Hello world!
Verfasst: Mi 4. Dez 2013, 22:39
Hallo liebe Mitforisten,
ich bin nicht ganz neu hier; Der/die ein oder andere werden sich vielicht noch an mich erinnern, als ich unter dem nicht besonders kreativen Namen Sophie_90 hier unterwegs war.
Für alle anderen komt jetzt die Kurzfassung: Ich bin 23, komme aus München und bin entweder TS oder habe nicht alle Latten im Zaun.
Wie fange ich nur am besten an?
Zuerst möchte ich mich bei denen entschuldigen, die ich durch mein aus-dem-Staub-machen vielleicht befremdet habe oder so.
Das Crossdressingzeug begleitet mich schon seit meinem achten Lebensjahr, auch wenn das Thema Geschlechtswechsel schon seit meinem dritten oder vierten irgendwie in meinem Kopf war. Natürlich tabuisiert und unterdrückt, und zwar so, dass niemand etwas gemerkt hat, dass etwas mit mir nicht stimmt. Vor allem ich selbst nicht.
Mit 15 oder 16 hatte ich mich als Crossdresser akzeptiert - mehr oder weniger. Irgendwie wurde es immer mehr. Mit 19 musste ich ein Praktikum in einer Maschinenbauwerkstatt machen; um in dieser Männerwelt musste ich jede Schwäche von mir unterdrucken um zu überleben. Und als ich es endlich überstanden hatte, war es, als ob man den Deckel von einem Topf wegnimmt und der ganze Dampf wegzischt. Zum ersten mal habe ich mir bewusst vorgestellt wie es sei eine Frau zu sein.
So bin ich nach München gekommen - sehr bald hatte ich die dortige SHG aufgesucht. Zuerst zu einer Spezialistin für TS, was aber nicht so zielführend war. Ich war mir viel zu unsicher und verwirrt und niemand ist auf die Idee gekommen, dass etwas anderes bei mir nicht im Lot sein könnte. Deshalb vor einem Jahr zur nächsten.
Die letzten drei Jahre waren überhaupt ein Albtraum. Ständig kamen depressive Phasen über mich. Immer ausgelöst durch die Angst oder das Gefühl doch keine Frau zu sein. In jeder dieser Tiefs war ich kurz davor den Stecker zu ziehen - was ich (ganz offensichtlich) nicht getan habe. Im Zuge des großen Februarzusammenbruchs hatte ich ausnahmslos alles von meiner Transsache gelöscht, sei es Fotos oder (in diesem Fall) Forenaccounts. Nichts wollte ich damit zu tun haben. Natürlich hat es nie lange geklappt...
Die letzten zwei Monate war ich in einer psychotherapeutischen Klinik. Rückblickend waren es die schönsten Wochen meines Lebens. Wie sich herausgestellt hat leide ich unter Sozialer Phobie - eigentlich offensichtlich wenn man es weiss. Warum es beiden Psychodoktoren nixht aufgefallen ist, steht in den Sternen.
Geheilt wurde ich dort nicht. Aber jetzt verstehe ich vieles besser. Vor allem aber hat mein dortiger Bezugstherapeut mir immer Mut gemacht auf meine Empfindungen zu hören. Ich habe mich entschlossen die Transition zu machen. Das ist für mich das aller wichtigste.
Trotzdem (oder gerade deshalb) habe ich Angst. Mache ich einen Fehler? Bin ich doch keine Frau?
Dabei weiss ich ganz genau, dass bloßes CD nicht genug ist! Ich gehe seit fast zwei Jahren als Frau raus, mehr oder weniger regelmäßig und habe mehr erlebt als manch ander in zehn Jahren (no offense!).
Derzeit kommt alles auf einmal. Ich mache derzeit ein Praktikum bei einer prestigeträchtigen Luft- und Raumfahrtfirma im Münchner Süden und meine Soziale Phobie schlägt so richtig an. Leider befürchte ich auch, dass mich mein Studiengang und die Uni mich total ankotzen, ich denke mit Grausen an meine letzten sechs Semester zurück.
Was soll ich sonst machen? Wie will ich in Zukunft leben?
Dazu kommt, dass die Psychologen alle keine Zeit haben und auch für die Epi bekomme ich keinen Termin zur Zeit. Ich fühle mich recht verzweifelt zur Zeit...
Und für alle die bisher durchgehalten haben und deren interne Durchrutschkupplung beim Lesen dieser Zeilen nicht durchgegangen, ist kommt das Resumee:
Es gibt einige Foren im deutschsprachigen Inet, aber dieses ist das einzige, das noch nicht allein für Privatgesprache der immer gleichen Partytransen da ist. Das, obwohl es dem Namen nach in erster Linie für CD, auch für den Rest des Spektrums da ist. Deshalb habe ich mich wieder angemeldet.
Ich brauche wohl so viel Rat und Zuspruch wie möglich...
