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warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Do 31. Okt 2013, 00:27
von Nadja Sarah
Hallo,

vielleicht gibt es den Gedanken im Forum schon. Dann wäre ein Link ausreichend und nett. Warum gibt es so viele Männer, die seit ihrer Jugend hin zum anderen Geschlecht wollen und tolle Gefühle haben, wenn sie in Frauensachen unterwegs sind. Gleichzeitig nehme ich den Wunsch bei Frauen, sich als Mann zu wandeln und zu fühlen hier im Forum kaum wahr. Ist es das falsche Forum? Ist es ein Faible den nur Männer haben, weil Frauen einfach die geileren Klamotten anziehen dürfen. Oder sind Frauen schüchterner und leben das nicht so öffentlich. Ich weiß es gibt auch Berichte von Bio-Mädels die so ticken wie wir, aber sind das wirklich so viele?

Gruß Nadja

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Do 31. Okt 2013, 00:59
von Inga
Hallo, Nadja,

oh, das wrd bestimmt auch schon an anderer Stelle diskutiert. Doch weiß ich nicht wo.

Eine kurze Antwort: Es gibt schon eine ganze Reihe Frauen, die Männerkleidung bevorzugt tragen. Was sie so dabei empfinden, sieht man ihnen aber deswegen nicht an. Gegen Frauen in Männerkleidung gibt es in der Gesellschaft kaum Vorbehalte. Das ist bei Männern in Fruenkleidung bekanntermaßen anders. Darum fallen Frauen in Männerkleidung weniger auf. Es gibt da wohl weniger Bedürfnis, wenigstens in einem Internetforum sich vorbehaltslos mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Liebe Grüße
Inga

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Do 31. Okt 2013, 01:39
von exuserIn-2014-09-26
Hallo Nadja

tatsächlich ist es mittlerweile so, das es für Frauen überhaupt gar keine Hürde darstellt, Männerkleidung anzuziehen, sich wie ein Mann zu stylen und überhaupt als Mann durchs Leben zu kommen (ok, letzteres doch mit einigen Hürden). Das war aber auch nicht immer so, vor ca 40 Jahren, also in den 1960er wurde Frauen in Hosen bspw. der Zugang zu renommierten Hamburger Vorzeigehotels noch verwehrt. Dann es ist auch so, das Frau zu Mann wesentlich seltener in Erscheinung tritt als Mann zu Frau.

Für FzM vermute ich, ist das hier nicht das richtige Forum, wobei du dich hier gerne einbringen darfst. Aber es gibt ja auch noch andere Foren. Persönlich würde ich mich aber sehr freuen wenn du bei uns bleiben magst :-)

LG
Vranzy

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Do 31. Okt 2013, 07:05
von marabella68
Hallo Nadja,

hatte ich irgendwo anders auch schon geschrieben: Ich kann mich den Vorrednerinnen größtenteils nur anschließen. Viele Frauen betreiben ohnehin bereits Crossdressing und merken oder wissen es eigentlich gar nicht. Die Emanzipation der Frau ist in unserer Gesellschaft soweit fortgeschritten, dass das Tragen männlicher Kleidung bei Frauen praktisch gar nicht mehr auffällt. Dazu kommt noch, dass Kleidungsstücke, die früher eigentlich nur Männern vorbehalten waren, Hosen, mittlerweile zusätzlich als reine weibliche Kleidungsstücke "Damenhosen" existieren, die sich in ihrem Schnitt eben besser der weiblichen Körperform anpassen.
Das Tragen männlicher Kleidung bei Frauen zeigt zu dem eine gewisse Stärke, also macht die "schwache" Frau stärker. Das wird in unserer Leistungsgesellschaft durchaus positiv gesehen. Ein Mann der in unserer Gesellschsft allerdings Frauenkleidung trägt, zeigt sich schwach. Er schwächt also seine eigentlich starke Rolle als Mann durch das Tragen von Frauenkleidern ab. Und das wird in unserer Gesellschaft eben eher als negativ/lächerlich angesehen.

Daher gibt es für Frauen kaum einen Grund sich wie wir zu verstecken oder ein solches Forum zu besuchen oder zu gründen.

LG
Marabella

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Do 31. Okt 2013, 09:13
von biene38
Annika.B hat geschrieben:Hallo Nadja,

irgendwer hat mal die These aufgestellt, dass es daran liegen könnte, dass die embryonale Geschlechtsentwicklung zunächst grundsätzlich immer in Richtung der Ausbildung weiblicher Geschlechtsorgane verläuft. "Frau" ist demnach die Grundform, und in uns allen präsent. Erst wenn das Y-Chromosom dazukombinert wird, wird die Ausbildung männlicher Geschlechtsorgane angestossen.

Lange Rede kurzer Sinn - in uns Männern steck also immer auch die Frau, aber in Frauen - noch obiger Lesart - niemals der Mann. Deshalb sind Männer (scheinbar?) deutlich in der Überzahl.

Eine befriedigende Antwort, warum es dann auch FzM-Transgender gibt, liefert diese These allerdings nicht.

