3.Outdoorerlebnis am 26.04.14
Verfasst: So 27. Apr 2014, 23:16
Drittes Outdoorerlebnis am 26.04.14
Teil: 1 (Vorbereitung)
Riiiiing, riiiiing.
Grausam weckt mich der Wecker am Samstagmorgen um 6.30 Uhr.
Siedendheiß fällt mir schlagartig ein, das ich ja einen Ondercovereinsatz in Köln habe.
Also schnell den Kaffee aufgesetzt, eingeschaltet und ab unter die Dusche.
Wohl parfümiert und eingecremt steige ich dann aus der Dusche und genieße erstmal den Aroma des besten Kaffees von Jabobs "Die Krönung"
Am Abend davor habe ich vorsorglich schon mal Pediküre und Maniküre an mir vollzogen.
Ich wollte ja heute morgen in dieser für mich sowie schon großen Stresssituation nicht unbedingt noch diese filigranen Arbeiten vollrichten. Sinnig betrachtete ich die lackierten Fuß-und Fingernägel, die ich in einem leuchtenden Rot lackiert habe.Auf das Farbenspiel in Schwarz,Rot, Gold, wollte ich erstmal verzichten, da die Fußball-WM sowieso erst in 2 Monaten beginnt und meine handwerklichen Fähigkeiten in dieser Richtung begrenzt sind.
Nun so gut. Als erstes zog ich mir dann meine neuerworbene Strumpfhose der Marke "Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi" über meine Revuebeine.
Was soll ich sagen. Eine traumhafte Stumpfhose diese Wolford. Aber der Preis ist ja auch traumhaft hoch. 29 € für eine Fsh habe ich noch nie ausgegeben. Das Tragegefühl ist aber einzigartig und ein wohliger Schauer überfiel mich beim anziehen und ich schwor mir jetzt schon das dies nicht meine letzte Wolford sein wird.. Die Fsh sitzt hervorragend in der Taille, kein Rutschen der Beinteile und des Hosenteils sowie ein wunderbares gleichmäßiges Maschenbild ohne Streifen in den Beinteilen. Gleichzeitig ein hochglänzendes Material welches mir sicherlich so manche neidische Blicke der weiblichen Personen einbringen wird.
Ihr wißt ja genauso gut wie ich, das der Zickenkrieg in der Damenwelt recht ausgeprägt ist und deshalb vernehme ich jetzt schon das Getuschel hinter vorgehaltener Hand. Aber das soll ja nicht mein Problem sein.
Ich muß mich beeilen, den ich will ja noch meine beiden Damen (Biofrauen, man verzeihe mir diesen Ausdruck) abholen um dann meinen Termin bei der Kosmetikerin in Anspruch nehmen.
Schnell meine strammsitzende Miederhose angezogen der Fa.Susa (wegen meines Bäuchleins und dem Sitz der Fsh) sowie einen Longline-BH der Fa.Glamories mit vorne zu schließenden Häckchen.
Die Silikon-Prothesen sitzen ganz hervorragen und geben einen guten Halt und ein Sicherheitsgefühl in diesem BH. Beide Teile in unschuldigem Weiß. Schnell noch eine weiße Bluse mit Rüschen im Knopfbereich angezogen und fertig ist die kleinem Anziehzeremonie.
Weitere verräterische weibliche Kleidungsstücke konnte ich ja noch nicht anziehen, da ein allzu femininer Kleidungsstil sicherlich für "vorsichtig ausgedrückt" Irritationen in der Nachbarschaft sorgen würde. Deshalb zog ich mir noch schnell eine lange Herrenhose, Tarnsocken und Herrenschuhe an. Eine neutrale Jacke drüber und fertig ist die Anziehprozedur. Die restlichen femininen Anziehsachen verstaute ich in einem Trolley und los geht die Fahrt um meine liebe weibl. Begleitung abzuholen.
Teil: 2 (Hindernisse und Kosmetikstudio)
Auf dem Weg zur Abholung meiner zwei bezaubernden weib. Begleitung fällt mir ein, das ich meinen Wagen am Vortage nicht aufgetankt habe. Da meine Tankanzeige kurz vor Reserve steht, und mein km-Pensum ca. 200 km sein wird, bleibt mir nichts anderes übrig, als zu tanken.
Ihr fragt jetzt bestimmt, wo ist das Problem?
Es ist ein Problem, denn meine Fingernägel sind schon fertig und in leuchtendem Rot lackiert.
Es geht also schon wieder los mit unpassenden Begebenheiten.
Hildegard hatte die rettende Idee. Auf zum Bargeldautomaten der Spasskasse äh Sparkasse
natürlich, und zusätzliches Bargeld ziehen. Ansonsten bezahle ich ja meine Betankungen mit der Kreditkarte, aber mit lackierten Nägeln wäre das sehr auffällig geworden.
Also dann los zur Tankstelle, denn Rüssel in den Tankeinfüllstutzen gehalten und einfach laufenlassen.
(Ein Schelm, der böses dabei denkt).
Nun gut, Hildegard ging dann ins Kassenhäuschen und zahlte die Tankrechnung dann in bar.
Sch... auf die 2 % Rabatt bei Zahlung mit der Kreditkarte.
Auf Grund meiner immer größeren Nervosität habe ich auch noch meine Zigaretten zu Hause liegen lasse. Also mit Händen in den Hosentaschen (wie cool) in den Verkaufsraum und bat Hildegard noch um den Kauf einer Schachtel Zigaretten, nein, doch besser zwei. Mein Inhalationsverhalten wird heute bestimmt rekordverdächtig.
Puh, das wäre also geschafft. Jetzt mußte ich also noch meine zweite bezaubernde Assistentin Namens Petra abholen. Charmant wie man(n) ist? natürlich machte ich Ihr erstmal Komplimente für Ihr wirklich gut aussehendes T-Shirt, welches ihren Busen gut zur Geltung brachte.
Aus Diskretionsgründen verschweige ich hier natürlich die Cupgröße ihres BHs. Nur soviel, ich bin etwas neidisch auf ihre Oberweite. Ich will natürlich nicht weiter über Cupgrößen und Oberweite philosophieren, denn es steht ja noch einiges bevor.
Aber leider konnte sie im Moment noch nicht mitkommen, da der Hund noch zum Gassi machen ausgeführt werden mußte. Ich sollte also mit Hildegard zum Kosmetiksalon vorfahren, sie wolle dann sofort zu Fuß zur Schönheitsfarm nachkommen. Es sind ja nur ca 300 Meter.
Mit einem Blick auf die Uhr, stellte ich fest, das es auch höchste Eisenbahn wurde. Man verzeihe mir als beruflicher Eisenbahner diesen Ausdruck.
Mit klopfenden Herzen betrat ich zum ersten Mal diese Schönheitsfarm und wurde recht herzlich von der Besitzerin in Empfang genommen und zum Behandlungsstuhl gebeten. Etwaige Ahnlichkeiten zum Behandlungsstuhl eines Zahnarztes sind rein zufällig und nicht gewollt.
Apropo Schönheitsfarm: Wie will man mich noch verschönern? Scherz
Ich legte mich also auf die Liege und begab mich vollends in die Hände der sehr netten Kosmetikerin und besprach mit ihr die Handlungsweise ihres Schaffens.
Von einer Camouflage riet sie mir wegen des evtl. puppen- und maskenmäßigens Aussehens ab. Nun so gut. Mit sicherer Hand begann sie nun mit den Renovierungsarbeiten in meinem Gesicht.
