Wie wär et, wemmer selver jet däät... *
Verfasst: Fr 20. Dez 2013, 18:35
Hallo, Guten Tag zusammen,
vor einiger Zeit hat Becky hier auf einen Artikel in der GEO hingewiesen, in dem über ein Freizeit-Camp für Trans-Kinder berichtet wurde. Irgendjemand veranstaltet in den USA dieses Camp, um den Kids die Möglichkeit zu geben, ein paar Tage lang ohne dumme Sprüche, nur unter sich, sie selbst sein zu können.
Gestern hab' ich den Artikel gelesen und wollte ein wenig mehr über das Camp erfahren. Die Suche im Internet ergab ein paar (wenige) Treffer. Darunter waren ein paar gute, differenziert geschriebene Beiträge in Blogs u.ä.. Was es aber auch gab, war widerliches, ekelhaftes Geschreibsel von Faschisten und pseudo-christlichen Fundamentalisten, die ihr, an ihre schlichten Hirne angepasstes, Schwarz-Weiss-Weltbild bedroht sehen. Ich habe mich SEHR über diese Sch..... aufgeregt, was diejenigen 'abbekommen' haben, die gestern noch spät am Abend im Chat waren. Sorry dafür an die, die es nicht aufgreifen wollten und Danke an die Anderen.
Aufgeregt habe ich mich aber nicht nur wegen der dummen, intoleranten Idioten, sondern auch, weil die Sache bei mir einen 'wunden Punkt' getroffen hat. Was tue ich, tun wir, eigentlich für unser Anliegen, ausser uns gegenseitig zu versichern, wie gut und wichtig wir sind?** Ich hatte und habe das Gefühl, dass ich / wir mehr tun könnten!
Die erste Idee, die ich gestern abend hatte: Das machen wir in Deutschland auch, so ein Camp. Kein Treffen um sich im Sonnenschein die Nägel zu feilen und Prosecco zu schlürfen, sondern eines für Transkinder. Aber wie das mit 'ersten Ideen' so ist: Sie sind halt nicht durchdacht. Ich habe keinerlei Kontakt zur 'Zielgruppe' und vermutlich auch kaum eine Ahnung, welche Bedürfnisse die 'Zielgruppe' hätte. Andererseits sind 'erste Ideen' der immer notwendige Zündfunke für Taten. Sie können durchdacht, gewendet, geändert, dann verworfen oder eben umgesetzt werden.
Weil ich hoffe und glauben will, dass es in unserem Forum doch einige Leute gibt, denen die eigene 'Sache' mehr als Nylons und Nagellack ist und die im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas beitragen können und wollen, starte ich diesen Thread.
Lasst uns Ideen sammeln und durchdenken, um Ansätze zu finden, die uns weiter bringen. Keine internen Diskussionen, keine Flugblätter die niemand liest, sondern Aktionen mit 'Spass-Faktor' für alle Beteiligten. Aktionen für uns und für die, die sie nötig haben. Sachen die Spass machen, die gut tun und die vielleicht sogar ein paar 'Normale' soweit für uns einnehmen, dass sie sich demnächst auch über Intoleranz und Dummheit aufregen.
Die Sache mit dem Camp finde ich, trotz fehlendem Plan, eine spannende Sache; wenn jemand da einen Ansatz hat?
Eine andere Sache, die mich schon länger beschäftigt, wäre es, zu einem Treffen von Trans-Leuten auch 'Normalos' einzuladen; eine gemeinsame Party, einen Grillabend, irgendetwas, von wo die Leute nachher heimgehen und sagen: "Soooo schräg sind die ja gar nicht, die Trans-Leute." Vielleicht als Zusatz zum Treffen im Mai in Berlin? Ist die Idee gut oder ist sie Mist?
