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Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: Do 9. Jan 2014, 19:46
von JaquelineL
... sind anscheinend nicht überall zu finden:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/bild ... 42653.html
Ich bin sicherlich etwas geprägt durch mein Stöbern derletzt in einem Forum deutscher Sektierer (irgendetwas angeblich Christliches - ich verstünde etwas anderes darunter), aber auch so scheint die Meldung wieder einmal reihenweise Vorurteile gegen Menschen dieser Gesinnung zu bestätigen
Liebe Grüße
Jackie
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: Fr 10. Jan 2014, 14:48
von exuserIn-2014-09-26
nun auch die Kirchen ...
http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 42835.html
Wobei, Vranzy religiöse Vielfalt an Schulen ablehnt. Religion hat an einer staatlichen Schule schlicht nichts zu suchen. Dafür gibts die Häuser mit den schönen Türmen!
LG
Vranzy
Tante Edit, sagt ich habe den Link zur 'Gegenpetition' vergessen. Ich habe übrigens auch gerade petitiert
https://www.openpetition.de/petition/on ... egenbogens
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: Fr 10. Jan 2014, 21:41
von JaquelineL
Hallo Vranzy,
vranzy hat geschrieben:nun auch die Kirchen ...
http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 42835.html
Wobei, Vranzy religiöse Vielfalt an Schulen ablehnt. Religion hat an einer staatlichen Schule schlicht nichts zu suchen. Dafür gibts die Häuser mit den schönen Türmen!
da halte ich es wie mit unserem Thema - Unterricht *über* Religionen gehört meines Erachtens sehr wohl an die Schulen, denn das gehört für mich zur Allgemeinbildung. Unterricht *der* (jeweiligen) Religion nicht. Aber wahrscheinlich meintest Du das bereits so
Liebe Grüße
Jackie
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: Fr 10. Jan 2014, 22:34
von Lieschen
Danke für die Infos und den Link. Habe sofort petitioniert.
Lieschen
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: Sa 11. Jan 2014, 09:53
von ab08
Ganz herzlichen Dank, Vranzy
von Mobbing betroffene Schülerinnen und Schüler und im Schulbereich
ohne Scheuklappen tätige Menschen (also der weit überwiegende Teil!)
sind für diese Gegenpetition
https://www.openpetition.de/petition/on ... egenbogens sehr dankbar.
Vielleicht gelingt es so, darzustellen, dass Aufkärung und Erziehung zur Toleranz an Schulen nötig, bzw. 'ausbaufähig' ist.
Fundamentalistischen Christen, Dogmatikern und Extremisten sollten die anderen nicht kampflos das Feld überlassen.
Ich bin dem Kultusministerium in BW für diese Initiative sehr dankbar und unterschrieb daher diese Gegenpetition natürlich sofort.
Da ich aber in Bayern unterrichte und es eine Petition an den Landtag in BW ist, war es bei mir nur eine 'Meinungsäußerung'.
Meine Unterschrift, wie alle anderen von außerhalb, zählen beim Quorum nicht.
Hoffentlich finden sich(Quorum) auch genügend Menschen in BW, die hier unterschreiben und so zeigen,
dass Hasskampagnen und Ausgrenzung in BW nicht von der Mehrheit unterstützt werden.
Liebe Grüße
ab
P.S. Leider bin ich nicht bei Facebook. -- Als Lehrerin, die leider viele schlimme Einzelfälle kennt, ist mir diese Angelegenheit sehr, sehr wichtig.
Daher bitte ich jetzt hier ganz herzlich um Unterstützung. Bitte gebt den Link zur Gegenpetition, wo immer möglich, weiter
--> Insbesondere an Freunde in BW! Danke,danke,danke!!! 
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: Sa 11. Jan 2014, 12:48
von Anne-Mette
Moin,
für mich ist auch die Frage, was man neben Eintrag in die Gegenpetion tun kann.
Es werden Ängste geschürt, die sicherlich völlig unberechtigt sind.
Der Landes-Schülersprecher sagte in einem Interview: "Niemand wird wegen des Bildungsplans schwul".
Das scheinen viele (noch) nicht verstanden haben.
Gruß
Anne-Mette
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: Sa 11. Jan 2014, 13:12
von Ulrike-Marisa
Moin zusammen,
... das Wissen über Religionen gehört meines Erachtens unbedingt in die Schule. Relionsspezifisches Spezialwissen kann jede Religionsgemeinschaft selbst vermitteln, was ja auch gemacht wird.
Die Gegenpetition habe ich auch unterschrieben, weil ich der Meinung bin (ich war mal Realschullehrer/in ohne Stelle wegen Lehrerberg), dass die Thematik der sexuellen Vielfalt unbedingt in die Schule gehört und rauskommt aus dem Rand der Gesellschaft. Nur Wissen und Verständnis kann uns alle und nicht nur die direkt Betroffenen voranbringen.
