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SPAM „ mal anders (spam by letter)
Verfasst: Mo 19. Aug 2013, 12:26
von Anne-Mette
Moin,
heute bekam ich einen Brief aus London, was nicht soooo besonders außergewöhnlich ist.
Das Öffnen des Briefumschlages brachte einen Text zu Tage, den (nicht nur) ich schon von zahlreichen Emails kenne.
Es geht wieder einmal darum, 15 500 000 $ zu transferieren.
30% wäre der Lohn
Das würde reichen für einen längeren Urlaub - und noch viel mehr
Er könnte ja schonmal eine Anzahlung überweisen...
Gruß
CPG
Re: SPAM „ mal anders (spam by letter)
Verfasst: Mo 19. Aug 2013, 13:22
von ab08

Danke,
aber es finden sich trotzdem immer wieder Opfer,
daher, obwohl amüsant, gehört der Blödsinn verboten!
LG
ab
Re: SPAM „ mal anders (spam by letter)
Verfasst: Mo 19. Aug 2013, 13:43
von Julia65
Ja,
per email bekomme ich inzwischen TÄGLICH Post von "PayPal", "Ebay", "Meiner BANK", und vielen vielen weiterne seriösen Unternehmen. Die Anrede lautet meist "Hallo Kunde 12993884543". Dann soll ich auf irgendwelche Webseiten gehen um mein aus Sicherheitsgründen gesperrtes Konto durch Angabe von Daten wieder freizugeben etc... Ich finde es erschreckend, wie gross diese Art der Kriminalität geworden ist.
Jedesmal, wenn ich so eine E-Mail schmunzelnd übergehe, denke ich anschliessend daran, wie viele unbedarfte und gutgläubige Menschen darauf reinfallen und bekomme etwas Zorn. Schlimm ist das.
LG
Julia
Re: SPAM „ mal anders (spam by letter)
Verfasst: Mo 19. Aug 2013, 13:50
von Anne-Mette
Moin,
es scheint sich ja doch zu lohnen (?)
Während der Versand von Emails kostenlos ist, steht auf der Marke 0,88 -£
Sie werden solche Briefe sicherlich 1000-fach versenden.
Vielleicht denken sie, dass es so seriöser rüberkommt...
Gruß
Anne-Mette
Re: SPAM „ mal anders (spam by letter)
Verfasst: Mo 19. Aug 2013, 21:18
von Marielle
Moin Moin,
da sei mal vorsichtig mit solchen Anzahlungen
Wir hatten im letzten Jahr eine Buchung für einen längeren Zeitraum von einem angeblichen Gast aus GB und dafür auch per Post einen Scheck der HSBC über 3000 Pfund bekommen. Der war reichlich zu hoch ausgestellt und natürlich gefälscht, aber so gut, dass unsere Sparkasse ihn erstmal akzeptiert und das Geld unserem Konto gutgeschrieben hätte.
Wenn wir den Scheck eingelöst hätten, wäre die Nummer so weitergegangen: Der "Gast" hätte umgehend storniert und uns angewiesen, die Stornokosten von dem Betrag abzuziehen und den Rest auf sein Konto zu überweisen. Einige Zeit später hätte die HSBC der Sparkasse dann mitgeteilt, dass der Scheck ein Fake war und die Sparkasse hätte das Geld zurückgebucht. Die Rücküberweisung wäre natürlich nicht mehr zu retten gewesen, weil das Empfängerkonto längst abgeräumt gewesen wäre.
Also Obacht, auch bei Anzahlungen
Marielle
Re: SPAM „ mal anders (spam by letter)
Verfasst: Fr 23. Aug 2013, 23:28
von Anne-Mette
Moin,
Also, wenn ich solche eMails bekomme,
Schade, dass manche Beiträge (nicht nur meine) nicht richtig und von Anfang an gelesen werden
Es ging nicht um Emails; das ist ein alter Hut.
Es ging darum, dass jemand Zeit und Kosten aufgewendet hat, um mir einen Brief aus London zu senden; deshalb auch die Überschrift "(spam bei letter).