Liebe Grüsse,
Annika
(smili)
Von dieser Theorie halte ich eher etwas weniger.

Ursache wird mit Sicherheit die ungleiche Bandbreite betr. gesellschaftlich toleriertem Rollenverhalten von Frau und Mann sein. Auf der einen Seite die Frau, die sich in voller Bandbreite ausleben kann, auf der anderen Seite der Mann in seinem starren Rollenkorsett.
Crossdressing bei Frauen ist gesellschaflich vollkommen akzeptiert, und somit nicht mehr existent. Es gibt keine exklusive Männerbekleidung.
Dies betrifft neben Mode viele anderen Bereiche des Lebens.

Auf Grund dieser ungleichen Bandbreite ist vermutlich bei Frauen auch der Wunsch nach einer Geschlechtsänderung nicht so häufig wie bei Männern. Nur Extremfälle entscheiden sich für diese, vermutlich die, die sich in der großen "weiblichen" Bandbreite, die allerdings auch nicht die komplette männliche Rolle abdeckt, nicht verwirklicht sehen (extr. muskulös, behaart, bärtig, extr. markant und dominant etc.).

Interessant wäre es zu wissen, wie dies sich in anderen Kulturen verhält, in denen Frauen benachteiligt sind. Wobei es da vermutlich keine Zahlen gibt.

Soweit meine Theorie.
Grüße von der Biene (na)

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Do 31. Okt 2013, 09:25
von Mylee
Ich denke das der Grundstein sich im falschen Körper zu befinden beteits im mutterbauch gelegt ist.
Warum mehr Männer betroffen sind,??
Vielleicht ist es wirklich so das Frauen im Männersachen weniger auffallen.

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Do 31. Okt 2013, 10:19
von petra
hallo zusammen
betr.: CD's
ich denke, dass es für die biofrau viel einfacher ist die andere seite auszuleben
und gehe da mit marabella konform.
es gab zwar die einschränkungen vor 50 jahren, die aber seit der emanzipation
der (bio)frau nicht mehr gültig sind. was uns fehlt ist die 'wirkliche' emanzipation
des mannes. damit könnte dann der CD das anziehen und sich auch überall zeigen,
wie es ihm gefällt.

betr.: alle anderen hier (ich bin mal so frech und unterscheide da nicht mehr, nich haun bitte)
da gebe ich den vorrednern (u.a nadja) recht, es wird an der genetischen anlage liegen.

lg
aladin

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Do 31. Okt 2013, 11:03
von Sabrina Verena
Hallo Nadja!
Soweit ich weiß sind weniger Biofrauen betroffen.
Für Transidente FzM gibt es ein eigenes Forum, wo die Wahrscheinlichkeit auf Betroffene zu stoßen größer ist, als in Foren wie Diesem.
gendertreff-forum.de
Wenn ich diese Männer hier mal erwähnen darf?
Ansonsten ist Crossdressing bei Frauen längst kein Crossdressing mehr.
Insbesondere bei Lesben aber auch bei Heterofrauen ist es "normal" auch sogenannte männliche Kleidung zu tragen.
Das Bedürfnis nach Bartwuchs und die Hose auszustopfen ist da aber wohl die Ausnahme.
Ich meine, dass sich hier mal eine Frau angemeldet hatte, die sich als Mann zurecht macht.
Liebe Grüße
Verena

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Do 31. Okt 2013, 12:10
von nicole.f
biene38 hat geschrieben:
Annika.B hat geschrieben:Hallo Nadja,
...
Interessant wäre es zu wissen, wie dies sich in anderen Kulturen verhält, in denen Frauen benachteiligt sind. Wobei es da vermutlich keine Zahlen gibt.

Soweit meine Theorie.
Grüße von der Biene (na)
Zahlen kann ich zwar keine direkten anführen, aber durch ein Buch aus USA kann ich zumindest bestätigen, dass es je nach Kultur auch anders ist.
Die USA sind, was die Geschlechterrollen betrifft und ihre schon fast übertriebene Prüderie, doch recht anders, als wir Mitteleuropäer. Und dort ist es wohl tatsächlich so, dass deutlich mehr Frauen Probleme mit ihrer Rolle als "typische Frau" haben. Die Erwartungshaltung an eine Frau in den USA ist eine deutlich femininere als bei uns. Die etwas Burschikoseren bekommen damit dann öfter Probleme, als bei uns. Bei uns ist es völlig normal, wenn Frau ungeschminkt in Jeans, Shirt und Turnschuhen herumläuft. In den USA hat das heute noch einen Hauch von Aufmüpfigkeit und wird öfter hinterfragt oder sogar in Frage gestellt, als bei uns. Niemand wird direkt etwas sagen oder diese Frauen anmachen, aber sie bekommen Probleme damit, z.B. beim Aufbau einer Beziehung oder auch in vielen Jobs. Und dadurch bekommen viele von ihnen Probleme mit sich selbst und stellen dann selbst ihre eigene Geschlechterrolle in Frage.

