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Schiffsbergung II

Verfasst: Mi 18. Sep 2013, 21:16
von Anne-Mette
Moin,

wir haben einige Seefahrtbegeisterte unter uns )))(:
Die haben vielleicht Interesse an dieser Meldung: "Muschelfischer als Retter": http://www.shz.de/lokales/sylter-rundsc ... 79306.html

Glück gehabt! Aber so etwas sollte ein Boot eigentlich ohne Schaden aushalten.

Gruß
CPG

Re: Schiffsbergung II

Verfasst: Do 19. Sep 2013, 15:43
von Bianca D.
Moin,

coole Aktion! Hätte aber auch gedacht,daß eine Grundberührung nicht gleich solche Folgen hat.Ob das Boot wieder zu reparieren ist? Kennt sich jemand mit sowas aus?
Im übrigen,die Bergung von Schiffen finde ich schon faszinierend,wobei manche Projekte allerdings auch an den Kosten scheitern,wie zum Beispiel der Versuch,die Graf Spee aus dem Rio de la Plata zu heben.Da blieb es ja bei ein paar Bauteilen.Gibt da auch spannende Videos zu.

Gruß Bianca

Re: Schiffsbergung II

Verfasst: Do 19. Sep 2013, 16:08
von Anne-Mette
Moin,

wie heißt es so schön? "Das müsste das Boot eigentlich abkönnen!"

Ein Boot mit Kimkielen ist für das Watt eigentlich besser geeignet. Wenn man trocken fällt, dann steht das Boot aufrecht auf den beiden Kielen.
Außerdem verteilen sich die Kräfte auf den Rumpf auf mehr Fläche; es kommt also nicht zu einer punktuellen Belastung in so einem Ausmaß.
Ein gut gebautes Boot sollte allerdings auch auf einem Kiel stehen, ohne kaputtzugehen.

Boote mit Kimkielen laufen weniger Höhe, aber sind für das Wattenmeer sicher nicht schlecht. Eine Alternative wäre ein Hubkiel oder ein Boot mit Schwert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kimmkiel

Gruß
Anne-Mette (aufgeachsen am Watt - aber ohne Kimkiel)

Re: Schiffsbergung II

Verfasst: Do 19. Sep 2013, 16:45
von Ulrike-Marisa
Moin zusammen,

das nenne ich mal eine pragmatische Vorgehensweise durch den Skipper des Muschelfischerbootes. Eine Jacht kann bei sachgemäßer Gurtung so etwas ohne Probleme aushalten. So setzen wir auch im Hafen die Schiffe ins Wasser und holen sie wieder raus. Schäden an eienr Kunststoffjacht sind meist behebbar.

Gruß, Ulrike-Marisa

Re: Schiffsbergung II

Verfasst: Do 19. Sep 2013, 19:13
von Lina
Von der Logik her verstehe ich auch nicht die Aussage "drohte zu sinken". Wenn man im Watt auf Grund läuft ist es doch weil die Wassertiefe ziemlich flächendeckend zu gering ist. Da ist gar nicht mehr Tiefe übrig zum sinken. Und auch keine Felsen, die was kaputt machen können.

Aber OK, mit so einem Kiel legt man sich ziemlich auf die Seite, ohne Wasser. Eine ziemlich dämliche Position, um auf die nächste Flut zu warten. Hätte man aber notfalls wohl getan.

Es nervt wirklich, wenn Journalisten alles überdramatisieren wollen.

Re: Schiffsbergung II

Verfasst: Do 19. Sep 2013, 19:22
von Anne-Mette
Moin,

selbst Gebiete, die bei Ebbe völlig trockenfallen, erreichen bei Hochwasser schonmal 2m Wassertiefe. Das genügt, um so ein Segelboot in Bedrängnis zu bringen und ordentlich mit Wasser zu füllen.
Weiterhin kommt dazu, dass Sandbänke relativ hart sind. Da reicht schon leichter Wellengang aus, um so ein Kunststoffboot kaputtzumachen.
Das wäre für den Eigner extrem ungemütlich geworden, hätte der Muschelfischer nicht so beherzt eingegriffen.

Gruß
Anne-Mette

Re: Schiffsbergung II

Verfasst: Do 19. Sep 2013, 19:57
von Anne-Mette
Moin,
ich komme gerade aus dem Krankenhaus von einer nieren stein op.
Oha, konnte der Stein nicht zertrümmert werden?
Du hattest bestimmt heftige Schmerzen auszuhalten.

Gute Besserung und herzliche Grüße
Anne-Mette

Re: Schiffsbergung II

Verfasst: Fr 20. Sep 2013, 21:23
von Pama
Nun muss ich meinen Senf auch mal dazugeben.
Die Bergung des Bootes ist tatsächlich spektakulär.
Dennoch können Segelboote aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) durch Wellengang nicht einfach zerstört werden. Bei vielen dieser Boote, wie auch bei diesem in Havarie geratenem Schiff, ist jedoch der Kiel lediglich angebolzt. Durch harte Grundberührung können die Bolzen brechen oder aus dem Lamynaht reißen und somit ein Wassereinbruch im Schiff verursachen, was hier sicherlich geschehen ist.
Ein seitwärts liegendes Schiff richtet sich in der Regel ohne Schaden mit dem Hochwasser wieder auf.
Wenn Manfred sich als Hochseesegler ausgibt, wird er vermutlich auf dem Titisee oder Schluchsee einmal gesegelt haben, oder verstehe ich das falsch?

Gruß Pama

Re: Schiffsbergung II

Verfasst: Fr 20. Sep 2013, 22:40
von conny
manfred hat geschrieben:moin anne-mette,
danke für die netten wünsche. doch der stein (saß fest im linken Harnleiter und war 9x7 mm groß) wurde per laser zertrümmert, allerdings unter Vollnarkose. ich hatte vor drei Wochen in hh eine heftige Kolik, muße mein Auto abstellen und per 112 ab ins Krankenhaus Harburg. natürlich schmerzen.es wurde eine sog. schiene eingelegt, damit kein harnstau entsteht. die wurde dienstag entfernt und der stein auch. aber eine neue schiene muß ich für eine weitere Woche ertragen (scheuert innen an der blasenwand) und wird in kürze ambulant entfernt. aber man gönnt sich ja sonst nichts!
Ich bin hochseesegler und hart im nehmen: hinfallen ist keine schande, LIEGENBLEIBEN!
ganz herzliche Güße,
Manfred
dieses prozedere mit einem stein kenne ich auch (aber das ist keine op). ich hatte dies aber nicht in einen beitrag hier einfließen lassen. warum auch? das hier ist kein gesundheitsforum und auch kein thema bzgl. der schiffsbergung :roll: