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Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: So 3. Nov 2013, 21:22
von Saskia.shewulf
Hallo
Ich fand das bei einer Freundin
aus Luxenburg sie hatte es bei FB gepostet ich dachte mir das es auch bei uns auf Interresse stößt oder eher Groll und Unmut auslöst.

Mir fehlen dazu die Worte das darf ja nicht wahr sein...... :((a




ERSCHRECKENDE POLIZEISCHIKANE GEGEN TRANS*

Eine gemeinsame Pressemitteilung mehrerer LGBT- und Antirassismusprojekte berichtet von unhaltbaren Zuständen im Zuge einer Verhaftung eines Trans*Mannes in Berlin. Es kam dem Bericht nach zu übelsten verbalen Ausfällen und Androhung gewaltsamer Geschlechtsüberprüfung.

DIE MELDUNG
"Am 23. Oktober 2013 wurde einer unserer Mitarbeiter zusammen mit drei weiteren Protestierenden auf einer Kundgebung gegen die Polizeigewalt und die Festnahmen von Aktivist_innen des Flüchltlings-Protestcamps am Oranienplatz (Berlin-Kreuzberg) festgenommen.

Während des etwa einstündigen Polizeigewahrsams verhielten sich die Polizist_innen Trans* diskriminierend und gewaltvoll gegenüber unserem Kollegen. Dabei wurden seine Grundrechte, die zu wahren jegliche staatliche und ausführende Gewalt laut Grundgesetz verpflichtet ist, stark missachtet und verletzt.

Unser Mitarbeiter wurde auf Grund von Racial Profiling (rassistischer Kontrolle) festgenommen. Er erfuhr massive rassistische und transphobe Diskriminierung und Gewalt durch die Berliner Polizist_innen. Dies geschah durch Beleidigungen sowie erniedrigender, respektloser rassistischer und transphober Behandlung inklusive mehrfach versuchter Genitaluntersuchungen. Statt einem diskreten und respektvollen Verhalten wurde die Transidentiät unseres Kollegen zu einem Spektakel und diente der Belustigung der Polizeibeamt_innen. Er wurde viele Male wiederholt gefragt, ob er ein Mann oder eine Frau sei, obwohl er diese Frage bereits damit beantwortet hatte, dass er ein Trans* Mann ist. Einer der Polizisten sagte mehrere Male zu seinen Kolleg_innen, dass sie die Hosen unseres Mitarbeiters runterziehen sollten, damit die Polizist_innen feststellen könnten, ob er ein Mann oder eine Frau sei. Andere Polizeibeamten lachten über diese Bemerkung selbstgefällig. Die Aussage unseres Mitarbeiters zu seiner Geschlechtsidentität reichte offenbar den Polizeibeamt_innen für die Aufnahme der Personalien nicht und so kündigten sie letztendlich an, dass sie eine Prüfung seiner Genitalien vornehmen müssten. Unser Kollege wies die Polizeibeamt_innen darauf hin, dass in seinem Pass ein Eintrag über sein vermeintliches Geschlecht vermerkt ist und sie dort nachsehen könnten. Dennoch beharrten die Polizeibeamt_innen auf eine Prüfung seiner Genitalien. Es ist offensichtlich, dass diese transphobe Schikane nicht der Polizeiarbeit diente. Wir sind entsetzt darüber und verurteilen diese Polizeigewalt!

Laut anderen uns berichteten Diskriminierungsfällen, ist die versuchte erzwungene Genitaluntersuchung von Trans-Personen durch Polizist_innen unter dem Vorwand der Feststellung der Geschlechtsidentität kein Einzelfall, sondern institutionalisierte semi-legale Gewalt. Sie liegt im individuellen Ermessenspielraum der Polizist_innen, wenn Name und/oder Geschlecht in Ausweisdokumenten ihrer Einschätzung nach nicht zu dem Aussehen bzw. der selbstbestimmten Geschlechtsidentität passen. Auch dieser Maßnahme liegt transphobe strukturelle Gewalt zugrunde.