Also ja, ich denke durchaus auch, dass das gesellschaftliche Umfeld und die Offenheit im Umgang mit Geschlechtervarianz eine große Rolle spielt.

Und wie hier auch schon ein paar mal erwähnt wurde bin ich auch der Meinung, dass dies für Frauen in unserer Gesellschaft leichter zu ertragen ist, da sie ohnehin schon deutlich mehr Freiheiten haben, eine abweichende Geschlechterrolle zu leben. Männliche Züge an einer Frau werden nicht negativ bewertet, weibliche Züge an einem Mann meistens schon. Davon abgesehen, dass es für viele Frauen schon rein körperlich ein viel kleineres Problem darstellt, männliche Äußerlichkeiten anzunehmen, als es umgekehrt für einen Mann ist. Bei vielen Frauen würde es nichtmal besonders auffällig sein.

Spannend wird es, ab welchem Punkt man eine Frau als Mann und einen Mann als Frau wahrnehmen würde? Was wäre wohl dafür notwendig?
Denn wir wir uns selbst beobachten, also zumindest ergeht es mir so, so kann ich schon aus mehreren hundert Meter Entfernung erkennen, ob eine Person ein Mann oder eine Frau ist. Das klappt sogar auch, wenn die Frau nichteinmal weiblich gekleidet ist - also Jeans, Turnschuhe etc. Aus großer Entfernung kann es das Gesicht auch nicht sein, das sehe ich ja noch gar nicht klar genug. Was ist es dann, was den Ausschlag gibt? Sehr spannend...

Cordialement
nicole

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Do 31. Okt 2013, 12:31
von Nadja Sarah
Hallo Nicole,

ist mir auch schon passiert, dass ich von Jugendlichen aus größerer Entfernung en femme als Mann wahrgenommen wurde und dann mit lauten Rufen bedacht wurde. Obwohl es am Gesicht oder Adamsapfel nicht gelegen haben kann (zu weit weg) . Wahrscheinlich die Taillie oder die Beine. Ich bin zwar 1,80 groß aber es gibt ja auch große Mädels mit einer etwas stämmigeren Figur, manchmal jedenfalls. Also doch zum Korselett und Hüftpolster greifen um noch perfekter rüber zu kommen? Ich glaube das ist mir zuviel Aufwand. Aber ich glaube wir schweifen vom Thema des Threads gerade etwas ab.

Liebe Grüße Nadja

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Do 31. Okt 2013, 16:00
von conny
Nadja Sarah hat geschrieben: Oder sind Frauen schüchterner und leben das nicht so öffentlich. Ich weiß es gibt auch Berichte von Bio-Mädels die so ticken wie wir, aber sind das wirklich so viele?

Gruß Nadja
hallo,

die leben das sogar sehr öffentlich und zwar ohne probleme, bzw. können es tun wenn sie wollen.
mir sind mehr als einmal arbeitskolleginnen begegnet, die einen hosenanzug mit bluse trugen und dazu z.b ein schmales gebundenes halstuch, das auch als krawattenersatz gelten kann oder gleich eine lose gebundene krawatte.
relativ kurze haare sind ja auch kein problem und die "schlichte" damenunterwäsche ist nicht selten sowieo eher unisex.

vielleicht kleben sie sich heimlich aber noch einen bart an :roll:

lg
conny

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Fr 1. Nov 2013, 14:10
von Joeline
Hi, meine zukünftige Kosmetikberaterin hat auch eine Freundin, die von Frau zu Mann geworden ist und jetzt findet sehr interessant mein Fall kennenzulernen ( mann zu Frau)

Liebe Grüße joeline

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Di 5. Nov 2013, 13:47
von Ines
Ich kann mich den Meinungen oben nur anschließen: Wenn Frauen auf Männerklamotten stehen, haben sie kein Problem damit, dass in der Öffentlichkeit auszuleben, da Hosen und Hemden schon zu normalen Kleidungsstücken zählen. Als Mann hingegen fallen wir natürlich gleich auf, wenn wir in Kleidern die Straße lang laufen. Daher wird es hier immer viel mehr Männer als Frauen geben, da man als Mann einfach mehr Ratschläge benötigt.

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Di 12. Nov 2013, 19:55
von Viktoria-TV
Ich kann mir das auch nur so erklären, dass Frauen heutzutage diesbezüglich vielmehr Freiheiten haben als Männer. Früher scheint das wirklich andersherum gewesen zu sein. Doch versuchten vorallem die Frauen aus den traditionellen Rollenklischees auszubrechen. Ich möchte an dieser Stelle mal auf dieses Buch verweisen, über das ich heute zufällig gestolpert bin.

Angela Steidle, In Männerkleidern: das verwegene Leben der Catharina Margaretha Linck alias Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, hingerichtet 1721 ; Biographie und Dokumentation, Köln 2004.

Re: warum so viele Männer und so wenig Frauen

Verfasst: Mi 13. Nov 2013, 15:35
von Ines
Die These ist wirklich schlüssig-in jedem Mann steckt eine Frau. Also Mädels-lasst die weibliche Seite raus. :-)

LG
Ines