Ich überlegte, ob diese Art von Renovierungsarbeiten am Ende in der Steuererklärung absetzbar wären. Die Erfolgsaussichten hielt ich dann aber für sehr gering. Also tröstete ich mich dann mit den Gedanken, das mein Geld auf einigen Schweizer Nummernkonten doch recht gut angelegt ist. Man hatte mich übrigens seitens der Banken schon informiert, das ich schnellstens mal mein Geld abholen sollte, weil sie den Tresor nicht mehr zu kriegen würden.
Ich will nicht so weit mit meinen Gedanken abschweifen sondern der Dinge(bzw. Kosmetikbehandlung) hingeben. Nach ca. 30 Minuten war das Wunderwerk in meinem Gesicht vollendet. Völlig fasziniert betrachtete ich im Spiegel mein Konterfei.
Ein wunderschön deckendes Make up, Lidschatten, Augenbraun, Rouge Lippenstift und andere Zutaten verwandelte mich in ein weibliches Wesen. Zumindest Gesichtsmäßig betrachtet.
Petra holte den Koffer mit den weibl. Kleidungsstücken und dann gings ans Eingemachte.
Wie Frauen nun mal so sind, hatte ich natürlich mehrere Röcke und Blusen in den Koffer gelegt um auf der sichere Seite zu sein. Auch zwei paar Schuhe lagen in dem Koffer um evtl. Blasen vorzubeugen. Jedenfalls war der Koffer so voll, das Petra nicht umhin kam zu fragen ob ich wohl die Absicht hatte zu verreisen.
Nun ein Kleidungsstück nach dem anderen anprobiert, um Kleidungstechnisch pasabel auszusehen.
Antrazit farbener Rock, ital.Länge also knapp Knie bedeckend, Bluse mit halben Arm (Farbe Brombeer). Passt aber lt. Aussage der Damen gut zum Rock, schw. Mary-Jane Pumps mit ca.8 cm Absatz und einen Violettdunkelfarbenen Blazer vervollständigten mein Outfit. Nicht zu vergessen natürlich meine glänzende Feinstrumpfhose der Fa. Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi, auf die ich besonders Stolz bin. War auch mit 29 € nicht gerade günstig. Ich fühlte mich, verzeiht mir den Ausdruck, Pudelwohl in der supergut sitzenden Fsh mit dem glänzendem Maschenbild.
Vorweg kann ich schon sagen, das ich nicht ein einzigesmal diese Fsh nach oben ziehen mußte. Sie sitzt einfach perfekt und ist wirklich eine Empfehlung wert.
Die Miederhose der Fa. Susa tat sein übriges dazu. Theoretisch hätte ich auf Grund der gutsitzenden Fsh die Miederhose weglassen können. Aber sicher ist sicher, vor allen Dingen werden evtl. verräterische Spuren meiner männl. Anatomie nicht zum Vorschein gebracht.
Ein gutsitzender Long-Line BH im oberen Teil meines Körpers, kombiniert mit den Silikonprothesen (Körbchengröße C), für die Fachleute unter uns, vervollständigten das Outfit unten drunter. Die Herren der Schöpfung können mit diesen Fachbegriffen wie Körbchengröße, Unterbrustweite und Oberbrustweite natürlich nicht viel anfangen. Denen ist die Reifengröße ihres Boliden natürlich eher ein Begriff. Wenn ich ihnen (den Männern) die Frage stelle, was bedeutet z.b. der Begriff 75 C in der Damenwelt (ich wünschte ich hätte diese Größe) kommen sie mit der Antwort: Ich kenne nur "235/40 HR 18"
Um Ausnahmsweise in der Autobranche zu bleiben, kamen nun die restlichen Zubehörteile zum Vorschein: Armreifen, Ohrstecker. War ich jetzt fertig? Nein. Meine Fingernägel mußten noch einmal bearbeitet werden. Die Männer würden das jetzt als Autotunning bezeichnen.
Weil meine handwerklichen Fähigkeiten in Punkto Modellage der Fingernägel als anfängerhaft bezeichnen kann, mußte die wirklich sehr nette und tolerante Kosmetikerin ein wenig nachhelfen.
Da die Fingernagelspitzen nicht so gut auslackiert waren (Am Abend vorher aus Zeitmangel), schlug sie vor, die Fingernägel zusätzlich mit einem Sternchenlack zu behandeln. Abschließend wurden die Nägel zusätzlich mit einem transparenten Klarlack bestrichen,
das Ergebnis war bombastisch. So schöne Nägel habe ich noch nie gehabt.
Nun war ich endlich komplett feminin von Kopf bis Fuß gestylt. Ich schaute in dem Spiegel und sah eine bezaubernde Frau mittleren Alters in einem eleganten Outfit.
Ich mußte schlucken, mir kamen fast die Tränen vor Ergriffenheit (welches mir jetzt, wo ich diesen Bericht schreibe immer noch passiert). Ich hatte einen großen Kloß im Hals und konnte kaum sprechen. Die Gefühle die ich in diesem Moment hatte, kann man kaum in Worte fassen. Ich fühlte mich unsagbar glücklich und dachte jetzt schon mit Schaudern daran, das dieses Spiel "en Femme" heute Abend leider wieder ein Ende haben muß. Just in diesem Moment (beim Schreiben dieses Berichtes laufen mir wieder die Tränen das Gesicht runter und kann meiner Gefühle nicht mehr Herr werden). Bitte verzeiht mir diese emotionalen Gefühle, die mit mir komplett durchgehen. Aber ich kann nicht über meinen Schatten springen und das alles einfach zur Seite schieben. Auch jetzt am Sonntagmorgen überkommt mich eine tiefe Niedergeschlagenheit, die auch durch das jetzige Tragen der Damenkleidung nicht gelindert wird.
Es ist für mich ein wenig schwierig, diesen Bericht jetzt weiterzuschreiben, aber ich will es durchstehen.
Nachdem ich also komplett fertig gestylt war, sah ich in den Augen Petras (meiner lieben Begleitung die ich seit 40 Jahren kenne) auch den Wunsch so ein wunderschönes Make up zu erhalten. Sie nahm dieses Angebot auch an.
Ich schlug meiner zweiten Begleitung Hildegard vor, draußen vor dem Ladenlokal eine Nervenzigarette zu Rauchen.
Nun ging ich also während der Behandlung der oben erwähnten Person nach draußen.
Ich muß zugeben, mit zitternden Knien. Mit zitternden Knien auch deshalb weil vor dem Haus ein Umzugsunternehmen beschäftigt war, div. Möbelstücke auszuladen.
Ich wurde etwas unruhig, weil die Männer genau auf die gleiche Idee kamen (Zigarette rauchen).
Bei einem der Männer stand das Fragezeichen sprichwörtlich ins Gesicht geschrieben. Schuld war wohl meine Erscheinung wenige Meter von mir entfernt.
Sie blieben solange sitzen, wie wir brauchten um 2 Glimmstengel, zu inhalieren. (Jeder 2 Glimmstengel). Die Zigarettenindustrie wird sich gefreut haben.
Kurz darauf war auch Petra mit ihrem Wohlfühlprogramm fertig.
Jetzt wurde es also ernst mit meinem Crossdressing outdoor.
Teil: 3 Fahrt nach Köln und Aufenthalt dort
Wir verließen also das Kosmetikstudio und begaben uns zu meinem Fahrzeug, welches ca. 100 Meter weiter weg von mir geparkt wurde.
