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Geschlecht u. Recht: Interview mit Dr. Laura Adamietz

Verfasst: Do 13. Mär 2014, 15:17
von Anne-Mette
Hier zum Interview im LSVD-Blog:


http://www.lsvd-blog.de/?p=6799

Gruß
Anne-Mette

Re: Geschlecht u. Recht: Interview mit Dr. Laura Adamietz

Verfasst: Do 13. Mär 2014, 19:49
von geraldine
Hallo !
Recht herzlichen Dank Anne-Mette.
Ein sehr interessanter Aspekt der auf die Zukunft neugierig macht.
L G Geraldine

Re: Geschlecht u. Recht: Interview mit Dr. Laura Adamietz

Verfasst: Do 13. Mär 2014, 21:44
von Yasmine
Spannend wird es übrigens, wenn die heute geborenen Kinder, die unter den -§ 22 Personenstandsgesetz fallen, ins heiratsfähige Alter kommen. Ohne Geschlechtseintrag kann man dann gar nicht beurteilen, ob sie heiraten oder sich verpartnern sollen. [...] Das BGB regelt, dass Mutter eines Kindes die Frau ist, die es geboren hat. Was ist aber, wenn die Person, die das Kind geboren hat, rechtlich ein Mann ist? Diese Fragen sind heute schon virulent.
Armes Deutschland...
LG
Yasmine

Re: Geschlecht u. Recht: Interview mit Dr. Laura Adamietz

Verfasst: Do 13. Mär 2014, 23:17
von Inga
Hallo, Yasmin,
Yasmine hat geschrieben:
Spannend wird es übrigens, wenn die heute geborenen Kinder, die unter den -§ 22 Personenstandsgesetz fallen, ins heiratsfähige Alter kommen. Ohne Geschlechtseintrag kann man dann gar nicht beurteilen, ob sie heiraten oder sich verpartnern sollen. [...]
Das eigentliche Proble ist doch, dass zwischen Heirat (von m + w) und Verpartnerung (von m + m bzw. w + w) unterscjhieden wird. Wenn jede Form der Verpartnerung mit unter Heirat und ehe mit denselben Rechten und Pflichten ein geordnet wird, dann ist es auich egal, wer wann wen von welcher und ob ohne zuordnun heiratet.
Das BGB regelt, dass Mutter eines Kindes die Frau ist, die es geboren hat. Was ist aber, wenn die Person, die das Kind geboren hat, rechtlich ein Mann ist? Diese Fragen sind heute schon virulent.
Armes Deutschland...
LG
Yasmine
Da muss m. E. wohl das BGB nachgebessert werden.

Liebe Grüße
Inga

Re: Geschlecht u. Recht: Interview mit Dr. Laura Adamietz

Verfasst: Fr 14. Mär 2014, 07:24
von triona
Inga hat geschrieben: Da muss m. E. wohl das BGB nachgebessert werden.

Hier dürfte nach meiner Einschätzung mit ein Hauptgrund liegen, warum auch viele Menschen außerhalb der religiös-fundamentalistischen Kreise vor derartigen Gesetzesänderungen zurückschrecken. Wenn man in unserem heutigen Gestzesdschungel an irgend einer Stelle etwas ändert, dann zieht das jedes mal einen endlosen Rattenschwanz an weiteren Gesetzesänderungen nach sich, die dadurch erforderlich werden können.

Wenn an einer Stelle eine Gesetzeslücke gestopft wird, reißt das oft an zahlreichen Stellen neue Gesetzeslücken. Oder es entstehen Widersprüche. Je mehr das wird, desto mehr legt sich der "Rechtsstaat" irgendwann einmal selber lahm. Das sieht man ja auch an der ganzen EU-Gesetzgebung und deren Folgen für die nationalen Gesetzgebungen.

Das Interview arbeitert auch gut heraus, daß die vollständige Abschaffung des "juristischen Geschlechts" langfristig unumgänglich ist.


liebe grüße
triona