Nürnberger Notizen - Ein subjektiver Reisebericht
Verfasst: Di 8. Okt 2013, 22:04
Teil 1 (mehr hab' ich noch nicht geschafft)
"Schlampenfest" in Nürnberg? Was soll ich denn DA??? Die Veranstalterinnen geben sich zwar alle Mühe, den Begriff 'Schlampenfest' positiv darzustellen, aber so richtig spricht mich diese Überschrift nicht an. Ich denke an die "Queer-Boat-Party" im letzten Jahr....... die entsprach nicht so ganz meiner persönlichen Vorstellung persönlichen Vorstellung von gepflegter Freizeitgestaltung. Und ausserdem ist Nürnberg auch noch elend weit weg von hier; knapp 800km. Irgendwie alles schlechte Voraussetzungen für meine Teilnahme an diesem 'Event'. Angesichts der vorstehend genannten Gründe packe ich die Idee, dort hinzufahren, in die Abstellkammer. Da wäre sie wohl auch geblieben, wenn es nicht die Aussicht auf ein Wiedersehen mit lieben Menschen, die ich lange nicht gesehen habe, gegeben hätte. Und wenn nicht ein etwas verpeilter Kunde vor einiger Zeit eine Mail geschickt hätte. Auftrag! Objekt: in XXX, Ausführung: Anfang Oktober. Nun liegt XXX knapp südlich von Nürnberg und der Termin liess sich auch passend steuern. BINGO!
Am vergangenen Mittwoch ging's dann also doch nach Nürnberg; trotz Schlampenfest zum Schlampenfest. Alles was ich mitnehmen will ist im Auto verSTAUt ....... blödes Omen: Ferien- und Feiertagsreiseverkehr, die A7 die längste Baustelle der Republik und ich mitten drin .... schrecklich. Nach zwei bis drei gefühlten Ewigkeiten komme ich doch an. Nur noch im Hotel einchecken, dann schlafen.
Den Vormittag des Donnerstags habe ich allein verbracht, am Nachmittag reist Andrea an. Sie holt mich von meinem Hotel ab. Auf den letzten Stufen der Hoteltreppe kommt mir der Rezeptionist entgegen. Er guckt, staunt, sagt nichts, lächelt freundlich. Diskretion und dezente Freundlichkeit sind hohe Güter in der Hotel-Branche. Der Gast ist König, oder Königin ... je nach dem eben.
Wir, Andrea und ich, fahren in die Altstadt. Strassen sind gesperrt, Parkplätze knapp; es ist Stadtmarathonlauf. Wir finden aber einen Parkplatz und machen uns auf, um ein Cafe zu suchen. Zwischendurch laufen wir auch die Marathonstrecke .... naja, halt einmal quer rüber, etwa 10 Meter, immerhin. Wir finden ein nettes Plätzchen in einem Cafe am Strand.
Strand? Bin ich am Mittelmeer? Hmmm.... mal die Fakten prüfen. Die Fahrt führte ewig lang nach Süden. Das passt. Auf dem Weg bin ich durch ein Gebirge gefahren, etwas südlich von Kassel. Das müssen wohl die Alpen gewesen sein. Passt auch! Der Verdacht am Mittelmeer zu sein erhärtet sich. Ich ahnte ja nicht, dass Nürnberg am Mittelmeer liegt, aber alle Fakten sprechen dafür.
Ausser Andrea, mit der ich ja schon im Cafe am Strand war, kamen am Donnerstag noch Saskia und Frau, Pia, Sylvie, Marlen, Christie und Kate. Rudi Völler kam nicht. Während es den meisten anderen egal zu sein schien, dass wir am Mittelmeer waren, verbreitete Marlen fortwährend den Eindruck ortskundig zu sein. Sie behauptete, dass das nicht das Mittelmeer sei, sondern ein Fluss namens 'Pegnitz'. Lächerlich, bei DER Beweislage. Um den Gruppenfrieden nicht zu gefährden, hab' ich dann so getan, als wäre ich nicht GANZ sicher. Andrea (ich glaube sie war's) hat als Kompromis vorgeschlagen, das Gewässer als 'Donau' anzusprechen; liegt auch irgendwo tief im Süden und fliesst über das Schwarze- und das Marmara- in das Mittelmeer. Na siehste!