LG, Ulrike-Marisa
...das Leben ist ein Kampf, also führen wir ihn...
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: Sa 11. Jan 2014, 17:53
von Marielle
Hallo zusammen,
diese Gegenpetition ist eine sehr gute Sache; habe selbstverständlich auch mitgemacht.
Marielle
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: Sa 11. Jan 2014, 18:08
von Sabrina Verena
Hallo!
Bei Travesta gibt es zwei Diskussionsthread zu dem Thema.
Mit einem Kopfschütteln musste ich feststellen, dass es bei Travesta Mitglieder gibt, welche die "Petition gegen den Regenbogen" begrüßen.
Ich wunder mich aber eh über eine gewisse Rechtslastigkeit bei Travesta.
Ich habe natürlich die Gegenpetition unterschrieben.
LG Verena
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: Sa 11. Jan 2014, 18:21
von Exuser-2014-02-18
.
Hallo
"Niemand wird wegen des Bildungsplans schwul".
Das scheinen viele (noch) nicht verstanden haben.
Hmm....tja..... so richtig verstehe ich das auch nicht.
Aber denkbar wäre ja Folgendes:
In so einem jungen Menschen schlummert im Verborgenen das "Schwulsein".
Der/diejenige ist sich dessen gar nicht bewusst, oder lässt dieses Gefühl nicht zu. ( aus Angst )
Auf Grund des "Bildungs-Planes" tritt es ans Licht der Welt.....
Und schon ist es wieder einer mehr, der nicht ins konservative Weltbild passt.
elgetina

( hat natürlich auch unterschrieben, die Gegenpetition. )
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: Sa 11. Jan 2014, 23:51
von Marielle
Guten Abend zusammen,
die "Gegenpetition" lässt hoffen
Obwohl sie erst seit vier Tagen läuft, die Ursprungspetition dagegen schon seit Ende November, hat sie schon rund ein Drittel der Stimmen (in Baden-Württemberg, bundesweit >40% ). Wenn es annähernd so weiterläuft, könnte die Petition der Verblendeten nach hinten los gehen. Das wäre doch ein schönes Zeichen. Dann hätten DIE etwas angestossen wodurch der Landesregierung in Ba-Wü vor Augen geführt wird, dass mehr Menschen
für die Information über LGBTQI-Themen eintreten als dagegen!
Petent Stängle hat den Ball, läuft sich heiss, kurze Drehung .... es sieht aus als ob er die Orientierung verloren hat, Stängle schiesst ....... EIGENTOOOOOR
Macht mit! Ist kostenlos, tut nicht weh, dauert nicht lange!
Marielle
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: So 12. Jan 2014, 11:32
von ab08
Meine Lieben,
die Gegenpetition scheint wirklich deutlich Position zu beziehen.
Für den Einsatz bedanke ich mich zwischendurch mal ganz herzlich.
Den Bildungsplan des KM halte ich wirklich für dringend erforderlich und nicht schlecht.
Der Philologenverband aus BW meint, dass wir auch(!) andere Probleme - andere Diskriminierung - im Blick haben sollten.
Als Verbandsvertreterin aus Bayern stimme ich dem zu, denn 'ausbaufähig' ist vieles. Aber hier ist beides sowohl Unterstützung des Bildungsplans und als auch Weiterdenken nötig!
Der Bildungsplan ist vernünftig formuliert und bietet einen guten Ansatz - Nachjustierungen sind im Bildungsbereich Alltag. --> Weiteres kann ja noch kommen...
Zunächst geht es um die Richtung und vordringlich darum, Mobbing einzuschränken und die Suizidrate zu senken.
Mir soll niemand sagen, dass es diese Probleme nicht gibt, denn ich weiß es. (Über drei Jahrzehnte Gymnasium + nun begleitend ein Jahrzehnt in der Kinder & Jugendpsychiatrie !!)
Religiösen und anderen Fanatikern dürfen wir nicht das Feld überlassen.
Diese Gruppen erzeugen nur zusätzliche Opfer (Gewaltakte, Missbrauch...)
Daher bedanke ich mich ganz herzlich bei jedem/jeder, der/die unterschrieb
bzw. für die weitere Verbreitung der Gegenpetition sorgt, denn ich weiß, die schweigende Mehrheit ist nicht radikal
Liebe Grüße
ab
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: So 12. Jan 2014, 14:22
von Kerstin
Ulrike-Marisa hat geschrieben:..... dass die Thematik der sexuellen Vielfalt unbedingt in die Schule gehört und rauskommt aus dem Rand der Gesellschaft. ...........