Ich verstaute also den Koffer mit meinen maskulinen Kleidungsstücken im Kofferraum, meine Handtasche wollte ich im Wageninneren lassen
Schwungvoll und voller Tatendrang stieg ich ins Auto ein.
Halt
1.Versuch
Ich hatte schon ganz vergessen, das ich ja einen engen Rock trug.
Infolgedessen war mein Einsteigversuch ins Auto ein voller Mißerfolg.
2.Versuch
Ich zog also den Rock mit beiden Händen fast bis zum Schritt hoch und versuchte unfallfrei das Wageninnere zu ersteigen. Gegenüber auf der anderen Straßenseite stand, ein nicht mehr ganz so junger Mann mit Brille, welche ihm bei meinen Einsteigungsversuchen fast von der Nase gefallen ist. So erzählte es Hildegard, die es köstlich schmunzelnd beobachtet hatte. Ihr könnt es euch sicherlich vorstellen das es sehr aufregend für den Mann war, als ich mit meinen stark glänzenden Revuebeinen (ich will es noch mal in Erinnerung rufen:Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi) und mit hochgezogenem Rock den Wagen bestieg (ja förmlich bestieg). Hildegard meinte zu meinen Turnübungen: Daran müssen wir noch arbeiten.
Ohne um uns um den irritierten Mann zu kümmern, begannen wir also unser Abenteuer mit der Fahrt in die alte Römerstadt Köln.
Nach einem Blick in den Rückspiegel, sah ich den älteren, Mann immer noch regungslos am Straßenrand harrend, stehen. Was mag jetzt in seinem Kopf vorgehen? Wird er sich an seiner Jugendzeit erinnern? Wird er sich jetzt an seine evtl. Frau erinnern, wann sie sowas zuletzt auch mit ihm gemacht hat? Oder muß jetzt sein Herzschrittmacher neu justiert werden.
Also, ich will nicht schuld, sein an evtl. Krankheitssymptomen die durch meine ungelenken Eintrittsversuche ins Auto hervorgerufen wurden.
Ich gelobte also Bessserung und wollte beim nächsten Stop an meine Ein-und Ausstiegsversuchen, arbeiten.
Nach ca. 70 Minuten Fahrt mit einem Stau, und einem Umweg durch das missverstandene Navigationsgerät. Das Navi und ich kommen nicht miteinander klar und habe der eigentlich netten Stimm vom Navi gedroht, dass wir bald getrennte Wege gehen werden. Die Beziehungen untereinander wird immer öfters auf eine harte Probe gestellt. Petra meinte lapidar: Ich sollte es mal mit einem Update versuchen.
Also, solche Sauereien mach ich nicht. Date hin, Date her.
Ich bin ein anständiges Frauenzimmer.
Nachdem wir also eine Tiefgarage gefunden hatten. Recht alt und recht eng die Parkmöglichkeiten für meinen langen Wagen, versuchte ich also recht grazil aus dem Wagen auszusteigen.
Also, enge Parklücken und enger Rock. Das paßt ja gar nicht. Dazu meine superteure Strumpfhose.
Ich will das noch mal in Erinnerung bringen.
Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi
Nachdem ich das also nochmal erwähnt habe, ging es jetzt ans Tageslicht.
Ich schaute oben an der Parkhaustreppe in ein gleißendes Tageslicht, welches mir vorkam als wenn ich die Bühne eines Schauspielhauses betreten würde. Also voll im Rampenlicht einer sensationsgierigen Meute. Hab ich es schon erwähnt
Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi
Wir standen in einer großen Fußgängerzone mit etlichen Lokalitäten nahe des Kölner Domes
Ich sagte zu meiner Begleitung: Ich muß mal Pippi.
Es mußte ja mal so kommen und so setzten wir uns draußen in einem Straßencafe.
Petra sollte die Getränke bestellen, während ich moralischen Beistand seitens Hildegard für den Toilettenbesuch erhielt. Was mir sofort auffiel, war das Gedränge vor dem Waschtisch mit den dazugehörigen Spiegeln. Das ist ja nicht außergewöhnliches. Aber die Schminkrituale der Damenwelt sind auf dem Herren WC nicht bekannt.
Nachdem mein Toilettengang also erfolgreich war (keine besonderen Vorkommnisse) konnte ich nicht umhin meine wohlgeformten und und bemalten Lippen ebenfalls in dem schon erwähnten Spiegel zu betrachten. Meine feminine Ader ließ mir keine andere Wahl. Zufrieden mit dem Ergebnis des Spiegelbildes verließen wir wieder zusammen (Hildegard und ich) diese für mich doch ganz andere Welt.
Nachdem wir uns nun kehlentechnisch erfrischt hatten , begaben wir uns nun zum Kölner Dom.
Unterwegs machte ich mir Gedanken, ob ich den Beichtstuhl im Dom aufsuchen sollte. Ich kam dann aber zur Überzeugung, das dieses nicht unbedingt nötig wäre. Der Andrang vor dem Beichtstuhl ist bestimmt sehr groß, denn wer kennt nicht diesen berühmten Satz aus der Bibel
Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein
Nachdem ich jetzt euer religiöses Gewissen etwas in Anspruch genommen habe, fahre ich jetzt mit meinem Bericht fort.
Der Dom war rappenvoll, Petra war vollends damit beschäftigt die Fotos auf Polaroid zu verewigen.
Falsch. Die Aufnahmen wurden selbstverständlich mit einer Digitalkamera gemacht.
Hildegard steckte im Dom eine Kerze an, und ich hatte die vage Hoffnung, das diese Kerze für mich sei.
Danach ging es endlich in die Fußgängerzone mit den beheimateten Konsumtempeln. Geldbörse noch relativ gut gefüllt (das sollte sich bald ändern), flanierten wir an div. Schuhgeschäften vorbei.
Beide Damen, eine rechts, die andere links, hielten mich mit sicherem Griff fest, so das es mir nicht ohne Aufsehen zu erregen möglich gewesen wäre, ein Damenschuhgeschäft zu betreten.
Du hast genug Schuhe in deinen Schränken, war die Antwort auf mein flehendliches Betteln nach einem neuen Paar Pumps. (Ich muß zugeben, dass ich seit Mitte der Woche ein neues Paar schwarzer Sandaletten mein Eigen nennen konnte). Auf mein Hinweis, das eine Dame nie genügend Schuhe in den Schuhschränken haben könnte, erntete ich nur ein resolutes Kopfschütteln.
Sie sagten, du benötigst unbedingt etwas für den Hals, da dein Ausschnitt von der Bluse recht tief sei. Womit sie zweifellos recht hatten. Petra packte demonstrativ und resolut in meinem Ausschnitt und rückte meine Silis wieder an seinem angestammten Platz. Ich war baff. Und das vor aller Augen.
Aber ich denke, es hat keiner mitbekommen.
Also, wir standen vor der Alternative: Halstuch oder Halskette.