Auf die Forderung, dass unser Mitarbeiter nur von einer Polizeibeamtin oder einem_einer Trans*Polizisten_in die körperliche Untersuchung gewähren würde, erwiderten die Polizeibeamt_innen in einem zynischen Tonfall, dass es keine Trans* Personen bei der Polizei gäbe. Dies ist eindeutig falsch und transdiskriminierend.

Neben der transphoben Diskriminierung und Gewalt, die unser Kollege über sich ergehen lassen musste, wurde er außerdem von den Polizeibeamt_innen bei der Festnahme und während des Polizeigewahrsams rassistisch behandelt. So duzte ihn ein Polizeibeamter und sagte, "Was ist diese Sache, die du Transphobie nennst, Alter?" Daraufhin erwiderte unser Mitarbeiter, dass der Polizist ihn weder duzen dürfe noch generell mit ihm so sprechen dürfe. Der Polizeibeamte erwiderte daraufhin: "Ich tue es dennoch. Was willst du dagegen tun? Wirst du weinen?"

Wir verurteilen all dieses respektlose, gewaltvolle, schikanierende und herabwürdigende Verhalten der Polizeibeamt_innen aufs Schärfste!
Jeder Mensch hat ein Recht auf geschlechtliche Selbstbestimmung. Trotz des offiziellen Diskriminierungsverbots von Trans*Menschen erfahren Trans*Menschen immer noch in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft Gewalt und Diskriminierung. Diese Gewalt und Diskriminierung passiert auf der Straße, durch strukturelle Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt oder im Schulwesen, durch die Nichtanerkennung und Verweigerung selbstbestimmter Geschlechtsidentität von staatlichen Institutionen. Sie geschieht durch die Verweigerung von adäquater Gesundheitsversorgung, durch Gesetze, die die medizinisch- psychologischen Pathologisierungen von Trans*Menschen erzwingen, um Namen und/ oder Personenstand in offiziellen Ausweisdokumenten zu ändern.

Trans*Sein ist keine Krankheit, sondern Transphobie bzw. Trans* Diskriminierung ist ein krankmachendes und gewaltvolles Diskriminierungsverhältnis. Trans* Diskriminierung ist eine Form von Gewalt, da sie die Würde und körperliche Unversehrtheit von Personen verletzt, sie einschränkt, meist psychische Narben hinterlässt und gesundheitliche sowie finanzielle Folgen hat. Trans* Diskriminierung und Transphobie stärken ein Zwangssystem von zwei Geschlechtern, die bei Geburt zugewiesen werden.

Gladt und LesMigraS verstehen unter Transphobie und Homophobie jegliche verbale, physische, institutionelle und / oder strukturelle Gewalt, die sich gegen lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und queere Lebensweisen von Menschen richtet.

Transphobie, Trans*Diskriminierung und Homophobie sind keine individuellen Probleme der Betroffenen, sondern müssen, ebenso wie z.B. Rassismus oder Diskriminierung gegen Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen, auf gemeinschaftlicher und gesamtgesellschaftlicher Ebene angegangen und verhindert werden.

LesMigraS und Gladt 2 stellen in Kooperation mit KoP (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt) folgende Forderungen:

- Wir fordern eine öffentliche Stellungnahme und die Klärung des Vorfalls seitens des Polizeipräsidiums unter der Leitung von Herrn Klaus Kandt zu der rassistischen und trans* diskriminierenden Behandlung durch Polizeibeamt_innen der Berliner Polizei.
- Wir fordern die Berliner Polizei dazu auf, Verantwortung für die Diskriminierungen und Gewalt, die ihre Mitarbeiter_innen ausüben zu übernehmen, Konsequenzen aus dem diskriminierenden und gewaltvollen Verhalten ihrer Mitarbeiter_innen zu ziehen und Maßnahmen durchzuführen, die verhindern, dass trans*diskriminierende, rassistische, homophobe und andere diskriminierende Vorgehens- und Verhaltensweisen, weiterhin ungehindert geschehen können.
- Wir fordern die Polizei auf, die selbstbestimmte geschlechtliche Identität (von Trans* und Inter*-) Menschen uneingeschränkt zu respektieren und derartiges diskriminierendes und gewaltvolles Verhalten, insbesondere Genitaluntersuchungen unverzüglich einzustellen!
- Wir fordern die Berliner Polizei auf, ihre Mitarbeiter_innen durch spezialisierte Fachkräfte auf Mehrfachdiskriminierungen in Fortbildungen und Schulungen zu Trans* Diskriminierung, Gewalt und Diskriminierung gegen intergeschlechtliche Menschen, Homophobie und Mehrfachdiskriminierung im Allgemeinen zu sensibilisieren.
- Wir fordern die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdedienststelle für die Meldung polizeilicher Diskriminierung und Gewalt.

Saskia

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: So 3. Nov 2013, 21:51
von ReaGirl
Omg das ist wirklich gruslig und traurig zu lesen :( inkl Amtsmissbrauch *seufz*

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: So 3. Nov 2013, 21:58
von Inga
Hallo,

das klingt weiß Gott aber ziemlich übel. Ich dachte, in Berlin wären solche Zeiten vorbei.

Mal sehen, ob und wann im Berliner Abgeordbétenhaus das Material verwendet wird, um an die Landesregierung eine kleine Anfrage oder mehr zu stellen. Oder was sonst die Palamentarier machen werden, um ihrem auftrag nachzukommen, die Exekutive zu kontrollieren.

Liebe Grüße
Inga

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: So 3. Nov 2013, 22:06
von Kerstin
Saskia.shewulf hat geschrieben: ......
DIE MELDUNG
"Am 23. Oktober 2013 wurde einer unserer Mitarbeiter zusammen mit drei weiteren Protestierenden auf einer Kundgebung gegen die Polizeigewalt und die Festnahmen von Aktivist_innen des Flüchltlings-Protestcamps am Oranienplatz (Berlin-Kreuzberg) festgenommen.

Während des etwa einstündigen Polizeigewahrsams verhielten sich die Polizist_innen ........
Ich habe aufgrund des Berichtes eher den Eindruck, das gewaltbereit oder sogar gewaltätige linke Demonstanten zum Zwecke der Strafverfolgung mit auf die WACHE mußten und nun im Internet rum heulen wie böse doch die Polizei ist.
Die ganze Story ist so dick aufgetragen das es einfach nur peinlich ist so einen Mist überhaupt weiter zu verbreiten.
Diese Polizisten hätten eine solche Latte von Straftaten begangen, das dies ihnen die Pension kosten würde.

Besonders interessant ist, das diese Leute sich nicht über das Gewarsam an sich beschweren. Für mich heist das nichts anderes, als das diese Leute straffällig wurden.

Nur das wir uns klar verstehen - ich traue der Polizei durch aus die ein und andere Sauerei durch aus zu und mein Vertrauen in den Laden ist nicht gerade ausgeprägt.


