Geschichte von Franziskabeta
Verfasst: So 19. Jan 2014, 17:29
Hallo FreundInnen,
ich möchte hier noch etwas mehr über mich erzählen, zumal da ja ein paar Ähnlichkeiten dabei sind. Also wie schon vorher geschrieben, bin ich seit 45 Jahren Damenkleiderträger. Seit meinem 15. Lebensjahr trage ich nur (mit wirklich ganz wenigen Ausnahmen ) Damenunterwäsche. Meine berufliche Tätigkeit in einer großen Hilfsorganisation verrichte ich in Unisex-Dienstkleidung, darunter aber Damenunterwäsche, also Damenslip, Damen-Feinstrumpfhose, BH und Hemdchen oder Unterkleidchen. Seit ich richtig sexy Body"™s (Ganzteiler im Schritt mit Schließhäkchen-oder knöpfchen entdeckt habe, ziehe sehr häufig solche an. Am Feierabend nach dem Duschen werde / bin ich dann wieder Frau. Da ich eher zierlich bin und auch nicht so eine typische Männerfigur habe und mich immer (wenn als Frau unterwegs) schminke und eine große Brille und Damenperücke trage, sehe ich als Frau gar nicht mal so übel aus. Meine Körperlichkeit zeigt Unterweite und Oberweite gleich, Taille 5cm weniger, Kleidergröße 38 passt mir fast immer. Keine Frage — mit hübschen richtigen Mädchen oder Frauen mit Idealfigur kann und konnte ich nicht mithalten. Aber nicht wenige Frauen beneideten mich um meine Figur.
Meine Lebensgefährtin, eine biologische Frau, mag mich, so wie ich bin. Ich fühle mich unter Damen und Mädchen sehr wohl. Fühle mich aber verunsichert, wenn Männer da sind. Es ist schon bemerkenswert, aber sobald ich komplett als Frau hergerichtet bin, fühle ich mich als Frau. Ich fühle mich da irgendwie auch geistig-seelisch verwandelt. Sogar meine Stimme wirkt da sanfter. Meine Partnerin ist da auch immer wieder verblüfft, wie ich mich in die Frauenrolle hineinsteigern kann.
Und so wurde ich zum Damenkleiderträger:
Aus meiner Kindheit kann ich mich erinnern, dass meine Mutter immer wieder bei Verwandten und Freunden sagte, -- Findet ihr nicht, der sieht doch eher wie ein Mädchen aus, also wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich das so behaupten. Die Verwandten und Freunde antworteten darauf allerdings — Nein — das bildest du dir nur ein. Meine Mutter wollte ja immer eine Tochter, aber auch beim dritten Anlauf kam wieder ein Junge. Ich war der mittlere von uns dreien. Nur vom Erzählen weiß ich, dass sie gerne einen Versuch gemacht hätte, mir Mädchensachen anzuziehen bzw, anziehen zu lassen. Aber die Männer, also Vater und Bruder setzten sich durch. Wir lassen uns doch nicht zum Gespött im Dorf machen. Vater sagte ich lass nicht zu, dass aus meinem Sohn ein Schwuler wird. Aber fairerweise muss ich schon zugeben, er hatte wohl recht — das waren die 1950-er und 1960-er Jahre, die hätten mich bestimmt alle ausgelacht im Dorf. Und noch was — so hübsch fand ich damals die (kleinen und in etwa gleichaltrigen )Mädels gar nicht angezogen, auch wenn ich da heute alte Schulfotos sehe. Aber ich muss auch zugeben — ich wurde ja katholisch erzogen. Und bei der "Ersten hl. Kommunion" waren bei uns die Mädels in jetzt aber wirklich meist sehr hübschen weißen Kleidern, fast schon kleinen Brautkleidern angezogen — und da war ich eifersüchtig und auch unglücklich, dass ich einen faden Anzug tragen musste. Meine Mutter war ja ein Stadtmädel. Und Erste Kommunion und solche Sachen sah sie nur als Show an. Vater war fast kein Geldbetrag zu hoch, wenn es um Mutters Kleidung ging. Er war stolz, dass seine Frau nicht nur sehr hübsch , sondern auch immer hübsch angezogen war, auch zuhause.