Sorry aber hier muß ich wieder sprechen.
1.) sexuallität ist meines Erachtens immer noch privat Angelegenheit und sollte dort auch bleiben.
2.) für die Schule gibt es wichtigere Themen als dieses
Der Ausbau der Fähigkeiten in den Naturwissentschaftlichen Fächern halte ich für deutlich wichtiger. Ebenso in den Fächern Philosophie, der klassischen Kunst und der Sprachen. Mir ist es ein Rätsel warum an deutschen Schulen kein Russisch gelernt wird.
LG Kerstin
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: So 12. Jan 2014, 14:40
von Sabrina Verena
Kerstin hat geschrieben:Ulrike-Marisa hat geschrieben:..... dass die Thematik der sexuellen Vielfalt unbedingt in die Schule gehört und rauskommt aus dem Rand der Gesellschaft. ...........
Sorry aber hier muß ich wieder sprechen.
1.) sexuallität ist meines Erachtens immer noch privat Angelegenheit und sollte dort auch bleiben.
2.) für die Schule gibt es wichtigere Themen als dieses
Der Ausbau der Fähigkeiten in den Naturwissentschaftlichen Fächern halte ich für deutlich wichtiger. Ebenso in den Fächern Philosophie, der klassischen Kunst und der Sprachen. Mir ist es ein Rätsel warum an deutschen Schulen kein Russisch gelernt wird.
LG Kerstin
Hallo!
Für mich wäre eine Verknüpfung von Theorie und Praxis wichtiger.
Nicht nur an Berufsbildenden Schulen, sondern auch an Allgemeinbildenden Schulen.
Zur Sexualität, sie gehört zur Allgemeinbildung, nicht nur in Biologie, sondern gerade auch fächerübergreifend.
Und sie ist keine Privatsache, denn unterschwellig ist sie immer präsent in der Werbung, in Geschäftsbesprechungen usw.
Es ist gut, dass das Thema Sexualität heute nicht nur auf Bravo und Beate Uhse beschränkt ist.
LG Verena
Re: Tolerante Vorbilder im Schulwesen
Verfasst: So 12. Jan 2014, 14:49
von ab08
Kerstin hat geschrieben:
1.) sexuallität ist meines Erachtens immer noch privat Angelegenheit und sollte dort auch bleiben.
2.) für die Schule gibt es wichtigere Themen als dieses.
Liebe Kerstin,
diese Ansicht ist leider weit verbreitet und üblich.
"Behalt es für Dich! - Das ist Privatsache!" sagt man Betroffenen. Hinter dem Rücken wird meist noch getuschelt.

Manche halten das aus, verstecken ihre Gefühle und überleben. Anderen wird es zuviel und ertragen das Theater nicht mehr ==> Suizid
Ich fühle mich verpflichtet, das ganz klar auszusprechen.
Mir begegneten mir in meinem langen Berufsleben einige Fälle, wo ich die Hintergründe scheinbar 'unerklärbarer' Suizide erfuhr.
'Unerklärbar' - man spricht nicht darüber - das ist Privatsache - In manchem Umfeld gilt das besonders nach dem Tod der Betroffenen.
Genauso wenig, wie es eine Privatangelegenheit ist, wenn die Person neben Dir in der U-Bahn belästigt wird und um Hilfe bittet, gibt es für mich hier eine Verpflichtung.
Ich halte es für unverantwortlich, im Unterricht ungerührt über den Satz des Pythagoras zu sprechen, wenn gleichzeitig ein Schüler hintenrum gemobbt wird.
Ablehnung, Hass, mehr oder weniger heimliches 'Schadenwollen' bei Homosexuellen und Menschen im TS/IS-Bereich ist in mancher Umgebung durchaus gegenwärtig.
Wer die bösartigen Leserkommentare zur ursprünglichen Petition und bei Zeitungsartikeln liest, weiß das.
Es gibt Betroffene, die halten das eben nicht aus. --> Daher finde es nicht richtig, zu sagen "Behalt das für Dich! Das gehört nicht hierher!"

LG
ab
P.S. Wer den Bildungsplan liest, merkt, dass es um Berücksichtigung im normalen Unterricht geht. In der Praxis ist es kein Problem, sowas einzubauen.
Gründlicheres Üben und mehr Stunden für Mathematik und Naturwissenschaften unterstütze ich natürlich auch. Philosophie, mehr Kunst und Musik vgl. meine Hinweise auf Julian Nida-Rümelin wäre unbedingt wünschenswert. Nur Mobbing, Suizide mahnen! Daher sollte die Schule im Alltag eben keinen großen Bogen mehr um LGBTTI machen und durch "nicht erwähnen"/ "Privatsache" zur Ausgrenzung dieser Menschen auch noch beitragen.