Man wird noch ganz misstrauisch bei diesen vielen Betrugsversuchen - und manchmal völlig ungerechtfertigt.
Als ich vorgestern Nachmittag von einer längeren Radtour zurückkam, sah ich den gelben Wagen unseres Postzustellers.
"ich habe mir schon gedacht, dass ich Sie noch treffe", meinte er, "ich habe ein Einschreiben für Sie!
... aus China!"
Aus China erwartete ich eigentlich nichts und fragte ihn schon, ob ich die Annahme verweigern könnte (hätte ich können; ist klar).
Dann habe ich das Schreiben doch entgegengenommen. Das war auch gut so - ich erhielt wichtige Service-Unterlagen, über die ich mich gefreut habe - und habe nun diese kaum noch erwarteten Unterlagen - und einen Briefumschlag mit 12 abgestempelten chinesischen Briefmarken
Gruß
Anne-Mette
Re: SPAM „ mal anders (spam by letter)
Verfasst: So 25. Aug 2013, 11:36
von Anne-Mette
Moin,
ich hoffe ja auch, Du hast das

gesehen?
Es sollte keine "Schulmeisterbelehrung" meinerseits sein.
Mit dem Thema wollte ich eigentlich auch nur beschreiben, dass die Spammer, Nepper, Bauernfänger usw. sich wesentlich mehr Mühe geben, um weiter und vielleicht erfolgreicher ihr Unwesen treiben zu können.
Da werden nicht einfach 100 000 Mails verschickt (kostenlos), von denen vielleicht eine erfolgreich ist, sondern da werden Briefe geschrieben mit Briefkopf, relativ seriös aussehend, sodass man viel eher darauf kommen könnte, es würde sich tatsächlich um eine ernst zu meinende Angelegenheit handeln.
Es sind auch schon Rechnungen gekommen, die (fast) echt aussahen.
Leider wird ein großer Schaden angerichtet, selbst wenn man nicht auf solche Briefe und Emails eingeht.
Es ist ein großes Misstrauen entstanden. Wenn ich Emails und/oder Briefe aus dem Ausland bekomme (siehe die China-Sache), bin ich manchmal nicht nur misstrauisch, sondern ablehnend.
Gruß
Anne-Mette
Re: SPAM „ mal anders (spam by letter)
Verfasst: So 25. Aug 2013, 13:45
von Lina
Aber wie funktioniert die Masche nun wirklich? Lassen die nun Einzahlungen für Ware, die nicht geliefert wird, übers Konto des Beteiligten laufen - sodass er mit den Schadensersatzforderungen sitzt, oder wie läuft es?
Oder buchen Sie einfach Beträge per Lastschrift ab?
Re: SPAM „ mal anders (spam by letter)
Verfasst: So 25. Aug 2013, 14:29
von Anne-Mette
Moin,
soweit ich gehört habe, geht es um zwei Verfahren; einmal um Geldwäsche (das ist aber bei einer Millionensumme unwahrscheinlich) - und adererseits darum, dass man, um in den Genuss der versprochenen Summe/Belohnung zu kommen, in Vorleistungen treten muss, also "Gebühren" für Notare, Banken usw. bezahlen soll.
Ich habe vor längerer Zeit mal von einer Frau gelesen, die auf ähnliche Art und Weise um einige 1000 Euro gebracht worden ist.
In ihrem Fall ging es allerdings um eine angebliche Erbschaft.
Bei kleineren Summen würde ich eher mit Geldwäsche oder Betrug rechnen, z.B. dass man Konto oder Ebay-Account oder was auch immer zur Verfügung stellen soll. Das Dumme ist nur: man wird kein Geld damit verdienen - und andere Menschen werden geschädigt.
Natürlich kann man sogar angeklagt und verurteilt werden, weil man sich (mindestens) der Beihilfe zum Betrug schuldig macht.
Da die "Auftraggeber" in der Regel im Ausland sitzen und nicht zu fassen sind, werden sich die Justizbehörden sicherlich gern mit hier wohnenden "Helfern" beschäftigen.
Gut, dass wir nicht nur einen virtuellen, sondern auch einen körperlichen Papierkorb haben.
Gruß
CPG