Die Jahre vergingen und meine zeitweilige geschlechtliche Kleidereifersucht war nicht mehr so präsent. Mit 15 Jahren beobachtete ich, wie mein jüngerer Bruder bei uns im Haus plötzlich mit einem sehr hübschen Mädchen auftauchte. Vater und älterer Bruder waren nicht zuhause. Meine Mutter und ich dachten, der hat schon eine Freundin. Und wir waren angenehm überrascht als (das Paar) das Geheimnis lüftete. Der 12-jährige Freund meines jüngeren Bruders sah so perfekt als Mädchen aus — es waren die Sachen seiner 13-jährigen Schwester (von seiner Mutter und Schwester hergerichtet), dass für mich klar war, ich will nur noch Mädchensachen anziehen.
Meine Mutter gab da gerne nach und sie ließ mir aus ihrem Unterwäscheschrank aussuchen was ich haben möchte. Ich suchte mir gezielt die hübschesten Teile aus — Slips, BH-s, Unterkleidchen und Feinstrumpfhosen. Sie hat natürlich gemerkt wie ich im wahrsten Sinne des Wortes darauf stehe. Mein Glied wurde so steif, als würde mich gerade ein Mädchen verführen. Ich zog ab da mit wenigen Ausnahmen, Sportunterricht z.B. nur noch Damenunterwäsche an. Bei Arztbesuchen hoffte ich auf das Schweigen der Praxismitarbeiter. Ihre Oberbekleidungssachen durfte ich aber nur im Fasching anziehen. Der Hausfrieden ist halt auch wichtig.
Und so wurde die Faschingszeit für mich zur Mädchenzeit. Ich war ab dem "Weiberfasching" bis zum Faschingsdienstag nur als Mädchen bekleidet. Natürlich fiel das auf, dass ich mich immer nur als Frau / resp. Mädchen verkleidete. Darauf antwortete ich, warum soll ich mir was kaufen, wenn ich mir von meiner Mutter was ausleihen kann. Da ich keine männlichen Freunde hatte,( Fußball war eben nichts für mich und was anderes gab es für Jungen nicht) hatte ich nur Freundinnen und die fanden mich toll. Ich hatte ja den Vorteil, dass ich keine richtigen Faschingskleider brauchte. Waren nur nicht die neuesten Sachen von Mutter.
An einem Faschingssamstag, jetzt war ich schon zwanzig Jahre alt, — es war der Polizeiball — (hätte aber auch jeder andere Ball sein können), lernte ich zwei Mädchen kennen, die mir gefielen. Im Überschwang der Gefühle fragte ich die Mädels , ob sie das verächtlich fänden, wenn ein Mann Frauenkleider trägt — auch wenn nicht Fasching ist. ? Die Antwort war überraschend für mich. Die sagten zunächst zueinander - das kommt so leicht nicht wieder vor, einen Mann zu finden der auch gerne schöne Frauenkleider trägt und sich hübsch herrichtet. Die beiden Mädchen waren lesbisch und ineinander verliebt. Aber auf dem Land, auch wenn die aus einer nahen Kleinstadt mit damals 16000 Einwohnern kamen, war das Auslleben einer solchen Beziehung öffentlich noch nicht so leicht wie etwa heute. Da war uns dreien dann klar — ein Mädchen müsste mich heiraten — um öffentlich den Schein zu wahren. Wir zogen vom Dorf weg in eine Kleinstadt, wo uns kaum jemand kannte und wir hatten Glück, wir fanden einen Vermieter, für den das keine Rolle spielte, dass wir ja eine Dreierbeziehung führen wollten in der Wohnung. Hauptsache ihr zahlt pünktlich.
1 Jahr später heirateten wir als Mann und Frau. Wir lebten zu dritt, bis meine Frau und mein jüngerer Bruder bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben kamen. Seither lebe ich in einer Zweierbeziehung mit dem anderen Mädel bis heute.
Der Freund meines jüngeren Bruders zog nach dem Geschilderten Vorfall keine Mädchensachen mehr an. Aber er, mein jüngerer Bruder und meine Mutter hielten bis zum jeweiligen Tod engen Kontakt mit uns. Mein Vater und mein älterer Bruder mieden den Kontakt mit uns, ebenso wie die Verwandten der Mädels. Die merkten schnell, dass mit der Hochzeit nur der Schein nach außen gewahrt sein sollte. Aber ich war wirklich auch richtig verliebt in meine Frau aber auch in deren Freundin — wir waren irgendwie alle ineinander verliebt. Wir waren einfach richtig glücklich.