Da ich ein Halstuch schon zu Hause hatte, und es nur von mir vergessen wurde einzustecken, kamen die drei Damen (inklusive meiner Person) zu der Überzeugung, das eine Halskette doch das wichtigere Utensil für mich sei. Ergo suchten wir div. Geschäfte auf, die solches Zubehör anbieten würden. In dem 3.oder 4. Geschäft wurden wir dann fündig. Vielmehr Petra wurde fündig. Eine wunderschöne Kette mit vielen Anhängern wanderte in meinem Besitz und zierte alsbald meinen zu tiefen Ausschnitt. (Apropo tiefer Ausschnitt: man will ja schließlich zeigen was man(n) hat. Die bezaubernde Verkäuferin hat sie mir nämlich sofort um den Hals gelegt. (Für mich sind alle Frauen bezaubernd). Unter vier Augen sprach ich anschließend mit der Verkäuferin (sie hat natürlich sofort erkannt, das ich ein Crossdresser bin), wünschte mir viel Glück und einen schönen Tag in Köln. Das war mal wieder ein schönes Erlebnis und erhärte meine Erkenntnisse insofern, das Frauen viel toleranter und verständnisvoller als Männer sind.
Um eine Halskette schwerer und eine leichtere Geldbörse verließen wir das Geschäft und weiter in das nächste Kaufhaus Galeria.
Hier wollten wir endlich feste Nahrung zu uns nehmen. Das Retaurant im Kaufhaus war proppevoll und wir ergatterten einen letzten freien Tisch für uns drei Damen.
Pommes mit Currywurst und Krautsalat sollten für mich reichen, da es weitaus wichtigere Dinge gibt als Essen. Ich dachte daran, ohne schon meine Komplizinen einzuweihen, der Damenstrumpfabteilung einen unverbindlichen Besuch abzustatten. Ein zweites Paar der entzückenden Beinbekleidung die ich gerade trage würde mein Ego erheblich steigern.
Ihr wisst noch, was ich meine:
Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi
Aber noch ist es nicht soweit. Die Sauce der Currywurst hat sich einen Platz auf meiner Bluse gesucht und ist fündig geworden. Ich also wieder zur Damentoilette, und mein Versuch den Fleck mit heißem Wasser auszuwaschen wurde mit Erfolg gekrönt. Glück muß Mann/Frau haben.
Im Eingangsbereich der Damentoilette staute der Verkehr. Bestimmt 15 Damen hüpften von einem Bein auf das andere und erhofften eine baldige Erleichterung und Erlösung ihrer Probleme. Mitfühlende Blicke meiner Person ignorierten sie mit bösen Blicken, da sie wohl ziemlich verärgert waren über meinen langen Aufenthalt in ihrer Domäne.
Wie ich vorhin schon erwähnte, zog es mich anschließend schnurrtracks ins Strumpfparadies.
Pustekuchen. Meine beiden Damen nahmen mich wieder von links und rechts flankiert in die Mitte und zogen mich erbarmungslos an den Strumpfständern vorbei dem Ausgang entgegen.
Wie kann Frau nur so grausam sein? Und mit welcher Kraft sie dabei vorgingen.
Aber im Endeffekt muß ich ihnen natürlich recht geben. Der Monat bis zum Zahltag beinhaltet ja noch einige Tage, und Strumpfhosen kann man ja bekanntlich nicht essen. Kühlschrank leer und Strumpfhosen kaufen, das geht gar nicht.
Nachdem sie mich also zum Ausgang geschleift hatten, wollten wir die Kultur in dieser Stadt genießen.
Zig Gruppen bevölkerten die Fußgängerzonen und sorgten mit Tanz und Gesang für eine heitere Stimmung.
Nun ging es in die berühmte Altstadt von Köln. Der Betrieb wurde immer größer und die Lokale immer voller. Es war ja auch ein schönes Wetter mit angenehmen 20 Grad.
Und wenn man schon in Köln ist, dann trinkt man hier natürlich ein Kölsch. Nach den langen Wanderungen tat das sehr gut, und man war froh sich wieder mal hinsetzten zu können.
Jetzt kam nämlich ein weiteres Problem zutage. Die ganze Kölner Altstadt besteht nur aus Kopfsteinpflaster. Ihr erinnert euch. 8 cm hohe Mary-Jane Pumps und Kopfsteinboden. Das verträgt sich nicht besonders gut. Meine Füße taten höllisch weh und der Fußmarsch zum Parkhaus war ja auch noch beachtlich. Ich war schon laufend dran, meinen beiden Mädels die Frage zu stellen, ob sie mich ein wenig tragen könnten. Aber dieses Ansinnen war natürlich ganz unmöglich und sie hätten mich mit Blicken und dem Spruch"wer schön sein will muß leiden bestraft"
Das Parkhaus war schließlich erreicht und nun ging es ans Bezahlen des Parktickets.
Pro angefangene 20 Parkminuten 0,60 Cent. Summasumarum(lateinisch wie es sich für eine römische Stadt gehört) 8,30 €. Mir blieb die Spucke weg, zum Glück hatte ich keine weiteren Strumpfhosen gekauft.
Teil: 4 (Heimfahrt und Erkenntnisse)
Nachdem wir die Stadt Köln und die Baustellen mit Umleitungen (Die Stadt Köln hat wirklich schöne Baustellen) verlassen hatten, ging es wieder auf die Autobahn. Nun kam das nächste Problem auf uns zu. Wo konnte ich mich umziehe? Nach den negativen Erfahrungen meiner ersten 2 Erlebnisse, kamen wir zu der Erkenntniss einen schwach frequentierten Parkplatz aufzusuchen.
Der zweite Parkplatz schien wie geschaffen für mein Anliegen. Rückwärts eingeparkt in einer fast verlassenen Stelle mit geöffneter Heckklappe vollzog ich dann diese leider für mich traurige Enttarnung.
Die lange Hose über den Rock gezogen(Mein Gott, wie liebe ich dieses für mich so praktische Kleidungsstück(Rock)). Den Rock unter der Hose ausgezogen, Bluse, BH, Schuhe aus um dann wieder ein zumindest Kleidungstechnisch männl. Person zu sein. Ohne weitere Zwischenfälle erreichte ich dann meine Heimatstadt, und setzte meine beiden Freundinnen zu Hause ab. Hoffentlich bekamen sie wg. ihrer langen Abwesenheit keinen Ärger.
Aber die beiden Ehemänner waren ja über die Pläne des Stadtbesuches von Köln ja informiert.
(Nur nicht über mein Ausgehen "en Femme).
So jetzt hat auch dieser schöne Tag für mich ein Ende.
Bedanken möchte ich mich insbesondere bei meinen beiden lieben Girls: Petra und Hildegard.
Sie beide waren es, die mir diesen wundervollen Ausflug bei schönem Wetter ermöglicht hatten.
Ohne ihre Mithilfe würde ich mir sowas nicht zutrauen. Ihre moralische Unterstützung hat mir viel Kraft gegeben. Sie haben alles mitgemacht und so für einen für mich unvergesslichen Tag gesorgt.
Auch der Kosmetikerin möchte ich ein herzliches Dankeschön mitgeben. Sie ist verantwortlich für ein stimmiges Make up, welches mir Outdoor ein sicheres Gefühl gab. Auch bin ich wieder positiv überrascht über das weibl. Verkaufspersonal in den Geschäften. Keine negativen Äußerungen waren von Ihnen zu hören. Das genaue Gegenteil war der Fall.
Gleichzeitig zum Ende dieses Berichtes überfällt mich wieder eine große Traurigkeit mit leider viel zu vielen Tränen. Nachher muß ich wieder diese wundervoll manikürten Nägel reinigen und damit muß ich wieder einen Schlußstrich ziehen über dieses so wunderschöne Erlebnis.
In der Hoffnung das noch viele so schöne weitere Tage in naher Zukunft folgen werden verbleibe ich mit traurigen und freundlichen Grüßen.