In diesem Sinne: Einen schönen Abend noch allen auf der anderen Seite des Glasfaserkabels!
ich bin nicht ganz neu hier; Der/die ein oder andere werden sich vielicht noch an mich erinnern, als ich unter dem nicht besonders kreativen Namen Sophie_90 hier unterwegs war.
Für alle anderen komt jetzt die Kurzfassung: Ich bin 23, komme aus München und bin entweder TS oder habe nicht alle Latten im Zaun.
Wie fange ich nur am besten an?
Zuerst möchte ich mich bei denen entschuldigen, die ich durch mein aus-dem-Staub-machen vielleicht befremdet habe oder so.
Das Crossdressingzeug begleitet mich schon seit meinem achten Lebensjahr, auch wenn das Thema Geschlechtswechsel schon seit meinem dritten oder vierten irgendwie in meinem Kopf war. Natürlich tabuisiert und unterdrückt, und zwar so, dass niemand etwas gemerkt hat, dass etwas mit mir nicht stimmt. Vor allem ich selbst nicht.
Mit 15 oder 16 hatte ich mich als Crossdresser akzeptiert - mehr oder weniger. Irgendwie wurde es immer mehr. Mit 19 musste ich ein Praktikum in einer Maschinenbauwerkstatt machen; um in dieser Männerwelt musste ich jede Schwäche von mir unterdrucken um zu überleben. Und als ich es endlich überstanden hatte, war es, als ob man den Deckel von einem Topf wegnimmt und der ganze Dampf wegzischt. Zum ersten mal habe ich mir bewusst vorgestellt wie es sei eine Frau zu sein.
So bin ich nach München gekommen - sehr bald hatte ich die dortige SHG aufgesucht. Zuerst zu einer Spezialistin für TS, was aber nicht so zielführend war. Ich war mir viel zu unsicher und verwirrt und niemand ist auf die Idee gekommen, dass etwas anderes bei mir nicht im Lot sein könnte. Deshalb vor einem Jahr zur nächsten.
Die letzten drei Jahre waren überhaupt ein Albtraum. Ständig kamen depressive Phasen über mich. Immer ausgelöst durch die Angst oder das Gefühl doch keine Frau zu sein. In jeder dieser Tiefs war ich kurz davor den Stecker zu ziehen - was ich (ganz offensichtlich) nicht getan habe. Im Zuge des großen Februarzusammenbruchs hatte ich ausnahmslos alles von meiner Transsache gelöscht, sei es Fotos oder (in diesem Fall) Forenaccounts. Nichts wollte ich damit zu tun haben. Natürlich hat es nie lange geklappt...
Die letzten zwei Monate war ich in einer psychotherapeutischen Klinik. Rückblickend waren es die schönsten Wochen meines Lebens. Wie sich herausgestellt hat leide ich unter Sozialer Phobie - eigentlich offensichtlich wenn man es weiss. Warum es beiden Psychodoktoren nixht aufgefallen ist, steht in den Sternen.
Geheilt wurde ich dort nicht. Aber jetzt verstehe ich vieles besser. Vor allem aber hat mein dortiger Bezugstherapeut mir immer Mut gemacht auf meine Empfindungen zu hören. Ich habe mich entschlossen die Transition zu machen. Das ist für mich das aller wichtigste.
Trotzdem (oder gerade deshalb) habe ich Angst. Mache ich einen Fehler? Bin ich doch keine Frau?
Dabei weiss ich ganz genau, dass bloßes CD nicht genug ist! Ich gehe seit fast zwei Jahren als Frau raus, mehr oder weniger regelmäßig und habe mehr erlebt als manch ander in zehn Jahren (no offense!).
Derzeit kommt alles auf einmal. Ich mache derzeit ein Praktikum bei einer prestigeträchtigen Luft- und Raumfahrtfirma im Münchner Süden und meine Soziale Phobie schlägt so richtig an. Leider befürchte ich auch, dass mich mein Studiengang und die Uni mich total ankotzen, ich denke mit Grausen an meine letzten sechs Semester zurück.
Was soll ich sonst machen? Wie will ich in Zukunft leben?
Dazu kommt, dass die Psychologen alle keine Zeit haben und auch für die Epi bekomme ich keinen Termin zur Zeit. Ich fühle mich recht verzweifelt zur Zeit...
Und für alle die bisher durchgehalten haben und deren interne Durchrutschkupplung beim Lesen dieser Zeilen nicht durchgegangen, ist kommt das Resumee:
Es gibt einige Foren im deutschsprachigen Inet, aber dieses ist das einzige, das noch nicht allein für Privatgesprache der immer gleichen Partytransen da ist. Das, obwohl es dem Namen nach in erster Linie für CD, auch für den Rest des Spektrums da ist. Deshalb habe ich mich wieder angemeldet.
Ich brauche wohl so viel Rat und Zuspruch wie möglich...
In diesem Sinne: Einen schönen Abend noch allen auf der anderen Seite des Glasfaserkabels!