- Wir fordern eine öffentliche Stellungnahme und die Klärung des Vorfalls seitens des Polizeipräsidiums unter der Leitung von Herrn Klaus Kandt zu der rassistischen und trans* diskriminierenden Behandlung durch Polizeibeamt_innen der Berliner Polizei.
- Wir fordern die Berliner Polizei dazu auf, Verantwortung für die Diskriminierungen und Gewalt, die ihre Mitarbeiter_innen ausüben zu übernehmen, Konsequenzen aus dem diskriminierenden und gewaltvollen Verhalten ihrer Mitarbeiter_innen zu ziehen und Maßnahmen durchzuführen, die verhindern, dass trans*diskriminierende, rassistische, homophobe und andere diskriminierende Vorgehens- und Verhaltensweisen, weiterhin ungehindert geschehen können.
- Wir fordern die Polizei auf, die selbstbestimmte geschlechtliche Identität (von Trans* und Inter*-) Menschen uneingeschränkt zu respektieren und derartiges diskriminierendes und gewaltvolles Verhalten, insbesondere Genitaluntersuchungen unverzüglich einzustellen!
- Wir fordern die Berliner Polizei auf, ihre Mitarbeiter_innen durch spezialisierte Fachkräfte auf Mehrfachdiskriminierungen in Fortbildungen und Schulungen zu Trans* Diskriminierung, Gewalt und Diskriminierung gegen intergeschlechtliche Menschen, Homophobie und Mehrfachdiskriminierung im Allgemeinen zu sensibilisieren.
- Wir fordern die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdedienststelle für die Meldung polizeilicher Diskriminierung und Gewalt.

Saskia
Dummes blabla
Dienstaufsichtsbeschwerde
Fachaufsichtsbeschwerde
Beschwerde beim Petitionsausschuß des zuständigen Landes

Strafanzeige - durch einen Rechtsanwalt

Mfg Kerstin

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: So 3. Nov 2013, 22:29
von exuserIn-2014-09-26
Naja ... kein schöner Vorfall. Die einzige richtige Reaktion wäre es gewesen, die geschlechtliche Identität durch einen Amtsarzt feststellen zu lassen. Für die Polzeibeamten muss der Ausweis reichen.

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: So 3. Nov 2013, 22:29
von Marielle
Ich habe aufgrund des Berichtes eher den Eindruck, das gewaltbereit oder sogar gewaltätige linke Demonstanten ......
Liebe Kerstin,

und selbst wenn es so wäre, wie du, ohne jeden Hinweis aus dem ursprünglichen Text, vermutest: Das würde dann ein solches Verhalten rechtfertigen?

Ich kann nicht beurteilen was da im Einzelnen vorgefallen ist oder wie groß der Wahrheitsgehalt des Textes ist. Ich kann auch nicht ehrlich sagen, dass die deutsche/ die berliner Polizei eine Horde Gesetzloser wäre. Es gibt dort überwiegend Menschen, die ihre, notwendige, wichtige, sinnvolle, Arbeit tun ( die ich nicht tun möchte) und es gibt dort einige "Ausfälle". Letztere habe ich im Zusammenhang mit den Demonstrationen in Gorleben kennengelernt.

Und genau aus dieser eigenen Erfahrung, dass Menschen sich für etwas auf die Schnauze haben hauen lassen, was Muddi nach Fukushima en passent für "Das war`s" erklärte, aus dieser Erfahrung heraus, finde ich deinen Beitrag ..... naja, wenigstens unerträglich.

Marielle

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: So 3. Nov 2013, 22:59
von nicole.f
Hallo zusammen!
Tut mir leid Kerstin, aber das kann ich so nicht stehen lassen.

Erstens ist es bekannt, wie die Berliner Polizei, gerade in Krisensituationen bei Demonstration oder Protesten, reagiert. Die Berliner sind die mit der zweithöchsten Häufigkeit an Dienstaufsichtsbeschwerden und Anzeigen gegen ausführende Beamte in der ganzen Bundesrepublik. Jedes Jahr wieder liest man von diesen und ähnlichen Übergriffen zu den typischen Demonstrationszeiten.

Ich will jetzt keinesfalls sagen, dass alle Demonstranten Lämmer sind! Da sind ganz sicher eine Menge Vollpfosten, Idioten und Krawallmacher dabei. Und diese müssen auch mit Fug und Recht aus dem Verkehr gezogen werden, damit die restlichen Teilnehmer ihr Demonstrationsrecht, eines unserer wichtigsten Grundrechte, in Anspruch nehmen und ausführen können.