Monika
Teil: 1 (Vorbereitung)
Riiiiing, riiiiing.
Grausam weckt mich der Wecker am Samstagmorgen um 6.30 Uhr.
Siedendheiß fällt mir schlagartig ein, das ich ja einen Ondercovereinsatz in Köln habe.
Also schnell den Kaffee aufgesetzt, eingeschaltet und ab unter die Dusche.
Wohl parfümiert und eingecremt steige ich dann aus der Dusche und genieße erstmal den Aroma des besten Kaffees von Jabobs "Die Krönung"
Am Abend davor habe ich vorsorglich schon mal Pediküre und Maniküre an mir vollzogen.
Ich wollte ja heute morgen in dieser für mich sowie schon großen Stresssituation nicht unbedingt noch diese filigranen Arbeiten vollrichten. Sinnig betrachtete ich die lackierten Fuß-und Fingernägel, die ich in einem leuchtenden Rot lackiert habe.Auf das Farbenspiel in Schwarz,Rot, Gold, wollte ich erstmal verzichten, da die Fußball-WM sowieso erst in 2 Monaten beginnt und meine handwerklichen Fähigkeiten in dieser Richtung begrenzt sind.
Nun so gut. Als erstes zog ich mir dann meine neuerworbene Strumpfhose der Marke "Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi" über meine Revuebeine.
Was soll ich sagen. Eine traumhafte Stumpfhose diese Wolford. Aber der Preis ist ja auch traumhaft hoch. 29 € für eine Fsh habe ich noch nie ausgegeben. Das Tragegefühl ist aber einzigartig und ein wohliger Schauer überfiel mich beim anziehen und ich schwor mir jetzt schon das dies nicht meine letzte Wolford sein wird.. Die Fsh sitzt hervorragend in der Taille, kein Rutschen der Beinteile und des Hosenteils sowie ein wunderbares gleichmäßiges Maschenbild ohne Streifen in den Beinteilen. Gleichzeitig ein hochglänzendes Material welches mir sicherlich so manche neidische Blicke der weiblichen Personen einbringen wird.
Ihr wißt ja genauso gut wie ich, das der Zickenkrieg in der Damenwelt recht ausgeprägt ist und deshalb vernehme ich jetzt schon das Getuschel hinter vorgehaltener Hand. Aber das soll ja nicht mein Problem sein.
Ich muß mich beeilen, den ich will ja noch meine beiden Damen (Biofrauen, man verzeihe mir diesen Ausdruck) abholen um dann meinen Termin bei der Kosmetikerin in Anspruch nehmen.
Schnell meine strammsitzende Miederhose angezogen der Fa.Susa (wegen meines Bäuchleins und dem Sitz der Fsh) sowie einen Longline-BH der Fa.Glamories mit vorne zu schließenden Häckchen.
Die Silikon-Prothesen sitzen ganz hervorragen und geben einen guten Halt und ein Sicherheitsgefühl in diesem BH. Beide Teile in unschuldigem Weiß. Schnell noch eine weiße Bluse mit Rüschen im Knopfbereich angezogen und fertig ist die kleinem Anziehzeremonie.
Weitere verräterische weibliche Kleidungsstücke konnte ich ja noch nicht anziehen, da ein allzu femininer Kleidungsstil sicherlich für "vorsichtig ausgedrückt" Irritationen in der Nachbarschaft sorgen würde. Deshalb zog ich mir noch schnell eine lange Herrenhose, Tarnsocken und Herrenschuhe an. Eine neutrale Jacke drüber und fertig ist die Anziehprozedur. Die restlichen femininen Anziehsachen verstaute ich in einem Trolley und los geht die Fahrt um meine liebe weibl. Begleitung abzuholen.
Teil: 2 (Hindernisse und Kosmetikstudio)
Auf dem Weg zur Abholung meiner zwei bezaubernden weib. Begleitung fällt mir ein, das ich meinen Wagen am Vortage nicht aufgetankt habe. Da meine Tankanzeige kurz vor Reserve steht, und mein km-Pensum ca. 200 km sein wird, bleibt mir nichts anderes übrig, als zu tanken.
Ihr fragt jetzt bestimmt, wo ist das Problem?
Es ist ein Problem, denn meine Fingernägel sind schon fertig und in leuchtendem Rot lackiert.
Es geht also schon wieder los mit unpassenden Begebenheiten.
Hildegard hatte die rettende Idee. Auf zum Bargeldautomaten der Spasskasse äh Sparkasse
natürlich, und zusätzliches Bargeld ziehen. Ansonsten bezahle ich ja meine Betankungen mit der Kreditkarte, aber mit lackierten Nägeln wäre das sehr auffällig geworden.
Also dann los zur Tankstelle, denn Rüssel in den Tankeinfüllstutzen gehalten und einfach laufenlassen.
(Ein Schelm, der böses dabei denkt).
Nun gut, Hildegard ging dann ins Kassenhäuschen und zahlte die Tankrechnung dann in bar.
Sch... auf die 2 % Rabatt bei Zahlung mit der Kreditkarte.
Auf Grund meiner immer größeren Nervosität habe ich auch noch meine Zigaretten zu Hause liegen lasse. Also mit Händen in den Hosentaschen (wie cool) in den Verkaufsraum und bat Hildegard noch um den Kauf einer Schachtel Zigaretten, nein, doch besser zwei. Mein Inhalationsverhalten wird heute bestimmt rekordverdächtig.
Puh, das wäre also geschafft. Jetzt mußte ich also noch meine zweite bezaubernde Assistentin Namens Petra abholen. Charmant wie man(n) ist? natürlich machte ich Ihr erstmal Komplimente für Ihr wirklich gut aussehendes T-Shirt, welches ihren Busen gut zur Geltung brachte.
Aus Diskretionsgründen verschweige ich hier natürlich die Cupgröße ihres BHs. Nur soviel, ich bin etwas neidisch auf ihre Oberweite. Ich will natürlich nicht weiter über Cupgrößen und Oberweite philosophieren, denn es steht ja noch einiges bevor.
Aber leider konnte sie im Moment noch nicht mitkommen, da der Hund noch zum Gassi machen ausgeführt werden mußte. Ich sollte also mit Hildegard zum Kosmetiksalon vorfahren, sie wolle dann sofort zu Fuß zur Schönheitsfarm nachkommen. Es sind ja nur ca 300 Meter.
Mit einem Blick auf die Uhr, stellte ich fest, das es auch höchste Eisenbahn wurde. Man verzeihe mir als beruflicher Eisenbahner diesen Ausdruck.
Mit klopfenden Herzen betrat ich zum ersten Mal diese Schönheitsfarm und wurde recht herzlich von der Besitzerin in Empfang genommen und zum Behandlungsstuhl gebeten. Etwaige Ahnlichkeiten zum Behandlungsstuhl eines Zahnarztes sind rein zufällig und nicht gewollt.
Apropo Schönheitsfarm: Wie will man mich noch verschönern? Scherz
Ich legte mich also auf die Liege und begab mich vollends in die Hände der sehr netten Kosmetikerin und besprach mit ihr die Handlungsweise ihres Schaffens.
Von einer Camouflage riet sie mir wegen des evtl. puppen- und maskenmäßigens Aussehens ab. Nun so gut. Mit sicherer Hand begann sie nun mit den Renovierungsarbeiten in meinem Gesicht.