Nachdem die geografischen Feinheiten geklärt waren, sind wir alle zusammen in die Nürnberger Altstadt gezogen und eingekehrt. Trinken, essen, reden, lachen, trinken, essen, reden, lachen, trinken, essen, reden, lachen ... Hat Spass gemacht. Gegen Eins dann Schichtende, Abrechnung. Der Kassenbon, mit dem die junge Dame vom Service an den Tisch kam, hatte eine beachtliche Länge; cirka 80cm! Kaum zu glauben, aber bis auf einen Espresso wurde alles aufgefunden und beglichen. Ich bin danach ins Hotel und hab mich schlafen gelegt. Andere hingegen .... nee, ich will ja nicht petzen.
Wir hatten uns am Donnerstag abend noch für Freitag 'gegen Elf Uhr' zum zweiten Frühstück und zum anschliessenden Stadtbummel verabredet. So um halb Zehn rum war ich mit Frühstück und Tageszeitung fertig und wollte aufbrechen. Entlang der 'Donau' und durch die Altstadt zum Hotel der übrigen Reisegruppe laufen. Vorher musste ich aber noch zur Rezeption meines Hotels, um etwas zu klären. Dort saß der freundlich guckende Rezeptionist, der mir am Vortag auf der Treppe begegnet war. Mein rein praktisches Anliegen hat er professionell gelöst. Auf die kleine Klappkarte im Postkartenformat, meine neueste Idee um meine Umwelt für mich einzunehmen, hat er etwas erstaunt geguckt und sie zur Seite gelegt. Später sollte sich aber rausstellen, dass der Text auf der Karte sehr wohl gelesen wurde.
Nach meiner Wanderung traf ich im Hotel der Anderen ein. Zwei saßen schon in der Lobby, die übrigen .... nun, ich will ja nicht petzen. Nach einer mittellangen Wartefrist, während derer sich noch weitere Mitgliederinnen der Gruppe einfanden, sind wir dann losgezogen. Altstadt angucken, Kaffee trinken, plaudern, Nürnberger Lebkuchen für die Daheimgebliebenen kaufen. Dann auf die Burg rauf .... warum müssen diese Dinger eigentlich immer auf Hügeln stehen? Fürchterlich! Und dann dieses Kopfsteinpflaster! Man versteht gar nicht, wie die früheren Burgfräuleins und Prinzessinnen das gemacht haben. Oder hatten die etwa Wanderschuhe an?? Wir haben, Sylvie hat, jedenfalls einen Absatzflecken eingebüßt und sich die Absätze ruiniert. Vielleicht sollten wir uns mal um ein paar edle Prinzen mit ebensolchen Rössern bemühen, die uns solche Umstände ritterlich ersparen.
Nach umfänglichen Informationen über die Geschichte und Geschichten von Burg und Stadt, an dieser Stelle nochmals ein grosses 'Danke' an die örtliche Reiseleiterin Marlen, gings wieder bergab (ist mit Absätzen NOCH schlimmer als bergauf) in die Altstadt. Auf ins nächste Cafe; trinken, essen, reden, lachen. Dort haben wir geplaudert und 'Leute geguckt'. Gustl Mollath kam auch vorbei, hat uns aber nicht erkannt.
Danach war dann Nachmittagsruhe in den jeweiligen Hotelbetten; Sightseeing macht eben doch müde.
Am Abend haben wir erst kurz auf der Vorabendwarmlaufparty des Schlampenfestes vorbeigeschaut. Dort gab's aber weder Sitzgelegenheiten, noch etwas zu essen, sodaß wir in ein nahegelegenes Lokal umzogen. Ein Kellergewölbe erheblichen Ausmaßes, in dem cirka ein Dutzend Räume Platz boten; besuchenswert. Dazu ein Typ, ein 'Türsteher', allerdings der angenehmen Art, erwähnenswert. Erwähnenswert deshalb, weil er uns ansprach, Marlen und mich, beim Gang in den 'Raucherbereich' (sprich: die Strasse vor dem Lokal). Er und ein paar andere würden am nächsten Tag eine kleine Party machen; interessante Leute, gute Drinks und eine Fotosession. Naja .... warum nicht? Zu 'interessante Leute' gehören wir allemal dazu. Mailadressen ausgetauscht, fertig. Nach einem guten Mahl und ein paar Getränken sind wir dann wieder zur Vorabendwarmlaufparty rübergewechselt. Es gab jetzt genügend Sitzplätze und immer noch nichts zum essen; aber gegessen hatten wir ja schon. Gegen halb zwei hab ich mich abgesetzt, ich brauch' meinen Schlaf. Andere hingegen .... siehe oben. Ich petz' ja nicht.