Lasst von euch und euren Ideen hören!
liebe Grüsse von
Marielle
*) "Wie wär's, Wenn man selbst mal was tun würde" Refrainzeile aus "Arsch huh, Zäng ussenander" von BAP
**) Das Forum und der gegenseitige Beistand ist wichtig und gut! Auch Stammtische und andere "interne" Veranstaltungen sind wichtig und gut! Ich schreibe diesen Thread nicht gegen diese Sachen, sondern für etwas anderes, eine Art Erweiterung der Foren-Aktivität.
vor einiger Zeit hat Becky hier auf einen Artikel in der GEO hingewiesen, in dem über ein Freizeit-Camp für Trans-Kinder berichtet wurde. Irgendjemand veranstaltet in den USA dieses Camp, um den Kids die Möglichkeit zu geben, ein paar Tage lang ohne dumme Sprüche, nur unter sich, sie selbst sein zu können.
Gestern hab' ich den Artikel gelesen und wollte ein wenig mehr über das Camp erfahren. Die Suche im Internet ergab ein paar (wenige) Treffer. Darunter waren ein paar gute, differenziert geschriebene Beiträge in Blogs u.ä.. Was es aber auch gab, war widerliches, ekelhaftes Geschreibsel von Faschisten und pseudo-christlichen Fundamentalisten, die ihr, an ihre schlichten Hirne angepasstes, Schwarz-Weiss-Weltbild bedroht sehen. Ich habe mich SEHR über diese Sch..... aufgeregt, was diejenigen 'abbekommen' haben, die gestern noch spät am Abend im Chat waren. Sorry dafür an die, die es nicht aufgreifen wollten und Danke an die Anderen.
Aufgeregt habe ich mich aber nicht nur wegen der dummen, intoleranten Idioten, sondern auch, weil die Sache bei mir einen 'wunden Punkt' getroffen hat. Was tue ich, tun wir, eigentlich für unser Anliegen, ausser uns gegenseitig zu versichern, wie gut und wichtig wir sind?** Ich hatte und habe das Gefühl, dass ich / wir mehr tun könnten!
Die erste Idee, die ich gestern abend hatte: Das machen wir in Deutschland auch, so ein Camp. Kein Treffen um sich im Sonnenschein die Nägel zu feilen und Prosecco zu schlürfen, sondern eines für Transkinder. Aber wie das mit 'ersten Ideen' so ist: Sie sind halt nicht durchdacht. Ich habe keinerlei Kontakt zur 'Zielgruppe' und vermutlich auch kaum eine Ahnung, welche Bedürfnisse die 'Zielgruppe' hätte. Andererseits sind 'erste Ideen' der immer notwendige Zündfunke für Taten. Sie können durchdacht, gewendet, geändert, dann verworfen oder eben umgesetzt werden.
Weil ich hoffe und glauben will, dass es in unserem Forum doch einige Leute gibt, denen die eigene 'Sache' mehr als Nylons und Nagellack ist und die im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas beitragen können und wollen, starte ich diesen Thread.
Lasst uns Ideen sammeln und durchdenken, um Ansätze zu finden, die uns weiter bringen. Keine internen Diskussionen, keine Flugblätter die niemand liest, sondern Aktionen mit 'Spass-Faktor' für alle Beteiligten. Aktionen für uns und für die, die sie nötig haben. Sachen die Spass machen, die gut tun und die vielleicht sogar ein paar 'Normale' soweit für uns einnehmen, dass sie sich demnächst auch über Intoleranz und Dummheit aufregen.
Die Sache mit dem Camp finde ich, trotz fehlendem Plan, eine spannende Sache; wenn jemand da einen Ansatz hat?
Eine andere Sache, die mich schon länger beschäftigt, wäre es, zu einem Treffen von Trans-Leuten auch 'Normalos' einzuladen; eine gemeinsame Party, einen Grillabend, irgendetwas, von wo die Leute nachher heimgehen und sagen: "Soooo schräg sind die ja gar nicht, die Trans-Leute." Vielleicht als Zusatz zum Treffen im Mai in Berlin? Ist die Idee gut oder ist sie Mist?
Lasst von euch und euren Ideen hören!
liebe Grüsse von
Marielle
*) "Wie wär's, Wenn man selbst mal was tun würde" Refrainzeile aus "Arsch huh, Zäng ussenander" von BAP
**) Das Forum und der gegenseitige Beistand ist wichtig und gut! Auch Stammtische und andere "interne" Veranstaltungen sind wichtig und gut! Ich schreibe diesen Thread nicht gegen diese Sachen, sondern für etwas anderes, eine Art Erweiterung der Foren-Aktivität.