Im Beruf stehe ich meinen Mann, da bin ich schon mal laut und bestimmt. Aber sobald ich ein Kleid oder Rock und Bluse (als Frau trage ich keine Hosen — auch keine kurzen (Hotpants)) anhabe, werde ich sanfter, zurückhaltender und vom Tonfall her leiser. Was mir auch noch erwähnenswert scheint, ist, dass die vielen Jahre her nie mal ein Mitarbeiter oder Kollege sagte - etwa — was hast duuu denn da drunter an oder so ähnlich ? Vermutlich, weil ich als Mann eher weite lockere Kleidung — auch keine engen T-shirts — trage —Hat man etwa den BH mit — dann etwas kleineren Brusteinsätzen — tatsächlich nicht bemerkt ? Oder woll(t)en mich die Kollegen nur nicht blos stellen / kompromitieren ? Ich legte und lege es aber auch nicht darauf an, mich ohne Frage zu erklären.
Meine Friseurin vertraute mir (wem auch sonst) so um das Jahr 2000 einmal an, dass ihr damals 7 jähriger Sohn unbedingt Ballettunterricht nehmen will, weil da die Mädels (auch in dem Alter) immer hübsche Kleidchen tragen dürfen. Ja und sie erzählte mir weiter, dass ihr Heiko sie bat, mit der Ballettchefin zu reden, ob er beim Training und bei Vorführungen auch Mädchensachen anziehen darf. Die sagte dann kurz und knapp, kein Problem ! dann ist das ab jetzt eben die Heike oder soll ich ihn anders nennen ? Heike genoss das anscheinend so sehr, dass ihm/ihr die Eltern gerne den Wunsch erfüllten auch sonst wie ein Mädchen auszusehen. Meine Partnerin und ich kennen nur Heike. Heike wechselte die Schule und mit der neuen Schulleitung wurde abgesprochen, dass die biologische Identität niemand erfährt. Sie erreichten die Befreiung vom Sportunterricht. Inzwischen 22 Jahre alt und eine hübsche süße Maus. Lt. Mutter gibt sie/er sich lesbisch, um nicht in Verlegenheit zu kommen. Na ja — andere Zeiten eben heute und Ingolstadt ist halt eine Großstadt. Das ist der einzige Mann als Frau, den/die mir persönlich bekannt ist und ich weiß nur von seiner/ihrer Mutter, dass er in Wirklichkeit ein Mann ist. Ist auch nicht mehr meine/unsere Altersgruppe.
Meine Friseurin und alle meine Ärztinnen kennen mich sowohl als Mann als auch als Frau. Damenboutiquenangestellte kennen mich als Frau. Als Frau oder in Frauenkleidern habe ich nur Mädchen und Frauen als Freundinnen und Bekannte. Männliche Freunde haben wir beide eigentlich keine, das sind halt die jeweiligen Arbeitskollegen. Wenn ich / wir mit männlichen Kollegen zusammen sind, ob im Dienst oder sehr selten privat, ziehe ich Oberbekleidung Mann an. Meine Friseurin und meine Zahnärztin geben mir sogar Tipps zum Schminken und ihre Tochter (30 Jahre alt), auch Zahnärztin in der selben Praxis, bewundern meinen guten Geschmack bei Kleidern, Blusen und Röcken. Geben mir also nette Komplimente.
Ich fühle mich nicht zu Männern hingezogen. Lesbische Mädels machen mich aber sehr an. Das finde ich auch schön.
Eine Begebenheit aus den 1980-er Jahren, ich weiß nicht mehr genau wann, möchte ich noch erzählen. Wir Mädels waren im Stadttheater "Mary und Gordy" eine Travestieshow war im Programm. Wer kann sich da noch erinnern ?( Gordy lebt schon nicht mehr. Von Mary habe ich nichts mehr gehört oder gelesen.) Wir saßen in der ersten Reihe. Plötzlich kam "Mary" gezielt zu mir der Aufforderung Na jetzt ziehen wir beide uns mal aus und wollen sehen für wem die Gäste mehr applaudieren. Mir stockte der Atem vor Angst und ging zittrig auf die Bühne. Da sagt Mary "Applaus für das freche Ding" und zu mir Setz dich wieder an deinen Platz — das ist eine anständige Show."