Ich überlegte, ob diese Art von Renovierungsarbeiten am Ende in der Steuererklärung absetzbar wären. Die Erfolgsaussichten hielt ich dann aber für sehr gering. Also tröstete ich mich dann mit den Gedanken, das mein Geld auf einigen Schweizer Nummernkonten doch recht gut angelegt ist. Man hatte mich übrigens seitens der Banken schon informiert, das ich schnellstens mal mein Geld abholen sollte, weil sie den Tresor nicht mehr zu kriegen würden.
Ich will nicht so weit mit meinen Gedanken abschweifen sondern der Dinge(bzw. Kosmetikbehandlung) hingeben. Nach ca. 30 Minuten war das Wunderwerk in meinem Gesicht vollendet. Völlig fasziniert betrachtete ich im Spiegel mein Konterfei.
Ein wunderschön deckendes Make up, Lidschatten, Augenbraun, Rouge Lippenstift und andere Zutaten verwandelte mich in ein weibliches Wesen. Zumindest Gesichtsmäßig betrachtet.
Petra holte den Koffer mit den weibl. Kleidungsstücken und dann gings ans Eingemachte.
Wie Frauen nun mal so sind, hatte ich natürlich mehrere Röcke und Blusen in den Koffer gelegt um auf der sichere Seite zu sein. Auch zwei paar Schuhe lagen in dem Koffer um evtl. Blasen vorzubeugen. Jedenfalls war der Koffer so voll, das Petra nicht umhin kam zu fragen ob ich wohl die Absicht hatte zu verreisen.
Nun ein Kleidungsstück nach dem anderen anprobiert, um Kleidungstechnisch pasabel auszusehen.
Antrazit farbener Rock, ital.Länge also knapp Knie bedeckend, Bluse mit halben Arm (Farbe Brombeer). Passt aber lt. Aussage der Damen gut zum Rock, schw. Mary-Jane Pumps mit ca.8 cm Absatz und einen Violettdunkelfarbenen Blazer vervollständigten mein Outfit. Nicht zu vergessen natürlich meine glänzende Feinstrumpfhose der Fa. Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi, auf die ich besonders Stolz bin. War auch mit 29 € nicht gerade günstig. Ich fühlte mich, verzeiht mir den Ausdruck, Pudelwohl in der supergut sitzenden Fsh mit dem glänzendem Maschenbild.
Vorweg kann ich schon sagen, das ich nicht ein einzigesmal diese Fsh nach oben ziehen mußte. Sie sitzt einfach perfekt und ist wirklich eine Empfehlung wert.
Die Miederhose der Fa. Susa tat sein übriges dazu. Theoretisch hätte ich auf Grund der gutsitzenden Fsh die Miederhose weglassen können. Aber sicher ist sicher, vor allen Dingen werden evtl. verräterische Spuren meiner männl. Anatomie nicht zum Vorschein gebracht.
Ein gutsitzender Long-Line BH im oberen Teil meines Körpers, kombiniert mit den Silikonprothesen (Körbchengröße C), für die Fachleute unter uns, vervollständigten das Outfit unten drunter. Die Herren der Schöpfung können mit diesen Fachbegriffen wie Körbchengröße, Unterbrustweite und Oberbrustweite natürlich nicht viel anfangen. Denen ist die Reifengröße ihres Boliden natürlich eher ein Begriff. Wenn ich ihnen (den Männern) die Frage stelle, was bedeutet z.b. der Begriff 75 C in der Damenwelt (ich wünschte ich hätte diese Größe) kommen sie mit der Antwort: Ich kenne nur "235/40 HR 18"
Um Ausnahmsweise in der Autobranche zu bleiben, kamen nun die restlichen Zubehörteile zum Vorschein: Armreifen, Ohrstecker. War ich jetzt fertig? Nein. Meine Fingernägel mußten noch einmal bearbeitet werden. Die Männer würden das jetzt als Autotunning bezeichnen.
Weil meine handwerklichen Fähigkeiten in Punkto Modellage der Fingernägel als anfängerhaft bezeichnen kann, mußte die wirklich sehr nette und tolerante Kosmetikerin ein wenig nachhelfen.
Da die Fingernagelspitzen nicht so gut auslackiert waren (Am Abend vorher aus Zeitmangel), schlug sie vor, die Fingernägel zusätzlich mit einem Sternchenlack zu behandeln. Abschließend wurden die Nägel zusätzlich mit einem transparenten Klarlack bestrichen,
das Ergebnis war bombastisch. So schöne Nägel habe ich noch nie gehabt.
Nun war ich endlich komplett feminin von Kopf bis Fuß gestylt. Ich schaute in dem Spiegel und sah eine bezaubernde Frau mittleren Alters in einem eleganten Outfit.
Ich mußte schlucken, mir kamen fast die Tränen vor Ergriffenheit (welches mir jetzt, wo ich diesen Bericht schreibe immer noch passiert). Ich hatte einen großen Kloß im Hals und konnte kaum sprechen. Die Gefühle die ich in diesem Moment hatte, kann man kaum in Worte fassen. Ich fühlte mich unsagbar glücklich und dachte jetzt schon mit Schaudern daran, das dieses Spiel "en Femme" heute Abend leider wieder ein Ende haben muß. Just in diesem Moment (beim Schreiben dieses Berichtes laufen mir wieder die Tränen das Gesicht runter und kann meiner Gefühle nicht mehr Herr werden). Bitte verzeiht mir diese emotionalen Gefühle, die mit mir komplett durchgehen. Aber ich kann nicht über meinen Schatten springen und das alles einfach zur Seite schieben. Auch jetzt am Sonntagmorgen überkommt mich eine tiefe Niedergeschlagenheit, die auch durch das jetzige Tragen der Damenkleidung nicht gelindert wird.
Es ist für mich ein wenig schwierig, diesen Bericht jetzt weiterzuschreiben, aber ich will es durchstehen.
Nachdem ich also komplett fertig gestylt war, sah ich in den Augen Petras (meiner lieben Begleitung die ich seit 40 Jahren kenne) auch den Wunsch so ein wunderschönes Make up zu erhalten. Sie nahm dieses Angebot auch an.
Ich schlug meiner zweiten Begleitung Hildegard vor, draußen vor dem Ladenlokal eine Nervenzigarette zu Rauchen.
Nun ging ich also während der Behandlung der oben erwähnten Person nach draußen.
Ich muß zugeben, mit zitternden Knien. Mit zitternden Knien auch deshalb weil vor dem Haus ein Umzugsunternehmen beschäftigt war, div. Möbelstücke auszuladen.
Ich wurde etwas unruhig, weil die Männer genau auf die gleiche Idee kamen (Zigarette rauchen).
Bei einem der Männer stand das Fragezeichen sprichwörtlich ins Gesicht geschrieben. Schuld war wohl meine Erscheinung wenige Meter von mir entfernt.
Sie blieben solange sitzen, wie wir brauchten um 2 Glimmstengel, zu inhalieren. (Jeder 2 Glimmstengel). Die Zigarettenindustrie wird sich gefreut haben.
Kurz darauf war auch Petra mit ihrem Wohlfühlprogramm fertig.
Jetzt wurde es also ernst mit meinem Crossdressing outdoor.
Teil: 3 Fahrt nach Köln und Aufenthalt dort
Wir verließen also das Kosmetikstudio und begaben uns zu meinem Fahrzeug, welches ca. 100 Meter weiter weg von mir geparkt wurde.
