem ich diesen Testlauf einigermaßen würdevoll bestanden habe, ging es auf öffentlichen Straßen (Bergauf und Bergab, wir befinden uns ja in der Eifel) zu dem Festgelände, welches wir nach 20 minütigen Gehens endlich erreichten.
Das Festgelände begrüßte mich mit einer weiteren Überraschung.
Ich schaute auf dem Boden, und was sah ich, dreimal dürft ihr Raten.

Kopfsteinpflaster

Das Grinsen meiner Begleitung schlug in Gelächter um, und ich war nahe dran meine Pumps dem nächstbesten Kommunalabgeordneten um die Ohren zu werfen.
Aber dann hätte ich ja meine Wolford 40 DEN in der Farbe Gobi ebenfalls entsorgen müssen. So machte ich also wieder gute Miene zum bösen Spiel und versuchte also möglichst gleichgültig und gelangweilt aus der Wäsche zu schauen. Ist mir nicht ganz gelungen.
Vorbei an historischen Fahrgeschäften aus den 50 er Jahren kombibiert mit einem sehr schönen Trödelmarkt ging es bergauf und bergab auf dem Kopfsteinpflaster durch die historische Altstadt. Es wurde hier also sehr viel geboten: Altes Kettenkarussel, altes Riesenrad, altes Kinderkarussel und ein mittlerweile um Jahre gealteter Reiseführer (meine Wenigkeit).
Mittlerweile fand ich dann eine Gelegenheit meine ausgedörte Kehle zu benetzen.
Ein Glas Bitburger, und meine Lebensgeister kehrten wieder zurück.
Den Drang, meine geschundenen Füße auf den Tisch zu legen, konnte ich mit äußerster Willensanstrengung zurückhalten. Da es nun auch schon spät war (Man denke an das WM-Spiel gegen Ghana), marschierten wir guten Mußes zum sogenannten Parkplatz in die Steppe zurück. Wie ein Storch stolzierte ich über den Rasen und traf punktgenau jede Bodenvertiefung. Mein Vorschlag mich zum Auto zu tragen wurde unmißverständlich von meiner Begleitung abgelehnt und nicht für gut empfunden. Es juckte mich ungemein, ein Stück Rasen und ein Pflasterstein als Andenken mitzunehmen, und in einer Glasvitrine zu verewigen.
Ich nahm Abstand von diesem Vorhaben setzte mich hinters Steuer und fuhr meiner Heimat entgegen.

Teil 5: Heimfahrt mit Umwandlungszeremonie

Nach einiger Zeit fand ich an der Autobahn einen schwach frequentierten Parkplatz mit Toilettenhäuschen. So stand es zumindest auf dem Autobahnschild.
Pustekuchen, kein Abort zu sehen. Ernüchternd vollrichtete ich mein kleines Geschäft mal wieder hinter einem Busch. Dem Herrn sei es geloben und gepriesen ohne evtl. Zuschauer.
Danach wollte ich mich umziehen. Ein einsamer Radfahrer auf einem Forstweg drehte einsam seine Runden und wunderte sich wohl, das aus drei Damen mittlerweile zwei Damen und ein Herr geworden war. Ich stand vor dem Kofferraum und konnte demnach nicht sehen, was hinter mir geschah. Petra berichtete mir, die das ganze von vorn betrachtete, das der Radfahrer mittlerweile von seinem Drahtesel herunterstieg und wohl verwundert diesem Schauspiel zusah. Der hat sicherlich daheim einiges zu erzählen, zumahl ich ja teilweise nur noch in Unterwäsche vor dem Kofferraum stand.
Ich nahm es mittlerweile gleichmütig hin, den wer Kopfsteinpflaster und Grasssteppe überlebt hat, der überlebt auch diese unwesentlichen Kleinigkeiten.
Punkt 8 Uhr hatten wir die heimatlichen Gefilde erreicht und schauten uns alle gemeinsam mit noch hinzugekommenen Gästen das WM-Spiel gegen Ghana an.