Aufgrund der veränderten Gesamtlage, eine Party mit guten Drinks und interessanten Leuten lass ich mir nicht gern entgehen, und der sehr guten Stimmung mit viel Spass und Gespräch innerhalb der Reisegruppe, musste ich am Samstagmorgen meine Zimmerbuchung verlängern. Eigentlich hatte ich geplant am Samstagnachmittag heimzufahren. Ich gehe also zur Rezeption und treffe dort auf die Inhaberin des Hotels. Die Sache mit der zusätzlichen Übernachtung ist schnell geklärt, ich wende mich zum gehen. "Ach.... ähh.... He... (die fehlenden beiden 'R's von 'Herr' kriegt die nette Dame in dem Moment nicht raus) ..... darf ich Sie was fragen?" Ich mach auf dem Absatz kehrt. "Natürlich. Um was geht es denn?" "Sie haben ja gestern unserem Mitarbeiter diese Karte gegeben." Sie hält die Klappkarte in der Hand, die ich dem Rezeptionisten am Vortag gegeben hatte. "Sie haben das gut beschrieben, nur .... wie ... also ... möchten Sie mit "Herr" oder lieber mit "Frau" angesprochen werden?" Ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind an Weihnachten! Die Sache mit der Karte und dem Text darauf, eine Kurzbeschreibung zu mir und zum Crossdressing, funktioniert! Wir haben eine Weile darüber gesprochen, ich hab versucht ein bischen was zu erklären, sie weiss ein wenig besser mit 'unsereinem' umzugehen. Gefällt mir.
---Ende Teil 1--- wird fortgesetzt
"Schlampenfest" in Nürnberg? Was soll ich denn DA??? Die Veranstalterinnen geben sich zwar alle Mühe, den Begriff 'Schlampenfest' positiv darzustellen, aber so richtig spricht mich diese Überschrift nicht an. Ich denke an die "Queer-Boat-Party" im letzten Jahr....... die entsprach nicht so ganz meiner persönlichen Vorstellung persönlichen Vorstellung von gepflegter Freizeitgestaltung. Und ausserdem ist Nürnberg auch noch elend weit weg von hier; knapp 800km. Irgendwie alles schlechte Voraussetzungen für meine Teilnahme an diesem 'Event'. Angesichts der vorstehend genannten Gründe packe ich die Idee, dort hinzufahren, in die Abstellkammer. Da wäre sie wohl auch geblieben, wenn es nicht die Aussicht auf ein Wiedersehen mit lieben Menschen, die ich lange nicht gesehen habe, gegeben hätte. Und wenn nicht ein etwas verpeilter Kunde vor einiger Zeit eine Mail geschickt hätte. Auftrag! Objekt: in XXX, Ausführung: Anfang Oktober. Nun liegt XXX knapp südlich von Nürnberg und der Termin liess sich auch passend steuern. BINGO!
Am vergangenen Mittwoch ging's dann also doch nach Nürnberg; trotz Schlampenfest zum Schlampenfest. Alles was ich mitnehmen will ist im Auto verSTAUt ....... blödes Omen: Ferien- und Feiertagsreiseverkehr, die A7 die längste Baustelle der Republik und ich mitten drin .... schrecklich. Nach zwei bis drei gefühlten Ewigkeiten komme ich doch an. Nur noch im Hotel einchecken, dann schlafen.
Den Vormittag des Donnerstags habe ich allein verbracht, am Nachmittag reist Andrea an. Sie holt mich von meinem Hotel ab. Auf den letzten Stufen der Hoteltreppe kommt mir der Rezeptionist entgegen. Er guckt, staunt, sagt nichts, lächelt freundlich. Diskretion und dezente Freundlichkeit sind hohe Güter in der Hotel-Branche. Der Gast ist König, oder Königin ... je nach dem eben.