Ich verstaute also den Koffer mit meinen maskulinen Kleidungsstücken im Kofferraum, meine Handtasche wollte ich im Wageninneren lassen
Schwungvoll und voller Tatendrang stieg ich ins Auto ein.
Halt
1.Versuch
Ich hatte schon ganz vergessen, das ich ja einen engen Rock trug.
Infolgedessen war mein Einsteigversuch ins Auto ein voller Mißerfolg.
2.Versuch
Ich zog also den Rock mit beiden Händen fast bis zum Schritt hoch und versuchte unfallfrei das Wageninnere zu ersteigen. Gegenüber auf der anderen Straßenseite stand, ein nicht mehr ganz so junger Mann mit Brille, welche ihm bei meinen Einsteigungsversuchen fast von der Nase gefallen ist. So erzählte es Hildegard, die es köstlich schmunzelnd beobachtet hatte. Ihr könnt es euch sicherlich vorstellen das es sehr aufregend für den Mann war, als ich mit meinen stark glänzenden Revuebeinen (ich will es noch mal in Erinnerung rufen:Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi) und mit hochgezogenem Rock den Wagen bestieg (ja förmlich bestieg). Hildegard meinte zu meinen Turnübungen: Daran müssen wir noch arbeiten.
Ohne um uns um den irritierten Mann zu kümmern, begannen wir also unser Abenteuer mit der Fahrt in die alte Römerstadt Köln.
Nach einem Blick in den Rückspiegel, sah ich den älteren, Mann immer noch regungslos am Straßenrand harrend, stehen. Was mag jetzt in seinem Kopf vorgehen? Wird er sich an seiner Jugendzeit erinnern? Wird er sich jetzt an seine evtl. Frau erinnern, wann sie sowas zuletzt auch mit ihm gemacht hat? Oder muß jetzt sein Herzschrittmacher neu justiert werden.
Also, ich will nicht schuld, sein an evtl. Krankheitssymptomen die durch meine ungelenken Eintrittsversuche ins Auto hervorgerufen wurden.
Ich gelobte also Bessserung und wollte beim nächsten Stop an meine Ein-und Ausstiegsversuchen, arbeiten.
Nach ca. 70 Minuten Fahrt mit einem Stau, und einem Umweg durch das missverstandene Navigationsgerät. Das Navi und ich kommen nicht miteinander klar und habe der eigentlich netten Stimm vom Navi gedroht, dass wir bald getrennte Wege gehen werden. Die Beziehungen untereinander wird immer öfters auf eine harte Probe gestellt. Petra meinte lapidar: Ich sollte es mal mit einem Update versuchen.
Also, solche Sauereien mach ich nicht. Date hin, Date her.
Ich bin ein anständiges Frauenzimmer.
Nachdem wir also eine Tiefgarage gefunden hatten. Recht alt und recht eng die Parkmöglichkeiten für meinen langen Wagen, versuchte ich also recht grazil aus dem Wagen auszusteigen.
Also, enge Parklücken und enger Rock. Das paßt ja gar nicht. Dazu meine superteure Strumpfhose.
Ich will das noch mal in Erinnerung bringen.
Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi
Nachdem ich das also nochmal erwähnt habe, ging es jetzt ans Tageslicht.
Ich schaute oben an der Parkhaustreppe in ein gleißendes Tageslicht, welches mir vorkam als wenn ich die Bühne eines Schauspielhauses betreten würde. Also voll im Rampenlicht einer sensationsgierigen Meute. Hab ich es schon erwähnt
Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi
Wir standen in einer großen Fußgängerzone mit etlichen Lokalitäten nahe des Kölner Domes
Ich sagte zu meiner Begleitung: Ich muß mal Pippi.
Es mußte ja mal so kommen und so setzten wir uns draußen in einem Straßencafe.
Petra sollte die Getränke bestellen, während ich moralischen Beistand seitens Hildegard für den Toilettenbesuch erhielt. Was mir sofort auffiel, war das Gedränge vor dem Waschtisch mit den dazugehörigen Spiegeln. Das ist ja nicht außergewöhnliches. Aber die Schminkrituale der Damenwelt sind auf dem Herren WC nicht bekannt.
Nachdem mein Toilettengang also erfolgreich war (keine besonderen Vorkommnisse) konnte ich nicht umhin meine wohlgeformten und und bemalten Lippen ebenfalls in dem schon erwähnten Spiegel zu betrachten. Meine feminine Ader ließ mir keine andere Wahl. Zufrieden mit dem Ergebnis des Spiegelbildes verließen wir wieder zusammen (Hildegard und ich) diese für mich doch ganz andere Welt.
Nachdem wir uns nun kehlentechnisch erfrischt hatten , begaben wir uns nun zum Kölner Dom.
Unterwegs machte ich mir Gedanken, ob ich den Beichtstuhl im Dom aufsuchen sollte. Ich kam dann aber zur Überzeugung, das dieses nicht unbedingt nötig wäre. Der Andrang vor dem Beichtstuhl ist bestimmt sehr groß, denn wer kennt nicht diesen berühmten Satz aus der Bibel
Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein
Nachdem ich jetzt euer religiöses Gewissen etwas in Anspruch genommen habe, fahre ich jetzt mit meinem Bericht fort.
Der Dom war rappenvoll, Petra war vollends damit beschäftigt die Fotos auf Polaroid zu verewigen.
Falsch. Die Aufnahmen wurden selbstverständlich mit einer Digitalkamera gemacht.
Hildegard steckte im Dom eine Kerze an, und ich hatte die vage Hoffnung, das diese Kerze für mich sei.
Danach ging es endlich in die Fußgängerzone mit den beheimateten Konsumtempeln. Geldbörse noch relativ gut gefüllt (das sollte sich bald ändern), flanierten wir an div. Schuhgeschäften vorbei.
Beide Damen, eine rechts, die andere links, hielten mich mit sicherem Griff fest, so das es mir nicht ohne Aufsehen zu erregen möglich gewesen wäre, ein Damenschuhgeschäft zu betreten.
Du hast genug Schuhe in deinen Schränken, war die Antwort auf mein flehendliches Betteln nach einem neuen Paar Pumps. (Ich muß zugeben, dass ich seit Mitte der Woche ein neues Paar schwarzer Sandaletten mein Eigen nennen konnte). Auf mein Hinweis, das eine Dame nie genügend Schuhe in den Schuhschränken haben könnte, erntete ich nur ein resolutes Kopfschütteln.
Sie sagten, du benötigst unbedingt etwas für den Hals, da dein Ausschnitt von der Bluse recht tief sei. Womit sie zweifellos recht hatten. Petra packte demonstrativ und resolut in meinem Ausschnitt und rückte meine Silis wieder an seinem angestammten Platz. Ich war baff. Und das vor aller Augen.
Aber ich denke, es hat keiner mitbekommen.
Also, wir standen vor der Alternative: Halstuch oder Halskette.