Ja das war jetzt meine Geschichte.
ich möchte hier noch etwas mehr über mich erzählen, zumal da ja ein paar Ähnlichkeiten dabei sind. Also wie schon vorher geschrieben, bin ich seit 45 Jahren Damenkleiderträger. Seit meinem 15. Lebensjahr trage ich nur (mit wirklich ganz wenigen Ausnahmen ) Damenunterwäsche. Meine berufliche Tätigkeit in einer großen Hilfsorganisation verrichte ich in Unisex-Dienstkleidung, darunter aber Damenunterwäsche, also Damenslip, Damen-Feinstrumpfhose, BH und Hemdchen oder Unterkleidchen. Seit ich richtig sexy Body"™s (Ganzteiler im Schritt mit Schließhäkchen-oder knöpfchen entdeckt habe, ziehe sehr häufig solche an. Am Feierabend nach dem Duschen werde / bin ich dann wieder Frau. Da ich eher zierlich bin und auch nicht so eine typische Männerfigur habe und mich immer (wenn als Frau unterwegs) schminke und eine große Brille und Damenperücke trage, sehe ich als Frau gar nicht mal so übel aus. Meine Körperlichkeit zeigt Unterweite und Oberweite gleich, Taille 5cm weniger, Kleidergröße 38 passt mir fast immer. Keine Frage — mit hübschen richtigen Mädchen oder Frauen mit Idealfigur kann und konnte ich nicht mithalten. Aber nicht wenige Frauen beneideten mich um meine Figur.
Meine Lebensgefährtin, eine biologische Frau, mag mich, so wie ich bin. Ich fühle mich unter Damen und Mädchen sehr wohl. Fühle mich aber verunsichert, wenn Männer da sind. Es ist schon bemerkenswert, aber sobald ich komplett als Frau hergerichtet bin, fühle ich mich als Frau. Ich fühle mich da irgendwie auch geistig-seelisch verwandelt. Sogar meine Stimme wirkt da sanfter. Meine Partnerin ist da auch immer wieder verblüfft, wie ich mich in die Frauenrolle hineinsteigern kann.
Und so wurde ich zum Damenkleiderträger:
Aus meiner Kindheit kann ich mich erinnern, dass meine Mutter immer wieder bei Verwandten und Freunden sagte, -- Findet ihr nicht, der sieht doch eher wie ein Mädchen aus, also wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich das so behaupten. Die Verwandten und Freunde antworteten darauf allerdings — Nein — das bildest du dir nur ein. Meine Mutter wollte ja immer eine Tochter, aber auch beim dritten Anlauf kam wieder ein Junge. Ich war der mittlere von uns dreien. Nur vom Erzählen weiß ich, dass sie gerne einen Versuch gemacht hätte, mir Mädchensachen anzuziehen bzw, anziehen zu lassen. Aber die Männer, also Vater und Bruder setzten sich durch. Wir lassen uns doch nicht zum Gespött im Dorf machen. Vater sagte ich lass nicht zu, dass aus meinem Sohn ein Schwuler wird. Aber fairerweise muss ich schon zugeben, er hatte wohl recht — das waren die 1950-er und 1960-er Jahre, die hätten mich bestimmt alle ausgelacht im Dorf. Und noch was — so hübsch fand ich damals die (kleinen und in etwa gleichaltrigen )Mädels gar nicht angezogen, auch wenn ich da heute alte Schulfotos sehe. Aber ich muss auch zugeben — ich wurde ja katholisch erzogen. Und bei der "Ersten hl. Kommunion" waren bei uns die Mädels in jetzt aber wirklich meist sehr hübschen weißen Kleidern, fast schon kleinen Brautkleidern angezogen — und da war ich eifersüchtig und auch unglücklich, dass ich einen faden Anzug tragen musste. Meine Mutter war ja ein Stadtmädel. Und Erste Kommunion und solche Sachen sah sie nur als Show an. Vater war fast kein Geldbetrag zu hoch, wenn es um Mutters Kleidung ging. Er war stolz, dass seine Frau nicht nur sehr hübsch , sondern auch immer hübsch angezogen war, auch zuhause.