Wir, Andrea und ich, fahren in die Altstadt. Strassen sind gesperrt, Parkplätze knapp; es ist Stadtmarathonlauf. Wir finden aber einen Parkplatz und machen uns auf, um ein Cafe zu suchen. Zwischendurch laufen wir auch die Marathonstrecke .... naja, halt einmal quer rüber, etwa 10 Meter, immerhin. Wir finden ein nettes Plätzchen in einem Cafe am Strand.
Strand? Bin ich am Mittelmeer? Hmmm.... mal die Fakten prüfen. Die Fahrt führte ewig lang nach Süden. Das passt. Auf dem Weg bin ich durch ein Gebirge gefahren, etwas südlich von Kassel. Das müssen wohl die Alpen gewesen sein. Passt auch! Der Verdacht am Mittelmeer zu sein erhärtet sich. Ich ahnte ja nicht, dass Nürnberg am Mittelmeer liegt, aber alle Fakten sprechen dafür.
Ausser Andrea, mit der ich ja schon im Cafe am Strand war, kamen am Donnerstag noch Saskia und Frau, Pia, Sylvie, Marlen, Christie und Kate. Rudi Völler kam nicht. Während es den meisten anderen egal zu sein schien, dass wir am Mittelmeer waren, verbreitete Marlen fortwährend den Eindruck ortskundig zu sein. Sie behauptete, dass das nicht das Mittelmeer sei, sondern ein Fluss namens 'Pegnitz'. Lächerlich, bei DER Beweislage. Um den Gruppenfrieden nicht zu gefährden, hab' ich dann so getan, als wäre ich nicht GANZ sicher. Andrea (ich glaube sie war's) hat als Kompromis vorgeschlagen, das Gewässer als 'Donau' anzusprechen; liegt auch irgendwo tief im Süden und fliesst über das Schwarze- und das Marmara- in das Mittelmeer. Na siehste!
Nachdem die geografischen Feinheiten geklärt waren, sind wir alle zusammen in die Nürnberger Altstadt gezogen und eingekehrt. Trinken, essen, reden, lachen, trinken, essen, reden, lachen, trinken, essen, reden, lachen ... Hat Spass gemacht. Gegen Eins dann Schichtende, Abrechnung. Der Kassenbon, mit dem die junge Dame vom Service an den Tisch kam, hatte eine beachtliche Länge; cirka 80cm! Kaum zu glauben, aber bis auf einen Espresso wurde alles aufgefunden und beglichen. Ich bin danach ins Hotel und hab mich schlafen gelegt. Andere hingegen .... nee, ich will ja nicht petzen.
Wir hatten uns am Donnerstag abend noch für Freitag 'gegen Elf Uhr' zum zweiten Frühstück und zum anschliessenden Stadtbummel verabredet. So um halb Zehn rum war ich mit Frühstück und Tageszeitung fertig und wollte aufbrechen. Entlang der 'Donau' und durch die Altstadt zum Hotel der übrigen Reisegruppe laufen. Vorher musste ich aber noch zur Rezeption meines Hotels, um etwas zu klären. Dort saß der freundlich guckende Rezeptionist, der mir am Vortag auf der Treppe begegnet war. Mein rein praktisches Anliegen hat er professionell gelöst. Auf die kleine Klappkarte im Postkartenformat, meine neueste Idee um meine Umwelt für mich einzunehmen, hat er etwas erstaunt geguckt und sie zur Seite gelegt. Später sollte sich aber rausstellen, dass der Text auf der Karte sehr wohl gelesen wurde.