Aber es darf unter keinen Umständen dazu führen, dass pauschalisiert wird oder ganze Gesellschaftsgruppen unter Generalverdacht gestellt werden! Da waren wir schonmal und da will ganz sicher keiner mehr hin.

Die Berichte, gerade von den Berliner Einsatzkommandos für solche Demonstrationen, sind immer wieder erschütternd. Massive Kollateralschäden sind praktisch jedesmal zu verzeichnen, wenn diese irgendwo auftauchen. Deeskalation findet zu oft ebensowenig statt, wie gezielte Aktionen gegen Störer. Es wird lieber grossflächig agiert und das auch mit nicht verhältnismäßiger Gewalt. Die Gründe sind auch hinreichend bekannt, schlechte Ausbildung, doch die Politik handelt nicht.

Ja, das ist Rechtsbruch.
Ja, dagegen kann man eine Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen.
Ja, man kann auch dagegen klagen.

Aber hast Du mal die Verfahren gegen solche Polizisten, die nachweislich schwerste Vergehen begangen haben, verfolgt?
Eine Fars!
Die meisten Verfahren werden gar nicht erst formal eröffnet, weil die Beweisführung für die Opfer fast unmöglich ist. Sie haben ja meist gar keine unabhängigen Zeugen dabei! Schon gar keinen Anwalt. Und die anderen Polizisten die dabei sind, werden auf keinen Fall gegen ihren Kollegen aussagen. Videobeweise gibt es meist nicht und wenn, dann sind die auf einmal nicht mehr auffindbar, zu schlecht, es ist nicht eindeutig zu erkennen welcher Beamte etc. Was unter anderem auch ein Grund dafür war und ist, den Beamten eine eindeutige Kennzeichnung zu geben, denn die sind schliesslich bei solchen Anlässen oft komplett vermummt und können sonst alles abstreiten. Einzelne Staffeln haben diese Kennzeichnung nun auch schon, aber leider nicht alle.

Kommen die Fälle dann doch vor Gericht, ist das erste meist ein schneller Vergleich. Bloss keine Presse und vor allem BLOSS kein Schuldspruch! Ein Schuldspruch wäre das öffentliche Eingeständnis, dass die Polizei fehlbar ist, was man um jeden Preis vermeiden will. Warum? Weil wenn dies einmal in Frage gestellt würde, sofort jedes Verfahren mit Polizistenbeteiligung in Frage gestellt wird. Kommt es dann doch zur Hauptsachenverhandlung, was kaum passiert und nur in besonders eklatanten Fällen, wie bspw. dem Wasserwerfeinsatz bei Stuttgart 21, wo dutzende Zeugen gesehen haben, wie dem Rentner beide Augen ausgeschossen wurden (der war bestimmt total gewaltbereit, ja ja!), dann werden in der Regel die Polizisten zu Strafen verurteilt, die unter der Strafe liegt, bei der sie Beamtenstatus und Pensionsansspruch verlören.

Nein, tut mir leid, aber an ordentliche Rechtsstaatlichkeit bei der Polizei im Zusammenhang mit solchen Krisensituationen glaube ich so pauschal leider nicht mehr.

Sicherlich ist es auch bei der Polizei so wie bei den Demonstranten und Protestlern: Da gibt es eine Reihe schwarzer Schafe, aber das Gros verhält sich korrekt.
Und deshalb darf man nicht pauschalisieren - weder die Demonstranten sind pauschal böse und gewaltbereit, noch haben die Polizisten immer Recht oder üben immer Recht aus.
Und doch hat gerade die Polizei den Anspruch, immer korrekt sein zu müssen, denn sie ist Teil der Exekutive des Staates - die Polizei darf sich streng genommen keine Fehler leisten. Und deshalb finde ich es richtig und wichtig., solche Fälle bis auf den allerletzten und winzigsten Zweifel aufzuklären! Die Polizei hält das innerstaatliche Gewalt-Monopol. Jegliche Zweifel an der Korrektheit der Ausübung dessen, erschüttern den Rechtsstaat und können von den Bürgern nicht hingenommen werden.

