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Auslandssicht auf unsere Sprach„Gender„Debatte
Verfasst: Mo 31. Mär 2014, 12:28
von nicole.f
Hallo!
Das ist mal ein spannender Artikel, vor allem finde ich die Kommentare am Ende des Artikels teils sehr amüsant und lesenswert:
http://www.theguardian.com/world/2014/m ... l-language
Da sieht man mal, welchen Blick das Ausland auf uns und unsere Sprache hat - sehr aufschlussreich
Zum Beispiel der Kommentar hier:
"If any language can be changed through legislation, my guess is that German is the most likely candidate."
(Wenn es eine Sprache gibt, die durch Gesetzgebung geändert werden könnte, dann ist vermutlich Deutsch die Wahrscheinlichste.)
Worauf ein zweiter Kommentierender (was ja schon wieder nicht Gender neutral ist!?) schrieb:
"Having witnessed Germans standing at an empty rail crossing at 3AM waiting for the gates to raise before walking across, I tend to agree."
(Da ich bereits Deutsche um drei Uhr morgens an einem leeren Bahnübergang darauf wartend gesehen habe, dass die Schranken sich öffnen, würde ich dem wohl zustimmen.)
Liebe Grüße
nicole
Re: Auslandssicht auf unsere Sprach„Gender„Debatte
Verfasst: Mo 31. Mär 2014, 13:55
von exuserIn-2014-04-20
Also ich finde so eine Auslandssicht meistens interessant und amüsant (außer es werden wieder irgendwelche nazivergleiche reingemischt). Hilft doch auch der europäischen Integration, damit sich die Völker Europas etwas besser verstehen.
Und der Artikel beschränkt sich auch eher aufs Beschreiben und nicht aufs Werten. Obwohl ich das Kopfschütteln unserer Nachbarn durchaus nachvollziehen kann. Muss man immer alles ändern und glattbügeln? Was ist verkehrt an unserer Sprache? Kann man sie nicht einfach mal so lassen? Ich fühle mich jedenfalls nicht diskriminiert. Ganz im Gegenteil: Studenten können alle sein, aber Studentinnen sind nur die Frauen. Ist das nicht eine besondere Hervorhebung der Frauen? Dass die Männer das Gras auf der Wiese sind, aber die Frauen die Blumen?
Weis der Geier welche Ecke meines Gehirns gerade meinen letzten Satz ausgebrütet hat, aber man kann es doch so sehen zur Abwechslung, anstatt nur immer diskriminierung zu wittern.
Ansonsten, das mit der Schranke ist schon witzig, wie die Briten uns sehen. Cih persönlich finde die Stereotypen, die man über andere Völker kennt lustig, solange es nicht bösartig wird. Ich für meinen Teil bleibe auch immer bei einer roten Fußgängerampel stehen, auch wenn alle anderen rübergehen. Meine Art mich dem Mainstream nicht anzupassen.
Re: Auslandssicht auf unsere Sprach„Gender„Debatte
Verfasst: Mo 31. Mär 2014, 13:58
von Inga
.....
Worauf ein zweiter Kommentierender (was ja schon wieder nicht Gender neutral ist!?) schrieb:
"Having witnessed Germans standing at an empty rail crossing at 3AM waiting for the gates to raise before walking across, I tend to agree."
(Da ich bereits Deutsche um drei Uhr morgens an einem leeren Bahnübergang darauf wartend gesehen habe, dass die Schranken sich öffnen, würde ich dem wohl zustimmen.)
Liebe Grüße
nicole[/quote]
Hallo,
Also, gerade gestern habe ich wioeder in einem Zug gesessen, der dadurch aufgehalten wurde, dass jemand "mitten in der Nacht" an einem "leeren Bahnübergang" über die Gleise ging - und nicht mehr auf der anderen Seite angekommen ist, weil ein Zug vor meinem zuge trotz Notbremsung nicht mehr zum Halten kam.
Da empfehle ich jedem, sich von den britischen Kommentar nicht verwirren zu lassen, gutens Mutes "deutsch" zu sein, die persönliche Sicherheit ernst zu nehmen und lieber an der geschlossenen Schranke zu warten ...
Liebe Grüße
Inga
Re: Auslandssicht auf unsere Sprach„Gender„Debatte
Verfasst: Mo 31. Mär 2014, 16:17
von Lina
Sophie Amundsen hat geschrieben:...
Ansonsten, das mit der Schranke ist schon witzig, wie die Briten uns sehen. Cih persönlich finde die Stereotypen, die man über andere Völker kennt lustig, solange es nicht bösartig wird. Ich für meinen Teil bleibe auch immer bei einer roten Fußgängerampel stehen, auch wenn alle anderen rübergehen. Meine Art mich dem Mainstream nicht anzupassen.
Das finde ich wiederum nicht witzig, denn ich weiß, wie spät man einen heranfahrenden Zug hört. Und nur weil einer gerade vorbeigefahren ist, kommt oft gleich ein Zweiter auf der anderen Spur.
Typis britische Vorurteile über Deutsche. Und wenn sie gründliche Reschersche gemacht hätten, wäre es denen wohl aufgefallen, dass es schon ein paar andere Kandidaten gibt, wo es noch leichter gelaufen ist die Sprache durch Gesetzgebung zu ändern. Ich kenne mindestens zwei: Dänemark und Schweden. Da hat man es z.B. schon vor Jahrzehnten geschafft, dass Frauen männliche Berufsbezeichnungen führen und sich auch nicht darüber beschweren.
Würde das hier klappen?
Re: Auslandssicht auf unsere Sprach„Gender„Debatte
Verfasst: Mo 31. Mär 2014, 23:05
von Marielle
Guten Abend, Hallo Anette,
für das Kompliment, man sei "tüchtig" in Deutschland, kann man sich sicherlich mal bedanken; grade weil es von auswärts kommt.
Zu dem Artikel des Guardian: Ich find's jedenfalls interessant, dass die Briten das überhaupt wahrnehmen. Sooooo umfassend läuft die Debatte ja nun nicht, dass man das unbedingt schon im Ausland gemerkt haben müsste. Aber wahrscheinlich liegt da daran, dass wir von denen auf der Insel schon seit längerem etwas genauer im Auge behalten werden. Das angeführte Zitat von Twain kannte ich noch nicht, aber recht hat er ja wohl.....
die Rübe,
das Mädchen. Ich werd's nicht erleben, dass sich daran was wesentliches ändert, vielleicht muss sich aber auch gar nicht alles ändern. Wenn es am Ende der Debatte immer noch
die Rübe ist, aber jeder/m wirklich bewusst ist, das es solche Rüben und andere Rüben gibt, dann war die Debatte schon erfolgreich.
Habt's gut
Marielle