Nach meiner Wanderung traf ich im Hotel der Anderen ein. Zwei saßen schon in der Lobby, die übrigen .... nun, ich will ja nicht petzen. Nach einer mittellangen Wartefrist, während derer sich noch weitere Mitgliederinnen der Gruppe einfanden, sind wir dann losgezogen. Altstadt angucken, Kaffee trinken, plaudern, Nürnberger Lebkuchen für die Daheimgebliebenen kaufen. Dann auf die Burg rauf .... warum müssen diese Dinger eigentlich immer auf Hügeln stehen? Fürchterlich! Und dann dieses Kopfsteinpflaster! Man versteht gar nicht, wie die früheren Burgfräuleins und Prinzessinnen das gemacht haben. Oder hatten die etwa Wanderschuhe an?? Wir haben, Sylvie hat, jedenfalls einen Absatzflecken eingebüßt und sich die Absätze ruiniert. Vielleicht sollten wir uns mal um ein paar edle Prinzen mit ebensolchen Rössern bemühen, die uns solche Umstände ritterlich ersparen.
Nach umfänglichen Informationen über die Geschichte und Geschichten von Burg und Stadt, an dieser Stelle nochmals ein grosses 'Danke' an die örtliche Reiseleiterin Marlen, gings wieder bergab (ist mit Absätzen NOCH schlimmer als bergauf) in die Altstadt. Auf ins nächste Cafe; trinken, essen, reden, lachen. Dort haben wir geplaudert und 'Leute geguckt'. Gustl Mollath kam auch vorbei, hat uns aber nicht erkannt.
Danach war dann Nachmittagsruhe in den jeweiligen Hotelbetten; Sightseeing macht eben doch müde.
Am Abend haben wir erst kurz auf der Vorabendwarmlaufparty des Schlampenfestes vorbeigeschaut. Dort gab's aber weder Sitzgelegenheiten, noch etwas zu essen, sodaß wir in ein nahegelegenes Lokal umzogen. Ein Kellergewölbe erheblichen Ausmaßes, in dem cirka ein Dutzend Räume Platz boten; besuchenswert. Dazu ein Typ, ein 'Türsteher', allerdings der angenehmen Art, erwähnenswert. Erwähnenswert deshalb, weil er uns ansprach, Marlen und mich, beim Gang in den 'Raucherbereich' (sprich: die Strasse vor dem Lokal). Er und ein paar andere würden am nächsten Tag eine kleine Party machen; interessante Leute, gute Drinks und eine Fotosession. Naja .... warum nicht? Zu 'interessante Leute' gehören wir allemal dazu. Mailadressen ausgetauscht, fertig. Nach einem guten Mahl und ein paar Getränken sind wir dann wieder zur Vorabendwarmlaufparty rübergewechselt. Es gab jetzt genügend Sitzplätze und immer noch nichts zum essen; aber gegessen hatten wir ja schon. Gegen halb zwei hab ich mich abgesetzt, ich brauch' meinen Schlaf. Andere hingegen .... siehe oben. Ich petz' ja nicht.
Aufgrund der veränderten Gesamtlage, eine Party mit guten Drinks und interessanten Leuten lass ich mir nicht gern entgehen, und der sehr guten Stimmung mit viel Spass und Gespräch innerhalb der Reisegruppe, musste ich am Samstagmorgen meine Zimmerbuchung verlängern. Eigentlich hatte ich geplant am Samstagnachmittag heimzufahren. Ich gehe also zur Rezeption und treffe dort auf die Inhaberin des Hotels. Die Sache mit der zusätzlichen Übernachtung ist schnell geklärt, ich wende mich zum gehen. "Ach.... ähh.... He... (die fehlenden beiden 'R's von 'Herr' kriegt die nette Dame in dem Moment nicht raus) ..... darf ich Sie was fragen?" Ich mach auf dem Absatz kehrt. "Natürlich. Um was geht es denn?" "Sie haben ja gestern unserem Mitarbeiter diese Karte gegeben." Sie hält die Klappkarte in der Hand, die ich dem Rezeptionisten am Vortag gegeben hatte. "Sie haben das gut beschrieben, nur .... wie ... also ... möchten Sie mit "Herr" oder lieber mit "Frau" angesprochen werden?" Ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind an Weihnachten! Die Sache mit der Karte und dem Text darauf, eine Kurzbeschreibung zu mir und zum Crossdressing, funktioniert! Wir haben eine Weile darüber gesprochen, ich hab versucht ein bischen was zu erklären, sie weiss ein wenig besser mit 'unsereinem' umzugehen. Gefällt mir.
---Ende Teil 1--- wird fortgesetzt