Liebe Grüße, von einer gerade etwas echauffierten
nicole

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: So 3. Nov 2013, 23:53
von Kerstin
Marielle hat geschrieben:.....
und selbst wenn es so wäre, wie du, ohne jeden Hinweis aus dem ursprünglichen Text, vermutest: Das würde dann ein solches Verhalten rechtfertigen?
Extra für dich nochmal in einfachen Worten:
Ich ehe davon aus das dieser Bericht erstuncken und erlogen ist.

[/quote]
....., finde ich deinen Beitrag ..... naja, wenigstens unerträglich.

[/quote]
Das einzige was hier unerträglich ist, ist deine arogante und überhebliche Art mit der du Erfahrungen und Meinungen anderer abqualifizierst.

Kerstin

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: Mo 4. Nov 2013, 00:09
von Marielle
Das einzige was hier unerträglich ist, ist deine arogante und überhebliche Art mit der du Erfahrungen und Meinungen anderer abqualifizierst.

Das stelle ich gern zur öffentlichen Debatte.

Marielle

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: Mo 4. Nov 2013, 00:31
von Kerstin
nicole.b hat geschrieben:....
Erstens ist es bekannt, wie die Berliner Polizei, gerade in Krisensituationen bei Demonstration oder Protesten, reagiert. Die Berliner sind die mit der zweithöchsten Häufigkeit an Dienstaufsichtsbeschwerden und Anzeigen gegen ausführende Beamte in der ganzen Bundesrepublik. Jedes Jahr wieder liest man von diesen und ähnlichen Übergriffen zu den typischen Demonstrationszeiten.
Und was ist damit bewiesen? Sind die Berliner Polizisten wirklich alle so kriminell oder machen sich linke Gruppierungen dort nur einen Volkssport daraus?
In welchen Zeitungen liest man von diesen Übergriffen und wer schreibt diese Berichte?
....
Die Berichte, gerade von den Berliner Einsatzkommandos für solche Demonstrationen, sind immer wieder erschütternd. Massive Kollateralschäden sind praktisch jedesmal zu verzeichnen, wenn diese irgendwo auftauchen.
Noch mal wer schreibt diese Berichte? Und welchen Zweck verfolgt der oder diejenige?
......
Aber hast Du mal die Verfahren gegen solche Polizisten, die nachweislich schwerste Vergehen begangen haben, verfolgt?
Eine Fars!
Die meisten Verfahren werden gar nicht erst formal eröffnet, weil die Beweisführung für die Opfer fast unmöglich ist. ..........
Da habe ich eine etwas andere Wahrnehmung.
Bei uns wurde erst vor kurzem eine Polizistin verurteilt, bei der das Pfefferspray zu locker im Holster sas. Sie hatte sich betroht gefühlt.
Gegen einige ihrer Kollegen läuft das Verfahren noch. Ein Lokalradio hat über diesen Zwischenfall berichtet der am Rande eines Fußballspiels statt fand.
Hast du den Fall mit dem Hells Angel mitbekommen, der einen SEK'ler erschossen hat? Der Mann wurde freigesprochen. Gut - er mußte bis vor den BGH, grundsätzlich scheind das System zu funktionieren.
Liebe Grüße, von einer gerade etwas echauffierten
nicole
cool down - Bit's und Bytes sind das Papier der neuzeit. Und Papier ist gedultig. Bevor ich die Cop's in Berlin verurteile würde ich gern von anderer Seite wissen was wirklich los war.

Und Ja ich habe durch aus Erfahrung mit den Cop's dort.