Die Jahre vergingen und meine zeitweilige geschlechtliche Kleidereifersucht war nicht mehr so präsent. Mit 15 Jahren beobachtete ich, wie mein jüngerer Bruder bei uns im Haus plötzlich mit einem sehr hübschen Mädchen auftauchte. Vater und älterer Bruder waren nicht zuhause. Meine Mutter und ich dachten, der hat schon eine Freundin. Und wir waren angenehm überrascht als (das Paar) das Geheimnis lüftete. Der 12-jährige Freund meines jüngeren Bruders sah so perfekt als Mädchen aus — es waren die Sachen seiner 13-jährigen Schwester (von seiner Mutter und Schwester hergerichtet), dass für mich klar war, ich will nur noch Mädchensachen anziehen.
Meine Mutter gab da gerne nach und sie ließ mir aus ihrem Unterwäscheschrank aussuchen was ich haben möchte. Ich suchte mir gezielt die hübschesten Teile aus — Slips, BH-s, Unterkleidchen und Feinstrumpfhosen. Sie hat natürlich gemerkt wie ich im wahrsten Sinne des Wortes darauf stehe. Mein Glied wurde so steif, als würde mich gerade ein Mädchen verführen. Ich zog ab da mit wenigen Ausnahmen, Sportunterricht z.B. nur noch Damenunterwäsche an. Bei Arztbesuchen hoffte ich auf das Schweigen der Praxismitarbeiter. Ihre Oberbekleidungssachen durfte ich aber nur im Fasching anziehen. Der Hausfrieden ist halt auch wichtig.
Und so wurde die Faschingszeit für mich zur Mädchenzeit. Ich war ab dem "Weiberfasching" bis zum Faschingsdienstag nur als Mädchen bekleidet. Natürlich fiel das auf, dass ich mich immer nur als Frau / resp. Mädchen verkleidete. Darauf antwortete ich, warum soll ich mir was kaufen, wenn ich mir von meiner Mutter was ausleihen kann. Da ich keine männlichen Freunde hatte,( Fußball war eben nichts für mich und was anderes gab es für Jungen nicht) hatte ich nur Freundinnen und die fanden mich toll. Ich hatte ja den Vorteil, dass ich keine richtigen Faschingskleider brauchte. Waren nur nicht die neuesten Sachen von Mutter.
An einem Faschingssamstag, jetzt war ich schon zwanzig Jahre alt, — es war der Polizeiball — (hätte aber auch jeder andere Ball sein können), lernte ich zwei Mädchen kennen, die mir gefielen. Im Überschwang der Gefühle fragte ich die Mädels , ob sie das verächtlich fänden, wenn ein Mann Frauenkleider trägt — auch wenn nicht Fasching ist. ? Die Antwort war überraschend für mich. Die sagten zunächst zueinander - das kommt so leicht nicht wieder vor, einen Mann zu finden der auch gerne schöne Frauenkleider trägt und sich hübsch herrichtet. Die beiden Mädchen waren lesbisch und ineinander verliebt. Aber auf dem Land, auch wenn die aus einer nahen Kleinstadt mit damals 16000 Einwohnern kamen, war das Auslleben einer solchen Beziehung öffentlich noch nicht so leicht wie etwa heute. Da war uns dreien dann klar — ein Mädchen müsste mich heiraten — um öffentlich den Schein zu wahren. Wir zogen vom Dorf weg in eine Kleinstadt, wo uns kaum jemand kannte und wir hatten Glück, wir fanden einen Vermieter, für den das keine Rolle spielte, dass wir ja eine Dreierbeziehung führen wollten in der Wohnung. Hauptsache ihr zahlt pünktlich.
1 Jahr später heirateten wir als Mann und Frau. Wir lebten zu dritt, bis meine Frau und mein jüngerer Bruder bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben kamen. Seither lebe ich in einer Zweierbeziehung mit dem anderen Mädel bis heute.
Der Freund meines jüngeren Bruders zog nach dem Geschilderten Vorfall keine Mädchensachen mehr an. Aber er, mein jüngerer Bruder und meine Mutter hielten bis zum jeweiligen Tod engen Kontakt mit uns. Mein Vater und mein älterer Bruder mieden den Kontakt mit uns, ebenso wie die Verwandten der Mädels. Die merkten schnell, dass mit der Hochzeit nur der Schein nach außen gewahrt sein sollte. Aber ich war wirklich auch richtig verliebt in meine Frau aber auch in deren Freundin — wir waren irgendwie alle ineinander verliebt. Wir waren einfach richtig glücklich.
