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Homo„"Heiler" tricksen Krankenkassen aus

Verfasst: Mi 7. Mai 2014, 20:34
von ab08
Hallo,

NDR-Reportage: Homo-"Heiler" tricksen Krankenkassen aus
über Queer.de abrufbar http://www.queer.de/detail.php?article_id=21519
Es ist wirklich erschreckend, welche menschenverachtenden Aktivitäten hier bei uns offenbar geduldet werden!

Auch wenn es nicht direkt CD-TS-IS betrifft, bin ich ziemlich schockiert!
ab

Re: Homo„"Heiler" tricksen Krankenkassen aus

Verfasst: Mi 7. Mai 2014, 21:11
von Exuserin-2015-08-11
Liebe ab08 was erwartetest Du ,wann werden wir wirklich anerkannt,glaube nach dem Weltuntergang .Vorher haben wir keine Chance ,weil uns die gesamten Menschen uns als Eigentümch bezeichnet

Re: Homo„"Heiler" tricksen Krankenkassen aus

Verfasst: Do 8. Mai 2014, 08:47
von exuserin-2015-03-24
Ich habe die Reportage auch gesehen und war mehr als geschockt darüber was im Namen "Gottes" geschieht. Man bekommt den Eindruck, dass die Menschheit nichts aus ihrer Vergangenheit gelernt haben. Es wurden "Heiler " gezeigt, die hauptberuflich Ärzte sind und in ihren Praxen die sogenannte Austreibungen betreiben. Was sehr unmenschlich und befremdet für die heutige Zeit ist. Der Reporter, der selber schwul ist, hat sich mit versteckter Kamera "heilen" lassen. Ein Arzt aus Hamburg, hat es nicht auf Anhieb nicht geschafft hat den Mann zu heilen, da musste der arme Kerl eine Etage höher in die Praxis, wo ihm versucht wurde, ein Art von Gehirnwäsche zu unterziehen. Ein kath, Arzt sagte ihm, dass er schwul wäre, weil er Narbe im Gesicht hätte und damit nicht psychisch fertig würde. Alles ohne Worte. Der Gipfel war, dass solche "Heilungen" mit den Kassen, als psychische Beratungen abgerechnet werden.
Da wir mit unsern Leben für viele "Christen" nicht nach deren Glaubensauffassung leben, werden bestimmt auch solche Heilungen für uns angeboten. Ich möchte nicht wissen, wie viele von uns solche Erfahrungen hinter sich haben und als psychisches Wrack durch die Welt laufen.

Birgit

Re: Homo„"Heiler" tricksen Krankenkassen aus

Verfasst: Do 8. Mai 2014, 13:41
von Julia65
Ein sehr interessanter Bericht.
Einerseits habe ich als erste Reaktion laut gelacht, wenn ich so manche absurde Äusserung der Befragte hörte. Beim längeren Nachdenken über die Sache blieb mir dann aber das Lachen im Halse stecken. Warum auch immer, aber mir fielen Begriffe wie "Reichskristallnacht" ein.
Während des weiterne Verlaufs des Berichts wünschte ich mir, diesem Dr. Winkelmann mal zu begegnen: An der Stelle des Reporters hätte ich ihm vermutlich gesagt: "Was redest du über den Splitter in meinem Auge. Erkennst du nicht den Balken in deinem? - Nicht ich, sondern Du brauchst eine Behandlung. Hier behandelt offensichtlich der Kranke den Gesunden. Wo soll das hinführen?" - Sorry, aber bei sowas kann ich mich nicht halten.
Danke für den Bericht.
Von der DKMS-Aktion in Kiel hatte ich gehört. Ich überlegte zunächst, mich auch typisieren zu lassen, habs aber später dann verschwitzt. Aber ich möchte mich darüber mal informieren. - Ach Mist, ich bin ja seit Dezember 2012 per Gerichtsbeschluss lesbisch. Darf ich ja gar nicht.

kopfschüttelnde Grüsse
Julia

Re: Homo„"Heiler" tricksen Krankenkassen aus

Verfasst: Do 8. Mai 2014, 18:48
von exuserIn-2014-09-26
Kritik an der Praxis dieser Ärzte ist angebracht, wobei man aber nicht außer acht lassen sollte, das es _nicht_ die Meinung der Amtskirche ist. Religiöse Splittergruppen gibt es immer (imho war das Christentum bis in das 4. Jahrhundert auch eine). Wie man als Betroffene(r) in die Fänge eines solchen Arztes kommt, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Und das Ärzte in Teilen kreativ bei der Abrechnung mit Krankenkassen sind, ist auch nicht unbekannt (in der genannten Reportage war der Patient aber privat versichert, zumindest behauptete er das, und bekam alle Rechnung zugestellt). Erstaunlich ist natürlich das im besonderen männliche Homosexualität besonders bekämpft und leider auch diskriminiert wird (keine Blutspende etc.).

Achja, da Homosexualität _keine_ Krankheit oder psychische Störung ist (genauso wie Transidentität) erübrigt sich die Diskussion, ob behandelbar. Erstaunlicher finde ich eher
dagegen das Religionsunterricht (und gerade christlicher) im Grundgesetz verankert ist. Ich habe an sich nichts dagegen das die Kirchen ihren 'Nachwuchs' unterrichten wollen, nur
muss es im Rahmen eines staatlichen Schulbetriebes sein? Dagegen hoffe ich das der Unterricht über sexuelle Vielfalt verbindlich in allen Bundesländern in die Lehrpläne kommt und dann hoffentlich von engagierten Lehrkräften unterrichtet wird.

LG
Franziska