Ein ereignisreicher Tag mit vielen Höhepunkten, schönem Wetter und brisanten Situationen ging zu Ende.
Ein Dank gilt wieder meinen beiden Mädels Petra und Hildegard sowie der Kosmetikerin die alles mitgemacht hatten und so zum guten Gelingen nicht unwesentlich beigetragen haben.
Nun den Blick nach vorne gerichtet und den nächsten Outdoortermin organisatorisch in Angriff zu nehmen.

Also, wenn ihr am 19.Juli 2014 zufällig in Münster in Wetfalen seid, kann es passieren, das eine mit hohen Pumps bewaffnete Frau über das Kopfsteinpflaster schwebt!!!!! und dabei fluchend die Bodenbeschaffenheit kommentiert.
Das hört sich dann ungefähr so an:

$%?!&(%*+'.$@€Mist&-§"?Verdammt-°^?


Mit lieben Grüßen

Monika
PS: Ich hoffe, das der Bericht Euch gut gefallen hat.
Da ich oftmals eine Frohnatur bin, und ich auch ein lustiger und amüsanter Vogel bin der vieles mit Freude und Humor sieht, ist es meine Art diese Erlebnisse so darzugeben.
Freue mich natürlich über Eure Zuschriften und Kommentare

Mit lieben Grüßen

Monika

Re: Es ist passiert. 4.Outdoor„Erlebnis am 21.06.2014

Verfasst: So 6. Jul 2014, 18:20
von Kerstin
Monika hat geschrieben:....

Ich zeigte meinen Arsch den vorbeifahrenden Autobahnbenutzern.


Monika
Sorry - aber bei dem Bild das hier in meinem Kopf entsteht mußte ich erstmal herzhaft lachen.

Vielen Dank für deinen Bericht und deine Art zu schreiben.


LG Kerstin

Re: Es ist passiert. 4.Outdoor„Erlebnis am 21.06.2014

Verfasst: So 6. Jul 2014, 18:34
von Monika
Liebe Kerstin,

in der Not blieb mir nichts anderes übrig, als das beschriebene.
Auf die Autobahnmeisterei war ich recht sauer, aber später mußte ich dann doch lachen

Mit lieben Grüßen

Monika

Re: Es ist passiert. 4.Outdoor„Erlebnis am 21.06.2014

Verfasst: So 6. Jul 2014, 19:37
von Monika
Liebe Gina,

man muß wirklich schon sehr genau hinhören bei der Bevölkerungsgruppe die sich in Englisch unterhält.
Das amerikanische Englisch ist viel härter in der Aussprache und meistens etwas Slangartig.
Jedenfalls sind die Briten etwas besser zu verstehen und sauberer in der Sprache.
Aber mein Fauxpas, die Amerikaner zu Europäisieren ist die natürlich sofort aufgefallen. Super. Selbst beim dreimaligen durchlesen meines Berichtes ist mir das durch die Lappen gegangen.
Meinen nächster Auftritt "en Femme" wird am 19.07.14 sein.
Dann werde ich mit meinen beiden Biomädels Petra und Hildegard die Stadt Münster in Westfalen besuchen.
Vorher werden wir um 10 Uhr die Burg Vischering im Münsterland besichtigen.
Bin mal gespannt, was mich an diesem Tag alles erwarten wird.

Mit lieben Grüßen

Monika

Re: Es ist passiert. 4.Outdoor„Erlebnis am 21.06.2014

Verfasst: Mo 7. Jul 2014, 20:21
von Monika
Lieber User,

mein nächstes Ausflugsziel wird am 19.07.14 die Stadt Münster in Westfalen sein. Auf dem Weg dorthin werden wir,(Meine beiden Biofrauen: Hildegard und Petra, sowie meine wenigkeit) Burg Vischering einen Besuch abstatten.
Mein nächster Outdoorbericht kommt dann garantiert. Hoffentlich mit weniger unannehmlichkeiten und weniger Kopfsteinpflaster :wink:
Bei Pumps mit 8 cm Höhe ist das ganz schön anstrengend.

Mit lieben Grüßen

Monika