Im Beruf stehe ich meinen Mann, da bin ich schon mal laut und bestimmt. Aber sobald ich ein Kleid oder Rock und Bluse (als Frau trage ich keine Hosen — auch keine kurzen (Hotpants)) anhabe, werde ich sanfter, zurückhaltender und vom Tonfall her leiser. Was mir auch noch erwähnenswert scheint, ist, dass die vielen Jahre her nie mal ein Mitarbeiter oder Kollege sagte - etwa — was hast duuu denn da drunter an oder so ähnlich ? Vermutlich, weil ich als Mann eher weite lockere Kleidung — auch keine engen T-shirts — trage —Hat man etwa den BH mit — dann etwas kleineren Brusteinsätzen — tatsächlich nicht bemerkt ? Oder woll(t)en mich die Kollegen nur nicht blos stellen / kompromitieren ? Ich legte und lege es aber auch nicht darauf an, mich ohne Frage zu erklären.
Meine Friseurin vertraute mir (wem auch sonst) so um das Jahr 2000 einmal an, dass ihr damals 7 jähriger Sohn unbedingt Ballettunterricht nehmen will, weil da die Mädels (auch in dem Alter) immer hübsche Kleidchen tragen dürfen. Ja und sie erzählte mir weiter, dass ihr Heiko sie bat, mit der Ballettchefin zu reden, ob er beim Training und bei Vorführungen auch Mädchensachen anziehen darf. Die sagte dann kurz und knapp, kein Problem ! dann ist das ab jetzt eben die Heike oder soll ich ihn anders nennen ? Heike genoss das anscheinend so sehr, dass ihm/ihr die Eltern gerne den Wunsch erfüllten auch sonst wie ein Mädchen auszusehen. Meine Partnerin und ich kennen nur Heike. Heike wechselte die Schule und mit der neuen Schulleitung wurde abgesprochen, dass die biologische Identität niemand erfährt. Sie erreichten die Befreiung vom Sportunterricht. Inzwischen 22 Jahre alt und eine hübsche süße Maus. Lt. Mutter gibt sie/er sich lesbisch, um nicht in Verlegenheit zu kommen. Na ja — andere Zeiten eben heute und Ingolstadt ist halt eine Großstadt. Das ist der einzige Mann als Frau, den/die mir persönlich bekannt ist und ich weiß nur von seiner/ihrer Mutter, dass er in Wirklichkeit ein Mann ist. Ist auch nicht mehr meine/unsere Altersgruppe.
Meine Friseurin und alle meine Ärztinnen kennen mich sowohl als Mann als auch als Frau. Damenboutiquenangestellte kennen mich als Frau. Als Frau oder in Frauenkleidern habe ich nur Mädchen und Frauen als Freundinnen und Bekannte. Männliche Freunde haben wir beide eigentlich keine, das sind halt die jeweiligen Arbeitskollegen. Wenn ich / wir mit männlichen Kollegen zusammen sind, ob im Dienst oder sehr selten privat, ziehe ich Oberbekleidung Mann an. Meine Friseurin und meine Zahnärztin geben mir sogar Tipps zum Schminken und ihre Tochter (30 Jahre alt), auch Zahnärztin in der selben Praxis, bewundern meinen guten Geschmack bei Kleidern, Blusen und Röcken. Geben mir also nette Komplimente.
Ich fühle mich nicht zu Männern hingezogen. Lesbische Mädels machen mich aber sehr an. Das finde ich auch schön.
Eine Begebenheit aus den 1980-er Jahren, ich weiß nicht mehr genau wann, möchte ich noch erzählen. Wir Mädels waren im Stadttheater "Mary und Gordy" eine Travestieshow war im Programm. Wer kann sich da noch erinnern ?( Gordy lebt schon nicht mehr. Von Mary habe ich nichts mehr gehört oder gelesen.) Wir saßen in der ersten Reihe. Plötzlich kam "Mary" gezielt zu mir der Aufforderung Na jetzt ziehen wir beide uns mal aus und wollen sehen für wem die Gäste mehr applaudieren. Mir stockte der Atem vor Angst und ging zittrig auf die Bühne. Da sagt Mary "Applaus für das freche Ding" und zu mir Setz dich wieder an deinen Platz — das ist eine anständige Show."
Ja das war jetzt meine Geschichte.