Da ich ein Halstuch schon zu Hause hatte, und es nur von mir vergessen wurde einzustecken, kamen die drei Damen (inklusive meiner Person) zu der Überzeugung, das eine Halskette doch das wichtigere Utensil für mich sei. Ergo suchten wir div. Geschäfte auf, die solches Zubehör anbieten würden. In dem 3.oder 4. Geschäft wurden wir dann fündig. Vielmehr Petra wurde fündig. Eine wunderschöne Kette mit vielen Anhängern wanderte in meinem Besitz und zierte alsbald meinen zu tiefen Ausschnitt. (Apropo tiefer Ausschnitt: man will ja schließlich zeigen was man(n) hat. Die bezaubernde Verkäuferin hat sie mir nämlich sofort um den Hals gelegt. (Für mich sind alle Frauen bezaubernd). Unter vier Augen sprach ich anschließend mit der Verkäuferin (sie hat natürlich sofort erkannt, das ich ein Crossdresser bin), wünschte mir viel Glück und einen schönen Tag in Köln. Das war mal wieder ein schönes Erlebnis und erhärte meine Erkenntnisse insofern, das Frauen viel toleranter und verständnisvoller als Männer sind.
Um eine Halskette schwerer und eine leichtere Geldbörse verließen wir das Geschäft und weiter in das nächste Kaufhaus Galeria.
Hier wollten wir endlich feste Nahrung zu uns nehmen. Das Retaurant im Kaufhaus war proppevoll und wir ergatterten einen letzten freien Tisch für uns drei Damen.
Pommes mit Currywurst und Krautsalat sollten für mich reichen, da es weitaus wichtigere Dinge gibt als Essen. Ich dachte daran, ohne schon meine Komplizinen einzuweihen, der Damenstrumpfabteilung einen unverbindlichen Besuch abzustatten. Ein zweites Paar der entzückenden Beinbekleidung die ich gerade trage würde mein Ego erheblich steigern.
Ihr wisst noch, was ich meine:
Wolford Neon 40 in der Farbe Gobi
Aber noch ist es nicht soweit. Die Sauce der Currywurst hat sich einen Platz auf meiner Bluse gesucht und ist fündig geworden. Ich also wieder zur Damentoilette, und mein Versuch den Fleck mit heißem Wasser auszuwaschen wurde mit Erfolg gekrönt. Glück muß Mann/Frau haben.
Im Eingangsbereich der Damentoilette staute der Verkehr. Bestimmt 15 Damen hüpften von einem Bein auf das andere und erhofften eine baldige Erleichterung und Erlösung ihrer Probleme. Mitfühlende Blicke meiner Person ignorierten sie mit bösen Blicken, da sie wohl ziemlich verärgert waren über meinen langen Aufenthalt in ihrer Domäne.
Wie ich vorhin schon erwähnte, zog es mich anschließend schnurrtracks ins Strumpfparadies.
Pustekuchen. Meine beiden Damen nahmen mich wieder von links und rechts flankiert in die Mitte und zogen mich erbarmungslos an den Strumpfständern vorbei dem Ausgang entgegen.
Wie kann Frau nur so grausam sein? Und mit welcher Kraft sie dabei vorgingen.
Aber im Endeffekt muß ich ihnen natürlich recht geben. Der Monat bis zum Zahltag beinhaltet ja noch einige Tage, und Strumpfhosen kann man ja bekanntlich nicht essen. Kühlschrank leer und Strumpfhosen kaufen, das geht gar nicht.
Nachdem sie mich also zum Ausgang geschleift hatten, wollten wir die Kultur in dieser Stadt genießen.
Zig Gruppen bevölkerten die Fußgängerzonen und sorgten mit Tanz und Gesang für eine heitere Stimmung.
Nun ging es in die berühmte Altstadt von Köln. Der Betrieb wurde immer größer und die Lokale immer voller. Es war ja auch ein schönes Wetter mit angenehmen 20 Grad.
Und wenn man schon in Köln ist, dann trinkt man hier natürlich ein Kölsch. Nach den langen Wanderungen tat das sehr gut, und man war froh sich wieder mal hinsetzten zu können.
Jetzt kam nämlich ein weiteres Problem zutage. Die ganze Kölner Altstadt besteht nur aus Kopfsteinpflaster. Ihr erinnert euch. 8 cm hohe Mary-Jane Pumps und Kopfsteinboden. Das verträgt sich nicht besonders gut. Meine Füße taten höllisch weh und der Fußmarsch zum Parkhaus war ja auch noch beachtlich. Ich war schon laufend dran, meinen beiden Mädels die Frage zu stellen, ob sie mich ein wenig tragen könnten. Aber dieses Ansinnen war natürlich ganz unmöglich und sie hätten mich mit Blicken und dem Spruch"wer schön sein will muß leiden bestraft"
Das Parkhaus war schließlich erreicht und nun ging es ans Bezahlen des Parktickets.
Pro angefangene 20 Parkminuten 0,60 Cent. Summasumarum(lateinisch wie es sich für eine römische Stadt gehört) 8,30 €. Mir blieb die Spucke weg, zum Glück hatte ich keine weiteren Strumpfhosen gekauft.
Teil: 4 (Heimfahrt und Erkenntnisse)
Nachdem wir die Stadt Köln und die Baustellen mit Umleitungen (Die Stadt Köln hat wirklich schöne Baustellen) verlassen hatten, ging es wieder auf die Autobahn. Nun kam das nächste Problem auf uns zu. Wo konnte ich mich umziehe? Nach den negativen Erfahrungen meiner ersten 2 Erlebnisse, kamen wir zu der Erkenntniss einen schwach frequentierten Parkplatz aufzusuchen.
Der zweite Parkplatz schien wie geschaffen für mein Anliegen. Rückwärts eingeparkt in einer fast verlassenen Stelle mit geöffneter Heckklappe vollzog ich dann diese leider für mich traurige Enttarnung.
Die lange Hose über den Rock gezogen(Mein Gott, wie liebe ich dieses für mich so praktische Kleidungsstück(Rock)). Den Rock unter der Hose ausgezogen, Bluse, BH, Schuhe aus um dann wieder ein zumindest Kleidungstechnisch männl. Person zu sein. Ohne weitere Zwischenfälle erreichte ich dann meine Heimatstadt, und setzte meine beiden Freundinnen zu Hause ab. Hoffentlich bekamen sie wg. ihrer langen Abwesenheit keinen Ärger.
Aber die beiden Ehemänner waren ja über die Pläne des Stadtbesuches von Köln ja informiert.
(Nur nicht über mein Ausgehen "en Femme).
So jetzt hat auch dieser schöne Tag für mich ein Ende.
Bedanken möchte ich mich insbesondere bei meinen beiden lieben Girls: Petra und Hildegard.
Sie beide waren es, die mir diesen wundervollen Ausflug bei schönem Wetter ermöglicht hatten.
Ohne ihre Mithilfe würde ich mir sowas nicht zutrauen. Ihre moralische Unterstützung hat mir viel Kraft gegeben. Sie haben alles mitgemacht und so für einen für mich unvergesslichen Tag gesorgt.
Auch der Kosmetikerin möchte ich ein herzliches Dankeschön mitgeben. Sie ist verantwortlich für ein stimmiges Make up, welches mir Outdoor ein sicheres Gefühl gab. Auch bin ich wieder positiv überrascht über das weibl. Verkaufspersonal in den Geschäften. Keine negativen Äußerungen waren von Ihnen zu hören. Das genaue Gegenteil war der Fall.
Gleichzeitig zum Ende dieses Berichtes überfällt mich wieder eine große Traurigkeit mit leider viel zu vielen Tränen. Nachher muß ich wieder diese wundervoll manikürten Nägel reinigen und damit muß ich wieder einen Schlußstrich ziehen über dieses so wunderschöne Erlebnis.
In der Hoffnung das noch viele so schöne weitere Tage in naher Zukunft folgen werden verbleibe ich mit traurigen und freundlichen Grüßen.
Monika