Eine Gute Nacht wünsch ich dir

Kerstin

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: Mo 4. Nov 2013, 00:35
von exuserIn-2014-09-26
smaus hat geschrieben:
vranzy hat geschrieben:Naja ... kein schöner Vorfall. Die einzige richtige Reaktion wäre es gewesen, die geschlechtliche Identität durch einen Amtsarzt feststellen zu lassen. Für die Polzeibeamten muss der Ausweis reichen.
Hallo vranzy,

ich seh das etwas krasser wie Du:

mit welchen Recht haben Polizeibeamte die Grundlage unsere sogenannte "geschlechtliche Identität" festzustellen, wenn keinerlei Straftat o.ä. vorliegt.
Das verletzt das Grundrecht des Menschen auf freie Meinungsäußerung und Lebensführung.

Wir bewegen uns hier eindeutig auf einer Ebene , wo sowas nur durch staatsanwaltliche Vorgabe bzw. richterliche Anweisung passieren darf,
wenn es der Aufklärung einer Straftat dient.

Hier werden echt Verfassungsrechte verletzt.

LG smaus
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://www.world-of-smilies.com/wos_tiere/Teddy01a.gif
Natürlich hast du recht. Für welche Art von Delikten ist eine geschlechtliche Identifikation nötig, kurz nachgedacht, fällt mit nur eines ein. Der Ausweis als solches hätte den Beamten reichen müssen.

http://vranzy.tumblr.com/post/657173935 ... enis#notes

Im Umkehrschluss sollte man auch von den Beamten eine 'Geschlechtsidentifikation' verlangen. Im wesentlichen sollte es auch egal sein ob man es mit einer Frau oder einem Mann zu tun hat, gesichert ist, das man einen Menschen vor sich hat. Traurig das dieses Polizeibeamte (meines Wissens ist dafür heute die Hochschulreife erforderlich!) nicht wissen.

Vranzy

PS @Kerstin, erstunken u. erlogen halte ich den Bericht nicht, nur etwas überzogen.

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: Mo 4. Nov 2013, 00:49
von Lina
Was auch immer ihr für Vermutungen aufstellt, dann gehört so ein Fall genauer untersucht.

Nur, damit es alles nicht nur dummes gelaber und jammern über mutmaßliche Übergriffe seitens des Staats - wie wäre es mit genaueren Infos, wie man sich vorstellt, dass Interessierte über einen kurzen "Geschäftsweg" an eventuellen Protesten beteiligen können?

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: Mo 4. Nov 2013, 10:46
von Anne-Mette
Moin,
Eine gemeinsame Pressemitteilung mehrerer LGBT- und Antirassismusprojekte berichtet
Die mir bekannten und auf mich seriös wirkenden Seiten, die ich regelmäßig aufsuche, um Nachrichten und Hintergründe zu lesen, haben bisher nichts berichtet.

Bitte mal konkret "Ross und Reiter" nennen; dann können wir der Sache mal auf den Grund gehen.

Gruß
Anne-Mette

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: Mo 4. Nov 2013, 18:18
von Anne-Mette
Die MORGENPOST schreibt dazu:

Noch keine Erkenntnisse zu Diskriminierungs-Vorwürfen

http://www.morgenpost.de/newsticker/dpa ... erfen.html

Nun sagt bitte nicht "ja,ja, die Morgenpost...".
Viel mehr habe ich nicht gefunden.

Gruß
Anne-Mette

Re: Ohnmacht oder Kämpfen....Klar das zweite!!!

Verfasst: Mo 4. Nov 2013, 19:22
von Saskia.shewulf
Hallo

Na wenigstens etwas! Danke Anne Mette,irgendwas ist ja wohl doch daran leider hat die Person es von Ihrer FB Seite genommen
und ich finde auch nicht mehr Infos dazu.Ich habe sie aber angeschrieben und sobald ich etwas mehr weiss bekommen alle die Infos.

Auf jeden Fall versuche ich noch mehr heraus zu finden und das werde ich hier auch weitergeben falls etwas an den Vorwürfen dran
ist stinkt es bis zum Himmel und dann darf es auch nicht hinter dem Berg gehalten werden.


Gruß Saskia